Versteht mich nicht falsch. Persönlich bin ich überhaupt kein Fan von Pistenmodellierung. Ich sehe nur eine große Zielgruppe dafür, welche modellierte Pisten mag, braucht, oder was auch immer. Die wollen nicht zu steile Pisten, dafür dann im Flachstück schieben müssen. Die wollen nicht zu schmale Pisten, weil sie dann unsicher werden. Deswegen breite Waldschneisen. Für dei Präparierung wird der Aufwand zusätzlich verringert. Da die Pisten beim Bau sowieso modelliert werden, die meisten zumindest, zeigt sich derzeit leider ein Trend zu monströsen Maßnahmen. Aber das ist halt wie beim Vergleich Autobahn zu Landstrasse. Große Anlagen benötigen große Pisten und ermöglichen großen Umsatz.
Danke intermezzo übrigens für den Link - da sind gute Ansätze drin - aber leider eben auch etwas zu kurz gegriffen.
Mir persönlich ist ja auch das Spiel mit dem Gelände viel lieber. Gerne auch unpräpariert. Aber mit Familie oder bei wenig Zeit gehe ich dann auch gerne den einfachen Weg....
Das mit den Fangnetzen sehe ich recht zwiespältig. Meiner Ansicht nach ist das hier gerade etwas übertrieben. WEnn ich den Lanzenwald an einer Abfahrt inzwischen so sehe, frage ich mich, was schlimmer ist. Zudem ist es mir lieber, wenn durch die Netze ein paar schwere Unfälle vermieden werden können, bzw. der Schaden verringert wird. Klar lebte man in den 70er Jahren freier - aber auch gefährlicher. Und versicherungsrechtlich ist eine nicht optimal abgesicherte Piste doch auch ein Problem.
Letztlich ist es doch eine Gesamtproblematik. Betonorgien an den Gebäuden, Ruinen werden stehen gelassen (wie am Stilfser Joch oder in Cervinia), die ganze Verdrahtung durch Anlagen, Stützen, Schneekanonen sind doch massive Eingriffe.
@ intermezzo: Gibt es denn auch Links zu den abscheulichsten Ruinen, monströsesten Liften etc.?
Ob ich es jetzt mal Disney- oder Heidiland nenne, sind es alles Kunstwelten. Auch ein Alagna ist doch inzwischen mehr ein Marketinggag - als die große Freiheit. Aber diese Problematik bestand doch auch bei den 70er Jahre Anlagen genauso. Und da muss jeder seinen Weg finden - Tourengehen als wirklich die ursprünglichste Art des Bergerlebnisses, Freeriden ala Dammkar, naturnähere Gebiete (da möchte ich mich jetzt doch etwas zurückhalten) oder eben die Skifabriken wie Klausberg, Flachau.