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Neues am Flumserberg

Es wird ein 6er, halb mit, halb ohne Hauben.
 
Finde ich schön, dass es in dieser Problematik auch mal solche unaufgeregte neutrale Berichte gibt. Die Einwände der Verbände scheinen mir durchaus vernünftig zu sein.
 
Wunderbar schön finde ich vor allem wieder mal dass die Gegner, zumindest laut diesem Artikel, selber zugeben von der ganzen Sache keine Ahnung zu haben. Das hindert sie dann allerdings nicht einfach mal aus Prinzip dagegen zu sein.
Wenn nicht mal WWF und Pro Natura wissen wie es sich mit sauren Wiesen so verhält, wer um alles in der Welt soll es dann wissen? Auf dieser Basis ist eine Einsprache überhaupt nicht gerechtfertigt, was die Wundertüte Bundesgericht an ihren guten tagen aber auch durchaus anders sehen kann.
Die Wildschutzgebiete, anscheinend alle ausserhalb der von Pisten und Liften tangierten Raumes liegend, gibt es ja schon und für die paar uindert Meter Absperrseile und ein Dutzend Infotafeln zu bekommen muss man nun wirklich keine Einsprache machen.
Wieder mal nichts als sture Prinziupienreiterei.
 
Ja genau. Mir kommt es auch so vor, als würden die Umweltverbände prinzipiell einfach gegen jede Neuerschliessung einsprechen. Diese Kreise machen sich je länger je lächerlicher. Beim Verbindungslift zwischen Lenzerheide Ost und West kann ich mir auch beim besten Willen nicht vorstellen, wie man das umwelttechnisch begründet. Aber das gehört ja hier nicht hin :)
 
Ich werde manchmal den Eindruck nicht los, dass die bekannten Umweltverbände bei jeder Skigebietserweiterung einfach mal Einsprache erheben, damit Einsprache erhoben ist. Zum einen, weil für die jede Erweiterung eine zuviel ist, zum zweiten, weil es deren Stolz nicht zulässt, so eine Erweiterung widerstandslos zu schlucken und zum dritten um andere Gebiete vor Erweiterungen abzuschrecken.
 
Naturbahnrodler schrieb:
Finde ich schön, dass es in dieser Problematik auch mal solche unaufgeregte neutrale Berichte gibt. Die Einwände der Verbände scheinen mir durchaus vernünftig zu sein.
Volle Zustimmung
 
Theo schrieb:
Wenn nicht mal WWF und Pro Natura wissen wie es sich mit sauren Wiesen so verhält, wer um alles in der Welt soll es dann wissen?
So hat man beim Asbest und Amalgam sicher auch argumentiert, "Wenn niemand weiss, dass es schlecht ist, dann wird's schon gut sein". Man sieht ja was dabei herausgekommen ist.
 
Mit diesem, hinkenden, Argument kann man jeglichen Fortschritt in sämtlichen Lebensbereichen (und dazu zähle ich auch einen Ausbau eines Skigebiets) von vornherein abwürgen. Man wird nie alle möglichen Nebenwirkungen im Voraus wissen. Ich nehme an, Du benutzt auch ein Handy und weisst nicht wirkklich, ob es nicht doch gesundheitsgefährend ist...
 
Natürlich kann man nie alles ausschliessen. Trotzdem sollte man gewisse Standards einhalten wenn neue Technologien gemacht werden. Mein Unternehmen muss auch eine CE Zertifizierung machen wenn es ein neues Produkt auf den Markt bringt. Und ungetestete Medikamente möchtest du ja wohl auch nicht einfach schlucken?
 
Ja, aber Beschneiungsanlagen gibt es auch nicht erst seit gestern...
 
Hmm, ich finde diese Einwände schon ein bisschen komisch, da die Bergbahnen die Umweltverbände bereits im Rahmen der Planung und vor Einreichung der Projektunterlagen bei den Behörden in die Überlegungen eingebunden hatten. Schon da hätte man (wenn man gewollt hätte) seine Bedenken äussern können. Aber leider ist bei vielen Umweltverbänden anscheinend so, dass jedes neue Projekt verhindert werden sollte...
 
ski-chrigel schrieb:
Ja, aber Beschneiungsanlagen gibt es auch nicht erst seit gestern...
... und man weiss auch nicht erst seit gestern, dass Beschneiungsanlagen umwelttechnisch problematisch sind.

Richie schrieb:
Hmm, ich finde diese Einwände schon ein bisschen komisch, da die Bergbahnen die Umweltverbände bereits im Rahmen der Planung und vor Einreichung der Projektunterlagen bei den Behörden in die Überlegungen eingebunden hatten. Schon da hätte man (wenn man gewollt hätte) seine Bedenken äussern können.
Das hat man sicher gemacht. Warscheinlich wurden die Einwände halt einfach ignoriert, so wie bei der Oberlandautobahn.

Zur Info, die entsprechenden Flachmoore sind im regionalen Inventar, aber nicht im Bundesinventar. Man wird sich wohl auf eine Kompromisslösung einigen.
 
Na ja, wenn man die Berichterstattung in den Zürcher Zeitungen mitverfolgt hat, wurden zumindest gemäss Aussage der Bergbahnen verschiedene Wünsche und Anregungen der Naturschützer berücksichtigt und umgesetzt. Insofern hat diese Einsprache aus meiner Sicht ein gewisses Geschmäckle... Aber warten wir mal ab wie und wann sie sich einigen...
 
Naturbahnrodler schrieb:
Das hat man sicher gemacht. Warscheinlich wurden die Einwände halt einfach ignoriert, so wie bei der Oberlandautobahn.
Das würde ich jetzt nicht behaupten. Es ist wohl eher so das die Bergbahnen Konsension gemacht haben und der Auffassung sind das reicht.
Naturbahnrodler schrieb:
Zur Info, die entsprechenden Flachmoore sind im regionalen Inventar, aber nicht im Bundesinventar. Man wird sich wohl auf eine Kompromisslösung einigen.
Bei der geplanten Bahn ist es doch so, das man so wenig Geld ausgeben will wie möglich. Das führt dann dazu das die Stützen aus Umweltsicht nicht optimal platziert sind. Wenn man das überarbeitet lässt sich sicher keine Konsenslösung finden.
 
Ich lese das anders, kritisch sind vor allem die Pisten. Wer im Sommer schon mal dort war, weiss dass diese Mootgebiete nicht einfach ein Hirngespinst der Vereine sind. Hier sind diese Gebiete eingezeichnet:
http://map.bafu.admin.ch/?Y=737740.75&X=213966.25&zoom=8&bgLayer=ch.swisstopo.pixelkarte-grau&layers=ch.bafu.bundesinventare-flachmoore,ch.bafu.bundesinventare-flachmoore_regional&layers_opacity=0.7,0.7&layers_visibility=true,true&lang=de

Ein Bild dazu: http://www.panoramio.com/photo_explorer#view=photo&position=52&with_photo_id=58366401&order=date_desc&user=1620585

Vergleicht man das mit dem geplanten Pistenplan: http://www.flumserberg.ch/NR/rdonlyres/2FC68950-DA2D-4D46-9EE9-0B6621D1EF9A/0/ErweiterungPan%C3%BC%C3%B6lneu.jpg fällt auf, dass genau die Piste als beschneit (blau hinterlegt) markiert ist, welche zwischen den beiden Flachmooren durchführen wird.

Ich mag Skifahren auch, aber ich will nicht, dass solche Moore dafür zerstört werden. Ich glaube die meisten Alpinforum-Member sollte wissen was so ein Bau einer Beschneiung mit sich bringt.
 
Ist denn die Beschneiung dort so wichtig? Könnte man die nicht einfach weglassen?
 
Ist halt alles Südhang. Aber man könnte wohl eine der äusseren Pisten beschneien. Ich hoffe, es wird auf so etwas hinauslaufen. Am libsten wäre mir, man würde die bestehende Piste beschneien, dort bräuchte es minimale zusätzliche Eingriffe und da dort auch der Flurweg zum Machgenlugge schon ist, "verbaut" man nichts das nicht schon "verbaut" ist.
 
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