Neues am Hochwang – Goldgruben

Aus der heutigen Aroser Zeitung:

„Das Team Neustart Hochwang hat sein Ziel, 800'000 Franken zu sammeln, fast erreicht. Es fehlen nur noch rund 75'000 Franken.Nebst dem finanziellen Ziel ist für den Neustart eine weitere Voraussetzung, dass die politischen Weichen für eine Revision des Tourismusgesetzes und einen jährlichen Beitrag zugunsten der Sportbahnen Hochwang AG gestellt werden. Dies sei auf gutem Weg, so Peter Beeli vom Team Neustart Hochwang. Weil auch die Verhandlungen mit den privaten Ankeraktionären sehr konstruktiv verlaufen sind, ist man überzeugt, dass die noch notwendigen 75 000 Franken gesammelt werden können. Daher hat das Team Neustart entschieden, keine Zeit zu verlieren und die Aktienmehrheit der Sportbahnen Hochwang AG nun schnell zu übernehmen sowie den Verwaltungsrat neu zu besetzen. Voraussichtlich wird dies bereits Mitte März 2024 der Fall sein. «Ursprünglich hatten wir damit gerechnet, die Übernahme von den privaten Ankeraktionären erst gegen Ende April zu vollziehen.» Der Verein Interessengemeinschaft Hochwang (IGH) wurde in der Zwischenzeit gegründet. Er wird zunächst als Käufer der Mehrheitsaktienanteile der SBH auftreten. Der künftige Verwaltungsrat der SBH ist komplett und wird sich aus den folgenden Personen zusammensetzen:

• Peter Beeli, VR-Präsident (Peist), Head Sales Siemens Schweiz
• Karin Manser (Hombrechtikon/Fatschél), dipl. Ing. ETH und Lead Group Sustainability bei Alpiq
• Rico Frischknecht (Chur/Fatschél), Mitinhaber vico group Chur
• Svein Andresen (Basel/Fatschél), Mitglied des Aufsichtsrats der Dänischen Finanzaufsichtsbehörde
• Alex Studer (Maienfeld/Fatschél), Mitglied des Managements der Integra Biosciences AG
• Patric Iten (bisher, Arosa), Vertreter der Gemeinde Arosa und Mitglied der Direktion bei UBS

Nachdem die Sportbahnen nun eine Wintersaison stillgestanden sind, will sich das Team Neustart nun schnellstmöglich den nötigen Revisionen und den verschiedenen Saisonvorbereitungs- und Optimierungsmassnahmen zuwenden, die nötig sind. Die Sportbahnen Hochwang AG verfügt aktuell über keine flüssigen Mittel mehr und ist kaum handlungsfähig, bis die Kapitalerhöhung vollzogen und die Gesellschaft «auf breiten Schultern» neu aufgestellt ist. «Mit dem beschleunigten Vorgehen erreichen wir, bereits Mitte März mit dem Einziehen der Spenden und der Aktienzeichnung zu starten, die Übergabe von den jetzigen Mehrheitsaktionären zu organisieren und die Gesellschaft schnellstmöglich aus dem Dornröschenschlaf zu wecken», heisst es in einer Medienmitteilung.“
 
švi-nigel schrieb:
Dieses Timeout ist richtig und wichtig in der jetzgen Situation. So kann man das ganze in Ruhe neu aufgleisen. Die Erwartung, dass der Sonnenberg nun still und leise zu Grabe getragn wird ist allrdngs Chabis. Man würde die Bestatter geteert und gefedert aus dem Tal jagen. Ich bin überzeugt, dass man in nächster Zeit zusammen mit der Gde nachhaltige Lösungen findet und die Hochwanglifte im Winter 24/25 wieder laufen.
Na alsdann! :ja:
 
@Luftfreak71: Alter Wein in neuem Schlauch? :lach:
 
Aus der jüngsten Ausgabe der Aroser Zeitung:

„Die Teilrevision des Aroser Tourismusgesetzes ist ein weiterer Baustein für den angestrebten Neustart am Hochwang. Es geht um rund 150 000 Franken, welche die Sportbahnen Hochwang dadurch jährlich bekommen würden. Dies durch eine Erhöhung der Beherbergungs- und Tourismusförderungsabgaben im Tal. Der Ansatz hier beträgt aktuell in der Ortschaft Arosa 100 Prozent (Zone A) und in den Talortschaften 30 Prozent (Zone B). Die IG Hochwang hatte vorgeschlagen, diese im Mittelschanfigg (St. Peter-Pagig, Molinis und Peist) auf 60 Prozent zu erhöhen und sie in den anderen Talortschaften bei 30 Prozent zu belassen. Dadurch würden ebenjene 150 000 Franken generiert, welche die Sportbahnen benötigen. Das Gemeindeparlament Arosa stimmte nun am vergangenen Donnerstag dieser Teilrevision des Tourismusgesetzes zu. Da auch zwei Gegenstimmen dabei waren, haben die Aroser Stimmbürgerinnen und Stimmbürger das letzte Wort.

Interessanterweise war der Gemeindevorstand mit einem anderen Vorschlag ins Parlament gegangen: Auch in den anderen Talortschaften sollte der Ansatz der Beherbergungs- und Tourismusförderungsabgabe von 30 auf 60 Prozent erhöht werden. Diesen Antrag lehnte das Gemeindeparlament jedoch ab und stimmte stattdessen für den ursprünglichen Vorschlag, den die IG Hochwang eingebracht hatte.

Die Sportbahnen Hochwang streben mittelfristig einen «schlanken Bahnbetrieb» an, dazu gehören eine Reihe von betrieblichen Optimierungen. Eine Ausweitung des Bahnbetriebs in den Sommer ist aktuell nicht geplant, wohl aber befürworte man eine Ausweitung respektive Sicherung des bestehenden Sommerangebots, eben ohne Betrieb der Anlagen. «Unser Fokus gilt dem Kerngeschäft.» Und das sieht für die IG Hochwang konkret so aus:

• Fokus auf Personentransport = Sportbus, Sesselbahn, Skilift, Pisten und Winterwanderwege,
• betriebliche Optimierungen: Preispolitik, schlanke Organisation,
• Gastronomie: Fokus auf Gastroangebot im «Triemel» mit Pächter – mit weniger Risiko für SBH,
• engagierte Köpfe, gutes Leitungsteam.

Insgesamt müsse man an den Anlagen einige Anpassungen vornehmen, dem Alter entsprechend seien diese aber in einem guten Zustand. Der Saisonstart ist für den 21. Dezember 2024 geplant. Für die Zukunft wird auch ein Beschneiungskonzept geprüft. Allerdings braucht es dazu einen Investor. «Das übersteigt unsere Möglichkeiten im Moment. Aber es wird sicher ein Thema sein.»"
 
Basalt schrieb:
Interessanterweise war der Gemeindevorstand mit einem anderen Vorschlag ins Parlament gegangen: Auch in den anderen Talortschaften sollte der Ansatz der Beherbergungs- und Tourismusförderungsabgabe von 30 auf 60 Prozent erhöht werden. Diesen Antrag lehnte das Gemeindeparlament jedoch ab und stimmte stattdessen für den ursprünglichen Vorschlag, den die IG Hochwang eingebracht hatte.
Merssi fürs Update! Warum wurde denn der Vorschlag des GdeVorstand abgelehnt? Das wär doch noch solidarischer gewesen und hätt noch mehr Geld für den Hochwang lukriert? :gruebel:
 
Geplant war eine einheitliche Zone B mit einem neuen Satz von 60%. Es ging dabei dem Gemeindevorstand vor allem auch um die generelle Solidarität innerhalb der Gemeinde Arosa in der Annahme, dass alle Talorte von der Wiedereröffnung der Sportbahnen Hochwang einen direkten Nutzen hätten. Dem Hochwang wäre aber nicht mehr Geld zugeflossen: Die Fr. 150 000 übersteigenden Mehreinnahmen wären für andere Tourismusprojekte in den Talorten verwendet worden (z.B. Bikewege, Ausbau des Bogenparks, Kino in Molinis etc).

Gegen den allgemein höheren Satz gab es aber Widerstand, vor allem im Hinblick auf Langwies, wo man fürchtete, dass (erneut) höhere Tourismusabgaben gewisse lokale Beherbergungsbetriebe zu stark belastet hätten. Langwies ist touristisch traditionell Arosa-orientiert, nur wenige Einheimische und Langwieser Gäste gehen regelmässig am Hochwang Skifahren. Ich persönlich hätte den generellen 60%-Satz in den Talorten klar bevorzugt aber die vorliegende Lösung wird es an der nun nötigen Volksabstimmung wohl (noch) einfacher haben.
 
Das Gemeindeparlament Arosa hat die Erhöhung der Tourismusabgabe in St. Peter, Pagig, Molinis und Peist von 30 auf 60 % zur Finanzierung des strukturellen Defizits der Sportbahnen Hochwang genehmigt. Das letzte Wort hat nun das Aroser Stimmvolk, die Abstimmung darüber findet am kommenden 9. Juni statt.
 
Basalt schrieb:
Das Gemeindeparlament Arosa hat die Erhöhung der Tourismusabgabe in St. Peter, Pagig, Molinis und Peist von 30 auf 60 % zur Finanzierung des strukturellen Defizits der Sportbahnen Hochwang genehmigt. Das letzte Wort hat nun das Aroser Stimmvolk, die Abstimmung darüber findet am kommenden 9. Juni statt.
Das Aroser Stimmvolk hat heute die Vorlage erwartungsgemäss mit 595:317 Stimmen bei einer Stimmbeteiligung von rund 42 Prozent angenommen. Der Ja-Stimmen-Anteil beträgt über 65%. Der Skibetrieb am Hochwang ist somit bis auf weiteres gesichert. :top:
 
Aus der aktuellen Aroser Zeitung:

"Harry Stix wird per 1. August 2024 neuer Geschäftsleiter der Sportbahnen Hochwang. Der Verwaltungsrat der Sportbahnen hat den 52-Jährigen an seiner Sitzung vom 31. Mai zum neuen Geschäftsleiter des Unternehmens ernannt. «Dies ist ein wichtiger Meilenstein für einen erfolgreichen Neustart des Skigebiets am 13. Dezember 2024», heisst es in einer Medienmitteilung. Harry Stix ist gelernter Betriebswirt und verfügt über langjährige Erfahrung in der Bergbahn- und Tourismusbranche. Der Tiroler war von 2004 bis 2022 Geschäftsführer der Bergbahnen Rosshütte in Seefeld-Tirol-Reith, ein bekanntes Familienski- und Wandergebiet im Seefelder-Plateau mit zehn Liftanlagen sowie fünf Restaurants und Berghütten.

Peter Beeli der Verwaltungsratspräsident der Sportbahnen Hochwang freut sich sehr, dass diese Schlüsselposition schon frühzeitig besetzt werden konnte: «Mit seiner Persönlichkeit und grossen Führungserfahrung, passt er hervorragend in unser Team. Sein Leistungsausweis ist überzeugend. Er kennt das Bergbahn- und Tourismusgeschäft bestens und weiss, wie wichtig die gute Zusammenarbeit zwischen Bahnen, Tourismusorganisationen, anderen Leistungspartnern sowie Behörden und Umweltorganisationen ist. Seine Einarbeitungsphase hat bereits begonnen und wir sind überzeugt, dass er ab 1. August 2024 die Sportbahnen Hochwang erfolgreich in die Zukunft führen wird.» Der neue Geschäftsleiter selbst sagt zu seiner Ernennung: «Ich fühle mich geehrt und freue mich riesig auf diese spannende Herausforderung. Hochwang ist ein einzigartiges Ski- und Wandergebiet mit grossem Potenzial und vielseitigen Gestaltungsmöglichkeiten.»"
 
Die drittoberste Stütze Nr. 12 des Skilifts musste kürzlich ersetzt werden, da sie sich in einem Rutschgebiet befindet.
 
Der Parkplatz auf Fatschél ist ab diesem Winter gebührenpflichtig.

Und: Für das den Sportbahnen Hochwang gehörende Restaurant Triemel konnte eine erfahrene Pächterin gefunden werden.
 
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