Darf ich deinen aviatischen Hintergrund erfragen?
Der Unterschied zwischen einem A330 und einem A340-300/200 (die der Bundesregierung) sind marginal und betreffen lediglich einige Systeme, die den 4 Triebwerken geschuldet sind (Hydraulik, Kraftstoffversorgung, Elektrik). Innerhalb dieser Systeme selbst, die die Bauteile untereinander austauschbar (zwischen A330 und A340). Der Wartungsaufwand hängt nicht primär von der Anzahl der Triebwerke an, als vielmehr am Alter, dem Einsatzprofil, der Nutzung uva.
Die Kabinenumrüstung hätte man sicher auch von einer anderen Firma machen lassen können, allerdings ist Lufthansa Technik marktführend in diesem Bereich. Und das man deutsche Euros lieber in Deutschland ausgibt ist doch eigentlich selbstredend, oder?
Vier Triebwerke lohnen sich vorallem bei Lang- und Ultralangstrecken - Stichwort
ETOPS; ich bitte dich den Wikipedia-Artikel zu lesen. Wirtschaftliche Aspekte sind bei einem Regierungsprojekt wohl nicht der ausschlaggebende Punkt. Wie soll man auch eine Flotte von ZWEI Flugzeugen wirtschaftlich betreiben können, noch dazu sie ja die meiste Zeit "sinnlos" am Boden stehen.
Der Produktionsstopp der A340 ist nicht überraschend und hat sicherlich auch wirtschaftliche Aspekte. Allerdings ist das den Bedürfnissen des Marktes (also den Airlines und Leasinggesellschaften) geschuldet, und nicht weil der A340 teuer im Unterhalt ist.
Soweit ich weis, wird die Wartung und Ersatzteilversorgung der Regierungsairbusse zum Teil von Lufthansa Technik übernommen die ja bekanntlich selbst noch 26 A340-300 betreibt. Weltweilt ist 216 Stück im täglichen Einsatz.
Ich kann der Bundesregierung zum Kauf der Airbuse nur gratulieren, man hat sich da sehr zuverlässige Geräte ins Haus geschaft.
Circle-Fahrer
Airbus und Boeing-Mechaniker.