• Willkommen im neuen Alpinforum!

    Das Alpinforum ist erfolgreich auf die neue Forensoftware XenForo umgezogen. Benutzerkonten und Foreninhalte wurden übernommen, sodass ihr euch wie gewohnt anmelden könnt.

    Schaut euch gerne um und probiert die neuen Funktionen aus. Solltet ihr Fehler oder Unstimmigkeiten entdecken, meldet sie bitte im entsprechenden Thema.

    Alle Informationen zur Migration und zum neuen Forum findet ihr hier:

    Zur ausführlichen Ankündigung

    Viel Spaß im neuen Alpinforum!

    Euer Alpinforum-Team

Kaprun Prozess

Dieses Öl wurde angeblich aus Umweltschutzgründen verwendet.
 
Klosterwappen schrieb:
Dieses Öl wurde angeblich aus Umweltschutzgründen verwendet.
Aber wer hat da so nach der Mutternatur geschaut genau dieses öl zu verwenden? Die Gletscherbahn bei der Bestellung? Die Herstellerfirma bei der Konstruktion? Irgend eine Umweltbehörde?
 
citta dei sassi schrieb:
Der grundlegende Fehler in dieser Bahn war das Hydrauliköl. Und da hilft wirklich nicht die Ausrede das seine eine ältere Bahn aus den 70iger Jahren. Die Fahrzeuge oder besser Fahrbetriebsmittel waren Baujahr 1994 und damit keine Oldtimer. Zu diesem Zeitpunkt war das verwendete Öl in der Luftfahrt schon über 20 Jahre wegen Brand- und Explosionsgefahr verboten.

Ja und?
Das ist ja auch was völlig anderes - ein Flugzeug hat ja Düsen/Motoren etc.
Ein Standseilbahnwagen aber hat ja keinen Antrieb, keinen Motor usw. - so dass man hier erstmal nicht darauf kommt, dass das zu einem Problem kommen könnte.

JETZT wissen wir, dass es ein Problem ist - aber konnte man das zu diesem Zeitpunkt wissen?

Damit kommen wir wieder zum Problem.
Was war die Ursache?
a) Das Öl?
b) Der Heizlüfter an sich
c) Der Umbau / ungeeignete Einbau des Heizlüfters?
d) Die fehlenden Brandmelde/Notruf/Nothalt Einrichtungen?

Ich denke nicht, dass man einer dieser Ursachen alleine die Schuld geben kann - für sich alleine wäre des Öl ja nicht gefährlich gewesen, wenn kein Heizlüfter dar gewesen werden...

Gruß, Jens
 
Normalerweise sollte man bei Seilbahnen NUR das Hydrauliköl verwenden, dass auch vom Seilbahnhersteller eine Freigabe hat.
Bei Doppelmayr gibt es momentan nur eine Hydraulikölvariante.(Das Blaue DOPPSYN)
Bei Leitner hat es in den letzten Jahren verschiedene Ölsorten bzw. Hersteller gegeben.
Man soll aber trotzdem nur das vom Hersteller empfohlene verwenden.
So mache ich das auch.

Was die bei der Standseilbahn verwendet haben und ob das eine freigabe hatte entziet sich meiner Kenntnis. Auch wie bei einer Standseilbahn die Hydraulikkreise genau verlaufen weiß ich leider nicht, denke mir aber, dass die bremsen und Türanlagen vom selben Aggregat versorgt werden, aber verschiedene Kreisläufe sind.

Ausserdem wurde hier mal die Dichtigkeit eines Hydrauliksystems in Frage gestellt. Dem muss ich vehement Widersprechen, dass es bei Seilbahnsystemen sehr wohl dichte Hydrauliksysteme gibt und geben muss.
Bei Drücken um 100-200 Bar ist das sogar Lebenswichtig.
 
Na ja, Dicht ist Dicht.
Und warum sollte man ein Hydrauliksystem nicht dicht bringen?
Weißt Du was z.B. passieren kann wenn bei Deinem Auto das bremshydrauliksystem nicht Dicht wäre?
Bums!
 
seilbahner schrieb:
Na ja, Dicht ist Dicht.
Und warum sollte man ein Hydrauliksystem nicht dicht bringen?
Weißt Du was z.B. passieren kann wenn bei Deinem Auto das bremshydrauliksystem nicht Dicht wäre?
Bums!

Schon klar, nur kenne ich von einem Techniker folgende Aussage: es gibt kein System, das zu 100% dicht ist. Ich kann nicht sagen, was stimmt, weil ich mit derartigen Systemen nichts am Hut habe. Ich nehme deine Aussage und Ausführung jedenfalls zur Kenntniss und werde bei meiner Quelle mal nachhaken. Bei einem Hydrauliksystem hat deine Ausführung definitiv mehr Sinn als die Aussage meines Technikers.

MFG Dachstein
 
Es ist einfach so, dass z.B. das Hydraulische bremssystem einer KSB einen öffnungsdruck von ca. 130 bar hat. Wenn da jetzt was Leck ist, dann hast Du bei diesem Druck entweder gleich mal eine Riesensauerei oder Du merkst es beim Aufpumpen der Bremse ziemlich schnell.
Bei den Anlagen, die ich zumindest kenne und Warte ist die Hydraulikanlage schon zu 100% Dicht würde ich mal behaupten.
 
Es gibt ja auch große Kräne mit Zylindern und Schläuchen und die sind auch dicht. Dort werden die Drücke sicherlich noch größer sein.
 
Nein, glaube ich nicht. Da ist dann einfach der Schlauchquerschnitt größer.
Das hält sich meistens zwischen 100 und 200 bar.
Meine Abspannung hat auch einen Druck von 55 Tonnen bei 135 bar. (Ist übrigens auch Dicht)
 
ja, Abspannungen, Bremsen, Eingangsschranke, alles dicht im Normalfall. Braucht da aber auch etwas mehr mechanische Gewalt um da was zu zerstören. Nur die Schneekatzen mit dem roten Öl haben immer ein wenig Verlust.
 
seilbahner schrieb:
Was die bei der Standseilbahn verwendet haben und ob das eine freigabe hatte entziet sich meiner Kenntnis. Auch wie bei einer Standseilbahn die Hydraulikkreise genau verlaufen weiß ich leider nicht, denke mir aber, dass die bremsen und Türanlagen vom selben Aggregat versorgt werden, aber verschiedene Kreisläufe sind.
Türen sind meistens Druckluft oder elektrisch. Öl kann man nicht komprimieren. Dementsprechend ist der Einklemmschutz nicht gewährleistet. Druckluft wählt man um zu verhindern, dass einem Fahrgast beim schliessen der Tür Gliedmasse abgetrennt werden. Mit dem Elektromotor wirds schon schwieriger. Hat man verschiedene Rutschkupplungen, Stromstossrelais, usw.

Das gleiche System wie für die Fangbremse währe verheerend. Türen Zu, druckabfall Fangbremse ein??

Die meisten Fangbremsen haben einen Druckwächter der den Druck in der hydraulik kontrolliert. 90% fängt die Pumpe an zu laufen, 110% stellt sie wieder ab. Damit wird gewährleistet, dass immer genügend Druck vorhanden ist, um die Fangbremse offen zu halten. Im Kommandostand gibt es ein Schnellablassventil in Form eines Kugelhahnes. Damit kann der Wagenführer die Fangbremse als Feststellbremse benutzen. Denke dieser Kugelhahn ist gemeint, denn das Hydraulikaggregat befindet sich im Wagenboden denn das braucht relativ viel Platz.
 
Ein Aggregat, verschiedene Steuerkreise? Ventilsteuerung? Gibts alles.
 
Ich kenne diese Bahn nicht. Die technischen Details der Anlage hat man leider verwehrt. Die Bahnen die ich kenne, haben keine hydraulischen Türen wegen den oben genannten Gründen. Wenn Du möchtest, kannst Du es Dir mal anschauen?? Also wenns Dich interessiert.
 
Übrigens, die Pitztaler Gletscherbahn hatte auch ein hydraulisches Türöffnungssystem, was nach Kaprun umgebaut wurde.
 
Zurück
Oben