Was die Berichterstattung angeht, finde ich dass bei vielen Unglücken, viele Printmedien und Sender dazu neigen, eine sehr unpassende emotionale Berichterstattung zu bringen, wo man dann als Zuschauer die Möglichkeit bekommt, sich besser zu fühlen, weil man sich ein bisschen im eigenen Mitleid ertränkt hat. Davon halt ich nichts! Ich persönlich bevorzuge nüchterne, sachliche, an Fakten gebundene Berichterstattungen. Und soweit, dass ich um Mitleid zu empfinden eine reißerische Fernsehsendung brauch, ist zum Glück noch nicht mit mir...

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Was die Unglücksursachen angeht: dazu kann ich mich nicht äußern, weder liegen mir diesbzüglich Fakten vor noch bin ich in dieser Hinsicht qualifiziert, mich zu äußern. Ich gehe davon aus, dass die Sachverständigen, die mit der Klärung beauftragt waren, dieses so umfassend wie nötig und möglich getan haben. Als kleine pers. Anmerkung: ich denke, es ist ziemlich schwierig mit einer Zigarette was anzuzuünden. Wir haben beim Millitär unsere Zigaretten manchmal in Diesel gelöscht, nicht mal den kriegst du mit Zigaretten zum Brennen. Auch Papier normalerweise nicht, man kann zwar ein Loch reinbrennen, aber es entzündet sich nicht. Richtig ist aber auch, dass wohl Waldbrände durch Zigarettenstummel ausgelöst werden können.
Was die Entschädigungsforderungen angeht: ich kann dazu nur eine Vermutung äußern. Ich denke, dass es nicht um Profit gibt (obwohl ich zugebe, dass es manchmal tatsächlich fast so wirkt). Vielmehr glaube ich, dass der Verlust eines Angehörigen starke Emotionen nicht nur in Form von Trauer, sondern auch Wut auf "die Verantwortlichen" nachsichzieht - und zwar auch wenn es aus objektiver Sicht keine "Verantwortlichen" gibt. Ich denke, es geht dennoch den Angehörigen eher um ein Gefühl, ein bisschen "Gerechtigkeit" zu erlagen, indem man sie nicht einfach vergisst - und auch durch die Außenwirkung, die eine Schmerzengeldzahlung hat. Ich denke, das ist eine sehr emotionale Sache. Es gibt einem in einer verzweifelten Situation auch ein Ziel, was gerade, wenn man einen Menschen verloren hat, Ventil sein kann, für das unerträgöliche Gefühl, diesen Verlust hinnehmen zu müssen und völlig unfähig zu sein, etwas dagegen zu tun, chancenlos das geschene Unrecht rückgängig zu machen. In einer solchen Situation kann das Verfolgen eines Schmerzensgeldanspruchs vermutlich auch so eine Art Ersatz dafür, wenn man das Unglück schon nicht selbst verhinder konnte, wenigstens so eine Art Gerechtigkeit wiederherzustellen. Es scheint auch für Menschen hilfreich zu sein, wenn es jemanden gibt, der Schuld hat und der für das Unrecht geradestehen muss, um so "Gerechtigkeit" walten zu lassen. Das war schon immer so in der Geschichte. Ich denke vor diesem Hintergrund sind die jahrelangen Forderungen nach immer noch mehr Schmerzengeld zu verstehen.
Dies ist meine persönliche Meinung.