Seilbahnjunkie schrieb:
Also Faktist, dass der einzige Supergau bis jetzt im ehemaligen Ostblock stattgefunden hat, und das war kein Zufall. Auserdem ist die böse germanische asse gerade dabei die AKWs abzuschalten, wir lernen eben aus unseren Fahler (manche zumindest).
Falsch, Factum est, dass es bereits vor Tschernobyl in der damaligen Sowjetunion ein Supergau weit schlimmer wie Tschernobyl stattgefunden hat, und zwar in der Wiederaufbereitungsanlage von Majak. Es handelt sich ier um den sogenannten Kyschtym-Unfall vom 29. September 1957. Dabei explodierte ein Tank, in welchem radioaktives Material gelagert war. Bei der Explosion wurden Billiarden Becquerel freigesetzt! Nur verteilte der Wind die radioaktiven Stoffe über den Ural.
Des weiteren wurden Abwässer aus dieser Anlage ungereinigt in den Karatschai-See verklappt. Dieses Gewässer, heute fast ausgetrocknet ist dermaßen versäucht, dass alleine die Anwesenheit über Minuten dort zu eier erheblichen Straklenkrankheit führen kann. Dort bekommt man 6 Gray pro Stunde ab! Berdeutet: eine Stunde Anwesenheit - sicherer Tod. Das Areal gilt als der meist verschmutze Ort der Erde. Soviel also zum einzigen Supergau.
Ausserdem möchte ich noch an den Windscale Zwischenfall in Sellafield erinnern. Dort handelte es sich um einen Luftgekühlten Reaktor, welcher beim Ausheizen der Wingerenergie in Brand geriet. Bei der Löschung geriet allerhand an Radioaktivität in die Umgebung. Three Mile Island wurde ja eh schon genannt wobei anzumerken ist, dass die Betreiber damals scharf an Tschernobyl II vorbeigekratzt sind. Dort gab es ebenso eine Kernschmelze, der Reaktor jedoch explodierte im Gegensatz zu Tschernobyl (Wassersoffexplosion!) nicht.
Wie gefährlich radioaktie Stoffe sind, kann man übrigens
im IAEO Bericht zum Goiânia-Unfall lesen. Dabei wurde aus einer Klinik vermeidlich wertvoller Schrott gestohlen, nicht wissed, dass dabei hochgefährliches radioaktives Material war.
@ Miki: zu deinem Einwand möchte ich anmerken: viele Österreicher haben gegen alle AKWs was. Nicht nur gegen welche, deren Anlagen aus der ehemaligen Sowjetunion stammen. Nicht ohne Grund verhinderte eine Volksabstimmung das AKW Zwentendorf. Tschernobyl liegt halt insbesondere der Generation aus den 70r Jahren ganz besonders im Magen, wobei ich zugeben muss, dass Tschernobyl stark fahrlässig herbeigeführt wurde und der Reaktor (RBMK) schwere Sicherheitsmängel hatte (Graphit an den Spitzen der Steuerstäbe, welcher die Reaktivität kurzfristig erhöhten). Gegen derartige Reatoren sollten wir alle etwas haben.
Temelin ist ein anderes Thema. Zu oft ist das Akw wegen Störfällen in den Schlagzeilen. Auch wenn es bis jetzt nicht gefählich war, möchte ich betonen, dass das Leben neben einem Akw, welches in regelmäßigen Abständen Störfälle verschiedenster Natur meldet, nicht gerade stressfei ist

Und lass bitte das Wort "Germanische Rasse" weg. Diese Zeiten sind gottlob seit ca. 60 Jahren vorbei und werden nicht wieder kommen. Lass uns so verbleiben: wir sind alle einer Rasse zugehöring, die Rasse "Mensch"

Dass die Atomenergie im Grunde nichts Schlechtes ist, stimmt, jedoch finde ich, dass sie generell noch zu unsicher ist. Ich spreche hier von möglichen Anschlägen, welche auch aus einem sicheren Akw eine sehr schmutzige Sache machen. Ich würde jendefalls das Prinzip des Kugelhaufenreaktors bevorzugen. Aber die Forschung ist ja bekanntlich noch lange nicht am Ende angelangt.
MFG Dachstein