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Neues am Eckbauer – Garmisch-Partenkirchen

daGuschtl

Massada (5m)
Hallo,

sind Informationen zum geplanten Eckbauerbahn-Neubau bekannt? Im Internet habe ich nichts dazu gefunden, aber hier am Ort hört man es von Vielen. Auch von Mitarbeitern, die damals die neue Wankbahn gebaut haben.

Angeblich beginnt der Neubau/Abriss im Mai 2018 und ist auf 1 bis 1,25 Jahre angelegt. Angeblich soll das Ganze ca. 6 Millionen kosten und wird mit 20% gefördert. Leider sonst noch nichts bekannt.

Finds schad um die alte Bahn, aber anscheinend wird die Bahn so vom TÜV(?) nicht mehr abgenommen. Die Stützen müssen getauscht werden, weil die Köpfe nicht mehr aktuellen Sicherheitsanforderungen genügen und die Fundamente für die neuen/umgerüsteten Stützen/Köpfe unterdimensioniert sind. Angebllich kommen 4er Kabinen.

Grüße
Gustel
 
Letzter Betriebstag der Eckbauerbahn ist der 15. Oktober 18.

Auskunft vom freundlichen Mitarbeiter der grasseckseilbahn.

Schade um die Bahn, vor allem, da der Abriss nicht aus technischen Gründen erfolgt
 
Mist, hätte den Sommer über definitiv reingepasst, die Bahn zu besuchen, aber den Neubau hab ich irgendwie verdrängt gehabt. Jetzt wird’s wie so oft knapp, mal sehen ob es bei mir noch was wird.
 
Also im Prinzip find ichs natürlich schon auch schade um die Bahn, aber die Tatsache, dass man im Winter nicht mehr mit Skiern befördert wurde und noch mehr die Tatsache der hässlichen Gondelbemalungen/werbungen .. macht den Abschied für mich wenigstens etwas einfacher.
 
Ein weinendes aber auch ein lachendes Auge...
Die Barrierefreiheit birgt natürlich neue Möglichkeiten für Rollstuhlfahrer und Familien.
 
Weiß man schon welcher Hersteller die neue Bahn Bauen darf??? Das könnte Interessant werden...
Mario schrieb:
Ein weinendes aber auch ein lachendes Auge...
Die Barrierefreiheit birgt natürlich neue Möglichkeiten für Rollstuhlfahrer und Familien.
 
Tirolldk schrieb:
Weiß man schon welcher Hersteller die neue Bahn Bauen darf??? Das könnte Interessant werden...


Da eine Sanierung der alten Eckbauerbahn nicht wirtschaftlich ist und nun ein kompletter Neubau mit 6er Kabinen erfolgt, wird die Seilbahn von Doppelmayr erstellt werden. Nur für den Fall, dass die alten Stationsgebäude mit 4er Kabinen hätten weiterbenutzt werden können, hätte BMF den Auftrag bekommen.

Statt 27 Stützen wie die alte Eckbauerbahn wird die neue Eckbauerbahn nur noch 13 Stützen haben, also weniger als die Hälfte.

Sowohl die Talstation als auch die Bergstation wird komplett neu gebaut. Die Talstation wird zudem 4 Meter Richtung Nordosten verschoben. Aufgrund des kompletten Neubaus bestand nun kein Zwang mehr, sich auf 4er Kabinen festzulegen, sodass ab dem 01.05.2019, wenn die Sommersaison beginnt, 6er Kabinen zum Einsatz kommen werden. Insgesamt werden die 75 2er Kabinen durch 45 6er Kabinen ersetzt.

80 % des Gesamtumsatzes macht die Eckbauerbahn im Sommer. Das Sommergeschäft wird ab 2019 noch ausgebaut werden. Da aufgrund der Klimaerwärmung der Skibetrieb am Eckbauer eingestellt werden musste, konzentriert sich nun das Marketing auf den Ausbau des Sommergeschäfts.

Die Kombinationsfahrkarten Eckbauerbahn und Graseckbahn mit Essensgutscheinen werden ab Sommer 2019 verstärkt angeboten.

Der letzte Betriebstag der alten Eckbauerbahn ist der 07.10.2018; der erste Betriebstag der neuen Eckbauerbahn ist mit dem Beginn der Sommersaison auf den 01.05.2019 festgelegt.

_______________


Bedauerlicherweise lehnen die Deutsche Bahn und der Freistaat Bayern einen Haltepunkt Kainzenbad direkt an der Talstation der Eckbauerbahn bislang ab. Aktuell wird Kainzenbad nur am 31.12. und am 01.01., wenn das Neujahrsskispringen stattfindet, bedient. Ein regulärer Halt ist erst nach Ausbaumaßnahmen der Eisenbahnstrecke Garmisch-Partenkirchen - Mittenwald möglich.
 
Die üblich Verdächtigen waren heute vor Ort und haben sich das ganze am letzten Tag mal angesehen. Ein paar Eisenringe für die Fundamente sind schon vor Ort und man hat bei den Stationen schon ein paar Schilder entfernt. In den nächsten Tagen gibt es vielleicht ein paar Bilder.
 
Wenn auf Sommertourismus gesetzt wird, warum nimmt man dann noch 6er Kabinen und nicht 8er.
Da passen doch Fahrräder besser rein. Oder setzt man nur auf Wanderer?
 
Ram-Brand schrieb:
Wenn auf Sommertourismus gesetzt wird, warum nimmt man dann noch 6er Kabinen und nicht 8er.
Da passen doch Fahrräder besser rein. Oder setzt man nur auf Wanderer?


Ob jetzt bei der neuen Eckbauerbahn die Fahrräder innen oder außen transportiert werden, entzieht sich meiner Kenntnis. Wenn man für ein Standardfahrrad eine Länge von ca. 1,80 m annimmt, dann sollte ein Fahrrad auch mit einer Person in einer 6er Kabine Platz haben.

Hauptaugenmerk sind aber am Eckbauer die Wanderer und Spaziergänger. In der Gunst weit vorne liegt der Wanderweg zwischen der Bergstation der Eckbauerbahn und der Bergstation der Graseckbahn. (Höhendifferenz -340 m, Gehzeit 45 Minuten). Viele Fahrgäste der Eckbauerbahn fahren dann auch noch mit der Graseckbahn und / oder besuchen dann auch noch die Partnachklamm und kehren im Forsthaus Graseck oder in der Wildenau ein. Aufgrund der monatelangen Sperrung der Partnachklamm sind die Besucherzahlen für 2018 nicht repräsentativ, aber wenn es normal läuft, dann besuchen etwa 200000 Personen jährlich die Partnachklamm. Traditionell tummeln sich auch an Weihnachten viele Fußgänger am Graseck und in der Wildenau, da im Normalfall die Partnachklamm auch Weihnachten geöffnet hat. Das Geschäft läuft auch ohne Skifahrer sehr gut.

Für die Fahrradfahrer ist eher der Weg über Wamberg interessant, da Richtung Graseck schon extrem viele Fußgänger unterwegs sind; darunter oft auch nicht mehr ganz trittsichere Senioren, die zuvor mit der Eckbauerbahn gefahren sind. Den Weg vom Eckbauer zum Graseck (Höhendifferenz -340 m, Gehzeit 45 Minuten) schaffen normalerweise auch Leute, die körperlich extrem unfit sind. Der Weg ist sehr breit und völlig harmlos. Es stehen auch viele Sitzbänke zur Verfügung.

Die neue Eckbauerbahn bekommt auch eine Genehmigung für Nachtfahrten. Das ist aus mehreren Gründen wichtig.

Man hält sich so die Möglichkeit offen, im Berggasthof auch Abendveranstaltungen zu organisieren. Die Hahnenkammbahn in Kitzbühel fährt im Sommer sogar jeden Freitag bis 23.00 Uhr, weil man das Sommererlebnis fördern will. Eine Nachtfahrt in der Seilbahn wird immer mehr als Kick empfunden. Ich selbst habe das bei der Nachtfahrt in Palm Springs vor 2 Jahren in Kalifornien erlebt, als wir um 21.00 Uhr mit der Seilbahn gefahren sind.

Langfristig ist zur Förderung des Sommertourismus auch ein Alpincoaster am Eckbauer denkbar. Auch Alpincoaster werden zuweilen nachts benutzt. Ich denke, wenn das Geschäft gut läuft, dann wird es irgendwann auch am Eckbauer einen Alpincoaster geben. Mit 500 Höhenmetern Differenz ist der Eckbauer ideal für einen Alpincoaster geeignet.

Hinzu kommt noch, dass die EU ab April 2019 die Zeitumstellung abschaffen wird.

Deutschland, Österreich, Frankreich und Italien haben sich entschieden, dass dann ab April 2019 ganzjährig die Sommerzeit gelten wird. Die Schweiz hat sich noch nicht geäußert, was sie machen will.

Da Deutschland ab 2019 ganzjährig die Sommerzeit haben wird, bedeutet dies, dass es um Weihnachten erst gegen 9.15 Uhr hell wird. Die meisten Seilbahnen in den Alpen haben im Winter einen Betriebsbeginn um 8.30 Uhr; d.h. da ist noch nautische Dämmerung (Sonne mehr als 6 Grad, aber weniger als 12 Grad unter dem Horizont). Künftig ist also, wenn man im Winter wie üblich um 8.30 Uhr den Seilbahnbetrieb aufnehmen will, eine Genehmigung für Nachtbetrieb erforderlich. Die Eckbauerbahn hat da also vorgesorgt. Auch die Seilbahn Zugspitze braucht künftig im Winter, wenn Sommerzeit gilt, den Betriebsbeginn nicht von 8.30 Uhr auf 9.30 Uhr verschieben, da sie ebenfalls die Genehmigung hat, nachts zu fahren.
 
Hab heute beim Vorbeifahren ein paar Kabinen neben der Talstation unten stehen gesehen. Am Gebäude wurde von außen noch nichts erkennbares gemacht.
 
Ich bin mal neugierig, für welche Lösung sich Doppelmayr bei der Querung des Eselsgrabens entschieden hat.

Die klassische Lösung wäre natürlich, das man von den 13 Stützen die Stütze 7 als Niederhalter ausführt und die Stützen 6 und 8 als Tragstütze. Vermutlich hätte dann der Niederhalter pro Fahrbahn wahrscheinlich 12 Rollen; 8 Rollen reichen wohl nicht aus.

Möglich wäre aber auch, die Stütze 7 bergseitig ca. 200 m zu verschieben und dann als Tragstütze auszuführen; in dem Fall müsste aber, weil das Seilfeld von 600 m für eine EUB zu lang ist, die Stütze 6 deutlich erhöht werden und als Wechsellager ausgeführt werden.

Die Stützenanzahl von 13 lässt keine Schlussfolgerungen zu, wie Doppelmayr den Eselsgraben quert.
 
001v9ee8.jpg


Die alte Bahn ist weg, nur eine einsame Stütze steht noch an der Talstation.
 
Moin!

Gibt es eigentlich keine aktuellen Informationen und Bilder zur Eckbauerbahn?
Hier kommt nichts, auf der Homepage der Bahn nur Nichtssagendes, die Webcam im letzten Herbst
hängen geblieben, lediglich auf der Garmischer Schanzenkamera kann man etwas erahnen.

Bauen die da einen geheimen Prototypen oder warum diese Geheimhaltung?
 
Es stehen schon neue Stützen, Betonarbeiten an der Berg- und Talstation sind auch schon ausgeführt wie ich der
Geo-Alpin HP entnehmen konnte, gäbe also schon etwas zu berichten.

Insbesondere vom Betreiber hätte ich ein Tagebuch erwartet, die Eckbauerbahn HP ist aber nur
ein auf volkstümlich getrimmter Witz ohne Informationswert.

Dabei brauchen die doch nur den großen Nachbarn fragen wie man so etwas handhaben kann.
Auch Bauberichte sind Werbung!
 
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