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Lech Zürs 2018/2019

Wir können hier über gewisse Stärken und Schwächen anderer Ski Destinationen diskutieren. Da Größe heutzutage das ausschlaggebende Merkmal ist Skigebiete in Ligen einzuordnen liegt solch ein Vergleich auch nahe (Ischgl). Jetzt vermischen wir das ganze mit der Attitüde die uns durch Werbung oder Mund-zu-Mund Propaganda vermittelt wird (Arlbergmythos). Wenn wir das alles außer Acht lassen könnten wir vielleicht objektiv ein Skigebiet aussuchen was uns passt. Immerhin kann jeder selbst entscheiden wann er wo wann hin will.
Faktoren wie Zeit, Geld, andere Ressourcen spielen hier eine Rolle. Da aber jede Bergbahn ein gewinnorientiertes Unternehmen ist muss es dafür sorgen das genügend Leute kommen. Geld spielt nicht die primäre Rolle, Zeit wird begrenzt durch Ferien, andere Ressourcen wird erwartet. Und jetzt die Frage nach Schneedepods am Arlberg erscheint zumindest mir irgendwie verstörend. Der Arlberg positioniert sich seit Jahren durch Naturschnee und etwas Exklusivität. (Klar es gibt Schneeerzeuger aber damit wird nicht aggressiv geworben)
Der Arlberg ist nicht Kitzbuehel oder Ischgl, und genau das herauszukristallisieren und dem Kunden zu verkaufen ist die Kunst. (Eigentlich, Arlbergfan 8) dein Job)
Wenn ich ein Riesenevent zum Schluss der Saison will geh ich zu Lenny Kravitz, wenn ich im Oktober Skifahren will nach Kitz. Entweder mitspielen oder einen eigenen Trumpf finden. Oder SO dermaßen besser machen als die anderen.
Ich fahre gerne im offenen Gelände, der Arlberg hat dieses Potential (weil endlich) voll ausgeschöpft. Somit für sind für mich da keine cheap-thrills drin. Wenn ich gute Action will brauch ich einen Guide weil ich mich einfach zu wenig auskenne. Ein Argument weniger für mich. (Aber ich finde es gut wenn da viele hingehen, mehr Platz woanders :biggrin: )
Eigentlich will ich nur sagen: Auf zu neuen Zielen :wink:

edith, zu viel eigene Emotion
 
Mal was anderes – aber immer noch zum eigentlichen Thema:

Auf www.orf.at lese ich gerade, dass viele Vorarlberger Skigebiete große Problem haben, weil sie nach dem ungewöhnlich trockenen Sommer und Herbst zu wenig Wasser für die Schneekanonen haben (Artikel: https://vorarlberg.orf.at/news/stories/2950098/ )

Der Bericht bezieht sich zwar vor allem auf den Bregenzerwald, aber ich vermute das wird am Arlberg doch nicht anders sein oder? Reichlich unlogisch ist für mich ja vor allem, dass Skiarlberg im St. Anton Skigebietsteil angeblich 88% beschneite Pisten hat und dennoch am Freitag nur so wenig aufmachen kann.

Weiß jemand (bzw. Arlbergfan :D ) ob am Arlberg auch der „Wassermangel“ (unter anderem) dran Schuld ist, dass jetzt nicht mehr geöffnet werden kann?
 
gelöscht, da doppelt gepostet
 
Schorsch Lupus schrieb:
Mal was anderes – aber immer noch zum eigentlichen Thema:

Auf www.orf.at lese ich gerade, dass viele Vorarlberger Skigebiete große Problem haben, weil sie nach dem ungewöhnlich trockenen Sommer und Herbst zu wenig Wasser für die Schneekanonen haben (Artikel: https://vorarlberg.orf.at/news/stories/2950098/ )

Der Bericht bezieht sich zwar vor allem auf den Bregenzerwald, aber ich vermute das wird am Arlberg doch nicht anders sein oder? Reichlich unlogisch ist für mich ja vor allem, dass Skiarlberg im St. Anton Skigebietsteil angeblich 88% beschneite Pisten hat und dennoch am Freitag nur so wenig aufmachen kann.

Weiß jemand (bzw. Arlbergfan :D ) ob am Arlberg auch der „Wassermangel“ (unter anderem) dran Schuld ist, dass jetzt nicht mehr geöffnet werden kann?

Am Arlberg liegt es schlicht und einfach an der Schlagkräftigkeit der Beschneiungsanlagen. Da wo andere Gebiete in der Region jährlich optimieren und mehrere hunderttausend Eur oder gar Millionen in die Hand nehmen scheint hier in einigen Gebieten am Arlberg teilweise Stillstand zu herrschen und man vertraut noch immer auf das weiße Gold der Göttin von oben. Das dies zum Opening auch in die Hose gehen kann hat man in den vergangenen Jahren öfter erlebt. Nur durch die Anschaffung einzelner neuer Schneeerzeuger erhöht sich die Schneeleistung nicht wirklich deutlich wenn die Hardware dahinter nicht auch optimiert wird. Und in Anton könnte auch noch der zum Teil starke Wind der letzten Tagr einen Strich durch die Rechnung gemacht haben in Sachen Beschneiung. Denn hier scheint die Beschneiung gerade in den Bereichen Nasserein-/ und Galzigbahn doch gut ausgebaut zu sein.
 
Der Arlberg braucht das auch nicht, der Schnee kommt nur halt später, im letzten Jahr war allerdings ein Ausnahmewinter.
Selten in den letzten 50 Jahren gabs pünktlich Mitte November schon eine Basis von 100cm Schnee rund um die Orte am Arlberg. Das werden auch die Einheimischen bestätigen. Wenn es Anfang bis Mitte Dezember die ersten Schneefälle gibt sollte man zufrieden sein.
Beschneiung brauch ich am Arlberg keine - Betonschnee gibts sonst überall - und wenn Weihnachten alles steht an Pisten für die Weihnachts-Silvestergäste - dann passt es eh!
 
Immer wieder witzig, diese selbsternannte Experten hier...

Follow the money, und schau mal hier:
https://www.almhof.at/prices-reservation/
Almhof Schneider***** öffnet erst am 13. Dezember, a 860 euro pro Zimmer/Nacht. Und Preise für die Silvesterwoche veröffentlichen die nicht. Und Ostern 2019 brauchen die übrigens auch nicht.
Familie Schneider ist auch Gesellschafter bei Skilifte Lech. Und machen den ganzen Sommer Ferien.
Nur ein Beispiel...
 
Tannberg schrieb:
Immer wieder witzig, diese selbsternannte Experten hier...

Follow the money, und schau mal hier:
https://www.almhof.at/prices-reservation/
Almhof Schneider***** öffnet erst am 13. Dezember, a 860 euro pro Zimmer/Nacht. Und Preise für die Silvesterwoche veröffentlichen die nicht. Und Ostern 2019 brauchen die übrigens auch nicht.
Familie Schneider ist auch Gesellschafter bei Skilifte Lech. Und machen den ganzen Sommer Ferien.
Nur ein Beispiel...
Und, was willst Du uns jetzt damit sagen - hat ja keiner behauptet, dass morgen alle am Hungertuch nagen. Schön, dass alle so gut verdienen; ist aber kein Naturgesetz, dass das für alle Zeiten so bleibt - und schon gar nicht von alleine. Kann man in der Schweiz ein Lied davon singen. Auf Mythen und Vergangenheit kann man sich nicht ausruhen. Die Cebit war auch mal die größte Messe der Welt...
 
extremecarver schrieb:
Firn hatte es sicherlich keinen - Firn gibts nur auf Gletschern.

Naja, mit dem Begriff Firn ist das so eine Sache. Streng genommen hast du natürlich Recht. Es gibt aber auch Firnschnee bzw. aufgefirnten Schnee und diesen gibt es doch häufig im Lechtal, da es im Frühjahr sehr häufig nachts friert und bei starker Sonneneinstrahlung dann eben auffirnt. Bei Tourengehern die beliebteste Schneeart. In den Lechtalern findet man diese Bedingungen oft auch noch lange nach Saisonschluss der Bergbahnen.
 
Scheinbar sind die Experten hier auch Propheten... :nein:
Lassen wir es die Lecher selber entscheiden, die sind schlau genug.
Ischgl Eröffnung 18/19 war auch nicht so erfolgreich glaub ich...
Vergleich Schweiz geht schief. Österreich hat kein Franken und Banken...
 
Tannberg schrieb:
Ischgl Eröffnung 18/19 war auch nicht so erfolgreich glaub ich...
Dann glaubst du falsch und solltest dich im entsprechenden Thread einlesen. Den üblichen nahezu Vollbetrieb zum Start gab es dort diesmal nicht, aber dafür ein in anbetracht der Lage respektables Angebot. Mittlerweile auch noch deutlich ausgeweitet, wenn auch noch weit weg von Vollbetrieb, klar. Mit dem was der Arlberg heuer abliefert ist das aber absolut nicht zu vergleichen, da liegen Welten dazwischen.
 
Leider bin ich derzeit zeitlich sehr eingeschränkt, so dass ich hier nicht näher auf die Argumente und Thesen eingehen kann. Fakt ist, dass die Beschneiungsanlage erneuert werden muss, weil die max Durchflussgeschwindigkeit auf Grund der Pumpanlage nicht ausgeschöpft werden kann.

So - und der angekündigte Schnee für kommende Woche hat sich schon wieder in Regen aufgelöst. Sehr schön.
Ich machs wie der Almhof Schneider und schaue auf das 3. Saisonwochenende... :wink:
 
Ich glaube, Ischgl muß nicht unbedingt das Vorbild sein. Wenn der Schnee kommt, hat der Arlberg auch in der Vorsaison seine Gäste. Wenn nicht, ist der finanzielle Ausfall vermutlich zu verkraften.
Anders sieht es in der Hauptsaison ab Weihnachten aus. Da glaube ich schon, dass ein vernünftiges Angebot da sein muss, auch wenn Frau Holle nicht mit spielt.
St. Anton ist m. E. in der Lage dies beschneiungstechnisch zu bieten, ob Lech/Zürs dies kann, da habe ich meine Zweifel. Aber auf Dauer sollte man dazu in der Lage sein - meine Meinung.
 
Ischgl hat halt auch ein anderes Klientel, dort sind vermehrt die Pistenfahrer. Die kann man mit Beschneiung allein größtenteils glücklich machen.
An den Arlberg kommt man halt auch zum Offpiste-Fahren, für die grandiose Natur, usw. Die Besucher dort werden auch mit Beschneiung wohl nicht zu 100 % glücklich sein. Zürser Täli in grün mit weißem Schneeband kann man machen, aber ist halt nicht das gleiche. :wink: Und trotzdem sage ich braucht man die Beschneiung, und zwar an allen Haupt-Beschäftigungsanlagen, sowie am weißen Ring, sprich an den Verbindungen. Damit wird zwar dann nicht jeder Gast so glücklich wie mit Naturschnee, aber man hat den Schaden schonmal begrenzt, denn immerhin kann man überhaupt Skifahren und hat ein entsprechend großes Pistenangebot, die meisten werden damit Leben können. Mit der derzeitigen Situation dagegen glaub ich könnte kaum ein Gast leben.

Und Stichtag ist Weihnachten, das sehe ich auch so. Jetzt ist noch nichts verloren, aber es ist ja nicht garantiert dass bis Weihnachten der Schnee kommt. Hat es ja alles schon gegeben.
 
Ich war letztes Jahr das erst mal am Arlberg und fand es gerade im Bereich Lech und Zürs super weil dort noch insgesamt relativ viel Naturschneeabfahrten waren. Das ist für mich ein riesen Pluspunkt, da man die mittlerweile kaum noch findet.
Für mich in jedem Fall ein Grund wieder zu kommen. Tausendmal lieber als z.B Ischgl oder Skiwelt mit ihren Betonpisten.
Aber ich fahre auch lieber im März, April und Mai als im November oder Dezember.

Vllt. sollte man vermehrt auf Naturschnee und Führjahrsskifahren setzten als Marketing. Da ist die konkurrenz bei den Gebieten aktuell zumindest geringer als mit den frühen Saisonstarts.
 
Wer hat sich hier als Experte bezeichnet?
Ich finde die Beiträge immer wieder amüsant. Vor allem das Haus Schneider... komisch, dass ich da noch nie war?! Oder hab ich den Laden verwechselt. So lange die Preise für die Skifahrer niedriger bleiben passt es für mich.
 
Wie schauts denn eigentlich mit der Wasserbilanz in den Orten am Arlberg aus seit April bis November?
Kamen durschnittliche Niederschläge und inwiefern wäre dann eine Beschneiung überhaupt denkbar / sinnvoll?

Schaut man nach Deutschland allgemein, aber auch nach BW so sieht man, dass die Wasserbilanz sehr schlecht ist - Beschneiung oder hier im Bundesland auch ein anderer Wasserverbrauch wird als Verschwendung bezeichnet bzw. wurde sogar teilweise verboten. Dies betrifft hier die Wasserentnahme aus Flüssen...
 
vorlost schrieb:
Ich war letztes Jahr das erst mal am Arlberg und fand es gerade im Bereich Lech und Zürs super weil dort noch insgesamt relativ viel Naturschneeabfahrten waren. Das ist für mich ein riesen Pluspunkt, da man die mittlerweile kaum noch findet.
Für mich in jedem Fall ein Grund wieder zu kommen. Tausendmal lieber als z.B Ischgl oder Skiwelt mit ihren Betonpisten.
Aber ich fahre auch lieber im März, April und Mai als im November oder Dezember.



Vllt. sollte man vermehrt auf Naturschnee und Führjahrsskifahren setzten als Marketing. Da ist die konkurrenz bei den Gebieten aktuell zumindest geringer als mit den frühen Saisonstarts.

Nun letztes Jahr kannst du als Ausnahme Jahr bezeichnen und in kleinster weise verallgemeineren. Da war fast jedes Gebiet mit Naturschnee gesegnet. In Lech gibt es sonst oft auch eine Gemisch aus Natur und viel Maschinenschnee.
Wenn dann fahr an den Sonnenkopf. Dort hat es keine Beschneeiung.
 
Ich wiederhole: follow the money.
Im vergleich Ischgler-Lecher Hotelpreisen ist Lech noch weit weit vorne.
Und das grosse Geld wird in Hotels verdient, nicht bei Bergbahnen (vergleich Zimmerpreise und Skipass)
 
Um mal wieder zur Schneesituation zurückzukommen.... ist heute schon jemand dort unterwegs und kann berichten?
 
Preise sind normale Vorsaison oder noch etwas vergünstigt?
 
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