Ein Artikel über das Gebiet aus den Oberösterrischen Nachrichten:
Im Böhmerwald steht der Winter unter dem Motto "Family Mountain". Das bedeutet nicht nur Spaß für die Kleinen. Hier kommen alle auf ihre Rechnung.
"Wir haben unser Skigebiet familiengerecht präpariert", sagt Richard Brillinger, "verstecken brauchen wir uns jetzt nicht mehr." Das beweisen die Zahlen: Mit 221.000 Gästen im Geschäftsjahr 2003/2004 liegt der Hochficht in Oberösterreich auf Platz zwei nach Hinterstoder. "Das sind 17 Prozent mehr als im Vorjahr", sagt Brillinger, Geschäftsführer der Skilifte am Hochficht.
2,5 Millionen Fahrten bedeuten ein Plus von 28 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der Erfolg beruht nicht nur auf den guten Bedingungen des Skigebietes. Sowohl die Europacup-erprobten FIS-Strecken als auch die Familienabfahrten sind ohne Maut oder Stau zu erreichen.
Ständige Erweiterung
Es sind vor allem die laufenden Veränderungen, die das Skigebiet auszeichnen: Der beliebte Rehberg-Lift wurde erweitert und verbindet das Hochfichtzentrum mit dem Schwarzenberg. Den Zwieselberg kann man nun mit einem Vierer-Sessellift erobern. 2200 Personen können damit pro Stunde befördert werden. Insgesamt warten bereits mehr als 300 neue Parkplätze aufs heurige Schneetreiben.
Das nördlichste Wintersportgebiet Österreichs wächst über seine Grenzen hinaus. Während im "Snow-Park Ficht" unterhalb des Hochfichtgipfels der Freestyle geprobt wird, übt der Ski-Nachwuchs im "Sunny's Kids Park". Dort gibt es als Aufstiegshilfe einen Zauberteppich - ein 50 Meter langer Förderbandlift.
Familien lädt das "Gasthaus zum Überleben" ein, an dem ein Babylift direkt vorbeiführt. Da können Eltern und Großeltern ihre Kleinen von der Terrasse aus beobachten. Skischule und Skiverleih runden das Angebot ab.
"Es soll aber nicht der Eindruck entstehen, wir hätten ein Skigebiet nur für die Kleinen", sagt Brillinger. "Das würde viele Interessierte ausklammern." Am "Family Mountain" sollen alle Generationen ihren Schneespaß haben. Und Annehmlichkeiten: Mit Hotelgutscheinen etwa können Gäste in den Skihütten einen Teil der Vollpension vor Ort genießen - Rentabilität ohne Umweg.
"Zwiesel Family" bezeichnet keine Runde von Stammgästen, sondern die neue Panorama-Piste. Der Blick zu Rehberg und zu Hochficht-Abfahrten lohnt jeden Einkehrschwung.
"Früher waren wir ein Liftunternehmen. Jetzt sind wir zu einer Skischaukel geworden", sagt Richard Brillinger, der seine Begeisterung nur schwer verbergen kann. Schließlich hat er kräftig mitgewirkt, den Hochficht zum Skiparadies zu machen.
"Bei uns sollen nicht nur die Kleinen, sondern alle Generationen Schneespaß haben."
vom 20.11.2004