• 📸 Fotowettbewerb 2026 – Jetzt noch mitmachen! 🏔️

    Ihr habt noch tolle Berg-, Ski- oder Landschaftsfotos auf eurer Festplatte? Dann ist jetzt der perfekte Zeitpunkt, sie mit uns zu teilen!

    Unser Alpinforum-Fotowettbewerb 2026 läuft noch und wir freuen uns über weitere beeindruckende Aufnahmen aus der Bergwelt! ⛷️🏔️

    ⏰ Letzte Chance zur Teilnahme!
    Ihr könnt eure Bilder noch bis Sonntagabend, 18. Oktober 2026, einreichen!

    Egal ob spektakuläres Bergpanorama, verschneite Piste oder ein besonderer Moment in den Alpen – zeigt uns eure schönsten Bilder! Jeder Beitrag macht den Wettbewerb noch abwechslungsreicher. 😊

    Alle Teilnahmebedingungen und Informationen zur Bildeinreichung findet ihr im Wettbewerbsthema:

    📸 Jetzt Bilder einreichen & mitmachen!

    Also: Durchsucht eure Fotoarchive und macht noch mit! Wir freuen uns auf eure Einsendungen! 🏔️

    Euer Alpinforum-Team

Nationale Abstimmungen Schweiz

Ui das ist heftig diesmal. Ich habe mir das Ergebnis so nicht erwartet. Gleichwohl ich die Befindlichkeiten bezüglich der "Uusländer"oft gut nachvollziehen kann, ja auch oft Verständnis hierfür verspüre, so hat mich das Ergebnis in seiner Klarheit als Bürger Europas doch sehr enttäuscht.

Ich fasse das Gemüt der Abstimmungssieger mal so in zwei Sätzen zusammen:
1.) Euren Wohnort in die CH verlegen NEIN danke bleibts bei euch.
2.) Euer (Schwarz)geld sicher in die CH überweisen JA haben wir immer gerne.

Mal sehen was da jetzt nun alles passieren wird vis-a-vis der Nachbarländer bzw. der EU...
 
Schlussresultate:

Abtreibungsinitiative: 30.2% Gscheitert auch am Ständemehr nur 0.5 Stände dafür.
Finanzierung der Bahninfrastruktur (Fabi) 62% Nur Schwyz war als Stand dagegen.
Masseneinwanderungsinitiative: 50.3% Ja in 12.5 Ständen 7.5 dagegen.
 
Kris schrieb:
2.) Euer (Schwarz)geld sicher in die CH überweisen JA haben wir immer gerne.

Mal sehen was da jetzt nun alles passieren wird vis-a-vis der Nachbarländer bzw. der EU...

Dann bringe dich mal auf den neusten Stand:

Versuche mal , als Ausländer ein Konto in der Schweiz zu eröffnen - kaum noch möglich !

Die wahren Schwarzgeldparadiese liegen jetzt in Wien
http://www.zeit.de/2014/06/ukraine-oesterreich-reichtum

oder noch viel mehr in London.
Dank gewaltiger Geldzuflüsse nach London hat Großbritanien es sogar geschafft, sich ein Wirtschaftswachstum auszurechnen :lach:
 
Kris schrieb:
Ui das ist heftig diesmal. Ich habe mir das Ergebnis so nicht erwartet. Gleichwohl ich die Befindlichkeiten bezüglich der "Uusländer"oft gut nachvollziehen kann, ja auch oft Verständnis hierfür verspüre, so hat mich das Ergebnis in seiner Klarheit als Bürger Europas doch sehr enttäuscht.
Ich bezweifle, dass eine gleichlautende Abstimmung in DE eine derartige Zitterpardie gewesen währe. Eher 70% Ja oder noch höher. Das war jetzt die Quittung für die Lügen von 1999, die Zahlen waren geschöhnt, die Instrumente gegen Lohndumping, Auftragvergabe, Wohnungspreise, usw. waren nicht griffig.

Die SVP war als Einzige Partei dafür. Wie viel Wählerprozent habem sie und wie viel der anderen Wähler reichten für die 50.3%
 
ATV schrieb:
Ich bezweifle, dass eine gleichlautende Abstimmung in DE eine derartige Zitterpardie gewesen währe. Eher 70% Ja oder noch höher.
Eher 70% Nein oder noch höher. Die Leute hier denken eher darüber nach, was das außenpolitisch für ein Signal ist.

Einige deutschen Politiker sprachen ja gestern schon davon, dass das nicht ohne Folgen bleibt. Und ich bin mal wiederum gespannt, wie dann die Schweiz darauf folgen wird, wenn die EU sich jetzt trotzig stellt. Das wird mich ggf. etwas betreffen, wenn ich mal wieder die Swissmedic anschreibe, dass in deren Arzneimittelsicherheits-Regularien was fehlt und ob unser Kunde, der mit einem System sowohl in EU als auch CH gleich verfahren möchte, dann da nach EU-Verfahren agieren kann (konkret GVP-Richtlinie, mit denen ich öfter darüber kommuniziere). Bisher sagten die immer, dass EU-Verfahren akzeptiert werden, solange im Schweizer Arzneimittelrecht nichts gegensätzliches geschrieben ist.
 
Hier ein Kommentar in der Basler Zeitung - lesenswert, wie ich finde, und einer der wenigen "offiziellen" Kommentare, die das Abstimmungsergebnis gutheißen:
http://bazonline.ch/schweiz/standard/Anmerkungen-zu-einem-Erdbeben/story/13690660

Ein Satz aus diesem Kommentar:
Wir können nicht alles, was unsere Souveränität ausmacht – und dazu gehört die Zuwanderungspolitik – auf dem Altar der europäischen Integration opfern, allein um einiger wirtschaftlicher Vorteile willen.
Wenn man jetzt noch "Souveränität" durch "Identität" ergänzt, dürfte diese Aussage auch die Gefühlslage vieler EU-Bürger ziemlich gut treffen.
 
Dieses Volk aber auch :D Das macht einem aber auch das Regieren schwer. Hin und wieder sollten sich Regierungen ein neues Volk suchen :lach:
Merkel, Hollande u. Konsorten werden sich klammheimlich denken "Gut dass wir keine Demokratie sondern ein parlamentarisches System haben"

*

Ist ja grad Europawahlkampf. Wenn sich der Pulverdampf verzogen hat, wird man beiderseits an pragmatischen Lösungen arbeiten.
 
ATV schrieb:
Ich bezweifle, dass eine gleichlautende Abstimmung in DE eine derartige Zitterpardie gewesen währe. Eher 70% Ja oder noch höher.

Das glaube ich auch. Hätte bei uns ein solcher Volksentscheid stattgefunden, dann wären es sicher weit mehr als 50,3% gewesen :wink:
 
Dem schweizer Wähler traue ich zu, dass er das ganz genau auslegt was gut ist und was nicht und dann entsprechend abstimmt. Beispielsweise die Abstimmung über eine zusätzliche Woche gratis Ferien. Was hätte man in DE gestimmt? Am Sonnteg waren in diversen Kantonen die Fragen nach Steuerreduktionen für die Bürger zur Wahl. Wurden allesammt verworfen!

Zum Resultat vom Sonntag: Von der EU wurden strategische Fehler gemacht idem man vor der Abstimmung gedroht hat. Das war der Ausschlag an dem die 38% Ja der Voraussage zu den 50.3% Angewachsen sind. Weiter haben es EU Staaten schlichtweg übetrieben, wenn südeuropäische Staaten ihren Einwohnern anleitungen drucken in denen sie dazu animiert werden in die schweizer Sozialsysteme zu migrieren, damit sie nicht mehr dafür aufkommen müssen, dann läuft grundsätzlich in der EU etwas falsch.

@HBB: Somm ist der Ziehsohn von Blocher. Also nicht wirklich ernst zu nehmen.

Folgende Punkte kommen am 18. Mai zur Abstimmung:


11.062
Bundesbeschluss über die medizinische Grundversorgung (Direkter Gegenentwurf zur Volksinitiative «Ja zur Hausarztmedizin»)
mehr
 
12.076
Pädophile sollen nicht mehr mit Kindern arbeiten dürfen. Volksinitiative. Änderung des StGB, MStGB und JStG
mehr
 
13.014
Für den Schutz fairer Löhne (Mindestlohn-Initiative). Volksinitiative
mehr
 
12.085
Beschaffung des Kampfflugzeuges Gripen (Rüstungsprogramm 2012 und Gripen-Fondsgesetz)
 
ATV schrieb:
Dem schweizer Wähler traue ich zu, dass er das ganz genau auslegt was gut ist und was nicht und dann entsprechend abstimmt. Beispielsweise die Abstimmung über eine zusätzliche Woche gratis Ferien. Was hätte man in DE gestimmt? Am Sonnteg waren in diversen Kantonen die Fragen nach Steuerreduktionen für die Bürger zur Wahl. Wurden allesammt verworfen!
Der schweizer Wähler ist also deiner Meinung nach intelligenter als der deutsche Wähler? Interessant...

Zum Resultat vom Sonntag: Von der EU wurden strategische Fehler gemacht idem man vor der Abstimmung gedroht hat. Das war der Ausschlag an dem die 38% Ja der Voraussage zu den 50.3% Angewachsen sind. Weiter haben es EU Staaten schlichtweg übetrieben, wenn südeuropäische Staaten ihren Einwohnern anleitungen drucken in denen sie dazu animiert werden in die schweizer Sozialsysteme zu migrieren, damit sie nicht mehr dafür aufkommen müssen, dann läuft grundsätzlich in der EU etwas falsch.
Du vergisst einen ganz wichtigen Punkt: die Schweiz braucht die diversen bilateralen Verträge mit der EU. Die EU aber braucht die Schweiz nicht und sitzt damit am längeren Hebel. Warum also sollte die EU nachgeben und eines ihrer wichtigsten Prinzipien hergeben?
 
Marvin schrieb:
Du vergisst einen ganz wichtigen Punkt: die Schweiz braucht die diversen bilateralen Verträge mit der EU. Die EU aber braucht die Schweiz nicht und sitzt damit am längeren Hebel. Warum also sollte die EU nachgeben und eines ihrer wichtigsten Prinzipien hergeben?

Weil die EU inzwischen ein gewaltiges Glaubwürdigkeitsproblem hat, muss man sich kräftige Töne stark verkneifen.
Schau mal in die Kommentarspalten der deutschen Medien - gefühlte 90 % Zustimmung zu den Schweizern .

F+u+ck the EU - da können wohl sehr viele mit einstimmen.

Bitte aber EU nicht mit Europa verwechseln !
 
Marvin schrieb:
Der schweizer Wähler ist also deiner Meinung nach intelligenter als der deutsche Wähler? Interessant...
Du vergisst einen ganz wichtigen Punkt: die Schweiz braucht die diversen bilateralen Verträge mit der EU. Die EU aber braucht die Schweiz nicht und sitzt damit am längeren Hebel. Warum also sollte die EU nachgeben und eines ihrer wichtigsten Prinzipien hergeben?
Falsch, das habe ich nicht behauptet. Ich habe nur gesagt, dass mich interessieren würde wie die Abstimmung in DE gelaufen währe. Die EU braucht die Bilateralen genau so. Spätestens wenn die Lastwagenkolonne bis nach Frankfurt reicht wird sie das merken.

Ich war jetzt gewiss nicht ein Freund der SVP Initiative, dennoch war das Resultat absehbar, die Grúnde dafúr waren bekannt, gehandelt wurde nicht. Punkt.

Die Erde dreht sich weiter. Vom Wachstum um jeden Preis wird man sich zwangsläufig verabschieden mússen.
 
Marvin schrieb:
Du vergisst einen ganz wichtigen Punkt: die Schweiz braucht die diversen bilateralen Verträge mit der EU. Die EU aber braucht die Schweiz nicht und sitzt damit am längeren Hebel. Warum also sollte die EU nachgeben und eines ihrer wichtigsten Prinzipien hergeben?

Du kannst jetzt gerne wie in anderen Foren (z.B. Spiegel) beissreflexartig mit den üblichen Keulen kommen (siehe auch Zitat), zeigst aber lediglich damit dass Du ausser Phrasen keinerlei Ahnung von Wirtschaft hast. Fakt ist dass die Schweiz und die EU sehr gut verzahnt sind und in Punkte Import und Export voneinander abhängen. Da ist nix mit "kappt die Leinen".
Wer meint, in dem Alpenstaat wohnen nur kleine hunzelige Bergtrolle, welche sich von Käse und Schoki ernähren, immer mal wieder ins Alphorn pusten und ihren Unterhalt mit Schwarzgelder und Touristenerpressung bestreiten sollte dringend einmal Nachhilfe nehmen. Genf ist ist eine der wichtisgten Drehscheiben im Rohstoffhandel. Ca. 50% des weltweiten Handels bei Getreide und Ölsaaten sowie ein ordentlicher Anteil am Rohöl wird darüber gehandelt und Zug ist die Drehscheibe für Bergbauprodukte. Wer Firmen wie Glencore, Nestle, Novartis, Roche, Swatch, Givaudan, ABB, Richemont und einige weitere nicht kennt sollte dringend einmal nachsehen, welche Umsatz- und Gewinnzahlen diese aufweisen oder beim nächsten Supermarkt-, Drogerie oder Arztbesuch genauer nachsehen, was da hinten auf den Etiketten der Packungen klebt.

Ich habe mich mal etwas hier in meinem Umfeld umgehört, und die eindeutige Antwort für das "Ja" war:
Wachstum ist gut, aber nicht um jeden Preis. Angekündigt waren etwa 5000-8000 Leute pro Jahr, die aufgrund des Abkommens mit der EU kommen sollten, und damit hatte keiner ein Problem. Jetzt rollen jeodch jedes Jahr etwa 80000 Leute in die Schweiz. Die Bevölkerung nimmt somit pro Jahr 1% zu und muss diese in einer Gegend unterbringen, welche aufgrund der Geografie (Berge etc.) jetzt schon eine Besiedlungsdichte der Niederlande aufweist (etwa 400 Leute/km2 - doppelt so hoch wie in .de). Damit einher gehen allerlei Probleme wie überfüllte Züge/Strassen und steigende Mietpreise. Somit waren recht viele einfach für "Erhalt der Schweiz auf Kosten von Wachstum". Vielleicht hat die Truppe mit dem Lied hier nicht ganz so unrecht: http://www.youtube.com/watch?v=MTSitlFXEX8 - wer weiss

Gleichzeitig findet zumindest in einigen Teilen (Tessin) ein Verdrängungskampf statt, bei denen Leute aus dem Süden in die Schweiz wandern und dort für weniger Geld (gerne auch schwarz) arbeiten, was der dortigen Bevölkerung stinkt. Entsprechend hoch war doch auch das Resultat für die Kontingente.


Ich seh es neutral und bin gespannt auf die Auswirkungen. Aber lieber leide ich als Wähler unter meiner eigenen Fehlentscheidung (und mache mich dafür dann verantwortlich) als dass ich alle 4 Jahre irgendwelche Volksvertreter ernenne, welcher irgendwelche Dinge für "alternativlos" erklären und mich bis zur nächsten Wahl wie ein Ochse am Nasenring durch die Manege und zum Schlachter ziehen.
 
becks0815 schrieb:
Wer meint, in dem Alpenstaat wohnen nur kleine hunzelige Bergtrolle, welche sich von Käse und Schoki ernähren, immer mal wieder ins Alphorn pusten und ihren Unterhalt mit Schwarzgelder und Touristenerpressung bestreiten sollte dringend einmal Nachhilfe nehmen.
nicht... Danke für das Weltbild zerstören...
 
Nachtrag:

Hat nicht lange gedauert: http://forum.spiegel.de/showthread.php?t=113169 zu "EU-Agrarpolitik: Merkel macht US-Genmais in Europa möglich", Antwort #3:
"Frau Merkel ist wohl bereit, so ziemlich alles auf dem Altar des Freihandels zu opfern und der Wille des Volkes scheint ihr dabei ziemlich gleichgültig zu sein. Mit Demokratie hat das nur noch wenig zu tun. Wir brauchen Volksabstimmungen wie in der Schweiz, auch wenn das Ergebnis manchmal unbequem ist. Die Menschen wollen nicht, dass sich alles nur den Bedürfnissen der Wirtschaft unterordnet! Wenn die Politik das verkennt, verspielt sie das Vertrauen der Bevölkerung."
 
becks0815 schrieb:
Genf ist ist eine der wichtisgten Drehscheiben im Rohstoffhandel. Ca. 50% des weltweiten Handels bei Getreide und Ölsaaten sowie ein ordentlicher Anteil am Rohöl wird darüber gehandelt...
das hat weder mit echter Wertschöpfung etwas zu tun noch beschäftigt das unmittelbar viele Leute. Hier dürfte auf mittlere Sicht allerdings auch ein ziemliches Risiko für die Schweiz liegen, wenn nämlich der Regulierungsdruck auf die Rohstoffmärkte zunimmt - dann kann das Geschäftsmodell so schnell ins Wanken kommen wie das der Schweizer Banken mit Schwarzgeld. Der Druck wird allerdings weniger aus der EU kommen als von den USA - und genau davor hat die Schweiz in der Bankenfrage gekuscht.

becks0815 schrieb:
...Zug ist die Drehscheibe für Bergbauprodukte ... Firmen wie Glencore ...
Xstrata/Glencore gelten nun nicht gerade als vorbildlich agierende Unternehmen - die Namen werden eher mit Ausbeutung, Gesudnheitsgefährdung und Korruption in Verbindung gebracht.

becks0815 schrieb:
Nestle, Novartis, Roche, Swatch, Givaudan, ABB, Richemont ...
Wieviel der Wertschöpfung von denen wird in derSchweiz erwirtschaftet? Gerade diese Unternehmen sind nicht unanfällig für internationale "Erschwernisse".

Im übrigen vergessen wir nicht so weltbewegende und absolut compliance-freie Unternehmen wie Fifa oder IOC :loldev:
 
gfm49 schrieb:
becks0815 schrieb:
Wieviel der Wertschöpfung von denen wird in derSchweiz erwirtschaftet? Gerade diese Unternehmen sind nicht unanfällig für internationale "Erschwernisse".

Davon war nie die Rede. Ich habe lediglich den Punkt "Die EU braucht die Schweiz nicht" aufgegriffen. Was sich wie in Zukunft ändert werden wir sehen. Vielleicht tut der Schweiz ja ein Dämpfer in der Wirtschaft gut. Eventuell wird der CHF dann etwas abgewertet und pendelt dann wieder bei den 1.50 CHF/Euro anstelle der jetzigen 1.20 CHF/Euro-Rate was den Leidensdruck der Tourismusbranche lindert und dort dann eben höhere Einnahmen erzeugt. Eventuell dürfen wir in ein paar Jahren neue Wechselkurse ausrechnen wenn es der Euro nicht überlebt, und dann sind alle jetzigen Drohgebährden eh für die Katz.

Immerhin finde ich einen Punkt gut: hier kann die Bevölkerung noch ihre Politiker einfangen während in der EU man 4 Jahre damit leben muss was man gewählt hat, ohne Einfluss nehmen zu können. Merkel und Co reagieren auf Volkswünsche erst wenn sich Protestparteien gründen, vorher gehen denen die Wünsche der Bevölkerung glatt am A* vorbei. Ich verweise da nur auf die Hektik in Punkt Netzfreiheit und neue Medien die bei den Alteingesessenen ausbrach als die Piraten am Horizont auftauchten (und die Entscheidungsträger in Internetbelang oftmals nicht einmal wussten was ein Browser so macht). Bei der AfD hielt sich die Panik zunächst mal in Grenzen da diese an der 5%-Hürde scheiterten, aber warten wir mal auf die EU-Wahlen. Wenn da die Eurokritiker ordentlich Gewinne einfahren kommt sicherlich eine zaghafte Reaktion. Was das Freihandelsabkommen mit den USA bringen wird wird sich auch zeigen. Da sind zwar die Lobbygruppen zugelassen, ansonsten ist das dumme Stimmvieh jedoch aussen vor (und darf auslöffeln was dabei raus kommt).

Daher: abwarten. Die Schweiz hat sich eben entschieden dass das Stimmvolk oft das letzte Wort hat und die Bevölkerung muss jetzt eben auch damit leben wenn die Entscheidung eventuell auf den ersten Blick nicht ganz optimal getroffen wurde. Woanders geht man einen anderen Weg und auch hier ist fraglich ob dies immer die beste Methode ist.
 
becks0815 schrieb:
Du kannst jetzt gerne wie in anderen Foren (z.B. Spiegel) beissreflexartig mit den üblichen Keulen kommen (siehe auch Zitat), zeigst aber lediglich damit dass Du ausser Phrasen keinerlei Ahnung von Wirtschaft hast. Fakt ist dass die Schweiz und die EU sehr gut verzahnt sind und in Punkte Import und Export voneinander abhängen. Da ist nix mit "kappt die Leinen".
Wer meint, in dem Alpenstaat wohnen nur kleine hunzelige Bergtrolle, welche sich von Käse und Schoki ernähren, immer mal wieder ins Alphorn pusten und ihren Unterhalt mit Schwarzgelder und Touristenerpressung bestreiten sollte dringend einmal Nachhilfe nehmen. Genf ist ist eine der wichtisgten Drehscheiben im Rohstoffhandel. Ca. 50% des weltweiten Handels bei Getreide und Ölsaaten sowie ein ordentlicher Anteil am Rohöl wird darüber gehandelt und Zug ist die Drehscheibe für Bergbauprodukte. Wer Firmen wie Glencore, Nestle, Novartis, Roche, Swatch, Givaudan, ABB, Richemont und einige weitere nicht kennt sollte dringend einmal nachsehen, welche Umsatz- und Gewinnzahlen diese aufweisen oder beim nächsten Supermarkt-, Drogerie oder Arztbesuch genauer nachsehen, was da hinten auf den Etiketten der Packungen klebt.
Die Thematik ist relativ simpel: die EU-Staaten haben ein BIP von 13 Billionen, die Schweiz ca. 500 Millarden. Dazu gehen etwa 8% der EU-Exporte in die Schweiz, andersrum aber sind es über 50% der schweizer Exporte, die in die EU gehen. Die EU-Wirtschaft hätte im Ergebnis keine Schwierigkeiten, wenn der Außenhandel mit der Schweiz (z. B. durch Zölle nach Aufkündigung der bilateralen Verträge) etwas sinkt, die Schweiz jedoch hätte dadurch ein massives Problem. Ergebnis: die EU sitzt am längeren Hebel, denn abhängig ist nur die Schweiz von der EU, aber nicht die EU von der Schweiz.
 
Marvin schrieb:
Der schweizer Wähler ist also deiner Meinung nach intelligenter als der deutsche Wähler? Interessant...
Zumindest ist der Schweizer Wähler solche Abstimmungen gewohnt und wird sich vermutlich daher generell auch politisch mehr interessieren, er ist somit informierter und denkt vielleicht weniger an sich, sondern eher ans "Gemeinwohl des Schweizer Volkes" ...

(Hoffen darf man das ja, oder :) )
 
Zurück
Oben