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Neues am Grossglockner Heiligenblut

Dann wird es kommende Saison dort wohl so aussehen, nachdem der Seppenalmlift ja auch kaum läuft. Das Gebiet um die Hälfte kastrieren und dann 53€ für die Tageskarte verlangen, Respekt :lach: :wall: ^

Viele Grüße
 

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  • Heiligenblut 2024.jpg
    Heiligenblut 2024.jpg
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Da bleibt nur zu hoffen, dass sich das deutlich in den Besucherzahlen niederschlägt. Eigentlich wünsche ich das ja keinem Skiort, aber wenn man so gierig vorgeht, hat man es nicht besser verdient!
 
Hier der letzte Stand:
Heiligenblut 2024.jpg
 
Heiligenblut ist eigentlich auf meiner Liste noch zu besuchender Schigebite gestanden, aber das derart kastrierte Schigebiet, als Beschäftigungsanlagen nur mehr Gondelbahnen, wird mich wohl nie mehr veranlassen, dort hin zufahren.
 
Naja was da passiert, scheint ja offensichtlich zu sein. Aus dem Presseartikel: „Es müssten 5000 Betten sein und es sind 1500“.

Realistisch betrachtet, scheint da jemand „latent“ Druck aufbauen zu wollen, damit sich Ersatzinvestitionen lohnen und/oder geplante Hotels/Übernahmen etc. funktionieren…
 
Ist ein übersichtliches, aber sehr feines Gebiet und was für eine dämliche Aktion ist das nun? 3 schlepplifte,die an wiederholungsfahrt en was hermachen in dem sowieso nicht grossen Gebiet, werden nicht laufen? Der hochfleisslift, wegen dem wir unter anderem in den 90ern mit Familie dahin führen, auch nicht? Gerade dieser lockt doch Gäste an, bzw die Abfahrten dort. Sicher könnte man die auch mal zu ksbs umbauen. Aber solche landschaftlichen Schwergewichte rauszuziehen aus dem Betrieb ist schon Irrsinn. Und dann im selben Atemzug was von Zukunft faseln.
Edit:Der war sowieso nur noch ersatzanlage? Ich hoff, der geht wenigstens, wenn tauernberg schon dicht ist. Ständig für ne Wiederholung zum schreck. die skier abschnallen, hätte ich keinen Bock
 
Was ist aus dem seppenalm lift geworden? Im Plan ist er noch drin, aber in der bergfex-Legende nicht mehr. Läuft der schon gar nicht mehr? 600 Meter Höhenunterschied. Wenn das auch noch so wäre, dass der kaltgestellt ist, was soll man noch in heiligenblut, wenn alle höhenmeter Wiederholungngsanlagen weg sind?
 
Ah, hier geht's weiter, nicht nur in Medienberichten.hab echt überlegt, wieder mal dahin zu fahren für 3 oder 4 Tage.und hab mich auf hochfleisslift gefreut und seppenalm (ja, früher konnte man den noch fahren) Aber das wars dann wohl.
 
Das erinnert mich stark an Crans-Montana, wo der Vitek auch die EUB Aminona ersatzlos gestrichen (und ein paar Pisten in Routen umgewandelt) hat, das war ein Zubringer und die Ortschaft ist jetzt gar nicht mehr angebunden. Dann hat er an Ostern die Lifte mal für ein paar Tage illegalerweise ganz geschlossen (das BAV wurde auch tätig), weil er mit der Gemeinde nicht einig war. Und natürlich hat er die Preise massiv erhöht (iirc auf 89 Franken pro Tag), übrigens ist der Vitek Milliardär, der bräuchte das also gar nicht.

Inzwischen will der das Skigebiet wieder verkaufen, findet aber keine Käufer.

All das beweist eigentlich einmal mehr, dass meistens die Übernahme von Skigebieten durch "Investoren" eher dazu führt, dass abgebaut und verteuert wird, der Niedergang der Region einsetzt und dann die "Investoren" wie Heuschrecken weiterziehen, scheint ja beim Schröcksnadel genauso zu sein.

Die einzige mir bekannte Ausnahme ist der Sawiris in Andermatt, wobei auch der nicht durchgezogen hat (Verbindung Gemsstock, Verbindung Disentis), obwohl er natürlich vorher viele wichtige und große Investitionen durchgeführt hat, und dann an Vail Resorts verkauft hat.

Da sind Unternehmen wie in Ischgl deutlich nachhaltiger, die gehören afaik den örtlichen Hoteliers und Familien, und sind nebenbei auch unter den wirtschaftlich erfolgreichsten Seilbahngesellschaften.
 
Man sieht am Beispiel Crans Montana deutlich, dass eine Kappung des Angebots im Skigebiet zwar vorübergehend Kosten einspart, langfristig aber eben sicher nicht zu einer Attraktivitätssteigerung und damit verbundenen höheren Nächtigungszahlen führen wird. Das Gegenteil ist der Fall: Weniger attraktives Skigebiet (bei gleichen oder sogar höheren Preisen) führt fast immer zu weniger Gästen in der Folge.
Das werden wir leider auch in Heiligenblut sehen und das Skigebiet wird in Zukunft auch mit den dauerhaft geschlossenen Schleppliften mehr und mehr finanzielle Schwierigkeiten bekommen.
Leider, das Heiligenblut ja vom Layout her und wegen der Tunnelbahn ein besonders Skigebiet ist.


j-d-s schrieb:
Das erinnert mich stark an Crans-Montana, wo der Vitek auch die EUB Aminona ersatzlos gestrichen (und ein paar Pisten in Routen umgewandelt) hat, das war ein Zubringer und die Ortschaft ist jetzt gar nicht mehr angebunden. Dann hat er an Ostern die Lifte mal für ein paar Tage illegalerweise ganz geschlossen (das BAV wurde auch tätig), weil er mit der Gemeinde nicht einig war. Und natürlich hat er die Preise massiv erhöht (iirc auf 89 Franken pro Tag), übrigens ist der Vitek Milliardär, der bräuchte das also gar nicht.
Was glaubt du warum der Milliardär ist? Genau wegen solcher Aktionen und nicht weil er Skigebiete kauft und dann die Preise senkt um den Skifahrern etwas Gutes zu tun...
 
Der Vitek hat sein Vermögen aber mit "normalen" Immobiliengeschäften gemacht und nicht mit Skigebieten. Außerdem meine ich gehört zu haben, dass er besonders stark von der Privatisierung der staatseigenen Betriebe der CSSR nach dem Zusammenbruch des Kommunismus profitiert hat...

Erfolg hatte er jedenfalls definitiv nicht: https://www.nzz.ch/wirtschaft/crans-montana-radovan-vitek-zieht-sich-aus-dem-skigebiet-zurueck-ld.1710993
Kaufpreis den Vitek gezahlt hat: 225 Mio. Franken
Wert heute laut eigenem Geschäftsbericht: 50 Mio. Euro

Haben will er übrigens 80 Mio. Franken, aber auch die zahlt ihm keiner.

Und wie kam es dazu? Eben weil er nicht investieren wollte, im Sinne eines attraktiveren Skigebiets, sondern sogar das Angebot reduziert und den Preis massiv erhöht hat.
 
Das ist schon klar.
Was ich sagen wollte: Wenn man Milliardär wird, hat man nichts zu verschenken. Das kommt daher, dass man investiert und das Maximum rausholen will. Egal ob mit Immobilen, Unternehmen, Skigebieten oder anderen Investments.
Manchmal geht es gut und er verdient ordentlich und hin und wieder langt er auch mal daneben (Crans Montana).
Wenn er mehrheitlich Geld in den Sand gesetzt hätte wäre er heute keine Milliardär :wink:.
 
Das Ganze erinnert mich stark an die Situation in der Innerkrems, denn auch dort wird die mangelnde Bettenkapazität als Hauptgrund für die schlechte finanzielle Lage angegeben - momentan hat das Skigebiet ja LSAP-Status. Es existiert aber ein millionenschwerer Plan zur Wiederbelebung, der beispielsweise den Ausbau der Bettenkapazität von derzeit rund 500 auf über 2000 Betten vorsieht.
Seit der Saison 2020/21 stehen laut Medienberichten die Lifte auf der Kärntner Seite still (2021/22 lief meines Wissens nach noch der Strasseralm I, 2022/23 gar kein Lift mehr) - ob das in ein paar Jahren auch in Heiligenblut passieren könnte, wenn sich kein Investor für die Hotellerie findet?
 
Es ist einfach albern, egal ob crans oder heiligenblut. Wenn man attraktiv aus einer Investition was rausschlagen will, muss man investieren. Das dauert halt auch mal länger, bis es Gewinn abwirft. Durch drastische Kürzungen im Angebot wird das nicht funktionieren, insbesondere bei vorher recht ansehnlichen Skigebieten wie crans, und auch heiligenblut.
 
tobi27 schrieb:
Das Gebiet um die Hälfte kastrieren und dann 53€ für die Tageskarte verlangen, Respekt :lach: :wall: ^
Und beim Skipaßverbund "Ski Hit Osttirol" macht man auch nicht mit, unverständlich!
Ja, ich weiß, es liegt schon in Kärnten. Aber die Anfahrt von Lienz ist auch nicht viel weiter als nach Kals oder St. Jakob, und auf jeden Fall kürzer als zum Mölli oder Ankogel, welche mit dabei sind.
Wir sind vor zwei Jahren sogar von Virgen aus zum Mölli. Nach Heiligenblut wären wir, wenn der Skipaß dort gegolten hätte... so halt nicht.
 
zonk schrieb:
Es ist einfach albern, egal ob crans oder heiligenblut. Wenn man attraktiv aus einer Investition was rausschlagen will, muss man investieren. Das dauert halt auch mal länger, bis es Gewinn abwirft. Durch drastische Kürzungen im Angebot wird das nicht funktionieren, insbesondere bei vorher recht ansehnlichen Skigebieten wie crans, und auch heiligenblut.
Das ist halt schwierig in Heiligenblut.
Da ist zu viel unter Naturschutz.
Höhenlage und Berge sind da.
Aber wo soll man da ein gutes und großes Skigebiet bauen wenn fast alles unter Naturschutz steht.
 
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