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nächtlicher Skiunfall am Hauser Kaibling

baeckerbursch schrieb:
Wieso muss ich Nachts (Touren)Ski laufen?

Weil sie tagsüber arbeiten....
Dachstein schrieb:
Ram-Brand schrieb:
Wieso muss ich Nachts (Touren)Ski laufen?

Weil es durchwegs Leute gibt, due unter Tags arbeiten und am Abend bei einer Schitour ausspannen.

MFG Dachstein

Durchaus richtig und nachvollziehbar.

Angemerkt: Ich bin kein Jurist und kann daher keine Fakten benennen, aber ...

... mein Ratio sagt mir, dass es sich bei einem Skigebiet um einen "bewirtschafteten" Raum handelt, der sich in irgendeiner Weise in der Hoheit des Skigebietsbetreibers befindet.
Er ist während der Betriebszeiten haftbar und verantwortlich (idR) und muss irgendwann an seinem "Wirtschaftsgut" arbeiten. Dass er, wenn er tagsüber haftbar ist genauso in der Nacht das "Hausrecht" hat erscheint mir schlüssig. Nun auch noch Rücksicht auf Abendsportler zu nehmen, die einen Nutzen aus der Betreibung des Gebietes ziehen ohne zu zahlen, erscheint mir "aus dem Bauch heraus" als falsch.

Bevor Widerrede kommt:
Mir ist klar, dass die Situation sehr viel komplexer ist. Es bestehen Nutzungsverträge der Beteiber mit dem Grundeigner, es gibt Pachtverträge, es gibt wohl teilweise Verpflichtungen gegenüber den Auflagen- und Betriebsbewilligungsinstanzen, etc. Und ja, es gibt auch soetwas wie eine Gefährundungshaftung und so weiter ...


Der hier vorliegende Fall ist tragisch - keine Frage.
Wenn aber wirklich darauf hingewiesen wird, dass nach einer gewissen Uhrzeit das Gelände auf Grund von Präparierungsarbeiten gesperrt ist, darf niemand anderes als die handelnden Personen Verantwortung tragen. In wie weit der Wirt oder die Gruppe welchen Anteil tragen ist heraus zu finden, gewiss. Mehr dann aber auch nicht.
Der Mensch sollte schon weiter die Verantwortung für sein eigenes Handeln tragen und sich nicht komplett in einen geregelten Cocon setzen.
 
Ich finde, dass sich hier zwei Dinge vermischt haben, die nur wenig miteinander zu tun haben. Zum einen die Tourengeher nach Liftschluss, zum anderen Gäste in Berghütten, die weit nach Betriegschluss ins Tal abfahren wollen.

Das erste Problem lässt sich durch sinnvolle Vereingarungen lösen. Vorbild ist dabei die Region Innsbruck. Dort wird an jedem Wochentag in einem anderen Skigebiet in den Abendstunden nicht präpariert, so das ein Gebiet der Region stets den Tourengehern am Abend zur Verfügung steht.

Was das zweite angeht, bin ich für ein Ausschankverbot in der Zeit, wo die Pisten gesperrt sind. Ausnahme nur für Gäste, die dort übernachten. Auch das Transportieren der Gäste mit Pistenfahrzeugen ins Tal ist meiner Meinung nach unverhältnismäßig.
 
so...um so halb zehn nachts stand ich vorher auch als so ein böser illegaler auf 2350m unterm glungezer, 1800hoehenmeter uber dem lichtermeer der stadt. Mit eisigen fingern schnell mal facebook extreme betrieben und ein iphone nachtbild hochgeladen. :-)
Aufstieg ganz normal...man braucht kein licht, weder beim aufstieg noch bei der abfahrt. Das lichtermeer des inntales illuminiert die tiefe die berge umgreifenden wolken, diese schicken dann genügend licht in die weisse landschaft.
Abfahrt dann ganz normal.. auch tw. im pulver...mei des müssts einfach mal gemacht haben!!!! :-)

Zur frage vielleicht "warum man das denn mache": Wenn man regelmässig in die berge geht -was ja kaum anders möglich ist wenn diese vor der haustüre rumstehen- so ist das einfach keine wirkliche kraftanstrengung mehr, da geht man einfach so rauf wie andere gemütlich im central park locker joggen. Zudem kommt man recht schnell in den "flow" trott, da gehts dann nur mehr automatisch....Man kennt die hausberge sehr genau, man geht los wie andere eben joiggen gehen- null aufwand.

Ad Pistenproblematik: Meine einstellung ist folgende: Ich versuche generell in der natur möglichst wenig bleibende spuren zu hinterlassen. Ich erwarte mir von den kommerziellen besetzern von naturraum dass diese die unkonditionelle pflicht haben, anderen den zutritt zu den immensen versiegelten infrastrukturflächen zu gewähren. Auf diesen Flächen muß man eben aufpassen wie in einem grossen industriebetrieb, was jedoch mit ein bisschen grips möglich ist.
Deren flächen würden nicht ökonomisch funktionieren, wenn der sie umgebende naturraum nicht intakt wäre! D.h. das Geschäftsmodell basiert im wesentlichen darauf, dass zwar der eigene raum industrialisiert ist, der umgebende dies aber nicht sein darf!

Um innsbruck werden dzt. ganz nett die daumenschrauben angezogen gegen skitourengeher, die womöglich aufgrund ihrer präsenz für vielleicht 0,0000000005% umsatzrückgang bei bergbahnbetreibern verantwortlich sind. Ich hoffe, dass der schuss nach hinten los geht, denn es ist die bevölkerung der talschaften gegen die sie sich richten....
Es werden österreichweit bereits mehr tournski als langlaufski verkauft....

Jedenfalls wars heute mal wieder supertoll...ich kann nur jeden einladen, sich selbst ein urteil zu bilden, indem er es selbst ausprobiert...
 
wie gehts dem Pistenraupenfahrer ???
 
Letzte Woche Belvedere: 4! Polizisten haben alle Leute aus der Hütte um 16:45 geschickt, zwei davon dann auf Skiern, 2 auf dem Motorschlitten haben die Leute den Berg herunter getrieben. Wir mussten dann mit der Gondelbahn abfahren, Talabfahrt war gesperrt. Man kann zu Italien sagen wass man will, aber da sind sie wirklich konsequent!
 
Letzte Woche Belvedere: 4! Polizisten haben alle Leute aus der Hütte um 16:45 geschickt, zwei davon dann auf Skiern, 2 auf dem Motorschlitten haben die Leute den Berg herunter getrieben. Wir mussten dann mit der Gondelbahn abfahren, Talabfahrt war gesperrt. Man kann zu Italien sagen wass man will, aber da sind sie wirklich konsequent!

Und spätestens dann merkt man: Man ist in einem Industriegebiet - und nicht in der Natur.....

ich kann nur jeden einladen, sich selbst ein urteil zu bilden, indem er es selbst ausprobiert...

Würde ich sofort annehmen wenn ich in Innsbruck wohnen würde - dann wäre ich auch besser trainiert wenns nicht 45min Fahrzeit zum nächsten Hausberg sind.
 
br403 schrieb:
Letzte Woche Belvedere: 4! Polizisten haben alle Leute aus der Hütte um 16:45 geschickt, zwei davon dann auf Skiern, 2 auf dem Motorschlitten haben die Leute den Berg herunter getrieben. Wir mussten dann mit der Gondelbahn abfahren, Talabfahrt war gesperrt. Man kann zu Italien sagen wass man will, aber da sind sie wirklich konsequent!


Total lächerlich. Da würde ich kein Geld ausgeben um mich dann so behandeln zu lassen.
Wir sind mancherorts mittlerweile wirklich so weit, dass das gemolkene Touristenvieh auf den Pisten eingezäunt und nachdem das Geld abgemolken ist im Tal zusammengetrieben wird.
Naja, wer drauf steht :roll:
 
Ad Pistenproblematik: Meine einstellung ist folgende: Ich versuche generell in der natur möglichst wenig bleibende spuren zu hinterlassen. Ich erwarte mir von den kommerziellen besetzern von naturraum dass diese die unkonditionelle pflicht haben, anderen den zutritt zu den immensen versiegelten infrastrukturflächen zu gewähren. Auf diesen Flächen muß man eben aufpassen wie in einem grossen industriebetrieb, was jedoch mit ein bisschen grips möglich ist.
d.h. ja dann auch dass versiegelte Flächen im Tal auch für alle permanent zugänglich sein müssen, oder? Oder darf es nicht gewisse Regeln geben zum gegenseitigen Schutz?
 
kaldini schrieb:
Ad Pistenproblematik: Meine einstellung ist folgende: Ich versuche generell in der natur möglichst wenig bleibende spuren zu hinterlassen. Ich erwarte mir von den kommerziellen besetzern von naturraum dass diese die unkonditionelle pflicht haben, anderen den zutritt zu den immensen versiegelten infrastrukturflächen zu gewähren. Auf diesen Flächen muß man eben aufpassen wie in einem grossen industriebetrieb, was jedoch mit ein bisschen grips möglich ist.

d.h. ja dann auch dass versiegelte Flächen im Tal auch für alle permanent zugänglich sein müssen, oder? Oder darf es nicht gewisse Regeln geben zum gegenseitigen Schutz?

Ne, das darfst du den Tourengehern nicht erzählen. Die wollen immer alles umsonst.
Die kommen dir auf der Pisten manchmal nebeneinander entgegen. Der blöde normale Skifahrer zahlt ja alles.
 
kaldini schrieb:
Ad Pistenproblematik: Meine einstellung ist folgende: Ich versuche generell in der natur möglichst wenig bleibende spuren zu hinterlassen. Ich erwarte mir von den kommerziellen besetzern von naturraum dass diese die unkonditionelle pflicht haben, anderen den zutritt zu den immensen versiegelten infrastrukturflächen zu gewähren. Auf diesen Flächen muß man eben aufpassen wie in einem grossen industriebetrieb, was jedoch mit ein bisschen grips möglich ist.
d.h. ja dann auch dass versiegelte Flächen im Tal auch für alle permanent zugänglich sein müssen, oder? Oder darf es nicht gewisse Regeln geben zum gegenseitigen Schutz?

Ich glaube, Du hast Kris' Aussage inhaltlich nicht ganz verstanden.
 
3303 schrieb:
br403 schrieb:
Letzte Woche Belvedere: 4! Polizisten haben alle Leute aus der Hütte um 16:45 geschickt, zwei davon dann auf Skiern, 2 auf dem Motorschlitten haben die Leute den Berg herunter getrieben. Wir mussten dann mit der Gondelbahn abfahren, Talabfahrt war gesperrt. Man kann zu Italien sagen wass man will, aber da sind sie wirklich konsequent!


Total lächerlich. Da würde ich kein Geld ausgeben um mich dann so behandeln zu lassen.
Wir sind mancherorts mittlerweile wirklich so weit, dass das gemolkene Touristenvieh auf den Pisten eingezäunt und nachdem das Geld abgemolken ist im Tal zusammengetrieben wird.
Naja, wer drauf steht :roll:

Kann ich nicht so sehen.
Die letzten Bergfahrten finden normalerweise um 16.30 statt.
Ab 17.00 sind alle Pisten gesperrt. Das ist eine klare Ansage an die man sich zuhalten hat.

Genauso wie man sich an viele andere Regeln im Leben zu halten hat. Gefallen tut einem sicherlich nicht alles und immer daran.
Aber in diesem Fall schützt es auch Leben.

Solche Geschichten mit den Carabineris tauchen immer wieder auf. Mag auch im Einzelfall stimmen, aber im Regelfall hat man keinerlei Probleme, wenn man sich an die Gesetze hält. Und in Italien ist das ja wohl Gesetz.


Gruß!
 
Ich fands auch nicht so tolle, aber wie beschrieben, es sind die Regeln, daran muss man sich halten. Am nächsten Tag waren wir 15 Minuten früher dran, alles war prima.
 
Man darf aber Regeln durchaus hinterfragen. Eine Regel ist nicht von Gott gegeben sondern haben auch irgenwelche Menschen fabriziert.

Ne, das darfst du den Tourengehern nicht erzählen. Die wollen immer alles umsonst.
Die kommen dir auf der Pisten manchmal nebeneinander entgegen. Der blöde normale Skifahrer zahlt ja alles.

Woher nimmst du das? Ich jedenfalls hätte kein Problem für eine beschneite und präparierte Piste was zu bezahlen.
 
baeckerbursch schrieb:
Man darf aber Regeln durchaus hinterfragen.

Natürlich darf man Regeln hinterfragen.
Im Falle der Pistenbenutzungsverbot gegen aber Unfälle wie dieser am Hauser Kaibling doch eine klare Antwort auf die Frage, ob das Verbot sinnvoll ist, oder etwa nicht ?
 
kaldini hat geschrieben:
Zitat:
Ad Pistenproblematik: Meine einstellung ist folgende: Ich versuche generell in der natur möglichst wenig bleibende spuren zu hinterlassen. Ich erwarte mir von den kommerziellen besetzern von naturraum dass diese die unkonditionelle pflicht haben, anderen den zutritt zu den immensen versiegelten infrastrukturflächen zu gewähren. Auf diesen Flächen muß man eben aufpassen wie in einem grossen industriebetrieb, was jedoch mit ein bisschen grips möglich ist.

d.h. ja dann auch dass versiegelte Flächen im Tal auch für alle permanent zugänglich sein müssen, oder? Oder darf es nicht gewisse Regeln geben zum gegenseitigen Schutz?


Ich glaube, Du hast Kris' Aussage inhaltlich nicht ganz verstanden.
Wie ich es verstanden habe: man darf überall rumlaufen, die Eigentümer müssen einem den Zugang dazu gewähren, aber man muss aufpassen dass einem nix passiert.
Meine überspitzte Schlussfolgerung: Ich darf auf der Inntalautobahn (bzw. Inntaleisenbahntrasse) rumlaufen, muss nur aufpassen dass mir nix passiert.

Edith: wobei es hier ja gar nicht um die Pistenhinaufsteiger geht! sorry, Tourengeher kann ich das nicht nennen, irgendwie ist das für mich was anderes. Kapier aber nicht, warum es da immer so viel Ärger gibt. Ein paar einfache Regeln, an die sich alle halten (gewisse Pisten bis 23 Uhr begehbar halten, ein kleiner Unkostenbeitrag) schon sollte das doch funktionieren.

Was mir in letzter Zeit des öfteren negativ aufgefallen ist, ist der gnadenlose Kommerz auf Teufel komm rauf in den österreichischen Gebieten. Da wird Leuten ein Bier nach dem anderen verkauft, wohlwissend dass die dann noch ins Tal runter müssen. Und egal ob es hell oder dunkel ist, Hauptsache Umsatz. Das dann gepaart mit einem fast schon normalen Denken "Skifahren = Saufen" und schon hat man die Zustände wie es in Tirol in letzter Zeit in den Großgebieten fast schon usus geworden ist.
 
Leid tut mir bei der ganzen Geschichte nur der Fahrer der Pistenraupe. Wenn´s so deppert sind - null Mitleid!
 
Im Falle der Pistenbenutzungsverbot gegen aber Unfälle wie dieser am Hauser Kaibling doch eine klare Antwort auf die Frage, ob das Verbot sinnvoll ist, oder etwa nicht ?

Man könnte ja hier auch anders lösen.

1, Seile von Seilwinden mittels Blinklichter sichern

2, Pflicht von Stirnlampen für nächtliche Skifahrer

= Problem gelöst ohne das man wie Vieh vom Berg getrieben wird.
 
1, Seile von Seilwinden mittels Blinklichter sichern

Ja klar sicher. Technisch viel zu aufwendig, wenn überhaupt möglich.
Und das Blinklichter nicht helfen sieht man ja hier:
http://www.andymewes.eu/Unfall%20ADAC%20contra%20LKW%20Augustin.jpg
http://www.strassenwaerter.de/054_19_02_03_A115.jpg
http://www.antennethueringen.de/at_www/images/service/themen_II/UnfallA4.jpg
http://www.freiepresse.de/TREFFPUNKT/BILDERGALERIEN/5678/109554.jpg

Pistensperrung ist das Einzige was hilft, wenn sich alle dran halten.
Derjenige muss ja nicht gegen das Seil fahren.
Er kann ja auch hinter eine Pistenraupe stürzen und die fährt dann man eben rückwärts.
Lecker roter Schnee. :?
 
kaldini schrieb:
Was mir in letzter Zeit des öfteren negativ aufgefallen ist, ist der gnadenlose Kommerz auf Teufel komm rauf in den österreichischen Gebieten. Da wird Leuten ein Bier nach dem anderen verkauft, wohlwissend dass die dann noch ins Tal runter müssen. Und egal ob es hell oder dunkel ist, Hauptsache Umsatz. Das dann gepaart mit einem fast schon normalen Denken "Skifahren = Saufen" und schon hat man die Zustände wie es in Tirol in letzter Zeit in den Großgebieten fast schon usus geworden ist.

Leider ist mir das auch schon aufgefallen, ich habe meine Konsequenzen gezogen.

Ich finde es aber schon immer verwunderlich wie locker hier immer über Tote bzw. Verletzte gesprochen wird, egal ob der jenige es selbst oder nicht verursacht hat, ist es immer tragisch. Wie mit vielen anderen Dingen im Leben, müssen wahrscheinlich auch Skifahrer vor ihrer Dummheit geschützt werden, und anscheinend geht das nur durch drastische Verbote. Wie schon geschrieben, in dem Moment fand ich es auch nicht toll dass man uns rausgeschmissen hat, letztendlich hatte ich aber dafür Verständniss.
 
@Blinklichter: so viel wie ich weiss stellen die Bergbahnen an Hängen, an denen Windenraupen im Einsatz sind, schon oben und unten je 1 Blinklicht auf.
 
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