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Land- oder Stadtleben?

Bevorzugt Ihr eher das Land- oder das Stadtleben?

  • Stadtrand! Dort habe ich nämlich sowohl das Stadt- als auch das Landleben.

    Stimmen: 16 32,7%
  • Stadtleben! Auf dem Land ist doch nichts los und in der Stadt hat man alles.

    Stimmen: 4 8,2%
  • Bin mir noch nicht sicher, was mir besser gefällt.

    Stimmen: 0 0,0%
  • Landleben! Es gibt doch nichts schöneres, als unbeschwert in der Natur und in Ruhe zu leben.

    Stimmen: 29 59,2%

  • Umfrageteilnehmer
    49
3303 schrieb:
Interessanter Thread zum Thema Schubladisierung.
Das trifft es ziemlich auf den Punkt.

Nachbarn können ein Segen aber auch ein Fluch sein. Stadt ist anonym, Land heisst Einbindung aber auch soziale Kontrolle - was einem zusagt muss man für sich entscheiden. Soziale Kontrolle bedeutet auch Sicherheit - die Stadt lädt ein zum Misstrauen. Man kann am Land Pech haben und wird zugelärmt, während man in einer ruhigen Seitenstraße mitten in der Großstadt wie im Urlaub wohnt, etc. etc..

Kultur - na ja. Habe beobachtet, dass die Städter die kulturellen Einrichtungeneher eher gelegentlich wahrnehmen. Habe Berliner kennengelernt die waren noch nie! auf der Museumsinsel und die ist selbst im Weltmaßstab ein Hammer.Der Bau einer Philharmonie für die oberen Zehntausend zum gefühlten Preis von 100 Trillionen € ist eher Größenwahn als Ausdruck von Kulturnutzung.
Die kleine Stadt Hof, von der ich nicht weit entfernt wohne, ist kulturell voll auf der Höhe. Kinos (Hofer Filmtage), Theater, Symphonisches Orchester u. vieles mehr.

Land o. Stadt ist für mich eher die Wahl einer Lebensform, zwischen denen man auch wechseln kann.
Landleben ist für mich Platz u. Ruhe (mein Grundstück hätte ich in der Großstadt nie bezahlen können)- Stadt ist für mich Abwechslung und Enge.
 
Foto-Irrer schrieb:
Das Bildungsargument war ja auch mal sehr geil von Wiede. Ich kann mir gerade nicht vorstellen, dass die Kinder vom Land öfter in Museen fahren, als die aus der Stadt, sondern eher im Gegenteil.
Vermutlich. Allerdings ist empirisch erwiesen, dass die Quantität von Museumsbesuchen keinen Einfluss auf das (durch Schulnoten quantifizierte) Bildungsniveau hat (vgl. das Buch "Freakonomics") - die Qualität der Schulen allerdings sehr wohl. Diese dürfte im Durchschnitt auf dem Land besser sein (weniger Migranten, kleinere Klassen, etc.).
 
Wohne in einer Gemeinde mit 12000 Einwohnern, also Landjunge.
Habe in 300m Umkreis 4 Lebensmittel Geschäfte, gängige Ärzte auch vorhanden.
In direkter Nähe 2 große Stauseen, ein Mittelgebirge vor der Haustür.
Nächste Großstadt nur 20 Minuten entfernt..
Günstiges wohnen, Ruhe..
Wüsste nicht was mir hier noch fehlen würde..
Noch fragen ??
 
Af schrieb:
@ Wiede: Ich zitier uns ma:

Wiede schrieb:
Af schrieb:
Mhhh... hat beides Vor- und Nachteile:

Stadt (Nürnberg, Wien):

+ Man hat wirklich alles
+ in der Richtigen Lage auch Ruhe und Natur
+ Es ist ständig etwas geboten --- So mancher Städter kann ja auch schon gar nicht mehr in Ruhe leben Damit meinte Ich Feste, Konzerte, Veranstaltungen etc... Nürnberg war jetzt am Sonntag Klassik-Openair im Park... hatte aber leider keine Zeit :-(
+ Das Bildungsniveau und Kulturangebot ist wesentlich höher als auf dem Land--- Das mit dem Bildungsniveau wage ich mal ganz leicht zu bezweifeln, wenn ich an so manche Stadtleute / Stadtkids denke... Mit der Allgemeinbildung ist es da tendenziell bei vielen aber nicht soweit her! Klar gibt's in beiden Regionen extreme. Generell finde ich den Lehrplan hier am Land schon seltsam. Wozu muss sich ein Grundschüler in der Kuhzucht auskennen? Da solltens lieber wie meine Nichte in der 3.Klasse spielerisch an Englisch rangehen. Bringt den Kids wesentlich mehr als, das Landleben zu pauken... (direkter Vergleich Nachbarssohn am Land und Neffe in der Stadt.
+ Im Supermarkt ein Tolles und reichhaltiges Angebot an Waren --- Fleisch, Wurst, Milch, Eier,... gibt es auf dem Bauernhof sogar ganz frisch und ohne Zusatzstoffe Falsch. Hier kriegst beim Bauern Milch..... Gemüsebauern gibt's kaum, Hofverkauf noch weniger und die "Bauernmärkte" sind eher ein Witz. Wobei es in Wörgl jetzt nen kleinen Markt gibt mit Lokalen Gütern. In Nürnberg (Region Knoblauchsland) bekommst das Gemüse frisch vom Feld verkauft, dazu Eier. Fleisch, Geflügel, Eier etc. bekommst vom "Eiermann" der einmal die Woche vorbeifährt.
+ gutes ÖPNV Netz

- tw. kanns laut und voll werden --- Teilweise??? Das ist jetzt aber ganz leicht untertrieben, oder? Wenn ich da an die Lärm- und Verkehrsgeplagten Anwohner der Flughäfen oder Innenstädte denke.... Mhhh... also ich hab da wohl in Wien/Nürnberg immer Glück gehabt. Ab 7 rushour in der Stad ist halt normal. Dafür hast hintenraus normalerweise nen Innenhof oder nen Garten.
- Ruhige Lagen eher etwas teurer --- Etwas??? In Stuttgart kostet der Bauplatz fast das 10-Fache wie hier. München ist noch teurer...] Meinst hier in Tirol "am Land" ists günstiger? Klar zwischen Autobahn und Bahnstrecke gibt's noch günstige Grundstücke. Sonst ist hier ne 3-4 Zimmerwohnung auch fast nichtmehr zum derzahlen. Vorallem weilst hier in Tirol "am Land" auch noch weniger verdienst als in den Städten. :evil:
- tw. leider leichte Ghettobildung(damit meine ich auch Deutsche Familien!) und daraus resultierende Gewalt/Kriminalität --- Aber hallo... Wenn ich da alleine schon an Berlin-Neukölln denke... Grauenhaft! Ist so, und von den Behörden/Politik wohl auch so gewollt

Land (Breitenbach)
+ Ruhe und Idylle (zumindest Sonntags bei nicht so gutem Wetter)
+ Nette Nachbarn, die man auch kennt
+ Aus der Haustür und sofort in der Natur
--- Alle 3 Punkte ^^^ sind UNBEZAHLBAR 8) Stimmt. Hab ich in der Stadt bei geeigneter Wohnlage aber auch

- der Daily wird grade leergeräumt, der Spar hat kaum Sachen also mitm Auto ins Nachbardorf, aber die Läden ham auch ned alles... --- Ich habe in 3 Kilometer Entfernung 3 Supermärkte. Alleine bei der Schokolade kann ich aus mind. 20 Sorten bzw. Herstellern auswählen. Sollte ausreichen... Dachte du wohnst in ner Stadt? Brauche keine 20 Sorten Schokolade. Aber bisserl Gemüse abseits von Tomaten, Salat und Gurken hätt ich schon ganz gern. Um etwas exotischer zu kochen muss man entweder zum Araber(selten) oder nach Innsbruck um das Zeugs zu kaufen.
- Mopedkids, 3erBMW/Golf Kids, Lärmende Traktoren (Muss ja immer der Neueste und am Besten Lauteste sein. Alternativ geht auch eine uralte Dreckschleuder) von Morgends bis Abends und am WE die Motorradtouristen... --- Gibt es, bis auf Traktoren, in der Stadt auch. Sogar mit illegalen Rennen etc. Ach die Rennen sind doch ganz normal am Land... das fand ich ned erwähnenswert
- Landleben. Da Mäht der Bauer um 23 Uhr seine Wiese und strahlt jedes Mal mit seinen Scheinwerfern ins Schlafzimmer, das komplette Zugüllen am ersten Frühjahrswochenende (Da ist ALLES voll Gülle!!) --- Siliert (Gras gemäht) wird i.d.R. 3-4 mal pro Jahr. Gülle kommt 2-3 mal pro Jahr. Verbleiben somit über 350 Tage ohne... Nebenbei gesagt stört mich das aber auch nicht. Jo, pro Feld.... wenn ringsum die Felder schön abwechselnd gedüngt werden hastes länger. Besonders angenehm, wenns 30° hat.... Du darfst gerne mal nach der Skisaison ne Woche im Inntal (aber am Land!) wohnen. Nach der Woche hast den Geruch auch Satt. Ich hab mich schon etwas dran gewohnt. Trotzdem nervig, wennst beim Radler trinken am Balkon immer die Gülle in der Nase hast
- tw. engstirnige Leute voller Vorurteile --- Gibt es in der Stadt auch. Da sogar noch mit der Zusatzmacke eingebildet hoch zehn und streitsüchtig. Du hast noch keine echten Milchbauern oder Tiroler (abseits der Touristenbeherberger) kennen gelernt. :lol: Sogar meine Tiroler Kollegen sehen ein, dass se zu Streitlustig und eingebildet (Tälerdenken!) sind. Wobei es hier bei den Bauern auch immer mehr Ausnahmen gibt. Weniger Viecher, Keine Silage mehr(gibt wirklich geschmacklich bessere Milch!), weniger Medikamente
- Ohne Auto bist weitestgehend verratzt am Dorf --- Stimmt


Danke für das sachliche Kontra. Das liebe ich und lasse es mal so stehen. :wink:
Freue mich natürlich auf weitere Meinungen!

Und um Missverständnissen vorzubeugen: ich wohne auf dem Land! Kuhkaff. Ganz klein. Melken kann ich übrigens auch. Arbeite aber jeden Tag in einer 60.000 Einwohner-Stadt. Als Banker.

@Foto-Irrer:
Woher willst Du wissen was ich denke?
Du brauchst mir da keine Worte in den Mund legen, welche ich nicht geschrieben habe.
Zudem - woher nimmst Du Dir das Recht heraus, zu bestimmen, wer was wie zu sehen und zu finden hat?
Das finde ich gelinde gesagt zumindest gewagt... :roll:
 
@ Frühenglisch:
(Ich spreche hier von der Schweiz und weiss nicht wie es in andern Ländern ist.) Bei uns ist es so, dass viele noch nicht einmal Schriftdeutsch können, vor allem Ausländer, deren Eltern kein Deutsch können, aber auch andere. Ich würde sagen, dass 3 Jahre Frühenglisch etwa gleich viel bringt, wie ein Jahr aber erst später.

@Museen:
Auch in Dörfern gibt es Museen, in meinem 1700-Seelen-Dorf hat es ganze drei Museen. Die gleiche Dichte an Museen in Zürich ergäbe etwa 700 Museen in Zürich. Ich glaube kaum, dass es so viele sind.

@bessere Bildung in Städten:
Als ich letzten Sommer mit Stadtkindern in eine Schule kam, war ich erschrocken, wie wenig Allgemeinwissen die haben, aber auch wie egoistisch denken, nur Städte sind gut und alle, die auf dem Land wohnen, sind Bauern(im Sinn von Beleidigung).

@Nahrungsmittel:
Meiner Meinung nach sind z. B. Beeren aus dem eigenen Garten oder vom Bauern viel besser, denn sie haben Geschmack, als solche aus Supermärkten.
 
Als ich im Kuhdorf (Steiermark) wohnte bin ich mit der Milchkanne abends zum Bauernhof in der Nachbarschaft gegangen und habe frische Milch u/o Sahne geholt.
Die Stanitzel waren gebacken - frisch geschlagene Sahne + Erd- o. Himbeeren rein........
Ich vermute: 99% der user hier wissen gar nicht wie Sahne ursprünglich schmeckt.

@ Foto-Irrer: Grill Pakistani, Marokkaner etc. - solltest mal dabei sein, wenn die im Schlachthof Billigstware erwerben :D
 
Pilatus schrieb:
Fleisch, Wurst, Milch, Eier,... gibt es auf dem Bauernhof sogar ganz frisch und ohne Zusatzstoffe

Was hast denn du das Gefühl wo die Lebensmittel in der Stadt herkommen?


Auf jeden Fall sind sie dort nicht so frisch und ohne Zusatzstoffe wie hier beim Bauern direkt vor Ort. Das wirst Du nun ja wohl sicherlich nicht abstreiten wollen, oder? Da kannst Du übrigens, wenn Du willst, sogar beim schlachten / der Produktion zusehen.


Foto-Irrer schrieb:
eben, der denkt, wir bekommen die nur von lila Kühen und von irgendwelchen spanischen Industrieanlagen. Ich war z.B. eben in der Mittagspause auf dem Wochenmarkt einkaufen (Preise genauso hoch wie auf dem Land! neulich erst wieder bei Spargelpreisen verglichen, als ich welchen beim Bauern gekauft hab) und hab die Erdbeeren, Tomaten und Kirschen aus Deutschlands größtem Obst- und Gemüseanbaugebiet, direkt vor den Toren Hamburgs aus dem "Alten Land" (bzw. zum Teil sogar innerhalb der Stadtgrenzen).
https://maps.google.de/maps?q=53.531125,9.665165&hl=de&num=1&t=h&z=12
Siehe im Absatz darüber.

Foto-Irrer schrieb:
Jemand vom Land, der nie in der Stadt gewohnt hat, sondern einfach nur von der Komplexität einer Großstadt beim Besuch überwältigt ist, kann doch nur in Klischees denken.
Aha... Und was ist diese ^ Aussage dann? Ohne Klischees???

Foto-Irrer schrieb:
Das Bildungsargument war ja auch mal sehr geil von Wiede. Ich kann mir gerade nicht vorstellen, dass die Kinder vom Land öfter in Museen fahren, als die aus der Stadt, sondern eher im Gegenteil.
Hat das Bildungsniveau nur mit dem Angebot und Besuch von Museen zu tun? Ich würde mal sagen da gehört dann schon noch etwas mehr dazu - u.a. die Allgemeinbildung.... Und meine Erfahrung ist eben die, dass die bei Landleuten meist besser ist. Ich schreibe bewußt nicht immer.

Foto-Irrer schrieb:
Und Preise für Wohnung? Die kostet nur in noblen Lagen mehr als das doppelte im Vergleich zu einem 1.000 Einwohner Dorf, dafür verdient man hier aber auch das dreifache.
Bist Du Dir da so sicher, dass dies jedem so geht? In fast jeder größeren Stadt gibt es soziale Brennpunkte.
Auf dem Land geht es auch nicht allen Menschen gut. Keine Frage. Aber da geht es nur sehr wenigen schlecht. Und da werden sozial schwache Leute i.d.R. auch besser aufgefangen und nicht so in ihren Ghettos isoliert.

Von mir aus darf und soll natürlich jeder da glücklich werden, wo es ihm besser gefällt! Ist doch schön 8)
 
http://diepresse.com/home/bildung/erziehung/729627/Stadt-Land-Kind_Wo-wachsen-Kinder-besser-heran

Mein Haus steht auf den Land. Wir sind in 20 Min. in Frankfurt Innenstadt. Ich brauche vier Minuten zur Autobahn.
Und in der Stadt - es gibt übringens auch Kleinstädte- habe ich auch schon gewohnt.
Aber lass ma stecken. Wir haben alles was man braucht sogar Deutschlands größte allgemeinbildende Gesamtschule. Es hat hier auch Telefon, Internet und Supermärkte satt.
Bleibt also bitte mit dem dreifach Gehalt (lol) in der Stadt damit es hier nicht teurer wird.
 
Man muss auch ein bisschen die Grössen unterscheiden.

Österreich ist extremst klein und dünn besiedelt. Denke mal in der Schweiz ist das ähnlich. Österreich als Land hat weniger Einwohner als Bayern. (Soweit ich die Zahlen noch im Kopf habe)
Hier gilt Wörgl mit 12.000 Einwohnern z.B. als Stadt. Innsbruck als grösste Stadt in Tirol hat grad mal 121.000 Einwohner. Das sind in Deutschland eher Dörfer/Gemeinden und ne Kleinstadt. :-)

Deswegen ist das Landleben hier in Tirol eher schwer mit dem Landleben im doch sehr gut bevölkerten Deutschland zu vergleichen.

P.S. Gestern Abend ab 21.30 hatten wir nach dem Gewitter Flutlicht samt einem eigenartigen Güllegeruch auf dem Feld neben unserer Wohnung. (Ammoniakhaltig, Hefig, Schimmlig. Hab sowas noch nie beim Odeln gerochen....) Somit war das Lüften der Wohnung auch erledigt. :D Frag mich nur, warum er nicht tagsüber geodelt hat, damits der Regen ordentlich in den Boden reinwäscht....
 
Af schrieb:
P.S. Gestern Abend ab 21.30 hatten wir nach dem Gewitter Flutlicht samt einem eigenartigen Güllegeruch auf dem Feld neben unserer Wohnung. (Ammoniakhaltig, Hefig, Schimmlig. Hab sowas noch nie beim Odeln gerochen....) Somit war das Lüften der Wohnung auch erledigt. :D Frag mich nur, warum er nicht tagsüber geodelt hat, damits der Regen ordentlich in den Boden reinwäscht....

Das kann zwei Gründe haben! Zum einen kann es tatsächlich sein, dass jemand Gülle, Jauche oder Mist "gefahren" hat, zum anderen, was ich für wahrscheinlicher halte, kommt der Geruch aus der Kanalisation. Wenn Du ein Tiefdruckgebiet hast, herrscht ja quasi in der Kanalisation noch Hochdruck und die entsprechend riechende Luft strömt raus.

Ansonsten ist Gülle mit der wertvollste Dünger, denn ein Bauer haben kann. Den schmeisst er nicht einfach weg. Zum einen wird nicht vor oder während eines Regengusses gegüllt, da sonst ein zu hoher Teil mit dem Oberflächenwasser in irgendwelchen Vorflutern und nicht im Boden bei der Pflanze landen würde. Bei strahlender Sonne auch nicht, sonst würde zuviel verdunsten, bevor der Boden es aufnimmt. Die rechnen (bzw. müssen das sogar schriftlich festhalten) ja genau aus, wieviel Dünger und Gülle pro Hektar ausgebracht wird und verschleudern das wertvolle Zeug nicht so mal eben in der Landschaft, weil der Silo gerade voll ist.

Beim Spritzen von Pflanzenschutzmitteln und beim Gülle fahren ist eigentlich eine gleichmäßige Bewölkung, also weder Sonne noch Regen, ideal.

@Horschti, da ich das von der Ausbildung her ein wenig kenne, vertrau ich lieber dem größten deutschen Industrieschlachthof Tönnies als so einem kleinen Dorfmetzger, insbesondere hinsichtlich Hygiene. Klar, schwarze Schafe gibt es überall, nur je größer etwas ist, umso größer ist einerseits der Skandal, aber andererseits auch die Kontrollen und Vorschriften!
 
Öhmm... Ok.. nochmal direkter geschrieben:

- mit Flutlicht meinte ich: Er hat mal wieder Nachts geodelt.
- Klar gehört das Düngen dazu, brauchst mir ned erzählen. Und wie Wiede schon sagte, die 3-5 Mal im Jahr nebenan sind ja kein Problem normalerweise. Aber:
- Alle anderen Bauern ringsum haben vor dem Gewitter geodelt. --> Heut früh ist das Zeugs weitstgehend eingesogen und es riecht nur noch ganz leicht. (ausser bei uns)
- So viel Regnets derzeit nicht, dass das Zeug weggeschwemmt wird. Ganz im Gegenteil wird die Gülle mit etwas Regen ordentlich in den Boden eingeschwemmt. (lt. Aussage der umliegenden Landbevölkerung, soferns ned Starkregen ist)
- Der gute Mann hat nur Kühe. Der Geruch ist aber extremst stechend. Entweder hat er was reingemischt, was er die letzten Jahre noch nie drin hatte, oder sein Silo hat n Problem... Wenn dir Ammoniakgeruch durch die Fensterdichtungen in die Wohnung zieht, ist das extrem unangenehm, vorallem, wennst Nachts bei offenem Fenster schlafen willst.
- Er ist der Einzigste Bauer in der Umgebung, der Nachts in einem Wohngebiet mäht, Heuwendet, Düngt, Ackert.... Alle anderen Bauern ringsum machen das Tagsüber oder Abends. Könnte sein, dass er Nebenerwerbsbauer ist...
Mir ist das relativ powidl, da ich eh um die Zeit noch wach bin. Aber in unserem Wohngebiet wohnen auch Schichtarbeiter. Dass sich da noch niemand beschwert hat wundert mich.

Vielleicht kann mich Andi15 darüber kurz aufklären, der hat wohl mehr Fachwissen. Ich versteh ned so ganz, warum genau er alles anderst macht als die Bauern ringsum (klassische Silage-Milchbetriebe, neue Heumilchbetriebe, Biomilchbetriebe....)

@ Supermarkt: Bei meinen Eltern beliefern die Bauern direkt die Supermärkte, ohne Umweg über den Grossmarkt. --> Edeka/Marktkauf bekommt das Gemüse genau so frisch, wie der Markt/Hofladen. (Kenn die Bauern persönlich und unterhalt mich gerne und oft mit denen).
 
kommt ja auch auf die Stallhaltung an. Spaltenböden wo Du quasi nur Gülle rausbekommst oder irgendwelche mit Stroh eingestreuten Geschichten, wo Du dann nachher einerseits das Stroh als Mist rausfährst und andererseits reine Kuhpisse, sprich Jauche, gesammelt hast. Die hat geruchstechnisch noch ne ganz andere Qualität :D

Das mit dem Nebenerwerb kann ja gut sein. Ich war ja auch erstaunt über die eine Statistik, dass in Bayern quasi 80% der landwirtschaftlichen Betriebe Nebenerwerbshöfe sind und umgekeht im Norden 80% Haupterwerb.
Es gibt aber noch irgendwelche Ökoenthusiasten, die schwören auf nachts bei Vollmond pflügen :D Klar, damit die lichtkeimenden Unkräuter anstelle von der Sonne durch den Mond ihren Reiz bekommen. Aber wie das genau funktionieren soll... hatte sich unser Landtechnikprofessor drüber lustig gemacht.
 
Foto-Irrer schrieb:
Das mit dem Nebenerwerb kann ja gut sein. Ich war ja auch erstaunt über die eine Statistik, dass in Bayern quasi 80% der landwirtschaftlichen Betriebe Nebenerwerbshöfe sind und umgekeht im Norden 80% Haupterwerb.
Es gibt aber noch irgendwelche Ökoenthusiasten, die schwören auf nachts bei Vollmond pflügen :D Klar, damit die lichtkeimenden Unkräuter anstelle von der Sonne durch den Mond ihren Reiz bekommen. Aber wie das genau funktionieren soll... hatte sich unser Landtechnikprofessor drüber lustig gemacht.

Kenne mich nicht ganz so gut in Bayern aus aber denke in Ba-Wü ist es das selbe. Warum hier im Süden soviele Nebenerwerbslandwirte tätig sind liegt schlicht und einfach an der größe ihrer Höfe. Von reiner Milchviehhaltung mit 20-50 Milchkühen lässt es sich nicht mehr leben da muss dann noch ein weitere Standbein her. In den touristisch geprägten Regionen habn deshalb die meisten Landwirte noch Fereienwohnungen oder hier im Schwarzwald mehr Wald als Grünland. Wenn man das halt nicht hat ist man gezwungen in die Fabrik zu gehen um genügend Geld zu haben um zu überleben. Was aber bei uns im Ort sehr auffällig ist: die kleinsten Landwirte haben die neusten Maschinen.
 
@ Foto-Irrer: Jauch war das eben auch ned, die riecht auch ned so scharf... noja, egal. Die Sonne heute und am WE wird das Feld eh schön verbrennen, mit der Schwarzen Gülle drauf....

@ Nebenerwerbsbauern: Wenn man mit offenen Augen durch die Dörfer geht, fallen einen die ganzen aufgelassenen Höfe auf. Entweder bereits abgerissen, oder umgebaut (Lager, Ferienwohnungen, Garagen, Ställe für Pferde, Umstieg auf "Baufirma" (Traktor + Kipper + Bagger) etc...) Bin beim Spazieren wirklich erstaunt gewesen wie Viele das alleine in unserem beschaulichen Dorf sind... Dafür werden die verbleibenden Höfe grösser und moderner ausgebaut. Dazu kommt bei einigen Bauern noch die Umstellung auf Heumilch, samt besserer Vergütung. (gesamte Zillertalmilch, Grosse Marke bei Hofer...)

So gesehen ist das nur eine Marktbereinigung. Wenn ich mir aber das Alter der Landwirte hier anschau, dann findet die grösste Marktbereinigung hier erst in ein paar Jahren statt (Extrem viele zwischen 60 und 70, kein Übernehmer des Hofes, die "Jungen" sind im Büro/Industrie....)

@ Traktoren: Das ist bei den Gemüsebauern bei meinen Eltern so, aber ned ganz so schlimm, und hier bei den Milchbauern noch extremer: Wenn der Nachbar nen neuen Traktor kauft, kauf ich mir gleich nen Grösseren... Müsstest mal schauen, was hier los ist, wenn der Lindner wieder Tag der offenen Türe hat... dafür verdient der Lindner mit seinen realtiv kleinen Traktoren extrem gut, wodurch das Werk immer wieder erweitert wird und somit wieder mehr Mitarbeiter gesucht werden.
 
Foto-Irrer schrieb:
@Horschti, da ich das von der Ausbildung her ein wenig kenne, vertrau ich lieber dem größten deutschen Industrieschlachthof Tönnies als so einem kleinen Dorfmetzger, insbesondere hinsichtlich Hygiene. Klar, schwarze Schafe gibt es überall, nur je größer etwas ist, umso größer ist einerseits der Skandal, aber andererseits auch die Kontrollen und Vorschriften!
Die Hygiene hab ich gar nicht gemeint. Als ehemaliger Drittweld-Touri bin ich da eher tolerant - Wobei ich mich bei mancher Preisgestaltung schon manchmal frage "An was wird das Tier gestorben sein?"

Was ich meinte war das grundsätzlich minderwertigste Ware eingekauft wird.
 
Definitiv Landleben. Wohne in Reiskirchen in Mittelhessen und könnte mir nichts schöneres vorstellen. Reiskirchen ist aber definitiv nicht das 500 Mann-Kaff. Da leben glaub ich schon so um die 2500 Einwohner. Ein kleines Örtchen mit dennoch viel Grün drum herum, mit super Radwegen, Feldwegen, Wanderwegen fürs Wandern oder biken, vor allem sehr sehr weitläufig! Geil an Reiskichen ist: Es ist klein, aber du hast alles. Wir verfügen über Rewe, Netto, Edeka, zwei Bäckereien , mehrere Döner, einen kleinen (kleinen!) Bahnhof, Eisdiele, Fahrschule, zwei Banken und mehrere Sportmöglichkeiten. Für mich ein wahres Paradies! :)
 
Momentan bevorzuge ich noch das Stadtleben. Aber ich plane mit dem ersten Kind aufs Land zu ziehen. Meine Frau sieht das zum Glück genauso. Wir stellen uns beide nicht vor, dass unsere Kinder in der Stadt groß werden.
 
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