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Luftfahrt Topic

Smartphone+tapatalk+alpinforum= ideale Kombination,wenn man im Flieger sitzt und es heisst "aufgrund von Bodennebel in Frankfurt ist unsere Abflugzeit um voraussichtlich 40 min. verschoben". Wobei... das 'voraussichtlich' macht mir Sorgen....
 
Ein Live-Ticker wäre interessant, wann UARS, idealerweise mit schön vielen Schweifen, vorbeizieht (oder meinetwegen auch im Vorgarten liegt) :mrgreen:
 
Dennoch sinnbildlich für die lange Pannenserie der Regierungsmaschinen. Die Übernahme der A340-Maschinen als neue Dienstflieger ist da ein zusätzliches Kapitel.

Denn das war nichts anderes als eine verstecke Subvention für die Lufthansa für die Maschinen + Umrüstung. Seit zwei Jahren wurde keine neue A340 mehr verkauft, weil den Airlines der Wartungsaufwand und der Treibstoffverbrauch bei vier Triebwerken zu hoch ist. Bei zweistrahligen Alternativen wie der hauseigenen A330 oder der 777 ist das ja auch nur die logische Konsequenz. Vier Triebwerke lohnen sich nur bei 747 und A380. Vor wenigen Wochen hat Airbus dann auch den endgültigen Produktionsstop der A340 bekanntgegeben. Und was macht die Bundesregierung? ...
 
Darf ich deinen aviatischen Hintergrund erfragen?

Der Unterschied zwischen einem A330 und einem A340-300/200 (die der Bundesregierung) sind marginal und betreffen lediglich einige Systeme, die den 4 Triebwerken geschuldet sind (Hydraulik, Kraftstoffversorgung, Elektrik). Innerhalb dieser Systeme selbst, die die Bauteile untereinander austauschbar (zwischen A330 und A340). Der Wartungsaufwand hängt nicht primär von der Anzahl der Triebwerke an, als vielmehr am Alter, dem Einsatzprofil, der Nutzung uva.
Die Kabinenumrüstung hätte man sicher auch von einer anderen Firma machen lassen können, allerdings ist Lufthansa Technik marktführend in diesem Bereich. Und das man deutsche Euros lieber in Deutschland ausgibt ist doch eigentlich selbstredend, oder?

Vier Triebwerke lohnen sich vorallem bei Lang- und Ultralangstrecken - Stichwort ETOPS; ich bitte dich den Wikipedia-Artikel zu lesen. Wirtschaftliche Aspekte sind bei einem Regierungsprojekt wohl nicht der ausschlaggebende Punkt. Wie soll man auch eine Flotte von ZWEI Flugzeugen wirtschaftlich betreiben können, noch dazu sie ja die meiste Zeit "sinnlos" am Boden stehen.

Der Produktionsstopp der A340 ist nicht überraschend und hat sicherlich auch wirtschaftliche Aspekte. Allerdings ist das den Bedürfnissen des Marktes (also den Airlines und Leasinggesellschaften) geschuldet, und nicht weil der A340 teuer im Unterhalt ist.
Soweit ich weis, wird die Wartung und Ersatzteilversorgung der Regierungsairbusse zum Teil von Lufthansa Technik übernommen die ja bekanntlich selbst noch 26 A340-300 betreibt. Weltweilt ist 216 Stück im täglichen Einsatz.

Ich kann der Bundesregierung zum Kauf der Airbuse nur gratulieren, man hat sich da sehr zuverlässige Geräte ins Haus geschaft.

Circle-Fahrer
Airbus und Boeing-Mechaniker.
 
Circle-Fahrer schrieb:
Airbus und Boeing-Mechaniker.
Interessant! Ich studiere ich Luft- und Raumfahrttechnik im fortgeschrittenen Semester, daher muss ich mich auf die uns theoretisch vermittelten Grundlagen stützen. Wenn du tagtäglich mit den Maschinen zu tun hast, brauche ich dir bei den Details natürlich nichts vorzumachen. Als der Hauptgrund schlechthin für den Produktionsstop der A340 wurde uns vor etwa einem Jahr die Triebwerkskonstellation von einem unserer Profs genannt. Was bei näherer Betrachtung (Berechnung) auch nur Sinn macht. Ich gehe trotzdem nochmal näher auf deinen Post ein, auch wenn du denken magst, das verdammte Studentenpack macht sich wieder wichtig. :D

Circle-Fahrer schrieb:
Der Wartungsaufwand hängt nicht primär von der Anzahl der Triebwerke an
Von primär schrieb ich auch nichts. Dennoch wirst du nicht bestreiten können, dass vier Triebwerke mehr Wartung erfordern als zwei?! Ganz zu schweigen vom zusätzlichen Widerstand in der Luft und dem höheren Kerosinverbrauch. Die ETOPS waren mir sogar geläufig, wenn auch nicht im Detail.

Wirtschaftliche Aspekte sind bei einem Regierungsprojekt wohl nicht der ausschlaggebende Punkt.
Und deswegen erleichtert man die Lufthansa um Maschinen, in deren Größenklasse derzeit eine ganz neue und wesentlich wirtschaftlichere Generation (A350) auf den Markt geworfen wird. Wie ja aktuell wieder liest, gab es schonmal bessere Zeiten für den Kranich.

Circle-Fahrer schrieb:
Die Kabinenumrüstung hätte man sicher auch von einer anderen Firma machen lassen können, allerdings ist Lufthansa Technik marktführend in diesem Bereich. Und das man deutsche Euros lieber in Deutschland ausgibt ist doch eigentlich selbstredend, oder?
Wie gesagt, eine Subvention für die Lufthansa.

Circle-Fahrer schrieb:
Vier Triebwerke lohnen sich vorallem bei Lang- und Ultralangstrecken
Das war das, was ich eigentlich in Bezug auf A380 und 747 gemeint habe. Vielleicht wurde das nicht deutlich.

Und noch eine ernst gemeinte Frage: Was glaubst du, warum die A340 seit Jahren wie Zement in der Ladentheke liegt?
 
Kürzlich übern weg geflogen:
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Mustang und Corsair?
 
:nein: das links ist eine schweizer Eigenkonstruktion P3 rechts eine Grumman TBM Avenger
 
Zuerst dachte ich auch an die P-3, doch ich habe die Hoheitszeichen falsch gedeutet - nämlich als amerikanische Sterne.
 
ChiliGonzales schrieb:
Interessant! Ich studiere ich Luft- und Raumfahrttechnik im fortgeschrittenen Semester, daher muss ich mich auf die uns theoretisch vermittelten Grundlagen stützen. Wenn du tagtäglich mit den Maschinen zu tun hast, brauche ich dir bei den Details natürlich nichts vorzumachen. Als der Hauptgrund schlechthin für den Produktionsstop der A340 wurde uns vor etwa einem Jahr die Triebwerkskonstellation von einem unserer Profs genannt. Was bei näherer Betrachtung (Berechnung) auch nur Sinn macht. Ich gehe trotzdem nochmal näher auf deinen Post ein, auch wenn du denken magst, das verdammte Studentenpack macht sich wieder wichtig. :D

Die CFM56-5 Triebwerke waren zu der Zeit in dieser Schubklasse die einzig verfügbaren. Deswegen wurde für die Nachfolgemodelle -500/-600 das neuentwickelte (bzw. abgewandelte) Trent 500 verwendet. In der Tat ist die A340Classic bei gewissen Konstellationen untermotorisiert.

ChiliGonzales schrieb:
Von primär schrieb ich auch nichts. Dennoch wirst du nicht bestreiten können, dass vier Triebwerke mehr Wartung erfordern als zwei?! Ganz zu schweigen vom zusätzlichen Widerstand in der Luft und dem höheren Kerosinverbrauch. Die ETOPS waren mir sogar geläufig, wenn auch nicht im Detail.

4 Triebwerke erfordern 4 mal die gleiche Wartung. Ich denke die Kosten sind für EIN Flugzeug vernachlässigbar.


ChiliGonzales schrieb:
Und deswegen erleichtert man die Lufthansa um Maschinen, in deren Größenklasse derzeit eine ganz neue und wesentlich wirtschaftlichere Generation (A350) auf den Markt geworfen wird. Wie ja aktuell wieder liest, gab es schonmal bessere Zeiten für den Kranich.

Die beiden Maschinen waren bei der Lufthansa sowieso zum Verkauf.
Fliegt die wesentlich wirtschaftlichere Generation A350 oder von mir aus auch B787 schon UND ist sie kurzfristig verfügbar?

ChiliGonzales schrieb:
Wie gesagt, eine Subvention für die Lufthansa.

Ich verstehe nicht, was daran so verwerflich ist? Wäre es dir lieber man hätte das Geld ins Ausland geschickt?

ChiliGonzales schrieb:
Das war das, was ich eigentlich in Bezug auf A380 und 747 gemeint habe. Vielleicht wurde das nicht deutlich.

Leider nicht. :? Der A340-500 ist für die Ultra-Langstrecke konzipiert worden und hält meines Wissens noch den Streckenrekord ;)

ChiliGonzales schrieb:
Und noch eine ernst gemeinte Frage: Was glaubst du, warum die A340 seit Jahren wie Zement in der Ladentheke liegt?
Weil für komerziell geführte Airlines, die am Ende der Zahlen einen Gewinn erwirschaften müssen, der Kosten/Einnahmen-Faktor stimmen muss.
Für zwei Regierungsflugzeuge völlig unerheblich (die A330/A340 sind im übrigen immer noch Stand der Technik und alles andere als Geldvernichter ;))
 
Ich sehe es so: Die Flugbereitschaft ist eh nicht wirtschaftlich, also macht es da keinen Sinn ob nun 4 oder 2 Triebwerke. Bei Airlines sieht das schon anders aus, deshalb würde die LH auch eher A340 verkaufen als A330 (die sich verkaufen wie geschnitten Brot). SQ z.B. hat bis auf die angesprochenen A340-500 alle anderen 340 verkauft und setzt vermehrt auf die Triple 7. Mittlerweile hat diese ja sogar den Rekord für die größte Reichweite http://de.wikipedia.org/wiki/B777#Boeing_777-200LR_.E2.80.9EWorldliner.E2.80.9C Die 777 verkauft sich sehr gut im Moment, da von Airbus eine direkte Konkurrenz (Paxkapazität) fehlt.

Die 340 der LH für die Flugbereitschaft sind in Top Zustand, wurden gut gewartet, D-Check usw. wurde gemacht. Es spricht nichts dagegen diese nicht zu verwenden, vor allem waren diese schnell verfügbar und wohl billiger als ein Fabrikneues Gerät. Ich finde auch ein zuverlässiges Flugzeug ist schon wichtig, es war ja schon sehr peinlich wie oft die alten Flugzeuge nicht mehr weiter kamen...
 
Auf längeren Flügen über Ozeane sind vier Triebwerke aber besser! Fällt eines aus, fehlen nur 25% Leistung, und ausserdem wird der Gesamtschub weniger asymetrisch, da ein Triebwerk auf der betroffenen Seite noch funktioniert. Bei einem twinjet ist gleich die Hälfte der Leistung weg und zudem auch noch auf einer Seite. Soviel ich weiss, darf ein Vierstrahler auch nach dem Ausfall eines Triebwerkes den Flug fortsetzen, für Zweistrahler heisst das direkter Kurs auf den nächsten geeigneten Flughafen!
 
Richtig, aber die wirtschaftlichen Vorteile überwiegen...
 
GMD schrieb:
Auf längeren Flügen über Ozeane sind vier Triebwerke aber besser! Fällt eines aus, fehlen nur 25% Leistung, und ausserdem wird der Gesamtschub weniger asymetrisch, da ein Triebwerk auf der betroffenen Seite noch funktioniert. Bei einem twinjet ist gleich die Hälfte der Leistung weg und zudem auch noch auf einer Seite. Soviel ich weiss, darf ein Vierstrahler auch nach dem Ausfall eines Triebwerkes den Flug fortsetzen, für Zweistrahler heisst das direkter Kurs auf den nächsten geeigneten Flughafen!


Richtig. Auch hier nochmal das Stichwort ETOPS.

Es würde bei einem IFSD in jedem Fall der nächste geeignete Flughafen angeflogen werden - egal ob 2, 3 oder 4 Triebwerke. In der Praxis wird ein Inflight-Shutdown unter allen Umständen vermieden (kommt in modernen Flugzeitalter eh so gut wie nie vor), da sonst die ETOPS-Zulassung eingeschränkt oder gar verloren werden kann.
 
Ist jemand hier vielleicht mit dem Condor Alpenrundflug mitgegangen?
 
Heute am Feiertag erst lässig vom Balkon mit dem Tele gespottet und nachmittags nach Hafenspaziergang nochmal schnell zur Aussichtsplattform, um gegen 15:25 die Boeing 777 nach Dubai zu erwischen (das größte was regulär Hamburg-Fuhlsbüttel an- und abfliegt)

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Air Berlin hat Turboprops? Wusste ich ja gar nicht! Nun gut, diese Maschine(n) dürften durch eine der vielen Übernahmen zur Flotte gestossen sein.
 
Nein, die wurden vor ca. 2 Jahren bestellt (Q400), die sind nagel neu. Ich denke das war Ersatz für die Fokker.
 
GMD schrieb:
Air Berlin hat Turboprops? Wusste ich ja gar nicht! Nun gut, diese Maschine(n) dürften durch eine der vielen Übernahmen zur Flotte gestossen sein.

Air Berlin hat die Maschinen nicht durch eine Übernahme zur Flotte bekommen sondern selber bestellt. Die Die Dash8-400Q befinden sich im Einsatz bei der Dortmund Fluggesellschaft LGW. Diese hat ihren eigenen Markenauftritt aufgegeben und fliegt mittlerweile nurnoch für Air Berlin. Vorher waren bei LGW Dornier Do 228 im Einsatz, seit der Kooperation fliegen sie allerdings die Dash-Maschinen.

Hier eine Quelle dazu: Air Berlin erhält erste Bombardier Q400
 
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