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Kris schrieb:Zur obligatorischen Kennzeichnung der Alergene: Diese finden sich deshalb in meine äh Satire wieder, weil ich diese Angabe lächerlich finde im Vergleich zu den Cocktail an Chemischen Stoffen, ...
)David93 schrieb:So arbeitet die Gastronomie nunmal heutzutage. Völlig normal.
Der Witz ist ja, dass bei tatsächlichem Selbstgekochtem die Materialkosten - gleiche Qualität bei Fleisch, Gemüse, etc. vorausgesetzt - nicht wirklich höher sein dürfen. Bei dem ganzen Fertigkram gehts doch vor allem um das Geld, was bei der Arbeitskraft gespart werden kann oder darum, die Unfähigkeit mangelhaft qualifizierten und/oder branchenfremden Küchenpersonals auszubügeln. Im betriebswirtschaftlichen Idealfall lässt sich das eine mit dem anderen kombinieren, wenn rumänische Autoschlosser saisonal die Gäste im "Gamsalm"-SB-Luxustempel verwöhnen.baeckerbursch schrieb:Eine "gesunde" Gastronomie hat ca. 20% Materialkosten. Nachdem beim Getränk etwas mehr verdient wird, kanns beim Essen auch mal 25 - 30% Material sein.
Einfach ausrechnen - und sich dann wundern.
Aber nicht unbedingt immer geschmacklich besserFrankenski schrieb:Frisch ist billiger als dieser Fertig frass

Das nennt sich Geschmacksverstärker, was das ausmacht.starli schrieb:Aber nicht unbedingt immer geschmacklich besserFrankenski schrieb:Frisch ist billiger als dieser Fertig frass![]()
Schusseligkite schrieb:Aber rein praktisch hilft mir die Kennzeichnungsverordnung sowwieso gar nix. Ich musste früher fragen, was drin ist- und das muss ich immer noch. Weil zum Beispiel überall das A steht (weil es eine Scheibe Brot dazu gibt.) Früher hat der ahnungslose Kellner mit dem Kch gesprochen oder den Koch zum Gast geschickt. Jetzt sagt er " Sie könnens alles Esse wo kein A net dransteht". In diesem Fall ein einziges Gericht. Selbst das Steak ging Laut Karte nicht. (Hat sich so zugetragen. In einem schweinteuren Restaurant übrigens.)
simmonelli schrieb:Meine Nachfrage beim Chef ergab dann folgendes: theoretisch, also ganz selten, kann an dem Glas für Apfelschorle auch ein bisschen Bier dran sein und das hätte ja dann Gluten!
Dann kann er die Apfelschorle gleich noch bei den alkoholischen Getränken mit aufführen.Naja, als Wirt hat man es halt vermutlich auch mit genügend Spinnern zu tun, insofern habe ich da schon ein gewisses Verständnis dafür. Ich meine nicht die Allergiker, sondern Leute, bei denen glutenfreie Ernährung "hipp" ist, Sofort-Negativkommentar-auf-Tripadvisor-Schreiber oder Vegetarier, die einen Aufstand schieben, wenn ihre Gabel mal mit einem Steakmesser in der selben Spüle war, etc. Glücklicherweise ist man als Wirt ja nicht verpflichtet, es jedem Gast immer Recht zu machen.simmonelli schrieb:Das war auch so mein Gedanke. Bringt aber nichts. Schlussendlich ist man so raus aus der Verantwortung und der Haftung. Sollen die "dummen" Allergiker doch woanders hingehen oder das Risiko selber tragen.


thun schrieb:Naja, als Wirt hat man es halt vermutlich auch mit genügend Spinnern zu tun, insofern habe ich da schon ein gewisses Verständnis dafür. Ich meine nicht die Allergiker, sondern Leute, bei denen glutenfreie Ernährung "hipp" ist, Sofort-Negativkommentar-auf-Tripadvisor-Schreiber oder Vegetarier, die einen Aufstand schieben, wenn ihre Gabel mal mit einem Steakmesser in der selben Spüle war, etc. Glücklicherweise ist man als Wirt ja nicht verpflichtet, es jedem Gast immer Recht zu machen.![]()
Also dem kann ich nun überhaupt nicht zustimmen - oder ich gehöre nicht zum "durchschnittlichen" Kunden. Bei meinem Skitag wird zum Essen eingekehrt. Und zwar ausschließlich in Hütten/Gastrobetrieben mit Service. Und da darf es dann auch etwas ruhiger zugehen und ich kann auch gerne ein paar Minuten warten. Wobei ich hiermit keinerlei allgemeine Aussage über die Qualität der Speisen treffen will, mich aber natürlich sehr freue, wenn zu einem ordentlichen Service auch ordentliches Essen gereicht wird.Spezialwidde schrieb:Da ich auch mit Gastronomie einiges am Hut habe mal meinen Senf dazu:
Langfristig bekommt der Kunde oder zumindest der "durchschnittliche" Kunde das was er will. Was haben wir denn heute in den meisten Skigebieten? Genau: Eine Abfertigungsphilosophie. Der Tourist will möglichst viel aus seinem Skipass herausschlagen, so nebensächlichkeiten wie Essen sind da ja nur notwendige Übel. Also ist er auch nicht gewillt mehr als 10 Minuten auf sein Essen zu warten. Und das ist gerade bei dem Ansturm auf die Essensburgen mit hingebungsvoll frisch zubereiteten Speisen gar nicht zu schaffen. Also reagiert die Gastronomie auch mit Convenience. Wer kanns denn verübeln? Das nehmen die meisten ja wissendlich und billigend in Kauf. Was ja nicht heißt dass nicht auch hochwertiger zubereitete Speisen zu bekommen wären.
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