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"Nächste Generation wird die Piste meiden"

enttäuschender an dem artikel ist eher dass es keine vorarlberg snowcard geben soll. mit den preisen müssen sich die einheimischen endlich mal abfinden...
gerade in vorarlberg sind die preisdifferenzen überschaubar, und vorallen dingen auch die dimension der skigebiete. wenn man mal lech-zürs weglässt, gibt es kein alles überragends gebiet, dass sagen könnte, dass es nicht mitmacht.
die größten gebiete sind wohl aus dem bauch heraus: mellau-damüls, silvretta-nova, brandnertal und warth-schröcken. die geben sich aber alle nicht viel, dann kommt eine ganze reihe weiterer gebiete die ca. die halbe größe der genannten haben, insgesamt ist das bild sicherlich wesentlich homogener als in tirol.
 
...der Skipass macht nur ein Viertel der Gesamtkosten aus...Qualität hat ihren Preis? Gerade wenn das Skifahren mit allem drum und dran so teuer ist, werden es sich in Zukunft immer mehr Familien überlegen mit dem Skifahren. Und was nützt Qualität, wenn sie sich keiner mehr irgendwann leisten kann?
Da die allerwenigsten Menschen im Erwachsenenalter noch mit dem Skifahren beginnen, MUSS man jetzt handeln und das Skifahren für Kinder und Jugendliche erschwinglicher machen. Fast jedes Kind, dass heute nicht skifahren lernt, wird in Zukunft auf den Pisten fehlen.
Aber ein Herr Beck kann sich in Zeiten wie diesen ja ruhig auf die Schulter klopfen. Wenn die Pisten in 20 Jahren leer sind, ist er nämlich längst im Ruhestand. Ganz nach dem Motto: "Nach mir die Sintflut".
 
Also ich kanns nur von meinen diversen Bekanten hier in Tirol sagen:
Die haben absolut keinen Bock auf das Gedränge und das Pseudotiroler Gedudel in den Skigebieten. Die gehen lieber Skitouren oder Rodeln. Da hält sich das Gedränge in Grenzen. Andererseits kann ichs bei Ticketpreisen von 40 Euro verstehen, dass die Leute ihr Geld zamhalten wollen....vorallem im Einkommensschwachen Tirol.

Und ganz ehrlich kann ichs auch bei Familien verstehen...meine Nichte kommt nur in den Schnee, wenn wir ihr Unterkunft geben und auch den Skipass noch zahlen können. Den Skikurs kann meine Schwester gerade noch selber zahlen. Aber für 4 Stunden mit 20 Kindern ist das auch eher rausgeschmissenes Geld. Einen gemeinsamen Skiurlaub kann sich die ganze Familie nur alle 3-4 Jahre Leisten...und das sind beileibe keine Harz4 Empfänger, sondern die ach so wichtige Mittelschicht in Deutschland. Heutzutage Skikurs in der Schule? Guter Witz.... :D
 
Aus dem Bekanntenkreis höre ich, daß bei uns im Raum Hof/Saale, Bayern ein einwöchiges Skilager wohl noch Standard ist.
 
Dazu kommt ja noch, dass einem von allen Seiten eingeredet wird, dass Skifahren in den Zeiten der globalen Erwärmung ja eh kaum mehr möglich sei. Gut, die Vorarlberger werden diese Aussagen zu relativieren wissen, im Gegensatz zu manch Preussen ;) ... aber irgendwann hat jede Sportart mal ihren Zenit überschritten oder passt nicht mehr so sehr in den Zeitgeist. Diese Preisdebatte ist in meinen Augen daher auch zu kurz gesprungen.
 
McMaf schrieb:
Diese Preisdebatte ist in meinen Augen daher auch zu kurz gesprungen.
Das ist aber einer der wesentlichen Punkte. Das mit dem Zeitgeist stimmt schon. Vor 20 Jahren wussten die wenigsten was ein PC oder ein Handy ist. Und heute kommen die Kids ja nicht ohne Spielkonsole aus. Das kostet einfach Geld. Geld das man an einem anderen Ort nicht mehr ausgeben kann.
 
Af schrieb:
Heutzutage Skikurs in der Schule? Guter Witz.... :D
Wieso? So günstig wie mit der Schule dürfte man niemals mehr im Leben eine Woche zum Skifahren kommen. Bei uns damals war das fast geschenkt. Günstige Herberge im Pflerschtal, kleines Skigebiet mit günstigem Skipass (Ladurns) und Hütte mit vergünstigtem Mittagessen für alle, und der Bus dorthin kostet ja auch nicht die Welt. Glaub das ganze wurde dann noch ein wenig von der Schule bezuschußt und die Leihausrüstung, für die die's brauchen, wurde auch irgendwie gesammelt organisiert. Muß ja nicht immer das Allerneueste sein für nen Anfänger, oder?
 
Mhhh... in Österreich dürfte das noch gehen...in Deutschland wirds wohl meist schon an den Lehrer scheitern. Eine Ausreichende Menge an skifahrenden Lehrern zu finden dürfte heutzutage schwer werden.

@ Downhill: Interessant....wobei mir in Ratschings auch schon ein Wiener Skikurs begegnet ist...

Edith scheisst mich gerade zam: Das Posting war nicht von Dachstein sondern von Downhill....-> korrigiert.
 
^^ Die wissen eben wo es gut ist... :wink:

Ich denke viele Leute werden in Zukunft lieber in den Süden fliegen als in den Skiurlaub fahren, ist kaum teurer und das Wetter ist wenigstens gut. Durch gute All inclusive Angebote ist selbst für eine Familie ein Urlaub in der Türkei nicht teurer als ein Skiurlaub.
 
@ Downhill: Das mit dem Namen musst mir nachsehen....gestern war Feiertag und heute fühlt sich quasi als Montag an...

Na dass die Deutschen in Südtirol Skikurs machen verwundert mich ned so...
 
Wombat schrieb:
McMaf schrieb:
Diese Preisdebatte ist in meinen Augen daher auch zu kurz gesprungen.
Das ist aber einer der wesentlichen Punkte. Das mit dem Zeitgeist stimmt schon. Vor 20 Jahren wussten die wenigsten was ein PC oder ein Handy ist. Und heute kommen die Kids ja nicht ohne Spielkonsole aus. Das kostet einfach Geld. Geld das man an einem anderen Ort nicht mehr ausgeben kann.



Ich würde die Diskussion mal erweitern um die Frage: leisten können oder leisten wollen?

Hier mal die grobe Kostenaufstellung unseres Weihnachtsurlaubs im letzten Winter,
Gruppenreise, 4 Personen (Kinder 5 und 7):
1500 € Unterkunft mit HP (inkl. Kinderskikurs)
280 € Skipässe für alle vier (Glungezer, konkurenzlos günstig)
200 € Sprit für An/Abreise (2000 km)
100 € Leihgebühren Kinderski

Damit bin ich bei ca 2100 € Fixkosten für eine Woche, bewusst nicht aufgeführt habe ich hier die Kosten für Verpflegung tagsüber auf der Hütte und die Getränke am Abend, weil sehr beeinflussbar durch Selbstverpflegung.
Insgesamt haben wir in dieser Woche irgendwas zwischen 2500 und 3000 € ausgegeben für eine Woche Skiurlaub in eher unterer Kategorie (4 Bettzimmer) mit einem konkurenzlos günstigen Skipass (6 Tage Erw. 85 €) in einem kleinen Gebiet.

An den 1500 € Unterkunft kann man natürlich noch ein wenig drehen, rechnet man aber Ferienwohnung, Kinderskikurs und (Selbst-)Verpflegung zusammen, ist man nicht weit von dieser Summe entfernt.

Wir sind in den letzten Jahren mit der Familie immer in kleinere Gebiete gefahren (Lenggries, Balderschwang, Schlick2000), da wir mit Kindern ein Riesengebiet nicht ausnutzen können und deshalb nicht bereit sind, sehr teure Skipässe zu kaufen.

Den Kindern gefällt es im Sommer auf dem Campingplatz (mit einem Bruchteil der Kosten) mindestens so gut wie beim Skifahren.

Konsequenz für uns im kommenden Winter:
wenn überhaupt vielleicht ein paar Tage Sauerland, weil die Kosten/Nutzen-Relation nicht mehr wirklich passt.
 
Immer die gleiche Argumentation und Debatte - Schifahren ist (zu) teuer...........

Ich kann das ganze nicht mehr lesen/hören, aber für andere (oft entbehrliche) Dinge hat man dann immer Geld ?

Es wird immer pro und kontra geben.

Jeder muss selbst wissen was er sich leistet und was nicht (bzw. leisten kann oder nicht kann), die Prioritäten sind dabei halt unterschiedlich - das gilt auch für Familien, eine Familie zu gründen und Kinder zu haben ist eine schöne Sache - aber eben auch mit Kosten verbunden was ein entsprechendes Einkommen der Eltern voraussetzt (auch ohne Schifahren).

Die Kostenauflistung hier (3000 Euro für eine Woche) zeigt dass ein Schiurlaub für eine Familie nicht unbedingt ein günstiges oder leicht erschwingliches Vergnügen ist - wenn sich das jemand nicht mehr leisten will/kann ist das durchaus nachvollziehbar.

Es ist aber schade wenn vielen Kindern, also der nächsten Generation, das "Erlebnis" Bergwinter und Schifahren vorenthalten bleibt und nicht ermöglicht wird -in meinem (früheren und aktuellen) Bekannten- und Freundeskreis hat man und werden oft die hohen Kosten als Argument gegen das Schifahren genannt - aber für anderen "Schnickschnack" hat man dann immer genug Geld ?! :?: (regelmäßig neue Spielkonsolen, Elektronik, High-Tech-PC etc.)
 
sorry aber skifahren, war immer schon teuer.
meine eltern konnten sich früher, einen "normalen" skiurlaub mit mir (einzelkind),
auch nicht oft leisten. deshalb bin ich oft mit schule vereinen oder bekannten
unterwegs gewesen und hab teilweise in echten lagern (stockbetten usw) gewohnt.

der anspruch ist aber heute ein ganz anderer. weil zimmer ohne wc und dusche,
von tv und wlan will ich jetzt gar nicht sprechen, nicht mehr vorstellbar sind.
dann soll's vielleicht auch noch ein spa sein mit sauna. die bahnen und pisten
müssen auch gleich vor der haustür sein und dann darf's aber auch nicht zu viel
kosten. das geht irgendwie nicht zusammen ;-)

wenn man seine ansprüche etwas herunter setzt, kann sich auch heute, imho der
mittelstand noch einen skiurlaub leisten bzw seinen kindern das skifahren ermöglichen,
wenn er will.

EDIT: was wirklich schade ist, sind die reduzierungen der schulskikurse und der damit verbundenen unterstützungen
von staatlicher seite. da finde ich müßte die wirtschaft einspringen, weil die profitiert ja dann auch die nächsten jahre
von den zukünftigen "skisüchtigen" :-)
 
Sehe ich ähnlich.
Es geht schon günstig, wenn man sich abseits der massiven Vermarktung orientiert.

Z.B. in der Schweiz für eine Woche Chalet und Skipass für 4 Personen für unter 750 Euro.
Bei Selbstverpflegung, die man ja auch so organisieren kann, dass es kaum mehr kostet, als zuhause sowieso, kann man schon günstig Urlaub machen.
Klar, das ist dann z.B. ein einsames Hochtal mit wenigsten Uraltanlagen ohne viel Komfort. Man muss immer selbst Kochen. Vielleicht ist das Skigebiet so klein, dass man auch mal kleine Wanderungen macht oder einfach rodeln geht, wobei man den Schlitten immer selbst der Berg hochziehen muss. Man kann nicht den Anspruch auf steinfreie, täglich plattgewalzte Pisten haben etc....
Man muss sich selbst darum kümmern, diese Ziele zu suchen, die einem nicht im Reisebüro oder Internet "nachgeworfen" werden.

Aber genau da kommt eben wieder das zum Tragen, was hier schon angesprochen wurde:
Die Ansprüche sind heutzutage eben sehr hoch - und die dafür erforderlichen Leistungen müssen eben irgendwie bezahlt werden.

Fast alle orientieren sich an Komfort, Werbung und Marketing. Das kann man ja auch so bequem machen, nur kann man dann nicht erwarten, dass es durchweg günstig ist.
 
Wieder ein nettes Thema, welches aber immer mal wieder hoch kommt. Auch ich habe als Organisator von Skifreizeiten und als Familienvater so meine Erfahrungen gemacht:

Zu den Kinder-/Jugendskifreizeiten:
Als ich vor 20 Jahren selbst als Teilnehmer bei der Skiausfahrt ins Zillertal dabei war, haben meine Eltern für mich genau 410,- DM für 10 Tage Skifahren incl. Vollpension, Skipass und Anreise mit dem Bus bezahlt. Damals konnte mein Vater das sogar für mich und meinen Bruder bezahlen. Die Fahrten waren übrigens immer schon Monate vorher ausgebucht und wir sind mit mehr als 60 Leuten gefahren.
Heute gibt es diese Freizeit auch noch. Allerdings fahren wir nicht mehr 10, sondern nur noch 7 Tage Ski und es gibt auch keine Vollpension mehr und die Kids müssen ihr Mittagessen im Skigebiet selbst bezahlen. Die Fahrt kostet heute deutlich mehr als 500,- Euro. Wir müssen viel Werbung machen, damit wir noch 20 Leute zusammen bekommen, sodass wir uns mit einer anderen Gruppe den Bus teilen. Ich als Familienvater könnte es mir es derzeit nicht leisten meine beiden Kinder (und damit incl. Taschengeld und Mittagsverpflegung ca. 1300 Euro) mitfahren zu lassen. Und ich gehöre beim besten Willen nicht zu den schlecht verdienenden in diesem Lande.
Eines muss man aber auch sagen: Im Zillertal musste man vor Jahren noch bangen, ob man zu Weihnachten überhaupt skifahren konnte. Dank der Beschneiungsanlagen ist das längst vorbei. Auch kann man die 5 Schlepplifte und die alte DSB im Hochzillertal von damals, sicher nicht mit dem Zillertaler Superskipass von Heute vergleichen.

Zu meinem Familienurlaub:
Hier finde ich schon, dass man hier den Preis noch ganz gut beeinflussen kann. Wir wohnen ja, ich hatte an verschiedenen Stellen hier schon berichtet, zu Ostern immer Mitten im Skigebiet Hochzillertal. Auch ich könnte eine Rechnung aufstellen, wie sie oben schon steht. Beim mir sind es immer...
ca. 700,- Euro für die Unterkunft
ca. 450,- für Skipässe (2 Erwachsene, ein Jugendlicher für 7 Tage)
ca. 300,- für Selbstverpflegung
ca. 150,- für Transfer
In der Summe sind das dann ca. 1000,- weniger, trotzdem in einer TOP-Skiregion und sogar noch einen Skitag mehr. Ich bin damit sehr zufrieden.

Knackpunkte:
- wir verpflegen uns komplett selbst und brauchen nicht mal mittags ne Pommes auf der Hütte
- ich muss keine Ski ausleihen, weil ich schon immer Kinderski/schuhe auf den Flohmärkten besorgt habe, die dann unter den Kindern (meine und andere getauscht werden)
- ich habe nur ein Kind dabei

Was will ich damit sagen:
Wer bereit ist, sich selbst zu verpflegen, kann viel Geld sparen und dafür auch ein tolles Skigebiet anfahren.
 
stavro_ schrieb:
sorry aber skifahren, war immer schon teuer.
...
der anspruch ist aber heute ein ganz anderer. weil zimmer ohne wc und dusche,
von tv und wlan will ich jetzt gar nicht sprechen, nicht mehr vorstellbar sind.
dann soll's vielleicht auch noch ein spa sein mit sauna. die bahnen und pisten
müssen auch gleich vor der haustür sein und dann darf's aber auch nicht zu viel
kosten. das geht irgendwie nicht zusammen ;-)

wenn man seine ansprüche etwas herunter setzt, kann sich auch heute, imho der
mittelstand noch einen skiurlaub leisten bzw seinen kindern das skifahren ermöglichen,
wenn er will.

zumindest meine Ansprüche sind geringer, wie oben auch beschrieben...

@oli: so ganz weit sind wir mit unseren Kosten nicht auseinander, bei dir sinds 1400 (1 Kind) gegen 2100 (mit 2 Kindern und Skikurs).
Dafür hatten wir (erstmalig) Urlaub mit HP, war auch mal ganz nett.



Nur damit mich keiner missversteht:
Ski fahren war und ist teuer und jeder muss für sich selbst entscheiden, ob es ihm das wert ist und uns ist es das in der kommenden Saison eben nicht wert, bzw. führt uns (Stichwort Ansprüche herunterschrauben) ins Sauerland.
Das ist jetzt keine Klage, sondern eine ganz sachliche Feststellung.
 
Als ich klein war, gab's nie HP im Skiurlaub, sondern Ferienwohnung wo dann selber gekocht wurde. Hat uns Kindern überhaupt nix ausgemacht. Da kommt man dann doch deutlich unter die genannten 1500€ und kann stattdessen vielleicht sogar in ein etwas größeres Gebiet fahren.
Skikurs würde ich als einmalige Kosten sehen, da man den maximal 1 oder 2 Winter lang braucht. Wer danach nicht fahren kann, hat wohl eh keine Lust mehr. Kann man also nicht pauschaul bei jedem Urlaub dazurechnen.
 
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