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Lawinen 2014/15

cMon schrieb:
100%ige Sicherheit gibt's leider niemals.
Ich meine auch, dass die Aktion am Arlberg vertretbar war, leider halt großes Pech gehabt. Kann man nie ausschließen sowas, dem Bergführer ist da eigentlich keine Schuld zu unterstellen.

In diesem Forum hir gibt es andauernd Kritik über scheinbar unerfahrene und Komentare wie "Volliodioten", "hirnverbrannte Dummdämmlichkeit" , "wie kann man blos da reinfahren", oder "ohne Ausrüstung", "alles Darwin-Award-Teilnehmer "...
Und weil hier ein Bergführer dabei war, soll es plötzlich vetretbar sein? Bei der Anhäufung von Lawinenunfällen MIT Führer ist meiner Meinung nach z.Zt. sowas nicht "vertretbar" :(
 
Zwei seit gestern vermisste Skifahrer in den Hautes Alpes im Skigebiet Puy St. Vincent nach Lawinenabgang abseits der Pisten heute von der Bergwacht tot aufgefunden:
http://www.ledauphine.com/hautes-alpes/2015/01/22/deux-skieurs-recherches-dans-le-massif-des-ecrins

Edit: Ein weiterer Bericht, wonach auch in diesem Fall, genau wie am Arlberg, die Getöteten durch die Lawine über eine Felskante gestürzt und nicht verschüttet wurden:
http://www.nicematin.com/france/hau...-retrouves-morts-dans-les-ecrins.2073740.html
 
siri schrieb:
cMon schrieb:
100%ige Sicherheit gibt's leider niemals.
Ich meine auch, dass die Aktion am Arlberg vertretbar war, leider halt großes Pech gehabt. Kann man nie ausschließen sowas, dem Bergführer ist da eigentlich keine Schuld zu unterstellen.

In diesem Forum hir gibt es andauernd Kritik über scheinbar unerfahrene und Komentare wie "Volliodioten", "hirnverbrannte Dummdämmlichkeit" , "wie kann man blos da reinfahren", oder "ohne Ausrüstung", "alles Darwin-Award-Teilnehmer "...
Und weil hier ein Bergführer dabei war, soll es plötzlich vetretbar sein? Bei der Anhäufung von Lawinenunfällen MIT Führer ist meiner Meinung nach z.Zt. sowas nicht "vertretbar" :(

Das hat mim Bergführer gar nix zu tun, habe ich auch nie gesagt, dass es deswegen vertretbar sei.
Aber bei LWS 2 kann man diese Route schon machen, zumal der Arlberg vom Problem mit der Altschneedecke anders als der Hauptkamm wohl nicht betroffen ist laut täglichem Lagebericht. Ich sehe da kein Problem, war halt Pech. Ganz ausschließen kann man das leider nie.
Aber wenns nach dir ginge, sollte man momentan wohl eh lieber zu Hause bleiben. Aber nur weil alle immer von der gefährlichen Altschneedecke sprechen, heißt das noch lange nicht dass das überall der Fall ist. Der Arlberg und die Nordalpen sind davon ausgenommen.
 
Ich verstehe noch immer nicht wie in Vorarlberg ein 3er sein kann und paar m weiter auf Tiroler Seite ein 2er?!
Und sowas wie die Valuga momentan zu fahren ist scho heftig.
 
gerrit schrieb:
Das ist der österreichische Föderalismus. Lawinen halten sich bei uns an Bundesländergrenzen........

Was passiert dann wenn eine Lawine auf Tiroler Seite abgeht und nach Vorarlberg rutscht.
Ist dass dann 2 oder 3 ? Oder 2,5? ;-)
 
rush_dc schrieb:
Ich verstehe noch immer nicht wie in Vorarlberg ein 3er sein kann und paar m weiter auf Tiroler Seite ein 2er?!
Und sowas wie die Valuga momentan zu fahren ist scho heftig.

Hm den Vorarlberger Bericht habe ich mir jetzt ehrlich gesagt nicht angeschaut. Schon komisch.
Aber dann muss ich meine Meinung revidieren, unter diesen Voraussetzungen würde ich das dann ehrlich gesagt auch nicht mehr fahren wollen. Ist schon sehr grenzwertig dann.
 
Das Problem tritt doch häufiger auf. Genauso im Kleinwalsertal, ein paar Meter neben dran ist Bayern und ne Stufe Unterschied kommt durchaus mal vor. Ich versuche immer beide Berichte zu lesen und such mir dann das bessere raus :tot:
 
Ob's nun nen 2er oder 3er ist macht meiner Meinung nach aber auch keinen Unterschied wenn der Bergführer den Hang einschätzt. Und zu sagen, "bei den Bedingungen die Valluga zu fahren
ist schon heftig" halte ich auch für übertrieben. Ich bin die Valluga auch schon bei nem 3er gefahren und war mir eigentlich doch recht sicher bei der ganzen Sache...
Klar im Endeffekt hast du recht und es ist etwas passiert, aber trotzdem. Wenn man sich die Ausführungen zum Unfall durchliest, zeigt sich doch ganz klar, dass der auslösende Skifahrer genau die ungünstigste Stelle getroffen und somit eine Rissausbreitung in andere Schichten verursacht hat...
 
Und der Bergführer muss den Hang nur anschauen um zu wissen was geht?
Der verlässt sich genauso auf den LLB, der kann vielleicht in Einzelfällen viel besser differenzieren ob ja oder nein, wenn er aber morgens die Entscheidung trifft, das Valluga Nord machbar ist, dann verlässt er sich da auch erstmal auf den LLB.
 
Also was man meines Erachtens dem Bergführer vor allem vorwerfen kann ist folgendes (Aus der Analyse des LWD: Tirol):
zum Unfallzeitpunkt befand sich der Bergführer bereits bei einem Sammelpunkt, 5 weitere Personen in der Abfahrt

5 Personen gleichzeitig in der Abfahrt in diesem Steilgelände? Egal ob Warnstufe 2 oder 3, sollte man das meines erachtens als Führer einer Gruppe so gut wie immer vermeiden...
 
Gestern ein großes Schneebrett in Val Thorens im Orelle-Tal an der Pointe Renod, ein beliebtes und frequentiertes Freeride-Gelände. Große Suchaktion, aber nichts passiert:
http://france3-regions.francetvinfo...cteur-d-orelle-val-thorens-savoie-638155.html

Da bin ich auch schon oft runter, selbst Skischulgruppen fahren da regelmäßig. Hatte mir immer gedacht, wenn da von oben was kommt, dann wird es kritisch.

Beim tödlichen Lawinenunfall in Puy St. Vincent war eines der Opfer ein einheimischer Bergführer, sogar einer der erfahrensten und mit exzellenter Ortskenntnis. Diese Saison sind die Verhältnisse wohl wirklich sehr tückisch, bei so vielen Vorkommnissen mit Guides:
http://www.ledauphine.com/hautes-alpes/2015/01/23/apres-l-avalanche-mortelle
http://newsinmarseille.com/hautes-alpes-un-marseillais-et-son-guide-tues-dans-une-avalanche/
 
Zwei weitere Todesopfer heute in Frankreich, eine Skifahrerin von Lawine oberhalb Valloire an der Grenze von Savoyen zu den Hautes Alpes im freien Gelände erfasst, beim zweiten Verunglückten in sehr schwierigem Gelände im Mt-Blanc-Gebiet dauern die Ermittlungen zur Unfallursache noch an, es war ein Absturz von vierhundert Metern. Sieht im zweiten Fall eher nach einem Unfall in einer No-Fall-Zone aus:
http://www.ledauphine.com/haute-savoie/2015/01/23/chute-mortelle-pour-un-skieur-a-la-tour-ronde
http://france3-regions.francetvinfo...e-d-une-avalanche-valloire-savoie-639061.html
http://france3-regions.francetvinfo...onde-dans-le-massif-du-mont-blanc-639003.html
 
Sechs Tote des französischen Alpenvereins wurden heute früh am Fuße eines Lawinenkegels in den Hautes Alpes bei Ceillac gefunden. Man hatte seit gestern abend nach ihnen gesucht, konnte wegen der akuten Gefahr nicht ins Gelände und musste wegen des Wetters und der Dunkelheit bis heute früh die Suche per Helikopter unterbrechen. Alle sechs waren Teilnehmer einer Skitour :
http://www.ledauphine.com/hautes-al...isparus-dans-le-queyras-trois-corps-retrouves

Edit: Ein Bericht dazu in Deutsch
http://www.suedtirolnews.it/d/artik...anzosen-in-den-alpen-von-lawine-getoetet.html

Weiterer Lawinenabgang im Belledonne-Massif bei Allemond in der Nähe von Alpe d'Huez, der mitgerissene Skiwanderer konnte rechtzeitig von seinen beiden Freunden geborgen werden:
http://www.ledauphine.com/isere-sud/2015/01/24/pris-dans-une-avalanche-il-est-secouru-par-ses-amis

Edit 2: Noch eine Lawine im Skigebiet von Serre-Chevalier in La-Salle-les-Alpes, die Bergwacht hat den Bereich abgesucht, keine Opfer:
http://www.ledauphine.com/hautes-al...hevalier-une-avalanche-vient-de-se-declencher
 
^^ 8O
Lawinendrama in den französischen Hochalpen: Schneemassen haben sechs Franzosen des nationalen Alpinclubs mitgerissen und getötet.
...
Seit Samstagmittag gab es den Angaben zufolge keinen Kontakt mehr zu der Gruppe der als erfahren beschriebenen Skifahrer.

Die etwa 50 bis 70 Jahre alten Skiwanderer hatten bei guter Wetterlage und einer mittleren Lawinengefahr ihre Tour begonnen
http://www.suedtirolnews.it/d/artikel/2015/01/25/sechs-franzosen-in-den-alpen-von-lawine-getoetet.html#.VMT3ItKG-K0

Ich glaub, die Profis sind am meisten gefährdet.

Überall liest man nur - erfahren, Bergführer usw....
 
Die nächste Lawine, fünf Verschüttete in Foppolo in den Bergamasker Alpen in der Lombardei, alle konnten sich befreien:
http://www.ansa.it/lombardia/notizi...lvi_9514d90f-d01a-4d0b-be83-cb3edc4dae13.html

Es nimmt kein Ende, man mag gar keine Nachrichten mehr lesen, das wird eine absolute Katastrophensaison.

Rüganer schrieb:
Ich glaub, die Profis sind am meisten gefährdet.

Überall liest man nur - erfahren, Bergführer usw....

Selbstüberschätzung wäre das Stichwort. Wenn man viele Jahre in den Bergen ohne Zwischenfall unterwegs war, geht die Angst vor den Gefahren womöglich abhanden, das ist immer ein Problem der Experten, man fühlt sich zu sicher, das Risikobewusstsein lässt nach.
 
Nö.
Die Guides stehen einfach mehr unter Druck, weil jeder 0815-Touri sein Tiefschneeerlebnis will. Und die sind halt meistens nur eine Woche in den Bergen, wenn dann nix geht wird halt das nächste mal ein anderer Guide gebucht. Und leider leben die nicht gerade beeidenswerten Guides von den Touris...
 
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