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Mit dem Elektroauto ins Skigebiet

Am Wochenende hatte ich ein durchwachsenes Erlebnis als Tagesgast. An der Talstation gab es eine 22kW Ladesäule mit 2 Ladepunkten. Angestöpselt, dank Schieflasterkennung kamen aber nur 3.7kW. Wäre aber ok gewesen, Ladedauer bis voll wären 6h gewesen. Nach 5 1/2h komme ich wieder zurück, Auto ist aber nur bei 60%. Die Säule hat nach 2h einfach aufgehört zu laden. Nebendran war dann ein PHEV, der nur das Ladekabel eingesteckt hatte, um einen Parkplatz zu ergattern. Das ist besonders perfide, weil so online der Ladepunkt als verfügbar angezeigt wird.

Eine Ladedauer > 4h ist auch noch ein Problem mit Anbietern wie Maingau und EnBW, die dann einen happigen Zuschlag (Blockiergebühr) verlangen. Man kann ja nicht immer mal schnell runter zur Talstation.
 
sheridan schrieb:
Am Wochenende hatte ich ein durchwachsenes Erlebnis als Tagesgast. An der Talstation gab es eine 22kW Ladesäule mit 2 Ladepunkten. Angestöpselt, dank Schieflasterkennung kamen aber nur 3.7kW. Wäre aber ok gewesen, Ladedauer bis voll wären 6h gewesen. Nach 5 1/2h komme ich wieder zurück, Auto ist aber nur bei 60%. Die Säule hat nach 2h einfach aufgehört zu laden. Nebendran war dann ein PHEV, der nur das Ladekabel eingesteckt hatte, um einen Parkplatz zu ergattern. Das ist besonders perfide, weil so online der Ladepunkt als verfügbar angezeigt wird.

Na toll. Aber da machste nix. Menschen bleiben einfach Menschen. Sowas wird man immer haben. Das lässt sich nur lösen, indem man einfach mehr Ladesäulen aufstellt. Und das Problem mit dem "verfügbar" - hmm. Da sollte man doch überlegen, ob man die Anzeige nicht davon abhängig macht, ob das Kabel eingesteckt ist oder nicht. (aber sicher, dass es nicht wie bei dir auch einfach das Laden abgebrochen hat?)

Aber das mit dem "nach 2h einfach aufgehört zu laden" hört man ja auch immer wieder mal. Das darf halt nicht passieren, die Hersteller müssen endlich ihre Technik in den Griff bekommen. Und nein, es reicht auch nicht, wenn man das mitbekommt, indem man ne Push-Benachrichtigung auf das Handy bekommt. Wie du schon sagst, ist es nicht praktikabel, dann alle Nase lang noch mal schnell zum Auto zu hetzen.

Eine Ladedauer > 4h ist auch noch ein Problem mit Anbietern wie Maingau und EnBW, die dann einen happigen Zuschlag (Blockiergebühr) verlangen. Man kann ja nicht immer mal schnell runter zur Talstation.

Ganz ehrlich: Sowas wie eine Blockiergebühr sollte es an AC-Ladesäulen nicht geben. Die sind nunmal dafür da, über Nacht oder während des Shoppens / Skifahrens / ... zu laden. WENN, dann sollte so eine Blockergebühr frühestens nach 12h greifen, eher 24h. Es ist schlichtweg unpraktikabel oder nicht möglich, mitten in der Nacht oder z. B. am nächsten Morgen nach einer Party mit Restalkohol das Auto umzuparken. Sicher gibt es noch 100 andere Gründe, wieso das eben nicht nach 4h möglich ist. Und am WE möchte ich im Zweifel auch mal länger als 8h schlafen - und nicht als erstes nach dem Aufstehen das Auto abstecken.

Daher können AC-Ladesäulen nur so sinnvoll gebaut werden, dass einfach jeder Parkplatz eine AC-Ladesäule bekommt. Kein Streit mehr über "der hat aber jetzt doch fertig geladen" usw. - die Technik kostet schließlich auch nicht die Welt.
 
Ich würde da etwas stärker differenzieren. Wie es EnBW derzeit macht ist natürlich unsinnig. Pauschal nach 4 Stunden eine Blockiergebühr erheben, unabhängig davon ob man bereits vollgeladen hat oder nicht, ist nie sinnvoll.
Allerdings macht eine Unterscheidung zwischen nachts und tagsüber durchaus Sinn. Tagsüber sollte man schon eine Blockiergebühr haben, da es im Moment einfach einen Ladesäulen-Mangel gibt. Das wird sich auch so schnell nicht ändern. Bei mir im Ort haben die öffentlichen Säulen pauschal max. 3 h Standzeit auf dem Schild stehen. Nachts ist das wieder was anderes, da kann man von mir aus laden bis der Arzt kommt. Aber solange hier eine Knappheit besteht finde ich es unverschämt mit seinem 5 kWh Plugin-Hybrid-Akku eine AC Säule für über 12 Stunden zu blockieren. Ganz abgesehen davon, dass für mich Plugin-Hybride das Schlechte aus zwei Welten miteinander vereinen und hierzulande nur ein Steuersparmodell sind.
 
Aber was ist nachts und tags? Nicht jeder arbeitet tagsüber. Nicht jeder hat denselben Schlafensrythmus. Ich meine klar - es gibt Parkplätze mit Ladesäule, da steht so ein 3h-Schild zurecht, einfach weil der Parkplatz nur zum Shoppen gedacht ist. Aber sobald der Parkplatz "nur des Laden willens" eine solche Zeitbegrenzung bekommt, muss man anfangen, seinen Tagesablauf nach der Ladesäule zu planen - und da hört es auf.

Aber in nem Skigebiet würde so eine Begrenzung per Begrenzungsschild ja erst recht keinen Sinn machen (nur - wer weiß schon, auf was für dumme Ideen manche Leute kommen).
 
Kamikatze schrieb:
Aber was ist nachts und tags? Nicht jeder arbeitet tagsüber. Nicht jeder hat denselben Schlafensrythmus. Ich meine klar - es gibt Parkplätze mit Ladesäule, da steht so ein 3h-Schild zurecht, einfach weil der Parkplatz nur zum Shoppen gedacht ist. Aber sobald der Parkplatz "nur des Laden willens" eine solche Zeitbegrenzung bekommt, muss man anfangen, seinen Tagesablauf nach der Ladesäule zu planen - und da hört es auf.

Aber in nem Skigebiet würde so eine Begrenzung per Begrenzungsschild ja erst recht keinen Sinn machen (nur - wer weiß schon, auf was für dumme Ideen manche Leute kommen).

8-20 Uhr tagsüber und 20-8 Uhr nachts sollte funktionieren. Keiner zwingt einen über Nacht am AC-Lader zu laden, man kann sich auch 30 Minuten an den HPC stellen.
Bei sowas kann man sich auch nicht nach den Langschläfern richten, solange die Infrastruktur das nicht hergibt.
In Skigebieten macht sowas an AC-Säulen natürlich keinen Sinn, an DC-Säulen wie es sie selten auch schon gibt schon eher.
Manchmal muss man sich aber auch bei den Herstellern fragen, was bestimmte Sachen sollen. Da wird ein eGolf mit 30 kW CCS Lader auf den Markt gebracht und kann nun HPCs mit 350 kW blockieren. Hätte man lieber einen 22 kW AC Lader eingebaut, käme fast aufs selbe raus und stört niemanden der das Potential eines HPCs deutlich besser ausnutzen könnte.
 
Mein erster Gedanke beim Blick auf die Bilder, oh mein Gott das nicht zum Auto gehörende reingestellte Tablet ist verschwunden. :lol:

Ich verstehe bis heute nicht, wer auf die Idee kam ein senkrecht stehendes Display derart nicht integiert in ein Fahrzeug "einzubauen".

Der Preis ist halt leider völlig utopisch. Da bin ich aktuell eher bei dem hier:
https://www.adac.de/rund-ums-fahrzeug/elektromobilitaet/fahrbericht-test/nio-et7/
 
Julian96 schrieb:
Mein erster Gedanke beim Blick auf die Bilder, oh mein Gott das nicht zum Auto gehörende reingestellte Tablet ist verschwunden. :lol:
Ich verstehe bis heute nicht, wer auf die Idee kam ein senkrecht stehendes Display derart nicht integiert in ein Fahrzeug "einzubauen".
Das sieht man ja mittlerweile bei zahlreichen anderen Herstellern auch.

Julian96 schrieb:
Der Preis ist halt leider völlig utopisch. Da bin ich aktuell eher bei dem hier:
https://www.adac.de/rund-ums-fahrzeug/elektromobilitaet/fahrbericht-test/nio-et7/
Vor allem die Idee mit den Wechselakkus finde ich sehr sympatisch
Dabei bezahlt man in China die riesige Reichweite nicht mit langwierigen Ladezeiten: Um den Boxenstopp auf das Niveau von Verbrennern zu drücken, hat Nio als einziger Hersteller bisher ein System für den Akku-Wechsel installiert: Statt die Akkus an der Säule stehend zu laden, rollen die Nio-Autos in eine Station, die kaum größer ist als eine Waschstraße und ähnlich automatisiert funktioniert. Dort werden binnen weniger Minuten die leeren Akkus ausgebaut und gegen volle ersetzt.

Die ersten paar Dutzend Stationen haben die Chinesen bereits an wichtigen Fernstraßen installiert, bis zum Ende dieses Jahres wollen sie mindestens 500 Wechselpunkte am Netz haben. In die meisten der neu installierten Wechselpunkte, die über 300 Akkupakete vorhalten können, fahren die Autos selbstständig hinein.
 
Julian96 schrieb:
Ich verstehe bis heute nicht, wer auf die Idee kam ein senkrecht stehendes Display derart nicht integiert in ein Fahrzeug "einzubauen".

Gefallen tut mir das auch nicht aber hat man mittlerweile in vielen aktuellen Modellen vieler Hersteller. Egal ob Verbrenner oder Alternativ.
 
Spezialwidde schrieb:
Julian96 schrieb:
Ich verstehe bis heute nicht, wer auf die Idee kam ein senkrecht stehendes Display derart nicht integiert in ein Fahrzeug "einzubauen".

Gefallen tut mir das auch nicht aber hat man mittlerweile in vielen aktuellen Modellen vieler Hersteller. Egal ob Verbrenner oder Alternativ.

Mir gefällt das beim Model 3 so gut, dass ich mir dieses Jahr noch eins kaufen werde. Kein Witz.
Das Nio-Akkuwechsel-System habe ich vor 3 oder 4 Monaten mal in einem Youtube-Video eines Expats dort gesehen. (Gefunden: https://www.youtube.com/watch?v=gYkYvaeNwMc ) Bis zu 300 Akkus ist eine typische "bis zu"-Angabe, meist sind es eher einstellig bis niedrig zweistellig. Dazu müssen die ja auch wieder geladen werden, es sind also nicht immer vollgeladene Akkus an jeder Station verfügbar.
Das System funktioniert in China auch deswegen so gut, weil dort 3 Arbeitskräfte pro Akkucenter praktisch nichts kosten, die Lohnkosten sind eben billig. Das funktioniert in Mitteleuropa nicht.

Der Preis von > 140 k bezieht sich nur aufs Model S Plaid+, das Model S Long Range gibts ab 86.990 € mit 663 km WLTP-Reichweite.
Eine der wichtigsten Neuerungen ist eher, dass nun auch im Model S und X eine Wärmepumpe enthalten ist.
 
flamesoldier schrieb:
Mir gefällt das beim Model 3 so gut, dass ich mir dieses Jahr noch eins kaufen werde. Kein Witz.

Ja, ist halt Geschmacksache. Ist wohl grad in Mode, sonst würden es die Hersteller wohl nicht so machen. Mir gefällts halt besser wenn sich das Display ins Armaturenbrett integriert, bei meinem 15 Jahre alten 3er ist es noch so, damals war der Geschmack anders :D
Ich denk auch die Idee mit den Wechselakkus hört sich erstmal gut an, ist aber in der Praxis schwierig. Pro Station müsste ja eine ganze Latte an Akkus parallel geladen werden können, dazu muss man sie natürlich auch erstmal in der Menge vorhalten um bei entsprechendem Andrang die Nachfrage bedienen zu können. Dazu gab es ja bereits in der Nachkriegszeit praktische Versuche, die E-Mobilität ist ja gar nicht mal so neu wie man meint, die Anfänge gabs ja schon im 19. JHD. Man hat zb Versuche unternommen Stadtbusse elektrisch zu betreiben. Erst mit Wechselakku, dann wurde der Akku in einem Anhänger mitgeführt der nach dem Entladen einfach gewechselt wurde. Das erlaubte größere Akkus ohne Nutzraumverlust. Hat sich eben aus genau dem Grunde den ich genannt hab nicht bewährt. Gewiss, damals arbeitete man noch mit Bleiakkus und ähnlichem, die Grundproblematik bleibt aber.
 
Spezialwidde schrieb:
flamesoldier schrieb:
Mir gefällt das beim Model 3 so gut, dass ich mir dieses Jahr noch eins kaufen werde. Kein Witz.

Ja, ist halt Geschmacksache. Ist wohl grad in Mode, sonst würden es die Hersteller wohl nicht so machen. Mir gefällts halt besser wenn sich das Display ins Armaturenbrett integriert, bei meinem 15 Jahre alten 3er ist es noch so, damals war der Geschmack anders :D
Ich denk auch die Idee mit den Wechselakkus hört sich erstmal gut an, ist aber in der Praxis schwierig. Pro Station müsste ja eine ganze Latte an Akkus parallel geladen werden können, dazu muss man sie natürlich auch erstmal in der Menge vorhalten um bei entsprechendem Andrang die Nachfrage bedienen zu können. Dazu gab es ja bereits in der Nachkriegszeit praktische Versuche, die E-Mobilität ist ja gar nicht mal so neu wie man meint, die Anfänge gabs ja schon im 19. JHD. Man hat zb Versuche unternommen Stadtbusse elektrisch zu betreiben. Erst mit Wechselakku, dann wurde der Akku in einem Anhänger mitgeführt der nach dem Entladen einfach gewechselt wurde. Das erlaubte größere Akkus ohne Nutzraumverlust. Hat sich eben aus genau dem Grunde den ich genannt hab nicht bewährt. Gewiss, damals arbeitete man noch mit Bleiakkus und ähnlichem, die Grundproblematik bleibt aber.

Nun, mein derzeitiges Auto hat überhaupt keinen per Touch bedienbaren Bildschirm, nur ein Autoradio mit schönem grünen Display von 2008 und echten Knöpfen ;)
Das erinnert an die ersten Gameboys.
Ein weiteres Problem bei den Wechselakkus dürfte sein, dass die Nutzer dann weniger auf akkuschonende Fahrweise achten werden. Schließlich ist man den Akku ja beim nächsten Tausch wieder los. Vorheizen? Nicht fast leer rumstehen lassen? Wozu denn? Gehört mir doch eh nicht... :roll:
Vermutlich ist es sowieso ähnlich wie bei den Superchargern. Es ist schön sie zu haben, aber viele Teslafahrer nutzen die Teile oft nur wenige Male im Jahr, weil sie nicht direkt daneben wohnen und nicht ständig Langstrecke fahren. Wer anderweitig laden kann braucht sie nur für Langstrecke.
Selbiges bei den Wechselakkus, wieso sollte ich ständig den Akku wechseln wenn ich zu Hause laden kann? Abends einstecken, morgens ordentlich geladen losfahren.
 
flamesoldier schrieb:
Nun, mein derzeitiges Auto hat überhaupt keinen per Touch bedienbaren Bildschirm, nur ein Autoradio mit schönem grünen Display von 2008 und echten Knöpfen ;)
Das erinnert an die ersten Gameboys.
Ein weiteres Problem bei den Wechselakkus dürfte sein, dass die Nutzer dann weniger auf akkuschonende Fahrweise achten werden. Schließlich ist man den Akku ja beim nächsten Tausch wieder los. Vorheizen? Nicht fast leer rumstehen lassen? Wozu denn? Gehört mir doch eh nicht... :roll:
Vermutlich ist es sowieso ähnlich wie bei den Superchargern. Es ist schön sie zu haben, aber viele Teslafahrer nutzen die Teile oft nur wenige Male im Jahr, weil sie nicht direkt daneben wohnen und nicht ständig Langstrecke fahren. Wer anderweitig laden kann braucht sie nur für Langstrecke.
Selbiges bei den Wechselakkus, wieso sollte ich ständig den Akku wechseln wenn ich zu Hause laden kann? Abends einstecken, morgens ordentlich geladen losfahren.

Touchscreen hab ich auch nicht, beim BMW hab ich ein mittelgroßes Display für Navi etc rechts neben dem Kombiinstrument in der Armaturenbrettmitte aber integriert. Da ist auc nochmal eine Schutzscheibe davor was mir wirklich gut gefällt, da verstaubt und verfingert nichts. Steuern muss man das mit dem I Drivebedienknopf. Das war aber schon ein gewaltiges Upgrade vom 30 Jahre alten B-Corsa mit Kassettenradio :rofl:
Das mit der Akkuproblematik hast du zum Teil heute schon. Wenn die Autos nicht sowieso geleast werden bieten viele Anbieter mittlerweile die Möglichkeit den Akku zu mieten oder auch zu leasen. Dann geht man auch etwas sorgloser damit um. Man hat sowieso jetzt erstmal das Problem dass, wenn sich die E-Autos wirklich verbreiten, die breite Masse der Nutzer absolut keine Ahnung von der Technik und den der Lebensdauer zuträglichen Verhaltensweisen. Wer jetzt im Moment eins fährt der macht das aus Überzeugung und hat sich mit der Thematik beschäftigt. Man setzt sich dann rein und fährt, alles andere ist egal. Machen viele ja auch mit den klassischen Verbrennern so, ein Wunder eigentlich dass man so wenige Pannen sieht... Das Wechselakkusystem sehe ich höchstens als Nischendasein im Nutzfahrzeugbereich, nicht für den privaten PKW-Verkehr. Zu aufwändig in Infrastruktur und Unterhaltung, jeder Hersteller müsste sich auf genormte Akkus einigen, alleine daran wirds schon scheitern, eben wie du sagst, du weißt nicht was für einen Akku man bekommt...
Das mit den Superchargern sehe ich auch etwas kritisch. Ich sehe die auch nur als Sonderlademöglichkeit wenn man wirklich mal längere Strecken in Urlaub fährt und es anders nicht praktikabel wäre. Gut für den Akku kann es nicht sein. Wenn man die Möglichkeit hat langsam und kontinuierlich mit vergleichsweise geringen Ladeströmen zu laden sollte man das auch unbedingt machen, das schont den Akku immens. Kann wohl jeder bestätigen der am Smartphone die Schnellladefunktion abschaltet. Da merkt man nach 2 Jahren noch kaum Kapazitätsverlust, mit ist der Akku dann praktisch verschlissen. Meine Mutter wollte nicht hören, jetzt macht sies auch so :D :lach:
 
Spezialwidde schrieb:
flamesoldier schrieb:
Mir gefällt das beim Model 3 so gut, dass ich mir dieses Jahr noch eins kaufen werde. Kein Witz.

Ja, ist halt Geschmacksache. Ist wohl grad in Mode, sonst würden es die Hersteller wohl nicht so machen. Mir gefällts halt besser wenn sich das Display ins Armaturenbrett integriert, bei meinem 15 Jahre alten 3er ist es noch so, damals war der Geschmack anders :D
Ich denk auch die Idee mit den Wechselakkus hört sich erstmal gut an, ist aber in der Praxis schwierig.

Mir gefällt das Model 3 auch ganz gut. An das zentrale Display gewöhnt man sich relativ schnell, ich habe schon mal eine Probefahrt gemacht. Ein paar Sachen sind etwas umständlich versteckt in Menüs, aber gut. Der Kofferraum ist auch lang genug, um Ski/Snowboard im Innenraum transportieren zu können. Bei meinem aktuellen Auto (Ioniq 28) ist die Reichweite im Winter einfach zu kurz. Ohne Zwischen-Ladestopp kann ich fast kein Skigebiet anfahren. Hatte ihn am Anfang aber auch als Pendelauto angeschafft, allerdings war ich im Sommer auch schon mal in Norwegen, das geht mit etwas Planung auch.

Wechselakkus sind auch schon 2012 in Israel gescheitert, die Firma hiess "A Better Place". Sehr unwahrscheinlich, dass das nochmal kommt. Die Vielfalt an Automodellen ist einfach zu gross.
 
flamesoldier schrieb:
Der Preis von > 140 k bezieht sich nur aufs Model S Plaid+, das Model S Long Range gibts ab 86.990 € mit 663 km WLTP-Reichweite.
Eine der wichtigsten Neuerungen ist eher, dass nun auch im Model S und X eine Wärmepumpe enthalten ist.

Auch der Preis ist doch jenseits von gut und böse. Nicht auf das Auto bezogen, sondern ganz nüchtern betrachtet einfach über 80000€.

Was einfach immernoch fehlt und mit heutigem Stand der Technik nicht realisierbar ist, ist ein Auto, das ohne irgendwelche kurzzeitige Förderprämien maximal 20000€ -30000€ kostet und mindestens 600km Reichweite hat.
Für das was ich so fahre brauche ich diese Reichweite durchaus öfters.
Grade für Fahrten im Winter in ein Skigebiet sehe ich aktuell einfach immernoch kein wirklich taugliches und günstiges Elektroauto. Der Verbrenner kommt bei meiner Anwendung einfach immernoch bei weitem günstiger weg.

Ich hatte das schonmal erwähnt, ich mache an meinem Auto sehr viel selbst...Kundendienst, Bremsenwechsel etc. die laufenden Kosten lassen sich dadurch stark senken. Der teils günstigere Unterhalt eines E-Autos relativiert sich damit für mich schonmal stark. Und wenn ich dann sowas lese wie der Herr hier über seinen ID3 schreibt https://www.goingelectric.de/forum/viewtopic.php?f=395&t=63590 lohnt sich das E Auto auf der Kurzstrecke ja auch nicht mehr (finanziell gesehen). Bei dem Verbrauch geht die Rechnung höhere Anschaffungskosten, günstigerer Unterhalt halt über die gesamte Lebensdauer nicht auf.

Ich weiß, dass es aktuell durch die Förderprämie durchaus attrakive kleine E Autos (Renault Zoe) gibt, aber ich finde man muss das Produkt schon als ganzes sehen. Die Förderprämie wird es nicht dauerhaft geben, die günstigere Steuer und Versicherung des E Autos ist für mich ebenso wie eventuell sinkende Strompreise ein Trugschluss. Angenommen wir fahren in 10 Jahren alle elektrisch und laden dank 1000km Reichweite alle an der eigenen Solaranlage zu Hause, der Staat wird niemals auf die Milliardeneinnahmen aus der Mineralölsteuer verzichten. Das E Auto wird aktuell künstlich attraktiv gemacht (soll nicht heißen, dass ich das falsch finde, einer Innovativen Technologie Starthilfe zu geben) auf eine mehr als realistische Lebensdauer von 10-15 Jahren betrachtet sehe ich aber deutlich steigende Nebenkosten beim E Auto, einfach weil es so wie jetzt nicht gehalten werden kann. Das ist eine geschaffene Blase. Die fehlenden Einnahmen müssen kompensiert werden und wenns am Ende ne Steuer für Solaranlagen oder sonst was wird.

Das ganze soweit von mir aus finanzieller Sicht betrachtet, nimmt man den ökologischen Aspekt dazu, siehts natürlich nochmal anders aus. Ich habe mich inzwischen deutlich mehr mit einem Elektroauto für den Alltag angefreundet und werde mir auch definitiv eines zulegen, sobald es eben wirklich die bessere Wahl ist. Ich sehe das vielleicht in 2-5 Jahren, jetzt aber noch nicht. Die Technologie entwickelt sich so schnell weiter, dass für einen normal bis gering Verdiener das Risiko der höheren Investition einfach noch nicht im Verhältnis steht. Vielleicht kommt in einem Jahr die Feststoffbatterie, dann will keiner mehr ein E Auto das älter als 5 Jahre ist, ich habe eine für mich hohe Summe von 30000€ + für ein Produkt ausgegeben, das nach kurzer Zeit völlig technologisch überholt ist, der Gebrauchtwagenpreis ist zum vergessen. E Mobilität ist für mich noch eine Pioniertechnologie und damit eher weniger für den kleinen Geldbeutel.
 
Wobei die Fortschritte nicht so gravierend sind.

Es geht ja eigentlich nur um die Akkutechnik. Und da gibt es immer wieder Grenzen.

Den Verbrauch eines e Autos kannst du nur minimal beeinflussen und ist von vielen externen Faktoren abhängig.

Viel von dem was momentan als Fortschritt beim Verbrauch angeht, geht auf Konto von optimierten Testverfahren (meiner Meinung nach). In der Realität bleibt da nicht so viel übrig, wie viele Erfahrungsberichte zeigen.

Man wird mit einem e Auto seinen Umgang mit dem Auto immer anpassen müssen, so wie Diesel ist das halt nicht.
 
Julian96 schrieb:
Das ganze soweit von mir aus finanzieller Sicht betrachtet, nimmt man den ökologischen Aspekt dazu, siehts natürlich nochmal anders aus. Ich habe mich inzwischen deutlich mehr mit einem Elektroauto für den Alltag angefreundet und werde mir auch definitiv eines zulegen, sobald es eben wirklich die bessere Wahl ist. Ich sehe das vielleicht in 2-5 Jahren, jetzt aber noch nicht. Die Technologie entwickelt sich so schnell weiter, dass für einen normal bis gering Verdiener das Risiko der höheren Investition einfach noch nicht im Verhältnis steht. Vielleicht kommt in einem Jahr die Feststoffbatterie, dann will keiner mehr ein E Auto das älter als 5 Jahre ist, ich habe eine für mich hohe Summe von 30000€ + für ein Produkt ausgegeben, das nach kurzer Zeit völlig technologisch überholt ist, der Gebrauchtwagenpreis ist zum vergessen. E Mobilität ist für mich noch eine Pioniertechnologie und damit eher weniger für den kleinen Geldbeutel.
Die Feststoffbatterie mag irgendwann mal kommen, nächstes Jahr mit seht hoher Wahrscheinlichkeit nicht. Was aber dieses Jahr noch kommen wird ist die Trockenanode und zwar im Model Y aus Grünheide. Diese senkt den Energieverbrauch und insbesondere den Wasserverbrauch enorm. Ausserdem ist der Transportweg von Berlin natürlich viel kleiner. Das kommt dann doch einiges vom CO2 Rucksack weg.


baeckerbursch schrieb:
Wobei die Fortschritte nicht so gravierend sind.

Es geht ja eigentlich nur um die Akkutechnik. Und da gibt es immer wieder Grenzen.
Den Verbrauch eines e Autos kannst du nur minimal beeinflussen und ist von vielen externen Faktoren abhängig.

Viel von dem was momentan als Fortschritt beim Verbrauch angeht, geht auf Konto von optimierten Testverfahren (meiner Meinung nach). In der Realität bleibt da nicht so viel übrig, wie viele Erfahrungsberichte zeigen.
Der neue Antriebstrang bei Tesla hat mit Siliciumcarbid-Endstufen und Neuem Motor etwa 10% an Effizienz gebracht, das ist nicht nichts. Dies sind reale Einsparungen, bei einem Kollegen von mir wurde die Drive-Unit ausgetauscht und er konnte dies direkt messen.

Man wird mit einem e Auto seinen Umgang mit dem Auto immer anpassen müssen, so wie Diesel ist das halt nicht.
Das ist aber nur beim Reisen so. Beim täglichen Gebrauch ist es genau umgekehrt. Ich muss mir nie mehr Gedanken machen, wann ich tanken soll.
 
Der neue Antriebstrang bei Tesla hat mit Siliciumcarbid-Endstufen und Neuem Motor etwa 10% an Effizienz gebracht, das ist nicht nichts. Dies sind reale Einsparungen, bei einem Kollegen von mir wurde die Drive-Unit ausgetauscht und er konnte dies direkt messen.

Das bestreite ich gar nicht. Ich bin heute spontan eine Strecke gefahren, wo ich nicht gedacht hätte das die ohne laden mir unserem i3 möglich wäre.

Aber halt langsam, max 100 auf der ab, und bei perfekten ev Wetter.

Verbraustreiber sind halt Kälte (gleich doppelt mit Heizen und weniger Akku) und Speed.

Wobei bei Speed Tesla halt mit sehr guter Aerodynamik im Vorteil sind.
 
baeckerbursch schrieb:
Der neue Antriebstrang bei Tesla hat mit Siliciumcarbid-Endstufen und Neuem Motor etwa 10% an Effizienz gebracht, das ist nicht nichts. Dies sind reale Einsparungen, bei einem Kollegen von mir wurde die Drive-Unit ausgetauscht und er konnte dies direkt messen.

Das bestreite ich gar nicht. Ich bin heute spontan eine Strecke gefahren, wo ich nicht gedacht hätte das die ohne laden mir unserem i3 möglich wäre.

Aber halt langsam, max 100 auf der ab, und bei perfekten ev Wetter.

Verbraustreiber sind halt Kälte (gleich doppelt mit Heizen und weniger Akku) und Speed.

Wobei bei Speed Tesla halt mit sehr guter Aerodynamik im Vorteil sind.

Der i3 ist nun wirklich nicht mehr das Neueste der Technik...
Wärmepumpe? Fehlt. Aerodynamik? Naja. Effizienz? Hmm...
Mit Wärmepumpe, ordentlichem CW Wert und vernünftiger Effizienz lässt sich da schon viel erreichen. Bjørn Nyland hat dem M3 LR 2021 eine Winterperformance bescheinigt, die gleichauf mit dem M3 LR Pre-Facelift 2020 im Sommer liegt.
 
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