Im Medizinbereich kann alles überteuer verkauft werden, Hersteller haben ja auch kein Interesse an einer Senkung des Preisniveaus.
Anlagen für laser-basiertes additive Manufacturing sind kaum preisgünstig herstellbar. Die Laserquelle als solche ist eigentlich bereits recht teuer, ausser CO2 bis ca. 200 W als auf lebensdauer versiegelte Röhre sind Laserquellen (Disc, Fiber, Nd:YAG Diodengepumpt, usw.) sind eigentlich alle Laserquellen im interessanten Leistungsbereich doch sehr teuer (einige zehn Tausend EUR aufwärts). Die aktuelle Technik kenn ich zuwenig, mit Nd:YAG (mit Xe-Blitzlampen), und CO2 (HF-Mittelspannungs-Erregung) im sehr hohen Leistungsbereich, hatte ich mich früher mal konkret befasst, inbes. für die Elektrotechnik/Leistungselektronik).
Nebst Laser benöigt man dann noch einen x/y-Galvanocanner, also ein 2-achsiges Ablenkspiegelsystem (z.B. von Cambridge Technology:
https://www.cambridgetechnology.com/products/galvanometer-xy-sets). Auch sehr teuer, da eine hohe Wiederholgenauigkeit sowie eine hohe Bandbreite erforderlich sind (akusto-optisch ablenken geht hier leider nicht). Das Grund-Prinzip ist einfach, die Realisierung mit Closed-Loop Ansteuerung ist aufwendig (insbes. der mechanische Teil, Spulen, usw.).
Da man den Strahl auf einer planen Ebene fokusieren muss, benötigt man noch ein teures f-theta Objektiv.
Für den Laser, x/y-Scanner und f-theta Objektiv erreicht man schnell die EUR 100'000 Grenze.
Dann kommt noch das Pulverbettsystem dazu, das kann man jedoch am ehesten noch selbst entwickeln sofern man die notwendigen Kenntnisse hat (sollte recht genau ausgeführt sein, ist jedoch durchaus denkbar obwohl auch hier Präzisionsführungen, Servoantriebe, usw. auch nicht gnaz billig sind).
Auch das Sintermaterial als Pulver ist recht teuer es sei dann man experimentiert eigene Mischungen mit einer Kugelmühle.
Sicherer Betrieb und Untrehalt von Hochleistungslaseranlagen benötigen gewisse Kenntnisse, bereits das fachgerechte Reinigen der Optiken ist nicht ganz so einfach.
BTW x/y-Tisch oder kartesische Bewegung des Bearbeitungskopfs kommen hier leider nicht in Frage, da viel zu langsam (Optiken wären viel einfacher und Galvano-Scanner würde entfallen).
Beziehe mich hier spezifisch auf Metallteile, Anlagen für additive Manufacturing für Kunststoffteile ist um einiges einfacher, das kleinere Leistungen erforderlich sind.
Plastikteile sind hingegen relativ einfach herstellbar, interessant wären Composites, habe mich jedoch nicht damit befasst, kenn den Bereich zuweing. 3D-Druck mit Integrierung von Kohlenstoffasergewebe wäre was, keine Ahnung wie weit man da ist.
Die ganze Softwarefrage wurde nicht einmal angesprochen...