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"Nächste Generation wird die Piste meiden"

peppY schrieb:
Das Problem was ich an der Hüttengeschichte sehe, ist das es kaum auf unseren Diskussionspunkt hin durchdacht ist. Es gibt nicht in jeden Gebiet eine Hütte in der man ein Lager oder gar ein mehr Personen Zimmer beziehen kann. Dann ist das nächste Problem wie kommt der ganze Krempel auf die Hütte? Beim Münchener Haus zb wäre das kp mit der TZB zum Beispiel. Aber nicht jede Hütte ist unmittelbar neben einer Seilbahn.
Und je nachdem, was man für Kinder hat, kann es schnell passieren das die auf der Hütte verhungern, weils nur Kaassppätzle und so leckeres Zeug gibt. Das ist für deutsche sogar noch untertrieben.
Außerdem kann es je nach Hütte ungemütlich werden. Ich möchte zb gestern nicht auf der Zugspitze gewesen sein. Bei - 15° Nebel Wind und Schnee. Das wär mir net gelegen, so richtig krasse Touries wären wahrscheinlich eingegangen. Weil wenn das Wetter nicht stimmt und man ist auf einer Hütte am Berg, dann ist alternativ Programm Mangelware. Man hat sicher nichtmal ein TV für sich alleine dann. Das halten nicht alle druch aufjedenfall, einfach mal das Unreality TV auf Pro7 schaun *duck*
hää das zeug fährt man mit der bahn hoch, und dann gehts mit dem rucksack über die piste zur hütte, kein problem. oder man lässts vom hüttenwirt abholen wenn man lange bleibt.
leider gibt es so günstige übernachtungsmöglichkeiten wirklich selten und in wenigen gebieten, aber es geht ja darum ein paar low-cost möglichkeiten aufzuzeigen.
BTW: Es soll noch Leute geben die sich nen Tag mit Lesen und GEsellschaftspielen vertreiben können, hab ich gehört.
 
Wintercamping ist doch DIE Lösung. Dann lohnt sich der teure Wohnwagen für die 14 Tage Adria auch endlich ökonomisch... :wink:

Schlußendlich ist die Diskussion, was denn die allgemein beste Alternative ist zwecklos. Dazu sind selbst bei Familien, die das Bedürfnis haben, kostengünstig Skifahren zu gehen, zu unterschiedlich. Die einen sparen lieber beim Skikurs, die anderen bei der Unterkunft, etc. Liegt auch schon allein daran, dass das eine Balg verzogen ist und drei Cornflakes-Sorten zum Frühstück braucht, das andere (und wohl die Mehrheit) auch mit einem Hüttenurlaub keine Probleme hätte. Das Problem dürften da eher die Eltern sein, die das nicht erkennen (wollen). :D

(AV-) Hütten und Ferienwohnungen zur Selbstverpflegung sind sicherlich eine attraktive Möglichkeit, das wäre wahrscheinlich auch mein Ansatzpunkt. Auch eine Art "Cube-Hotel für Familien" (Mehrbettzimmer mit Bad und Küche, dazu div. Komfortangebote) könnten durchaus eine Marktlücke sein.

Dass so ein Urlaub teuer ist ist doch klar, das allein ist aber nicht das Hauptargument. Der Lebensstil hat sich halt auch extrem gewandelt. Statt Camping in Rimini wie vor 25 Jahren fliegt man heute lieber in die Karibik im Urlaub, ist bereit, viel Geld für vielfältige Freizeitgestaltung daheim auszugeben, etc. Dabei geht es auch nicht darum, das solche Dinge zwangsläufig "unnötig" sind, das ist schon allein angesichts des massiv gewachsenen Angebotes eine völlig natürliche Entwicklung. Dass dann woanders gespart wird ist doch gerade bei Familien verständlich, und wo das Geld gespart wird bleibt halt jedem selbst überlassen. Und vielleicht ist in den Hamburger Nachwuchs das Geld doch besser in einen Segelkurs investiert als in jährliche Skiurlaube am anderen Ende des Landes (nur so als Beispiel...).
Dabei stehen aber die, die von der Wintersportindustrie leben mit ihrem Schicksal nicht alleine dar, sondern sind in der selben Lage wie alle anderen in der Freizeitindustrie Tätigen (ein anderes Beispiel wäre die Motorradindustrie, die seit Jahren darüber klagt, dass der Nachwuchs ausbleibt). Schlußendlich müssen sie selbst attraktive Angebote für die Kundschaft schaffen. Nur von russischen Millionären kann langfristig keiner von denen leben.
 
molotov schrieb:
hää das zeug fährt man mit der bahn hoch, und dann gehts mit dem rucksack über die piste zur hütte, kein problem. oder man lässts vom hüttenwirt abholen wenn man lange bleibt.
leider gibt es so günstige übernachtungsmöglichkeiten wirklich selten und in wenigen gebieten, aber es geht ja darum ein paar low-cost möglichkeiten aufzuzeigen.
BTW: Es soll noch Leute geben die sich nen Tag mit Lesen und GEsellschaftspielen vertreiben können, hab ich gehört.
Seh ich auch so. Koffer auf der Piste ist etwas unpraktisch ;)
Und es muss ja nicht immer was elektronisches sein. Geht auch mal ohne :)
 
Skifahren ist teuer, richtig! Aber meiner Meinung nach nicht so teuer, dass man es sich nicht leisten kann...
In den Weihnachtsferien gehen wir zu 13 in die Skiwelt,...Selbstversorger, 6 Zimmer, 2 Bäder, komplettes Haus für uns, 500m vom Lift entfernt...Mittags gehen wir auf die Hütte und Abends auch gern mal in die Disko,..wenn wir wie letztes Jahr wirtschaften dürften wir mit 430 Euro p.P. auskommen und das in einem großen Skigebiet in Liftnähe zur Hauptsaison, meiner Meinung nach finanzierbar.

In unserer Gegend bietet jedes Gymnasium und jede Realschule eine Skifreizeit an, ich vermute 50-60% der 18-jährigen Gymnasiasten fahren jährlich in den Skiurlaub, ob mit einer Freizeit oder den Eltern.

Gruß
 
Che schrieb:
In unserer Gegend bietet jedes Gymnasium und jede Realschule eine Skifreizeit an, ich vermute 50-60% der 18-jährigen Gymnasiasten fahren jährlich in den Skiurlaub, ob mit einer Freizeit oder den Eltern.
Gruß

Hier im Raum Frankfurt werden fast keine Skifreizeiten von den Schulen angeboten. Und wenn sie angeboten werden sind sie oft so schlecht organisiert, dass die Kinder jeglichen Spaß an "Bewegung im Schnee" verlieren. Aus meinem rieisgen Bekanntenkreis sind in den letzten Jahren genau 4 Kinder in unterschiedlichen Schulen mit der Klasse in die Skifreizeit gefahren. Davon haben sich drei vorher drauf gefreut, die vierte wollte eigentlich gar nicht, und nach der Skifreizeit wollten alle nicht mehr.
 
Dass Schischulochen schlecht organisiert werden, gibt es auch in Österreich. Meine beiden Schulschikurse waren dermaßen jämmerlich organisiert (mieserables Quartier maximal zum Vegitieren geeignet, mieserables Essen, mieserable Transportmittel), sodass ich danach beschlossen habe, auf diesen ganzen Schulausflugszirkus zu verzichten. Erst mein neuer Klassenvorstand - ein sehr guter Alpinist - hatte offensichtlich mehr Hirn als die vorherigen und hat zur Schullandwoche in Südtirol ein 3 Sterne Hotel gebucht. Dort konnte man gewohnen und musste nicht vegitieren.

MFG Dachstein
 
Unsere einzige Schulskifreizeit von Norddeutschland nach Praxmar war super.
Die Lehrer waren cool drauf, die Wirtsleute waren klasse, das Essen war perfekt, das Skigebiet ausreichend.
Es war nicht so teuer, so dass es sich alle leisten konnten.
Alles in Allem super und mehere meiner damals zugegenen Freunde (die Skifahren bis dahin nicht kannten) haben danach ernsthaft mit dem Skifahren angefangen.
Einige sind danach Jahre lang immer wieder als Stammgäste zu den Wirtsleuten in den Urlaub gefahren.
 
Che schrieb:
Skifahren ist teuer, richtig! Aber meiner Meinung nach nicht so teuer, dass man es sich nicht leisten kann...
In den Weihnachtsferien gehen wir zu 13 in die Skiwelt,...Selbstversorger, 6 Zimmer, 2 Bäder, komplettes Haus für uns, 500m vom Lift entfernt...Mittags gehen wir auf die Hütte und Abends auch gern mal in die Disko,..wenn wir wie letztes Jahr wirtschaften dürften wir mit 430 Euro p.P. auskommen und das in einem großen Skigebiet in Liftnähe zur Hauptsaison, meiner Meinung nach finanzierbar.

In unserer Gegend bietet jedes Gymnasium und jede Realschule eine Skifreizeit an, ich vermute 50-60% der 18-jährigen Gymnasiasten fahren jährlich in den Skiurlaub, ob mit einer Freizeit oder den Eltern.

Gruß

Ganz genau so sehe ich das auch.

Ich kann nur für unseren Verein (ca. 1000 Mitglieder) sprechen. Wir fahren u.a. seit 10 Jahren mit etwa immer 50 Leuten ins Pitztal. Das Haus ist zweckmäßig, aber komfortabel. Wir bringen unseren eigenen Koch & Lebensmittel mit. Somit kann auch das Mittagsessen morgens schon mitgenommen werden. Getränke kaufen wir vor Ort günstig ein. Und den Skiunterricht gibt es durch unsere Vereinsskilehrer (die für die Reise nichts bezahlen müssen) umsonst.

Erwachsene zahlen für eine Woche HP inkl. Skipass, Skischule und Versicherungen etwa 400€, Jugendliche 330€ und Kinder unter 10 220€. Eine 4-köpfige Familie kommt + Anreise und Kosten vor Ort also auf insgesamt etwa 1700€.

Ist das vergleichsweise teuer? Glaube ich kaum.

Sicher wird Skifahren ein immer exklusiverer Sport. So drastisch, wie die Entwicklung aber oft herbeigeschrien wird, ist sie auf keinen Fall. Wir haben als Kinder (vor etwa 9 Jahren) mal eine Dezemberfahrt ins Stubaital gemacht und für etwa 10-12€ auf einem Bauernhof bei einer alten Oma übernachtet und gefrühstückt. Diesen Herbst waren wir wieder da. Eine Nacht kostet exakt 13,50€.

Fazit: wer günstig verreisen will, kann auch günstig verreisen. Vielleicht sollte man sich einfach ab und zu klarmachen, dass Sauna und 4-Gänge Menü nicht unbedingt sein müssen und dass eine Vereinsfahrt aufgrund ihres gemeinnützigen finanziellen Charakters natürlich deutlich günstiger ist als die "All Inclusive"-Reise mit den ganzen tollen kommerziellen Anbietern.
 
Und noch etwas zum Thema Schulskifahrten:

es steht und fällt wohl vorrangig mit den "armen Irren", die eine solche Fahrt organisieren wollen und können. Verantwortung übernehmen und ehrenamtlich arbeiten scheint verpönt zu sein. Das, fürchte ich, ist der eigentliche Grund dafür, dass immer weniger Skifreizeiten von den Schulen angeboten werden.
 
Also mein letzter Sommerski-Schulskikurs im Mai 2009 am Kitzsteinhorn war sehr cool - moderner Quartier, relativ gutes Essen und tolles Programm - Vormittag Skifahren; Nachmittag Kajak fahran am Zeller See :P ! http://www.alpinforum.com/forum/viewtopic.php?f=46&t=31371

Der Skikurs im Winter 07/08 in Kärnten war auch recht nett, nur war es in dieser Woche leider sehr warm, was den Skispaß doch etwas beeindflusste und die Lehrer noch doof :wink: . (Hier der Link zu diesem schon etwas älteren Bericht :) : http://www.alpinforum.com/forum/viewtopic.php?f=46&t=26191
 
Wie unfair! Wir waren nur ein einziges Mal mit der Schule auf Skikurs! Und Skitage pfff wenns hoch kommt 1 pro Winter. Die Hälfte oder mehr von unserer Klasse kann ja nicht mal richtig... :twisted:
 
"Wir bringen unseren eigenen Koch & Lebensmittel mit. Somit kann auch das Mittagsessen morgens schon mitgenommen werden. [...]Und den Skiunterricht gibt es durch unsere Vereinsskilehrer [...] umsonst."

Das erzählst aber lieber nicht an der Konformitätskontrollstelle beim Abzweig ins Pitztal...die würden euch gleich wieder nachhause schicken! :-)
 
Hab heute eine Klausur über "Internationale Tourismusmärkte". Ein Schlagwort ist unter anderem "Ethno Diversity". In den Ausführungen wird erklärt, dass der Anteil an Menschen mit Migrationshintergrund immer mehr zunimmt und dass die Mehrheit der Jugendlichen in Österreich nicht mehr skifahren kann.

Mir machen solche Aussagen keine Angst und auch keine Bedenken. Ich bin der Meinung, dass sich immer Schneebegeisterte Menschen finden werden, alpinversierte Eltern impfen den meisten doch das nötige Gefühl dafür ein. Diejenigen die an die "langweilie 0815-Welt" verloren gehen werden durch andere, die sich durch skisüchtige Menschen anstecken lassen, ersetzt.

Von daher halte ich sehr wenig von solchen medientauglichen Schlagzeilen...
 
Arlbergfan schrieb:
Diejenigen die an die "langweilie 0815-Welt" verloren gehen werden durch andere, die sich durch skisüchtige Menschen anstecken lassen, ersetzt.

Nicht alles außerhalb des Skifahrens ist "langweilige 0815-Welt"!
 
Kris schrieb:
Das erzählst aber lieber nicht an der Konformitätskontrollstelle beim Abzweig ins Pitztal...die würden euch gleich wieder nachhause schicken! :-)
Auf welcher Grundlage? bzw. was sollte hier ein Problem sein? Ernsthafte Frage.
(Was ist überhaupt eine "Konformitätskontrollstelle, nie gehört)
 
Ich bin der Meinung, dass sich immer Schneebegeisterte Menschen finden werden, alpinversierte Eltern impfen den meisten doch das nötige Gefühl dafür ein. Diejenigen die an die "langweilie 0815-Welt" verloren gehen werden durch andere, die sich durch skisüchtige Menschen anstecken lassen, ersetzt.


Könnte man als "Langweilige 0815-Welt" auch inzwischen die standartdisierten, austauschbaren und Kunstschneeweißen Pisten anführen? Ich denke nämlich das einige genau davon die Nase voll haben und lieber andere Alpine Aktivitäten ausüben.
 
Ich glaube fest, es werden die Menschen immer Freude daran haben, mit zwei Brettern an den Füßen über die Grenzen, die die Natur vorgesehen hat, zu gehen und der Schwerkraft ein Schnippchen zu schlagen und das hinreißende Gefühl des Gleitens zu erleben. Immer und immer wieder.
 
Fab schrieb:
Ich glaube fest, es werden die Menschen immer Freude daran haben, mit zwei Brettern an den Füßen über die Grenzen, die die Natur vorgesehen hat, zu gehen und der Schwerkraft ein Schnippchen zu schlagen und das hinreißende Gefühl des Gleitens zu erleben. Immer und immer wieder.
Ja und nein, das mit dem "Schnippchen schlagen" seh ich anders, ich bin eher der Meinung, die Schwerkraft wurde vor allem dazu erfunden, um Schifahren möglich zu machen.... :wink:
 
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