• Willkommen im neuen Alpinforum!

    Das Alpinforum ist erfolgreich auf die neue Forensoftware XenForo umgezogen. Benutzerkonten und Foreninhalte wurden übernommen, sodass ihr euch wie gewohnt anmelden könnt.

    Schaut euch gerne um und probiert die neuen Funktionen aus. Solltet ihr Fehler oder Unstimmigkeiten entdecken, meldet sie bitte im entsprechenden Thema.

    Alle Informationen zur Migration und zum neuen Forum findet ihr hier:

    Zur ausführlichen Ankündigung

    Viel Spaß im neuen Alpinforum!

    Euer Alpinforum-Team

LST - Loipolder Seilbahntechnik

In Winterberg steht lt
http://www.lst.eu/references/telesiege-de-winterberg/
eine KSB von LST - wohl noch eine pas-fabriquué-en-france Ausfühung, also aus der vor-MND-Zeit.


Nachdem MND dann LST übernahm gäbe es einige Fragen die mich interessieren würden:

* Welches mögen Gründe dafür gewesen sein, dass MND nicht einfach "1:1" mit dem Know-How vom Bayern-LST weitergearbeitet hat, zumindest für die erste (Envers-)KSB?
Um erst dann auf der Basiserfahrung aufbauend iterativ weiter zu entwickeln?

* Lassen sich an der Envers-KSB Artefakte finden, die auf Wurzeln der Bayern-LST hindeuten? Ist dort quasi alles neu gemacht worden, oder versteckt sich hinter dem Anschein doch noch Bayern-LST?

* Die MND-LST Klemme basiert offenbar auf der LST-(-Wopfner) Klemme. Wurde substantielles geändert? Was mögen Beweggründe dafür gewesen sein?

* Nur am Rande: Hat sich die LST-KSB in Winterberg bewährt?
 
Ich würde bez. Winterberg vermuten das aufgrund der Wiederverwendung der Stützen eine höhere Kapazität aus belastungstechnischen Gründen schlicht nicht möglich war.
 
Lord-of-Ski schrieb:
Es wird wohl an einer Wiederinbetriebnahme vom Envers gearbeitet
Man könnte auch fragen, wann nicht an einer Wiederinbetriebnahme der LST 6-CLF Les Envers gearbeitet wird.

Die Miteilungen sind insgesamt unklar forumliert, was wirklich genau los ist, will niemand eindeutig offiziell bekanntgeben.

Irgendwo wurde erwähnt, dass Wippenachsen zu ersetzen wären, aber eben, über das gesamte Ausmass des LST-Fiaskos kann man sich kein genaues Bild machen. Da kam seit der Erstinbetriebnahme bei diesem Dauer-Trauerspiel bereits einiges zusammen, sowohl die Stationen, wie die Strecke und auch die Fahrzeuge betreffend.
 
Petz schrieb:
Ich würde bez. Winterberg vermuten das aufgrund der Wiederverwendung der Stützen eine höhere Kapazität aus belastungstechnischen Gründen schlicht nicht möglich war.
Bei dem Winterberger Publikum würde es mich auch nicht wundern, wenn die es bei Vollbetrieb nicht schaffen, ihre Bahn mit voller Geschwindigkeit laufen zu lassen. Ob eine Kapazitätserhöhung da wirklich was bringt, vage ich zu bezweifeln, jdfls mit den Bildern der Piste in der Hauptsaison im Hinterkopf.

Aber ich schweife ab...
 
Sofern nicht noch weitere Überraschungen kommen... Wetten, dass... :)

Irgendwo wurde geschrieben, dass das STRMTG (staatliche landesweit zuständige Aufsichtsbehörde für Seilbahnen in Frankreich) nur noch eine "reguläre" Betriebsbewilligung erteilen durfte, da angeblich die Anzahl zulässiger provisorischen Betriebsbeweilligungen erreicht wurde.
Entweder stimmt dies nicht, oder dann wurde effektiv eine normale Betriebsbewilligung erteilt, was wiederum erstaunlich wäre.

Sieht man sich diverse Fotos der Envers LST 6-CLD an näher an, entdeckt man immer mehr Konstruktionsfehler.

M.E. ist die Verletzungsgefahr bei den Sesseln wegen ungenügend überlegter Konstruktion unnötig hoch (scharfe Kanten, Klemmstellen, usw.). Dass gewisse Punkte bei der Abnahme bzw. Typenprüfung der Bauart nicht vor Erteilung der ersten provisorischen Betriebsbewilligung beanstandet wurden, erstaunt mich.

Die defekten Schweissnähte waren jedoch vermutlich bei der Erstinbetriebnahme noch i.O.
 
Lagorce schrieb:
Die 6-CLD Les Envers (wörtlich übersetzt sowas wie"Die Verkehrten", nicht zu verwechseln mit der Inversens Poma Anlage, ebenfalls in La Plagne) ist katastrophal vom Projektmanagement und Ausführung her gesehen. Bei einer LST 4-CLF (eine Art Doppelmayr ChairDrive Plagiat) musste die Sicherheitsbremse nachträglich abgeändert werden, bei einer anderen LST 4-CLF erstreckt sich die Bauzeit mittlerweile über das dritte Jahr, usw.
Anlagenreferenzen kann ich später hinzufügen. Interessanterweise funktionieren allerdings gewisse andere LST 4-CLF eigentlich ohne grösseren Probleme.

Ich bin im März 2019 auch an der Envers vorbei gefahren und habe sie tunlichst vermieden - zu Recht. Als ich vorbei fuhr bremste sie immer wieder ab und fuhr insgesamt sehr langsam. Die Betriebsgeräusche klangen wenig vertrauenerweckend. Als ich oben mit der La Roche ankam, stand Envers schon wieder. Wenn man da am Ende des Tages und am äussersten Ende des Skigebietes 10-20min in der Envers stecken bleibt kann das ganz blöd ausgehen.

Weiß jemand, ob die Probleme abschließend behoben werden / wurden?
Kann man in der Saison 2019/20 die Envers sorglos verwenden?
 
Branchenführenden Unternehmen. Ned schlecht... ziemlich viel heiße Luft.
 
Damit dürfte MND wohl endgültig zum BMF-Verkäufer und -Monteur degradiert worden sein. Viel zu "vereinigen" wird es an der "Produktpalette" von BMF und MND/LST eher nicht geben, jendenfalls bezogen auf Seilbahnen. Die MND-Gruppe selbst ist ja recht gross, zB. ist hier Sufag dabei.

Dennoch sehr schade für die junge französische Truppe, die mit viel Elan und Motivation in die raue See der Seilbahnproduzenten aufbrach, und leider unerfahren naiv den Weg durch das Eismeer wählte, von Null auf KSB/EUB Produzent.
Ich erinnere mich an die ersten Videos des MND-Systems, da gab es neben jenen mit (zu) viel Marketingeblubber auch jene von lokalen TV Sendern, die über die Entwicklungsabteilung und deren Leute in der neuen Industriezone berichteten...

Es haben viele zu recht kritisiert die vielen Fehler von MND und LST, dennoch arbeiten dort Menschen, die sicher das Beste gegeben haben. Durch welche Organisations- und Entscheidungsprozesse das Boot MND/LST gegen die finale Eisscholle getrieben wurde, ist letztendlich so einfach nicht festzumachen.

Wobei es in dem Communiqué dennoch heißt:
"Aus industrieller Sicht basiert die Kooperation zwischen Bartholet und MND darauf, dass Synergien in der mechanischen Fertigung und Bearbeitung sowie für Schweisskonstruktionen genutzt werden."

Mag also sein, dass bei LST in Bayern doch noch ein wenig Fertigung bleibt?
 
Wäre in diesem Zusammenhang interessant zu wissen nicht nur wer da bei wem einstieg und ob Bartholet´s chinesischer Investor da nach wie vor mit an Bord ist...:gruebel:
 
Mit der Seilbahnentwicklung hat MND ordentlich Geld verbrannt, aber es war ja nicht ihr Geld, sondern das Geld der Investoren :biggrin:

Und das Gute ist, das Geld ist ja nicht weg, es gehört jetzt nur jemand anderem ;D
 
Wobei für mich das Desaster der Enversanlageninbetriebnahme nicht wirklich erklärlich ist denn immerhin läuft die kuppelbare LST 2Cld in Rüdesheim seit vielen Jahren offenbar ohne größere Probleme. Daher würde ich eher eine miserable Kooperation zwischen LST und MND als Problemursache in Envers vermuten.
Nebenbei erwähnt wird LST mit den Enversesseln sicher nie einen Designpreis erreichen denn irgendwie sehen diese für mich wie aufgeblasene alte Marchisiodoppelsessel aus... 8O ; andererseits finde ich das Stationsdesign recht ansprechend und die Idee mit einer Spannplanenabdeckung für innovativ.
 
Petz schrieb:
Wobei für mich das Desaster der Enversanlageninbetriebnahme nicht wirklich erklärlich ist denn immerhin läuft die kuppelbare LST 2Cld in Rüdesheim seit vielen Jahren offenbar ohne größere Probleme. Daher würde ich eher eine miserable Kooperation zwischen LST und MND als Problemursache in Envers vermuten.
Erstens ist es eine 2MGD würde ich meinen und zweitens handelt es sich bei der Envers um einen komplett neuen Typ von Anlage, der mit den Bahnen in Rüdesheim/Winterberg/Oberaudorf nur gemein hat, dass LST drauf steht.
 
GIFWilli59 schrieb:
Erstens ist es eine 2MGD.
Sorry, das ist meiner Ansicht nach ein Klassifizierungsfehler denn eine Kabine ohne Fenster ist für mich schlicht keine Kabine. Derselbe Fehler wurde auf Liftworld auch schon bei der Vorgängerbahn und auch bei der alten Eckbauerbahn gemacht und danach müsste man dann eigentlich im Gegenzug Bubblesesselbahnen als MGD einstufen... ;D
Nachdem die Envers ebenfalls das Wopfnerklemmenpatent nutzt können die Unterschiede in den relevanten Teilen nicht so groß sein als das sie die Probleme für mich irgendwie rechtfertigten... :ja:
 
An der Vor- und Rückseite gibt es Fenster, die Seiten sind lediglich offen.
 
Die helfen den Passagieren allerdings auch nix wenn beispielsweise ein Gewitter von der Seite auf die Bahn trifft - tut mir leid aber für mich ist und bleibt das schlicht ein Sesselbahntyp... :mrgreen:
 
Zurück
Oben