Mega-Erdbeben in Japan mit Stärke 8,9

" Aber bitte nicht vor meiner Haustür "

Gerade dazu kann ich einiges sagen.
Ich wohen Luftlinien ca. 10 km von den Kernkraftwerken Isar 1 und 2 weg und muss sagen, dass ich damit überhaupt kein Problem habe.
Es gibt sogar Notfallpläne, die an jeden Haushalt verteilt wurden und da befinden wir uns im höchsten Sicherheitsberich
( 15 km rum).
Aber meiner Meinung nach verunsichern diese Pläne mehr als dass sie helfen.
Die deutschen AKW sind doch die sichersten auf der Welt und bevor wir sie hier abschalten und dann Strom aus dem Ausland (z.B. Tschechien und damit Temelin) beziehen, lasst doch bitte die unseren stehen als auf unsichere ausländiche AKW zurüch zu greifen.

Meine Meinung dazu.
 
Hochkönig schrieb:
Die deutschen AKW sind doch die sichersten auf der Welt....
Bist du vom Fach? Wie ist das belegbar? Weil das der Umweltminister täglich berichtet?
Oder glaubst Du einfach alles was man Dir erzählt? So Pauschal kann man das sicher nicht sagen.
http://www.n-tv.de/politik/Grosse-Schwachstellen-in-Biblis-article1584876.html
http://www.faz.net/s/Rub8D05117E1AC...DEAE3BF29E9291C105~ATpl~Ecommon~Scontent.html

Die Erde ist eine Scheibe.

Ich arbeite seit 28 Jahren im technischen Dienst. Solch alte Anlagen können nicht ohne umgerüstet zu werden ordentlich betrieben werden.
Jeder sonstige technische Artikel der 30 Jahre ist findet sich doch nur noch im Museum wieder.

Gegen sichere Kraftwerke habe ich gar nichts (wenns die gibt). Allerdings sollte man erst noch die Endlagerung "klären".
 
Es sind nach der Verlängerung, die im übrigen auch nur einen Aufschub des Ausstiegs darstellt kaum Stromimporte vorgesehen.

Meiner Meinung nach ist auch nicht die Sicherheit der Kraftwerke in Deutschland das eigentliche Thema (ganz außen vor lassen kann mans auch nicht - was ist schon sicher), sondern die nach wie vor ungeklärte Frage der Endlagerung. Darum ging es auch praktisch bei "blos nicht vor meiner Haustür", planten doch die Tschechen ihren Atommüll grenznah zu Bayern zu lagern. Gerade die Frage der Lagerung offenbart doch worum es eigentlich in Wirklichkeit geht.

Es ist letzlich mal wieder wie in so vielen Fällen, das die jetzige Generation den "günstigen" Strom erhält, die nachfolgende aber die Rechnung zahlt. Ganz ähnlich wie hier im Ruhrgebiet wo einige Bergsenkungsgebiete wohl bis in alle ewigkeit durch Pumpstationen vor Überflutung geschützt werden müssen.
 
Also, meinetwegen können ja alle Atomkraftbefürworter in eine "Zone" mit autarkem Stromnetz ziehen, in der dann ALLE AKWs UND ALLE ENDLAGER untergebracht sind. Die Endlager können sie dann selbst und für ihre folgenden Generationen betreiben und bezahlen. Mal sehen, ob der Strom dort dann langfristig wirklich günstiger ist ;)
Und mal sehen, ob das Uran länger verfügbar sein wird, als Öl, Gas, Kohle etc.. Und mal sehen, was dort dann passiert, wenn nichts mehr da ist.
Es wird ja in der Diskussion auch gerne mal ignoriert, dass die Verfügbarkeit von Uran ebenfalls endlich ist.
Aufgrund der Endlagerproblematik, die meines Erachtens unlösbar ist, da es faktisch keine Endlager geben kann und der Tatsache, dass Uran endlich ist, kann es für mich keine Zukunftstechnologie sein.
Bleibt der Ausstieg als einzige Lösung. Lediglich über die Geschwindigkeit des Ausstieges und den Umgang damit kann man mE diskutieren.
 
Hochkönig schrieb:
Die deutschen AKW sind doch die sichersten auf der Welt

Warum sollen deutsche Kernkraftwerke, die in den 70ern gebaut wurden, sicherer sein als Kernkraftwerke, die 20 Jahre später woanders gebaut wurden ?

Autos aus den 70ern sind doch auch wesentlich weniger sicher als jüngere Autos. Und zwar völlig unabhängig vom Herstellungsland des Wagens.
 
Warum sollen deutsche Kernkraftwerke, die in den 70ern gebaut wurden, sicherer sein als Kernkraftwerke, die 20 Jahre später woanders gebaut wurden ?

Bauweise, Ost/West?
 
Martin_D schrieb:
Hochkönig schrieb:
Die deutschen AKW sind doch die sichersten auf der Welt

Warum sollen deutsche Kernkraftwerke, die in den 70ern gebaut wurden, sicherer sein als Kernkraftwerke, die 20 Jahre später woanders gebaut wurden ?

Autos aus den 70ern sind doch auch wesentlich weniger sicher als jüngere Autos. Und zwar völlig unabhängig vom Herstellungsland des Wagens.

Also so pauschalisieren kann man das aber auch nicht. Um bei deinem Beispiel zu bleiben, ich fahre lieber einen VW oder Opel aus den 70ern als einen nagelneuen Land Wind.
Trotzdem ist es überheblich und auch dumm zu behaupten die deutschen AKWs wären sicher und uns kann nichts passieren.

Ich sag immer, jeder AKW Befürworter sollte ein kleines Fass Müll in den Garten bekommen, ich stell im Gegenzug gerne ein Windrad, eine Solaranlage oder ein Wasserkraftwerk in meinen Garten.
 
Der Energiebedarf wächst und wächst, nur weiss keiner so recht, wo diese herkommen soll. Fakt ist: Jeder Art Strom zu erzeugen hat Vor- aber auch Nachteile, die Nonplusultralösung gibt es nicht! Darum sollte man sich da schon seine Gedanken machen, denn die Haltung "Über Elektrizitätsgewinnung nachzudenken ist mir zu lästig, bei mir kommt der Strom aus der Steckdose!", ist zwar bequem aber auch gefährlich! Erst recht wenn man ein energieintensives Hobby wie wir ausübt!
 
Seilbahnjunkie schrieb:
Ich sag immer, jeder AKW Befürworter sollte ein kleines Fass Müll in den Garten bekommen, ich stell im Gegenzug gerne ein Windrad, eine Solaranlage oder ein Wasserkraftwerk in meinen Garten.
Und mit einem Windrad, einer Solaranlage oder Wasserkraftwerk in Deinem Garten ist das Energieproblem für die Allgemeinheit in Zukunft gelöst? Obwohl, das ist die Lösung ... jeder Haushalt bekommt eine autarke Stromerzeugung in welcher Form auch immer :wink:

Welche Alternativen bestehen im Moment denn zu längeren AKW-Laufzeiten? Denn solange das deutsche Energienetz nicht für den Ausbau der regenerativen Energien geschaffen ist (siehe mein Ausgangspost dieser Diskussion) und der Energiebedarf u.a. daher nicht gedeckt werden kann, bleibt im Moment m.E. keine Alternative zu einem kompletten Ausstieg bis 2022 (außer Stromimport aus anderen Ländern, was wiederum ein Abhängigkeitsverhältnis bedeutet ... siehe z.B. Gaslieferungen aus Russland). Wie in meinem Ausgangspost erwähnt wird der notwendige Netzausbau vielerorts verhindert durch Einsprüche, Klagen etc. und der Ausbau ist mehrere Jahre im Rückstand. Diesbezüglich machen es sich die Umweltschützer m.E. zu einfach, denn gegen alles sein ist leicht, aber zeitnah umsetzbare Alternativen kann keiner aufzeigen.
 
snowflat schrieb:
Und mit einem Windrad, einer Solaranlage oder Wasserkraftwerk in Deinem Garten ist das Energieproblem für die Allgemeinheit in Zukunft gelöst? Obwohl, das ist die Lösung ... jeder Haushalt bekommt eine autarke Stromerzeugung in welcher Form auch immer :wink:
Und genau das muß der Ansatz sein: Häuser die sich autonom mit Strom versorgen. Und geht ohne riesen Technologie wenn man mal von der Waschmaschine und der Herdplatte absieht. Solarplatte aus Dach, Batterie (Vielleicht auch vier oder fünf) angeschossen und den Fernseher, die Beleuchtung, Kühlschrank, Radio, PC usw angeschlossen. 24 oder 12 Volttechnik aus dem Fahrzeugbau machen es möglich.
Warm Wasser kann man ganz simpel mit einem zweiten Keislauf in schwarzen Rohren auf dem Dach ordentlich vorwärmen, im Sommer sogar die Hütte damit Kühlen, spart diese energiefressenden Klimaanlagen.
Auch ist der Betrieb von mit Heizöl oder Erdgas befeuerten Blockheizkraftwerken in kleinen Ausführungen sehr sinnvoll und auch schon vorhanden.
http://www.faz.net/s/RubD16E1F55D21144C4AE3F9DDF52B6E1D9/Doc~EA6B3E16C29364891A8B98BB990AF3B45~ATpl~Ecommon~Scontent.html

Und liebe AKW-Betreiber: Hoffentlich müßt ihr bald mal Müllgebühren bezahlen wie alle anderen auch.
 
Hochkönig schrieb:
Gerade dazu kann ich einiges sagen.
Ich wohen Luftlinien ca. 10 km von den Kernkraftwerken Isar 1 und 2 weg und muss sagen, dass ich damit überhaupt kein Problem habe.

Da muss man ja auch kein Problem haben, im Fall des Falles ist man ja in kürzester Zeit all seine Probleme los...

Hochkönig schrieb:
Die deutschen AKW sind doch die sichersten auf der Welt .

Ich erinner mich da gerne an die Dübel in Biblis. Die waren falschrum eingebaut, was Jahrzehnten niemanden aufgefallen ist. Erschütterungen jeglicher Art wären sicher nett geworden, wenn die Rohre aus der Wand fallen etc....

citta dei sassi schrieb:
Und liebe AKW-Betreiber: Hoffentlich müßt ihr bald mal Müllgebühren bezahlen wie alle anderen auch.


Müssen sie nie denn sonst wäre der Strom nichtmehr billig.
Genauso wenig mussten/müssen sie die AKW nicht selbst finanzieren, das hat alles der Staat kostengünstig für sie erledigt, keine Bank war/ist so verrückt.
Genauso wie der Steuerzahler für evtl Unfallkosten aufkommt, kein Versicher versichert ein AKW, auch hier steht der Staat drade.
Aber Atomstrom ist so billig :rolleyes:
 
skwal schrieb:
Müssen sie nie denn sonst wäre der Strom nichtmehr billig.
Genauso wenig mussten/müssen sie die AKW nicht selbst finanzieren, das hat alles der Staat kostengünstig für sie erledigt, keine Bank war/ist so verrückt.
Genauso wie der Steuerzahler für evtl Unfallkosten aufkommt, kein Versicher versichert ein AKW, auch hier steht der Staat drade.
Aber Atomstrom ist so billig :rolleyes:

Genau so meine ich das ja. :ja:
 
snowflat schrieb:
Seilbahnjunkie schrieb:
Ich sag immer, jeder AKW Befürworter sollte ein kleines Fass Müll in den Garten bekommen, ich stell im Gegenzug gerne ein Windrad, eine Solaranlage oder ein Wasserkraftwerk in meinen Garten.
Und mit einem Windrad, einer Solaranlage oder Wasserkraftwerk in Deinem Garten ist das Energieproblem für die Allgemeinheit in Zukunft gelöst? Obwohl, das ist die Lösung ... jeder Haushalt bekommt eine autarke Stromerzeugung in welcher Form auch immer :wink:

Welche Alternativen bestehen im Moment denn zu längeren AKW-Laufzeiten? Denn solange das deutsche Energienetz nicht für den Ausbau der regenerativen Energien geschaffen ist (siehe mein Ausgangspost dieser Diskussion) und der Energiebedarf u.a. daher nicht gedeckt werden kann, bleibt im Moment m.E. keine Alternative zu einem kompletten Ausstieg bis 2022 (außer Stromimport aus anderen Ländern, was wiederum ein Abhängigkeitsverhältnis bedeutet ... siehe z.B. Gaslieferungen aus Russland). Wie in meinem Ausgangspost erwähnt wird der notwendige Netzausbau vielerorts verhindert durch Einsprüche, Klagen etc. und der Ausbau ist mehrere Jahre im Rückstand. Diesbezüglich machen es sich die Umweltschützer m.E. zu einfach, denn gegen alles sein ist leicht, aber zeitnah umsetzbare Alternativen kann keiner aufzeigen.

Das war natürlich nicht ganz ernst gemeint, aber du merkst die Tendenz. Ich sag eben nicht wir brauchen dies und jenes, aber bitte nicht bei mir. Und da hast du wiederum genau Recht, jeder kann gegen etwas sein, aber nur sehr wenige zeigen sinnvolle Alternativen auf.
Die Windenergie wird allerdings nicht nur wegen des noch nicht optimal angepassten Netzes nicht voll ausgeschöpft, sondern auch wegen der AKWs. Kein Kraftwerkstyp ist so schlecht regelbar wie AKWs, wenn sie laufen laufen sie. Wenn jetzt weniger Strom verbraucht wird, oder sehr viel Windenergie erzeugt werden könnte, dann verstopfen die AKWs praktisch die Netze. Das ist auch der Grund warum der Anteil der AKWs zwischen installierter Leistung und produzierter Strommenge so unterschiedlich ist.

Ich habe übrigens lange Jahre ca. 3 Kilometer von einem AKW entfernt gewohnt und wir haben keine Notfallpläne bekommen. Jetzt ist es zu Glück abgeschaltet und das Thema hat sich erledigt.
 
snowflat schrieb:
Welche Alternativen bestehen im Moment denn zu längeren AKW-Laufzeiten? Denn solange das deutsche Energienetz nicht für den Ausbau der regenerativen Energien geschaffen ist (siehe mein Ausgangspost dieser Diskussion) und der Energiebedarf u.a. daher nicht gedeckt werden kann, bleibt im Moment m.E. keine Alternative zu einem kompletten Ausstieg bis 2022 (außer Stromimport aus anderen Ländern, was wiederum ein Abhängigkeitsverhältnis bedeutet ....
Es kann mir doch keiner erzählen das man bis 2022 das Stromnetz nicht auf neusten Stand bringen kann.
Wir schreiben das Jahr 2010!!
Mann will es sich nur einfach machen. Gelungene Lobbyarbeit ist das sonst gar nichts.
Wenn eine Regierung schon die Einspeisevergütungen für PV Anlagen runtersetzt ich doch schon alles gesagt.
Und ja klar, durch die AKWs wird der Strom in den nächsten Jahren bezahlbarer.
Am 24.12. vorher kommt aber noch das Christkind!

http://www.welt.de/finanzen/article2943945/Stromriesen-gewinnen-auf-Kosten-der-Verbraucher.html

http://www.abendzeitung.de/politik/210969

http://www.fuldainfo.de/index.php?area=1&p=news&newsid=13157
 
AKWs dienen zur Deckung der Grundlast, da braucht man dann auch nicht viel regeln.

Und um eine Netzleitung auszubauen braucht man so um die 10 Jahre, wegen Genehmigungen etc. und wenn die Umweltschützer das blockieren dauerts noch länger.
Also wird 2022 vielleicht grade noch so klappen. :rolleyes:


Man könnte vieles ändern, aber meistens scheitert es am Geld oder an der Gedankenlosigkeit der Menschen.

Da wird halt der riesen Plasmafernseher gekauft der 400W verbraucht im Betrieb und sonst im Standby wartet.
Da werden alte Glühlampen genutzt anstatt Energiesparlampen.
etc. etc.
 
Arlberg-Irrer schrieb:
Der Husumer schrieb:
Ich bin im Prinzip für CO² freie Stromerzeugung, doch solange man nicht weiß, wo man den Müll 100.000 Jahre lagern soll, bin ich total dagegen.
Das Weiterverfeuern von Steinkohle erzeugt weniger CO2 als neu aufgestellte Windräder!!!
auf deine Begründung bin ich gespannt :wink: .
Viele Grüße
Lutz
 
Beim Sparpotential geb ich dir Recht.
Aber man muss sich auch mal überlegen wann der Atomausstieg beschlossen wurde. 2002 trat das Gesetz in Kraft und die zugrundeliegende Vereinbarung ist sogar von 2000. Da wäre genügend Zeit gewesen sich um den Ausbau der Netze zu kümmern. Aber die Stromkonzerne haben lieber munter weiter verdient und nicht investiert. Jetzt die Schuld den Umweltschützern zuzuschieben ist verlogen. Klar sind einige von denen realitätsfern und klagen gegen den Netzausbau, aber in 20 Jahren sollte das auch so locker zu schaffen sein.

Klar dienen AKWs der Grundlastdeckung, und in einem herkömmlichen Netz müssen sie darum auch nicht geregelt werden, aber mit erneuerbaren Energie sieht das anderst aus. Das Problem bei erneuerbaren Energien ist eben, dass ihre Verfügbarkeit nicht kontinuierlich ist. Aber gleichzeitig sollte man in der Übergangsphase möglichst viel Energie aus ihnen gewinnen. In Schwachlastzeiten ist das nicht immer möglich, da eine Grundlast von Kohle-, Gas-, und Atomkraftwerken das Netz verstopft. Aber wärend bei Kohle und Gas das Kraftwerk auf eine Teillast runtergefahren werden kann laufen AKWs eben voll durch.
 
Ram-Brand schrieb:
...Und um eine Netzleitung auszubauen braucht man so um die 10 Jahre, wegen Genehmigungen etc. und wenn die Umweltschützer das blockieren dauerts noch länger.
Also wird 2022 vielleicht grade noch so klappen. :rolleyes:
Schon mal was vom verkürzten Genehmigungsverfahren gehört?
Und wie man mit den Umweltschützern um geht wenns drauf an kommt sieht man wohl gerade im Stuttgart. Außerdem kann man auch Hoch- und Höchstspannungsanlagen unterirdisch verlegen. Das geht sogar im Meer. Klar ist der treurer. Aber mein Mitleid mit Eon. EnBW Vf und RWE hällt sich da echt in Grenzen. Die haben doch von der Krise aber auch mal gar nichts mitbekommen. Als der Stromverbrauch rückläuftig war haben die E wie einfach die Preise erhöht!!
Die brauchen die doch nur zu jammern, dann kommt Mama Sparnmerkel und macht die Taschen auf für die "Bedürftigen".
Letztendlich zahlt es doch eh der Verbraucher- wer den sonst?

http://www.wire.de/cipp/md_wiretube...in_Deutschland_Erdkabel_oder_Freileitung.html

Und Glühlampen vs. Energiesparlampen sind ein anderes Thema. :lol:
Einfache Dimmer, Bewegungsmelder und Treppenhausschalter (Automatisch aus) in Neubauen hätten sicher einen besseren Effekt.
 
mic schrieb:
Wenn eine Regierung schon die Einspeisevergütungen für PV Anlagen runtersetzt ich doch schon alles gesagt.

Ich könnte mich täuschen, aber ist es nicht so, dass PV-Anlagen im Vergleich zu anderen regenerativen Energien, zumindest hier in Deutschland, absolut unwirtschaftlich sind? Wenn es so ist, dass die Produktionskosten im Vergleich zur erbrachten Stromleistung in einem großen Missverhältnis stehen, dann sollte man diese technologie auch nicht übergebühr fördern. Darüber hinaus können hohe Einspeisevergütungen gerade die technische Entwicklung dieser Anlagen behindern, weil die Hersteller einfach nicht gezwungen sind neues zu entwickeln und irgendwann wirklich wirtschaftlich zu produzieren. Die Hersteller dieser Anlagen sind auch nur auf ihren Gewinn bedacht, die tun das nicht aus lauter Umweltfreundlichkeit. Das sind nämlich die, die am meisten von diesen aberwitzigen Einspeisevergütungen profitieren. Leute wie ein Frank "Sonnenkönig" Asbeck von Solarworld, der sich vor geraumer Zeit ein riesiges Schloss direkt am Rhein in Bonn zugelegt hat. Nicht dass ich irgendwas gegen diesen Lebensstil hätte, nur sollte man die ganze Solarindustrie auch nicht so romantisch verklären. Wieso sollte man nicht über die Sinnhaftigkeit von hohen Einspeisevergütungen diskutieren dürfen? Blasphemie?
Wenn es darum gehen sollte einen etwaigen Klimawandel (der in meinen Augen extrem überdramatisiert wird, aber das ist hier ja nicht das Thema) zu stoppen, zu verlangsamen oder wie auch immer, dann muss man auch eine Kosten-Nutzen Rechnung aufmachen dürfen.
 
McMaf schrieb:
Ich könnte mich täuschen, aber ist es nicht so, dass PV-Anlagen im Vergleich zu anderen regenerativen Energien, zumindest hier in Deutschland, absolut unwirtschaftlich sind? Wenn es so ist, dass die Produktionskosten im Vergleich zur erbrachten Stromleistung in einem großen Missverhältnis stehen, dann sollte man diese technologie auch nicht übergebühr fördern. Darüber hinaus können hohe Einspeisevergütungen gerade die technische Entwicklung dieser Anlagen behindern, weil die Hersteller einfach nicht gezwungen sind neues zu entwickeln und irgendwann wirklich wirtschaftlich zu produzieren. ....
Diese Aussage kann ich voll unterstützen.
Die PV-Industrie wurde mE bisher viel zu pauschal übersubventiniert. Ergebnis ist weitgehend Null Innovation, Null Fortschritt und Null Ästhetik.
Die Firmen sind ja mittlerweile so arrogant geworden, von den Städten und Gemeinden zu fordern, ihre Bebauungspläne so zu gestalten, dass jedes Haus eine Dachfläche nach Süden orientiert hat, nur um ihre "Kisten" möglichst flächendeckend zur Verunstaltung der Ortsbilder und durchlöcherung der Dächer zu verbauen. (twas überspitzt formuliert, aber sinngemäß ist es so.)
Es wird erstens Zeit, dass die Branche effektivere und ästhetisch vertretbare Lösungen entwickelt bzw. weiterentwickelt und technisch effektivere Gesamtlösungen anbietet.
Außerdem müssen regenerative Energien um konkurrenzfähig zu sein, standortgerecht sein. Also tendenziell mehr PV dort, wo eher viel Sonnenlicht zur Verfügung steht, Windkraft dort, wo man viel Wint "ernten" kann etc..
Generell finde ich eine Subventionierung aber OK, schließlich is Atomenergie ja auch hochsubventioniert.
Die Subventionierung sollte eben ausgereifter und besser gesteuert sein. Sonst werden die regenerativen Eneregien nicht konkurrenzfähig genug.
 
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