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Mit dem Elektroauto ins Skigebiet

Obwohl ich ein großer Freund der Elektromobilität an sich bin, muss ich da leider einigen zustimmen. Winter, Skifahren und E- Autos geht, ist aber nicht einfach. Wie schon einige geschrieben haben wird die Reichweite deutlich schlechter im Winter, und das Nachladen ist auch ein Thema. Da es nur sehr wenige Ladesäulen in den Skigebieten gibt, ist das Laden während des Skitags oft nicht möglich. Und wenn es mehr E-Autos werden, werden die Säulen auch mehr genutzt. Manche Betreiber haben auch Blockiergebühren nach einigen Stunden, Umparken während des Tages ist schwierig.

Wenn ich von mir aus hier nur bis nach Kitzbühel fahre und zurück, mit zwei Freunden vielleicht noch, bei minus 10 Grad, schafft man die 300 km schon nicht mehr. Da müsste man dann in Kiefersfelden kurz nachladen. Eigentlich kein Problem, hoffentlich ist dann der Akku auf Temperatur um dann mit 150 kW oder mehr laden zu können. Von weiteren Ausflügen Richtung Westösterreich nicht zu sprechen.
 
Kamikatze schrieb:
Bestimmt ist das in Norwegen schon längst alles der Fall und während wir hier noch diskutieren ist dort jeder Skigebietsparkplatz ist mit dutzenden oder noch deutlich mehr Ladesäulen ausgestattet? :D

Norwegen ist ja das Elektrovorzeigeland schlechthin weil es von der Regierung massivst mit Bevorteiung im Verkehr, kostenlosen Lademöglichkeiten und Förderungen bei der Anschaffung die den Kaufpreis gegenüber einem Verbrennermodell reizvoll machen, gefördert wird, wenn irgendwo Infrastruktur vorhenden ist dann ja wohl dort :-D Di ehaben aber auch einbe ganz andere Stromgrundinfrastruktur als wir, die heizen ihre Häuser ja auch vorwiegend mit Strom. Ohne Wärmepumpe weil die in dem Klima nicht richtig funktioniert. Strom haben sie schlicht genug und auch im ländlichen Raum ein relativ dichtes Verteilungsnetz. Das waren schon gute Vorraussetzungen. In nordischen Ländern gibt es an den Parkplätzen übrigens schon lange Strom, da war an die E-Mobilität noch gar nicht zu denken. Dir dortigen konventionellen Autos sind ja mit elektrischen Motorwarmhaltevorrichtungen ausgestattet die beim längeren Parken ans Stromnetz angeschlossen werden. Sonst hätten die bei entsprechenden Temperaturen ganz schön Startschwierigkeiten.
 
Die Tiwag hat schon einige Ladestationen in Tirol in der Nähe von Talstationen, z.B. im Stubaital und Obergurgl. In Norwegen war ich bisher nur im Sommer, aber wenn ich in Ladestation-Apps reinschaue, dann gibt es z.B. in Hemsedal nicht so wahnsinnig viele Ladesäulen.
 
Die Norweger haben das alles mit dem Öl bezahlt, schon eigentlich witzig. Aber ja, außerhalb Oslos ist jetzt auch nicht das Paradies wie man so denkt.
 
Wahrscheinlich gibt es in Norwegen weniger den Tagestourismus wie in den Alpen. Oslo-Hemsedal sind schon mal 3h Anfahrt. Die Norweger fahren wohl eher übers Wochenende zu ihren Hütten, wo man dann per Schuko laden kann.

Von daher sind wir in den Alpen sicher nicht hintendran, was die öffentliche Infrastruktur angeht. Im Wallis sieht es schon ganz gut aus, z.B. Verbier, Nendaz, Leukerbad usw. Nur in Ovronnaz ist mir aufgefallen, dass es dort noch nichts gibt. Tirol sieht ebenfalls schon gut aus, wie erwähnt. Selbst in Frankreich hatte ich z.B. in Briançon (Serre Chevalier) einige Stationen gesehen.
 
Passend dazu hat Tesla vor kurzem seine Supercharger-Karte geupdated und es sind zahlreiche neue Standorte in Planung. Die Haupt-Touristrecke München-Salzburg hat bald alle 20-30 km einen Supercharger :D
Dazu werden bestehende Standorte kontinuierlich mit V3 Stalls erweitert, sodass dort noch mehr Fahrzeuge gleichzeitig laden können.
Neu geplant ist z.B. ein Standort in Kiefersfelden an der A93, bei Innsbruck nahe dem Abzweig der A13 von der A12 und auf diversen deutschen Zubringerautobahnen in die Alpen, z.B. an der A7 bei Kempten, an der A7 bei Altenstadt und rund um München.

@Kamikatze: 11 kW werden nicht über eine Phase gezogen und 22 kW sind kein zweiphasiges Laden!
11 kW werden über dreiphasigen Wechselstrom mit 16 A erreicht. Eine einphasige CEE Dose (die blaue Campingdose) liefert dir maximal 3,7 kW. Die dreiphasige ist die rote Dose, die je nach Ausführung (CEE16 oder CEE32) dann 11 oder 22 kW bietet. Das muss aber auch das Bordladegerät des Fahrzeugs unterstützen, viele dreiphasige können nur 11 kW wie z.B. beim Tesla Model 3.

Zum Thema Akkutemperatur: manche Fahrzeuge erkaufen sich hohe Ladeleistungen bei niedrigen Akkutemperaturen durch einen hohen Kobaltgehalt im Akku wie z.B. der Audi e-Tron 55. Der hat dann auch eine Tafelberg-Ladekurve mit konstant hoher Leistung bis ca. 80 %, während die bei einem Model 3 eher gleichmäßig abnimmt, dafür aber einen höheren Peak hat.
Tesla bietet seit kurzem das manuelle Vorheizen des Akkus an, dazu wurde bisher beim Anfahren eines Superchargers ebenfalls der Akku vortemperiert, in der Regel auf 50 °C. Ein eiskalter Akku wird dir sicherlich keine 200 kW Ladeleistung bringen, aber es ist auch unsinnig sein leeres Auto in der Kälte abzustellen. Das schadet dem Akku unnötig und macht auch kein Elektroautofahrer. Und wenn der Akku noch 30 % drin hat kann man ihn auch warmfahren.

@br403: deine gewählten Umweltbedingungen kannst du übrigens bei abetterrouteplanner.com selbst simulieren und schauen ob das wirklich stimmt. Dort kannst du diverse Fahrzeugmodelle wählen, Wetterbedingungen und Zuladung (Fahrer in der Regel bereits inklusive) einstellen und erhälst eine optimale Route, die bereits potentiell notwendige Ladestops umfasst, sofern nötig. Ebenfalls einstellbar ist das Kapazitätsfenster, in dem du dich bewegen willst, also z.B. minimal 10 % am nächsten Ladestop, 30 % bei Ankunft am Zielort, 100 % bei Abfahrt und auf maximal 80 % laden beim Schnelllader. Einfach mal ausprobieren.
 
flamesoldier schrieb:
Ein eiskalter Akku wird dir sicherlich keine 200 kW Ladeleistung bringen, aber es ist auch unsinnig sein leeres Auto in der Kälte abzustellen. Das schadet dem Akku unnötig und macht auch kein Elektroautofahrer.

Das mag noch so sein. Im Moment haben wir bei den E-Fahrern noch die Situiation die wir vor vielleicht 50 Jahren bei Autofahrern hatten: Sie beschäftigen sich mit der Technik. Noch fährt man ein E-Auto eher aus Überzeugung, deswegen hat man sich informiert, denn aus der Not heraus. Wenn sich das ändert wird es viele Fahrer geben denen die Technik völlig egal ist, die Karre muss eben rollen. Dann muss man solche Nachlässigkeiten als Hersteller auch abfangen. Man ist da schon an Techniken dran wie zb Latentwärmespeicher die sowohl dem Warmhalten als auch dem Kühlen des Akkus dienlich sind. Da sind wir noch in den Kinderschuhen.
 
Spezialwidde schrieb:
flamesoldier schrieb:
Ein eiskalter Akku wird dir sicherlich keine 200 kW Ladeleistung bringen, aber es ist auch unsinnig sein leeres Auto in der Kälte abzustellen. Das schadet dem Akku unnötig und macht auch kein Elektroautofahrer.

Das mag noch so sein. Im Moment haben wir bei den E-Fahrern noch die Situiation die wir vor vielleicht 50 Jahren bei Autofahrern hatten: Sie beschäftigen sich mit der Technik. Noch fährt man ein E-Auto eher aus Überzeugung, deswegen hat man sich informiert, denn aus der Not heraus. Wenn sich das ändert wird es viele Fahrer geben denen die Technik völlig egal ist, die Karre muss eben rollen. Dann muss man solche Nachlässigkeiten als Hersteller auch abfangen. Man ist da schon an Techniken dran wie zb Latentwärmespeicher die sowohl dem Warmhalten als auch dem Kühlen des Akkus dienlich sind. Da sind wir noch in den Kinderschuhen.

Über die Software ist da schon viel machbar, die schlägt einem bei vielen Herstellern ja bereits ein Ladelimit von 80-90 % vor. Aber gegen tief entladen und lange stehen lassen kann man als Hersteller wenig tun. Bei einem Verbrenner kann dir der Hersteller auch nicht abgewöhnen den Dieselmotor mit 6500 U/min warmzufahren, weil du im ersten Gang Landstraße fährst. Pflegliche Behandlung des Autos war schon immer Sache des Inhabers, man kann nicht alles idiotensicher machen.
 
Zum Thema Ladesäulen in Norwegen:
In Deutschland müssen sich 8 E Autos eine Ladesäule teilen und in Norwegen 23!!!😑
Siehe heutigen Beitrag in der ntv App
 
spinne08 schrieb:
In Deutschland müssen sich 8 E Autos eine Ladesäule teilen und in Norwegen 23!!!😑

Könnte vielleicht daran liegen dass es in Norwegwegen weit mehr % Elektroautos am PKW Anteil gibt, das ist ja nur ein statistischer Wert. Trotzdem kann die Säulendichte größer sein so dass die Wahrscheinlichkeit eine anzutreffen noch aureichend hoch ist wenn die Auslastung intelligent gelöst ist. Wenn damit die öffentlichen Säulen gemeint sind wirds ja nochmal entspannter weil da viele Autobesitzer zuhause private Wallboxen haben zum Nachladen. In Parkhäusern und an vielen Firmenparkplätzen ebenso. In D stehen die Dinger halt in der Gegend herum und sehen mehr oder weniger schön aus, aber es hängt selten ein Wagen dran. Was sagt das also aus?
 
Spezialwidde schrieb:
spinne08 schrieb:
In Deutschland müssen sich 8 E Autos eine Ladesäule teilen und in Norwegen 23!!!😑

Könnte vielleicht daran liegen dass es in Norwegwegen weit mehr % Elektroautos am PKW Anteil gibt, das ist ja nur ein statistischer Wert. Trotzdem kann die Säulendichte größer sein so dass die Wahrscheinlichkeit eine anzutreffen noch aureichend hoch ist wenn die Auslastung intelligent gelöst ist. Wenn damit die öffentlichen Säulen gemeint sind wirds ja nochmal entspannter weil da viele Autobesitzer zuhause private Wallboxen haben zum Nachladen. In Parkhäusern und an vielen Firmenparkplätzen ebenso. In D stehen die Dinger halt in der Gegend herum und sehen mehr oder weniger schön aus, aber es hängt selten ein Wagen dran. Was sagt das also aus?

Man kalkuliert derzeit mit 10 Autos pro öffentliche Ladesäule, die man für eine unkomplizierte Möglichkeit zum Laden langfristig benötigt. Allerdings ist diese Kalkulation auf ein Vielfahrerland wie Deutschland bezogen. Norwegen ist kein großes Transit-Land wo ständig halb Europa durchfährt und auch die Anzahl der Leute die quer durch Norwegen fahren hält sich in Grenzen.
Man sieht natürlich in Bjorn Nylands Videos, dass zu gewissen Reisepeaks die SuCs teilweise stark frequentiert sind. Abseits der Peaks ist das aber alles sehr entspannt da, weil die meisten zu Hause laden können.
 
flamesoldier schrieb:
@Kamikatze: 11 kW werden nicht über eine Phase gezogen und 22 kW sind kein zweiphasiges Laden!
11 kW werden über dreiphasigen Wechselstrom mit 16 A erreicht. Eine einphasige CEE Dose (die blaue Campingdose) liefert dir maximal 3,7 kW. Die dreiphasige ist die rote Dose, die je nach Ausführung (CEE16 oder CEE32) dann 11 oder 22 kW bietet. Das muss aber auch das Bordladegerät des Fahrzeugs unterstützen, viele dreiphasige können nur 11 kW wie z.B. beim Tesla Model 3.

Danke für's Richtigstellen, da hab ich wohl in meinem Kopf irgendwas durcheinandergewürfelt... *seufz* Zahlen merken ist nicht so mein Ding.

Es gibt wohl folgende Varianten (wie du schon geschrieben hast, nur noch mal in "übersichtlich"): https://www.eigensonne.de/elektroauto-zuhause-laden/

3,7-kW-Wallbox (230 V, einphasig, 16 A) – 10 Stunden Ladedauer.
11-kW-Wallbox (400 V, dreiphasig, 16 A) – 3 Stunden Ladedauer.
22-kW-Wallbox (400 V, dreiphasig, 32 A) – 90 Minuten Ladedauer.

Sorry.

@br403: deine gewählten Umweltbedingungen kannst du übrigens bei abetterrouteplanner.com selbst simulieren und schauen ob das wirklich stimmt. Dort kannst du diverse Fahrzeugmodelle wählen, Wetterbedingungen

Das wollte ich auch schon vorschlagen, aber ehrlichgesagt hab ich dann beim selber Rumspielen festgestellt, dass es die Wetterbedingungsoptionen nicht mehr gibt oder ich zu blöd bin, die zu finden?
 
Kamikatze schrieb:
flamesoldier schrieb:
@Kamikatze: 11 kW werden nicht über eine Phase gezogen und 22 kW sind kein zweiphasiges Laden!
11 kW werden über dreiphasigen Wechselstrom mit 16 A erreicht. Eine einphasige CEE Dose (die blaue Campingdose) liefert dir maximal 3,7 kW. Die dreiphasige ist die rote Dose, die je nach Ausführung (CEE16 oder CEE32) dann 11 oder 22 kW bietet. Das muss aber auch das Bordladegerät des Fahrzeugs unterstützen, viele dreiphasige können nur 11 kW wie z.B. beim Tesla Model 3.

Danke für's Richtigstellen, da hab ich wohl in meinem Kopf irgendwas durcheinandergewürfelt... *seufz* Zahlen merken ist nicht so mein Ding.

Es gibt wohl folgende Varianten (wie du schon geschrieben hast, nur noch mal in "übersichtlich"): https://www.eigensonne.de/elektroauto-zuhause-laden/

3,7-kW-Wallbox (230 V, einphasig, 16 A) – 10 Stunden Ladedauer.
11-kW-Wallbox (400 V, dreiphasig, 16 A) – 3 Stunden Ladedauer.
22-kW-Wallbox (400 V, dreiphasig, 32 A) – 90 Minuten Ladedauer.

Sorry.

@br403: deine gewählten Umweltbedingungen kannst du übrigens bei abetterrouteplanner.com selbst simulieren und schauen ob das wirklich stimmt. Dort kannst du diverse Fahrzeugmodelle wählen, Wetterbedingungen

Das wollte ich auch schon vorschlagen, aber ehrlichgesagt hab ich dann beim selber Rumspielen festgestellt, dass es die Wetterbedingungsoptionen nicht mehr gibt oder ich zu blöd bin, die zu finden?

Kein Problem, es geht auch noch komplizierter ;)
Manche Fahrzeuge können nämlich auch zweiphasig laden, das sind dann diejenigen mit 7,4 kW AC-Leistung.
Generell ist eine Wallbox oder eine blaue/rote CEE-Dose immer gegenüber SchuKo zu bevorzugen, einfach weil SchuKo nicht für hohe Dauerstrombelastung entwickelt wurde. Dazu kann da die Qualität je nach Alter der Hausverkabelung massiv schwanken. Manche moderne SchuKo hält relativ anstandslos 16 A Dauerstrom aus, manch ältere SchuKo oder Außendose hat schon bei < 8 A Dauerstrom Brände verursacht. Wichtig ist in diesem Fall eine Temperaturüberwachung im Stecker und das Wissen über eine solide Hausverkabelung.
CEE-Dosen sind auch für hohe Dauerströme ausgelegt und es ist immer besser "nur" 3,7/7,4/11 kW über eine 22er Dose laufen zu lassen als andersrum :mrgreen:
In Deutschland müssen sämtliche Wallboxen ab 11 kW Ladeleistung dem Netzbetreiber gemeldet werden (keine Genehmigungspflicht), während alles darüber hinaus vom Netzbetreiber genehmigt werden muss. Das aktuelle Wallbox-Förderprogramm fördert auch explizit nur Wallboxen mit 11 kW Leistung (nicht mehr, nicht weniger) die dazu noch extern regelbar sein müssen oder zumindest die Möglichkeit zur Nachrüstung bieten.

Du musst bei ABRP zuerst auf Einstellungen gehen und dann oben den Schieber bei "Detailliert" einschalten, dann lassen sich auch die ganzen anderen Dinge einstellen.
Ich habe jetzt mal eine Beispielroute von mir zu Hause zur Talstation der Diedamskopf-Bahnen rechnen lassen, folgende Parameter:
Tesla Model 3 LR AWD 2021
Batterie mind. 10 %, max. 80 % beim Laden, Start mit 100 %, Geschwindigkeit 135 km/h max., kein Wind, 0 °C und Regen oder Schnee als Straßeneigenschaften, dazu 150 kg Zusatzgewicht durch zwei Mitfahrer.
Für die 294 km lange Strecke von Backnang zur Talstation rechnet er 3 h 10 Minuten, keinen Ladestop und 18 % Batteriestand bei Ankunft, da es vor Ort ja 11 kW Stationen gibt.
Laut ABRP wurden 64,9 kWh bei 221 Wh/km Durchschnittsverbrauch benötigt.
Das wäre also ziemlich der worst case für eine Skigebiets-Anreise, meine bisherigen Langstrecken-Anreisen waren in den allermeisten Fällen eher bei trockener oder zumindest geräumter Straße ohne Niederschläge. Auch die 0 °C erreicht man selten schon hier in Süddeutschland, sondern oft erst ab dem Fernpass, München oder hinter Bregenz.

Zum Vergleich habe ich jetzt noch eine für mich typische Strecke gerechnet: Backnang-Saalbach alleine mit Gepäck für 2 Wochen Urlaub (50 kg extra) bei trockener Straße, 0 °C und ansonsten selben Bedingungen. Für die 441 km soll ich einen Ladestop am Irschenberg für 9 Minuten einlegen, um dort von 14 auf 40 % zu laden und mit 10 % in Saalbach-Eibing anzukommen.
Gesamte Fahrzeit: 4 h 55 Minuten für 441 km Strecke.
Und jetzt nochmal mit denselben Einstellungen wie zum Diedamskopf gerechnet: 4 h 56 Minuten -> 1 Ladestop am Irschenberg um von 11 auf 41 % zu laden.

Und ganz ehrlich: die Berechnung hier ist sehr theoretisch. Ich habe die Strecke Backnang - Saalbach bisher praktisch nie in unter 5 h mit einem Verbrenner geschafft. Durch meine schwache Motorisierung mit 51 kW ist eher davon auszugehen, dass ich an den Steigungsstrecken noch Zeit verliere. Dazu sollte man auf 5 h Fahrt auch eigentlich mindestens eine Pause machen, das war bei mir oft kurz hinter München in Hofolding der Fall. Jetzt müsste der entsprechende Gasthof nur noch einen SuC bekommen... :lach:
 
flamesoldier schrieb:
Manche moderne SchuKo hält relativ anstandslos 16 A Dauerstrom aus, manch ältere SchuKo oder Außendose hat schon bei < 8 A Dauerstrom Brände verursacht. Wichtig ist in diesem Fall eine Temperaturüberwachung im Stecker und das Wissen über eine solide Hausverkabelung.

Das fände ich auch sehr wichtig wobei wir hier wieder vor dem Problem stehen dass viele nicht wissen wie es um ihre Verkabelung steht. Weiß ich in meiner geerbten Bude auch nicht, da hat mein Großvater alles zusammengeknaubt. Eine Steckerüberwachung schützt ja nicht wenn in irgendeiner Verteilerdose die Verklemmung im Argen liegt, dann fängts eben da an zu schmokeln, der Stecker merkt nichts davon. Für solche Zwecke sollte immer ein gesonderter Stromkreis von der Hauptverteilung neu eingesichert werden an dem nur die eine hochwertige Steckdose hängt dia man zum Laden nimmt. Hab ich für meine Großverbraucher wie Klimaanlage auch gemacht auch wenn man es nicht müsste, die natürlich fix angeklemmt. Den liegenden Leitungen hab ich auch nicht getraut, für die Kaffeemaschine und ein paar LED-Lampen wirds wohl reichen :biggrin: Aber dann ist man auch schnell bei der Wallbox.
 
Spezialwidde schrieb:
baeckerbursch schrieb:
Gerade weil auch bei kalten Batterien die Ladenraten mehr als bescheiden ist. Nichts schlimmer als wenn du heim willst und du musst irgendwo noch mal eine zwangspause machen.
Das ist ein ganz wichtiger Punkt der gerade im Winterurlaub nicht außer Acht gelassen werden sollte. Beim Zwischenladen auf der Strecke spielt das keine Rolle weil der Akku dann Betriebstemperatur hat. Der Akku muss aber erstmal vorgewärmt werden wenn er bei Minusgraden ausgekühlt ist bevor er große Ladeströme verträgt. Da würden mich die Zusatzzeiten schon mal interessieren, dazu habe ich noch nirgens Informationen gefunden.
Für Tagestouren ist das kein Problem, so schnell kühlt der Akku nicht aus. Wenn man eine Woche im Urlaub ist, dann würde ich am Tag vor der Abreise mit AC nachladen. Deswegen auch am besten ein Hotel mit Lademöglichkeit raussuchen oder mit öffentlicher Ladesäule in der Nähe. Was man nicht machen sollte, ist das Auto mit leerem Akku in der Källte rumstehen zu lassen.
 
Und mit den Lademöglichkeiten in den Hotels geht es schon los, da muss es noch viel viel mehr geben. Auch in sehr teuren Hotels ist das nicht immer Standard.
 
br403 schrieb:
Und mit den Lademöglichkeiten in den Hotels geht es schon los, da muss es noch viel viel mehr geben. Auch in sehr teuren Hotels ist das nicht immer Standard.

Ich habe grade mal das Glemmtal bei goingelectric durchforstet, folgendes Ergebnis:
9x Tesla Destination Charging, davon 6x mit 2 und 1x mit 3 Ladepunkten -> auch für Autos anderer Hersteller nutzbar
3x AC-Säulen vor TVB, im Parkhaus usw.
2x Unterkunft mit Wallbox
1x Unterkunft mit roter CEE Dose + SchuKo

Das ist noch sehr dürftig, insbesondere bei der selbst in den vergangenen Jahren schon sehr hohen Tesla-Dichte mit gelben Nummernschildern dort :mrgreen:
Das Parkhaus an der Kohlmaisbahn ist bisher das einzige mit ganzen 2 Ladepunkten und das wurde erst vor kurzem komplett neu errichtet. Dagegen ist selbst das Parkhaus in Hintertux mit 4x 22 kW + 4x SchuKo besser ausgestattet und das gibts schon deutlich länger.
Im Ötztal sind mir grade zwei neue HPCs aufgefallen, einer in Längenfeld und einer in Sölden.
Eine wirklich solide Abdeckung an Wallboxen/Destination Charging gibts derzeit schon in Fiss und Serfaus.
Serfaus:
2x 2 normale AC-Säulen, davon 1x 2 auf dem Parkplatz am Ortseingang
6x 2 Tesla Destination Charging Wallboxen (davon ein Standort mit einer normalen Wallbox zusätzlich)
3x 1 Tesla Destination Charging Wallbox
1x 75 kW CCS / 50 kW ChaDeMo auf dem Parkplatz am Ortseingang

Fiss:
7x 2-3 Tesla Destination Charging Wallboxen
5x 1 Tesla Destination Charging Wallbox
3x reguläre AC-Säule auf Bergbahn/Mpreis Parkplatz
5x normale Wallbox/CEE-Dose an Hotel
 
br403 schrieb:
Und mit den Lademöglichkeiten in den Hotels geht es schon los, da muss es noch viel viel mehr geben. Auch in sehr teuren Hotels ist das nicht immer Standard.
Wenn die Nachfrage besteht, dann bieten es die Hotels auch früher oder später an. Die Hoteliers sind aber halt auch wie die Autokäufer: es gibt Early Adopter und Nachzügler. Bei Booking.com kann man übrigens auch nach Hotels mit Lademöglichkeiten suchen. Und einfach mal nachfragen, ob sie eine Schuko-Dose haben, bringt auch manchmal was. Nicht alle sind in diversen Verzeichnissen eingetragen. Und es vermittelt dem Hotelier auch, dass es dafür eine Nachfrage gibt. In den letzten Hotels wo ich war, war Laden nie ein Problem (Klosters: öffentliche Ladestation direkt am Hotel, Zernez: 500m vom Hotel, Davos: CH-Steckdose in der Tiefgarage, Samnaun: CEE-Dose).
 
flamesoldier schrieb:
Kein Problem, es geht auch noch komplizierter ;)
Manche Fahrzeuge können nämlich auch zweiphasig laden, das sind dann diejenigen mit 7,4 kW AC-Leistung.

Ich wusste es, irgendwas war da -.-

Generell ist eine Wallbox oder eine blaue/rote CEE-Dose immer gegenüber SchuKo zu bevorzugen, einfach weil SchuKo nicht für hohe Dauerstrombelastung entwickelt wurde. Dazu kann da die Qualität je nach Alter der Hausverkabelung massiv schwanken. Manche moderne SchuKo hält relativ anstandslos 16 A Dauerstrom aus, manch ältere SchuKo oder Außendose hat schon bei < 8 A Dauerstrom Brände verursacht. Wichtig ist in diesem Fall eine Temperaturüberwachung im Stecker und das Wissen über eine solide Hausverkabelung.

Und wer hat das schon bzw. wer kann sowas schon beurteilen... ich bin der Meinung, dass bei meinen Eltern in der Garage die Verkabelung eigentlich auch solide ist und die Steckdosen da waren halt robuste Außensteckdosen (aber keine Ahnung, ob Marke oder Baumarkt; wenn ich genauer drüber nachdenke, vermutlich eher letzteres ;D jetzt sind's auf jeden Fall Markensteckdosen). Angeschlossen war daran die Gartenpumpe. Ab und an mal länger betrieben, aber so viel dann eigentlich auch nicht. Irgendwann mal festgestellt, dass die Löcher in der Steckdose leicht angeschmolzen waren :surprised: der Elektriker meinte aber, dass sowas öfter mal vorkommt. Beruhigend - nicht. Finde ich erschreckend, dass sowas überhaupt in Deutschland verkauft werden kann. Naja, wie auch immer: Seitdem weiß ich auch, dass Schuko-Steckdosen und Dauerbelastung eher kritisch anzusehen sind...

Aber <8A schon?! Ich meine ich hatte ja extra schon nur mit 10A statt 16A gerechnet und das geschrieben, aber das finde ich schon krass oO

CEE-Dosen sind auch für hohe Dauerströme ausgelegt und es ist immer besser "nur" 3,7/7,4/11 kW über eine 22er Dose laufen zu lassen als andersrum :mrgreen:
In Deutschland müssen sämtliche Wallboxen ab 11 kW Ladeleistung dem Netzbetreiber gemeldet werden (keine Genehmigungspflicht), während alles darüber hinaus vom Netzbetreiber genehmigt werden muss. Das aktuelle Wallbox-Förderprogramm fördert auch explizit nur Wallboxen mit 11 kW Leistung (nicht mehr, nicht weniger) die dazu noch extern regelbar sein müssen oder zumindest die Möglichkeit zur Nachrüstung bieten.

Jupp, ist klar :) braucht man eigentlich ein E-Auto, damit man sich so ne Wallbox fördern lassen kann? :lach: Sonst könnte man ja schon mal vorsorgen :rolleyes: achsoo nee, scheitert daran, dass ich nur nen Straßenstellplatz habe. Und meine Eltern... naja E-Autos sind Teufelswerk und werden sich nie durchsetzen und überhaupt.

Zum Teil der externen Regelung: Gibt da ja aktuell einen neuen Gesetzesentwurf dazu -> https://www.bmwi.de/Redaktion/DE/Downloads/Gesetz/gesetz-zur-zuegigen-und-sicheren-integration-steuerbarer-verbrauchseinrichtungen-in-die-verteilernetze.pdf?__blob=publicationFile&v=6

Interessant ist vor allem folgender Absatz:

Steuerbare Verbrauchseinrichtungen, die vor der Bekanntgabe des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik nach Absatz 6 angeschlossen werden, müssen spätestens fünf Jahre nach der Bekanntgabe nach Absatz 6 mit technischen Einrichtungen ausgestattet werden, mit denen der Netzbetreiber jederzeit über das intelligente Messsystem den [...] Ist-Verbrauch abrufen kann und [...] den Verbrauch stufenweise oder, sobald die technische Möglichkeit besteht, stufenlos ferngesteuert auf die vereinbarte unbedingte Anschlussleistung reduzieren kann.

Es ist defintiv klar, dass der Trend Richtung steuerbare Wallboxen geht. Aber wenn ich das richtig sehe, ist zumindest (noch) keine Nachrüstpflicht für "alte dumme" Wallboxen vorgesehen (die sich faktisch eher gar nicht nachrüsten lassen). Wäre mir trotzdem zu heikel heute noch irgendwas "nicht regelbares" zu kaufen, falls es dann in ein paar Jahren heißen sollte, dass man doch nachrüsten oder neukaufen müsste.


Du musst bei ABRP zuerst auf Einstellungen gehen und dann oben den Schieber bei "Detailliert" einschalten, dann lassen sich auch die ganzen anderen Dinge einstellen.

Uff, den Schieber hab ich echt übersehen. Jetzt weiß ich endlich, wo das geht, hatte das schon mehr als einmal gesucht! :mrgreen:

Niederschläge. Auch die 0 °C erreicht man selten schon hier in Süddeutschland, sondern oft erst ab dem Fernpass, München oder hinter Bregenz.
Zumal zu dem Zeitpunkt der Akku ja schon warm ist. Wer über Nacht angesteckt lässt, hat sowieso schon gleich dreimal nen vorgewärmten Akku (ok, variiert je nach Modell und Hersteller).

Ich hab gerade auch mal ausprobiert, wie sich das auswirkt, wenn ich von Bremen nach Oberstdorf fahre. 20°C und -10°C. Laut ABRP waren's glaub 10 Minuten Unterschied. Keine Ahnung, ob ich da gerade auf die Schnelle was falsch eingestellt habe, oder ob sich das sobald der Akku warm ist wirklich nicht mehr so stark auswirkt. Ist auf jeden Fall das Extrembeispiel, das nie eintreten wird und absolut verkraftbar :D

Durch meine schwache Motorisierung mit 51 kW ist eher davon auszugehen, dass ich an den Steigungsstrecken noch Zeit verliere.
[...]
Jetzt müsste der entsprechende Gasthof nur noch einen SuC bekommen... :lach:

...und mir fehlt noch eine entsprechende Wohnung inkl. Stellplatz sowie das nötige Kleingeld für einen Tesla :D solange muss es mein Polo tun. Und da sind bergauf sowie Autobahnauffahrten auch so ne Sache. Beides in Kombination dann schon schon fast gefährlich (wer zur Hölle baut sowas und dann noch in einer Leitplanke endend, ohne Pannenstreifen!? Mit 50-60km/h auf die Autobahn auffahren müssen ist echt uncool; vorher Klimaanlage abschalten bringt noch minimal mehr Boost, aber was anderes als im 2. Gang da hochgurken kann man dann auch nicht mehr machen)...

Hoffentlich hält der Polo noch so lange, bis der Tesla tatsächlich keine finanziell dumme Entscheidung mehr wäre :lol:
 
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