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Olli schrieb:Und die Idioten vom ORF haben sich heute wieder mal selber übertroffen, obwohl man von Sportübertragungen einiges gewohnt ist.
So sagte die an und für sich sehr gute Moderatorin Ingrid Thurnher, als Kardinalprotodiakon Medina Estevez in Kardinalsrot auf den Balkon trat: „Das ist der neue Papst“![]()
Obwohl das Prozedere in allen Zeitungen stand, war die werte Redakteurin total uninformiert. Dass die Kleidung eines Papstes nicht rot, sondern weiß ist, wußte sie auch nicht.
Damit hat der ORF wieder mal bewiesen, dass er in religiösen Fragen zu vergessen ist, ORF = Österreichischer Rotfunk sozusagen, Kirche ist uninteressant. Ich werde mich in Zukunft wieder auf die Übertragungen des 3. Programmes des Heimatlandes von Papst Benedikt XVI konzentrieren
Pomaprince schrieb:Grandiose Selbstdemontage, trincerone!
ich fand dich nämlich vorher auch schon total peinlich.
Stefan schrieb:es kommt vor allem darauf an, dass man auch anderen argumenten zugänglich ist - sich nämlich einer diskussionskultur nicht verschließt;
Aber keine Sorge: Für mich ändert sich nichts. ich fand dich nämlich vorher auch schon total peinlich. Spätestens seit dem Bild von dir in Ökopulli und diesen grässlichen Hausschuhen im Alagna-Thread ... aber das ist ja inzwischen glücklicherweise offline!

Aber ich nehme mir es auch raus, Wahlen in anderen Ländern, Programme von Parteien oder Entscheidungen von Unternehmen zu kommentieren und aus meiner Sicht zu beurteilen. Auch wenn sie vielleicht keine direkten Auswirkungen auf mich haben, ich sie aber dennoch als wichtig betrachte.
ich fand dich nämlich vorher auch schon total peinlich
Leider falsch. Bis auf Hotte Köhler hat meines Wissens niemand der genannten Herren im Zusammenhang mit der Papstwahl irgend etwas von Stolz geredet. Selbst Köhler schränkt ein:McMaf schrieb:Von daher sehe ich das von einer Seite wie der Bundeskanzler, der Bundespräsident, Müntefering oder Fischer: Man kann stolz sein auf einen deutschen Papst.
Weitere Zitate von sueddeutsche.de:Dass ein Landsmann Papst geworden sei, erfülle die Deutschen mit "besonderer Freude und auch mit ein wenig Stolz".
Bundeskanzler Gerhard Schröder hat die Wahl von Joseph Kardinal Ratzinger zum neuen Papst Benedikt XVI. als “große Ehre für Deutschland“ bezeichnet. Benedikt XVI. sei ein würdiger Nachfolger des gestorbenen Papstes Johannes Paul II. „Ich gratuliere ihm im Namen der Bundesregierung und aller Bundesbürger“, sagte Schröder am Dienstag in Berlin. Er freue sich schon jetzt, das neue Kirchenoberhaupt beim Weltjugendtag in Köln im August willkommen zu heißen.
Bundesaußenminister Joschka Fischer hat die Wahl von Kardinal Joseph Ratzinger zum Papst als einen Anlass zur Freude bezeichnet. Er hoffe, dass die Zusammenarbeit mit Ratzinger „genau so gut wird wie mit seinem Vorgänger“, sagte Fischer in Berlin.
Und jetzt bitte kein parteipolitisches und nationalstolzdurchtrieftes Gezänke. Mir geht es lediglich um korrekte Zitate.SPD-Chef Franz Müntefering gratulierte dem neuen Papst im Namen der Deutschen Sozialdemokratie „vom ganzen Herzen“. Joseph Kardinal Ratzinger sei „ein bedeutender Kirchenführer, der bisher schon eine wichtige Rolle gespielt hat“, sagte Müntefering am Dienstag in Berlin. Er sei überzeugt, dass er als neuer Papst „Gutes daraus machen wird“. Der Papst habe einen wichtigen Auftrag bei der Friedenssicherung in der Welt. Auch brauchten die Menschen Orientierung. Er denke, dass Benedikt XVI. dieses zusammenführen wird. Müntefering: „Die SPD wünscht Benedikt XIV. ein gutes Pontifikat“.
Da stehe ich auf einer Linie mit Marius. Sry aber wie glaubwürdig wäre die Kirche wenn sie sich der Masse anpassen würde? Wer nicht glauben will, wechselt die Religion oder sonstwas. Das hat Marius schon sehr gut ausgedrückt.
Zudem behaupte ich, dass der Glauben bei den meisten hier in Deutschland eh keine Rolle mehr spielt. Daher dürfte es die meisten eh nicht betreffen ob der Papst nun konservativ oder reformfreudig ist.
als “große Ehre für Deutschland“ bezeichnet
Unabhängig von den Pros und Contras der heutigen Papstwahl ist mir völlig schleierhaft, wie man aus der zufälligen Tatsache, aus dem gleichen Land wie der Papst zu kommen, "Stolz" ziehen kann. Denkt doch bitte mal etwas über dieses Wort nach. Wie kann man grundsätzlich auf irgendetwas stolz sein, wozu man NICHTS beigetragen hat
Unabhängig von dieser Diskussion finde ich allgemein, dass Stolz etwas positives ist, wenn er nach Innen wirkt, einen beflügelt und eine konstruktive Innere Kraft darstellt. Demgegenüber ist Stolz meines Erachtens etwas Negatives, wenn er nur nach Außen wirkt und sich in Ausgrenzung, Elitarismus und Borniertheit oder Arroganz widerspiegelt.
Interessanter Aspekt.trincerone schrieb:Bezüglich der Papstwahl denke ich, muss man durchaus die Fragen trennen, ob man nun stolz sein kann, dass jemand bestimmtes Papst geworden ist oder dass jemand aus unserem Land Pabst geworden ist. Wenn man sich als Mitglied unserer Gesellschaft und Wertegemeinschaft auffasst, dann kann man meines Erachtens durchaus sagen, dass es eine Ehre für diese Wertegemeinschaft und Gesellschaft ist, dass einer aus ihrer Mitte (dieser Punkt ist allerdings bei Ratzinger wiederum diskutabel) zum Pabst gewählt wurde, wie es der Bundeskanzler formuliert hat. Und wenn man sich slebst als gestaltendes Individuum dieser Wertegemeinschaft versteht, dann kann man da von mir aus auch ruhig ein wenig stolz drauf sein.
Ich persönlich sehe jedoch keine Wertegemeinschaft.
Trotzdem bleibt für mich als einzige Gemeinsamkeiten der Pass und die Sprache.
Richtig.trincerone schrieb:Um auf die Frage der Wertegemeinschaft zurück zukommen, meines Erachtens äußert sich der Pluralismus eher in Detailfragen, meines Erachtens existiert darüber ein recht einheitlicher Genralkonsens über Grundwerte unserer Gesellschaft: ich behaupte mal, dass die ganz überwiegende Mehrheit der Deutschen sich einig ist, dass
- Pressefreiheit etwas Gutes ist
- die Marktwirtschaft gegenüber der Planwirtschaft zu bevorzugen ist
- der Schutz der Bürgerrechte eine wichtige Rolle spielen sollte
etc. etc.
Das sehen aber Briten, Spanier, Brasilianer, Österreicher und Japaner mehrheitlich auch so und ist kein deutsches Meinungsmonopol. Deswegen kann man allein darauf auch keine deutsche Wertegemeinschaft begründen. Kurz gesagt, es gibt keine 'typisch deutschen' Werte. In Frieden, Freiheit und Wohlstand leben will jeder.
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