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Neues am Pitztaler Gletscher

Einen ausführlichen TV-Bericht von Tirol Heute gibt es hier zu sehen, unter Anderem sind da auch die Liftbaustellen erkennbar.

Ich bin ja gespannt, auf welche Verfassungslücke der St. Leonharder Bürgermeister seine Verordnung aufbaut... :wink:
 
Gestern war Stützen-Transporttag am Gletscher.

Ein wenig kann man auf der Webcam die Fachwerkstütze der 2. Sektion erkennen:

pitztal28072006.jpg
 
Wirklich interessante Geschichte, ich bin gespannt wie das ganze nun weiterläuft. Das mein Herz zu 100% auf der Seite der Pitztaler schlägt ist wohl keine Überraschung, vor allem dem Gemeingerat und dem Bürgermeister gratuliere ich für die doch sehr mutige Entscheidung :zustimm: (ach, wenn wir nur in Maribor einen Bürgermeister mit halb so grossen E**ern hätten).

Obs was bringt, ist eine andere Frage, und da hatte ich spontan die selben Hintergedanken wie lanschi: ob dieser zwar sehr mutige Fall von bürgerlichem Ungehorsam nicht nach hinten losgeht und plötzlich unerwartete 'Probleme' bei Projekten wie Fernerkogel oder sogar Wennerberg, wo zwar kürzlich ein wichtiger Etappensieg erzielt wurde, auftreten werden :? ? Die Zahl der Wähler im Pitztal ist ja fast vernachlässigbar, was solls wenn man schon gegebene Versprechen bricht, Haupsache man beruhigt einige Tausen grüngeschädigte Innsbrucker, das bringt bei den kommenden Wahlen mehr Stimmen als dieses verlassene Dorf am Ende der Welt :( ...

Ich bin sowieso der Meinung das man Entscheidungskompetenzen mindestens um eine Ebene nach unten verlegen sollte (von Bund auf Land, von Land auf Bezirk, von Berzirk auf Gemeinde), de würde vieles schneller laufen. Aber das ist schon ein anderes Thema.
 
Von einem Wahlversprechen will van Staa nichts wissen

Die Behörden und nicht die Politik hätten in der Causa Talabfahrt entschieden, erklärt LH van Staa. Die Adler Runde schießt scharf gegen den Landeschef.

Landeshauptmann Herwig van Staa bleibt dabei: Es habe eine Verwendungszusage in der Causa Talabfahrt vom Pitztaler Gletscher gegeben, aber kein Wahlversprechen. Dies hatte van Staa bereits im Juli-Landtag betont.

In einer Aussendung führte van Staa gestern aus, dass er die Pitztaler auf die Tatsache hingewiesen habe, dass die Behörden und nicht er die Entscheidung im UVP-Verfahren treffen würden. Von einem „Versprechen“ weiß hingegen Ex-LHStv.

Ferdinand Eberle. Er habe den Pitztalern die Talabfahrt zugesagt, räumt Eberle ein. Und: „Wir haben geglaubt, die Talabfahrt ohne UVP-Verfahren durchbringen zu können.“ Auch der Chef der Pitztaler Gletscherbahnen, Hans Rubatscher, verstand van Staas Worte als „Versprechen und eine klare Zusage“.

Bei einem Treffen der Kaiserjägerschützen im Pitztal habe van Staa das Ja zur Talabfahrt ebenso versprochen. „Verwendungszusage ist für mich ein neues Wort“, erklärt Rubatscher gegenüber der TT.

Der mächtige Steuerberater ist Mitglied der Adler Runde. Deren Präsident, Speckkaiser Karl Handl, weiß von einem „Wahlversprechen“.

Auch in einem der TT vorliegenden Gesprächsprotokoll vom 14. August 2003, also knapp vor der Landtagswahl, wird festgehalten, dass für van Staa die Talabfahrt und der Ausbau am Linken Fernerkogel ,fix sind‘.

Für Handl ist offen, „ob dieser LH die Oberländer und die Wirtschaft noch vertritt“. Die schwarzen Bezirksparteiobleute aus Imst, Landeck und Reutte stellten sich gestern hinter ihren Chef.

Am Gletscher sind die Arbeiten an der Talabfahrt indes eingestellt worden. Wie berichtet, hat die Gemeinde St. Leonhard einstimmig eine Verordnung erlassen. Demnach müssen die Gletscherbahnen für eine Evakuierung der Skigäste im Notfall sorgen.

Das Land hat der Gemeinde ein Strafverfahren angedroht. Die Verordnung sei aufzuheben. Noch hält die Gemeinde allerdings an der Verordnung fest.

Quelle: tirol.com
 
Soeben auf tirol.com erschienen:

Bodenseer zur Causa Pitztal: 'Zurück an den Start'

Die Wogen rund um die Ausbaupläne im Pitztal gehen weiter hoch. Wirtschaftsbund-Obmann Jürgen Bodenseer fordert einen Neustart.

"Das Projekt muss zurück an den Start, damit die Politik und nicht die Beamten entscheiden", so Bodenseer. Der Landesobmann sieht die Causa Pitztal stellvertretend für eine generelle Gefahr in der Politik: "Die Politik braucht mehr Spielraum für Entscheidungen. Wenn anstelle dessen nur der Beamtenapparat regiert, ist das demokratiepolitisch bedenklich."

Das bürokratische Korsett führe im Fall Pitztal dazu, dass man mit rhetorischen Verrenkungen Sicherheitsargumente bemühen muss. "Dabei sind klare wirtschaftliche Gründe, die dem ganzen Tal dienen und Arbeitsplätze schaffen und sichern sowie mehr Wohlstand der Bevölkerung ins Tal bringen, mehr als genug", meint Bodenseer.

VP reagiert auf van Staa-Kritik
Nach den jüngsten Attacken der Adler Runde auf LH Herwig van Staa fühlt sich VP-Hauptgeschäftsführer Georg Keuschnigg auf den Plan gerufen: „Ich fordere Karl Handl auf, selbst in den Ring zu steigen und in den institutionellen Gremien die Politik des Landes mitzugestalten und nicht ständig von außen zu kommentieren.“

Darüber hinaus werde Handl im Rahmen seiner unternehmerischen Initiativen ohnehin im Rahmen der Möglichkeiten der Wirtschaftsförderung massivst unterstützt, so Keuschnigg.
 
Möglicherweise ist ein Neustart für das Projekt eh besser. Mal ehrlich: Der Skifahrer hat ja ohnehin nichts von einem teilweise nur 4 Meter breiten Weg, der in Kehren ins Tal führt und nur geöffnet und präpariert wird, wenn´s Probleme am Pitz-Express gibt... sollen doch besser gleich eine gscheite Talabfahrt planen (mit Beschneiung), vielleicht kriegen´s die ja dann genehmigt. Und für den Sicherheitsaspekt bauen´s einfach den zweiten Zubringer :wink:
 
tirol.ORF.at

Landespolitik reagiert auf "Causa Pitztal"
Die Talabfahrt am Pitztaler Gletscher hält die Tiroler Landespolitik in Atem. LH Herwig van Staa habe an Glaubwürdigkeit verloren, kritisieren Grüne, Freiheitliche und die Freien. Eine Zusage habe es gegeben, weiß Ferdinand Eberle.

Zusage ans Pitztal schon vor Jahren
Es habe schon vor Jahren ein Versprechen gegeben. Ein Versprechen im Einvernehmen mit dem Koalitionspartner SPÖ, die Talabfahrt im Pitztal zu realisieren, bestätig jetzt Ex-Landeshauptmannstellvertreter und Tiwag Aufsichtsratschef Ferdinand Eberle. Damals war eine Umweltverträglichkeitsprüfung noch nicht notwendig.

Mittlerweile braucht es die Prüfung und das Verfahren fällt für das Projekt Pitztal negativ aus. Das habe er dem Pitztaler Gemeindevorstand Mitte Juni zusammen mit Landesrätin Anna Hosp auch mitgeteilt, sagt Eberle. Deshalb sei auch ein angeblicher Kuhhandel - Kraftwerk Taschachtal gegen Talabfahrt - gar nie zur Debatte gestanden.

Eberle rät zu Alternativen
Es gebe andere Möglichkeiten, die Schifahrer sicher aus dem Gletschergebiet zu holen, sagt Eberle. Da brauche es keine Talabfahrt. Die Pitztaler könnten vom Tal aus eine Gondelbahn auf den Fernerkogel bauen, und es gäbe zwei mögliche Zusammenschlüsse mit dem Ötztal.

Vermutet wird im Falle Pitztal so oder so, dass die Gletscherbahnen weniger an einer Talabfahrt, sondern mehr an einer Baustraße interessiert seien, um sich teure Hubschrauberflüge zu ersparen, so Eberle.

Opposition kritisiert Landeshauptmann
Van Staa's Glaubwürdigkeit liege im Keller, sagt Georg Willi von den Tiroler Grünen. Er habe vor der Landtagswahl Dinge versprochen, die er nicht einhalten könne. Gott sei Dank würden in Tirol immer noch die Gesetze und das Ergebnis der Umweltverträglichkeitsprüfung gelten, so Willi.

Einen Glaubwürdigkeitsverlust ortet auch FPÖ Chef Gerald Hauser, setzt sich aber für die Realisierung der Talabfahrt ein.

Wirtschaftskammer kritisiert Verfahrenswege
Vor lauter Verfahren und Expertenkommissionen gehe der politische Bewegungsspielraum gegen Null, sagt Wirtschaftskammerpräsident Jügen Bodenseer Die Pitztaler müssten sich mit rethorischen Verrenkungen um Sicherheitsargumente für die Talabfahrt bemühen , obwohl es klare wirtschaftliche Gründe, die dem Tal dienen, mehr als genug gebe.
 
Au weia, da rumort es aber gewaltig.

Villeicht war aber ein solches Vorgehen der Pitztaler auch nötig um manchen Leuten mal zu zeigen das man auch zu seinen versprechen stehen soll, oder wenn man sie nicht halten kann oder will auch keine Vesprechungen machen soll.
Andrerseits war es wohl auch nötig alle wieder an eine Tisch zu bringen denn schlussendlich besteht ja immer noch das Risiko das wenn es dann mal soweit ist auch die Fernkogelbahn und der Zusammenschluss mit Sölden torpediert wirt.

Wenn jetzt aber nochmals richtig verhandelt wird können die Pitztaler vielleicht eine Garantie für die fernkogelbahn herausschlagen wenn sie auf die Talabfahrt verzichten.

Ich bin sowiso für den zweiten Zubringer und die Sölden Verbindung.

Der Sicherheisweg bringt nichts. Er muss sowiso immer präpariert sein, also wird er auch befahren wenn die SSB läuft und nicht nur im Notfall.
Dafür ist aber der Sicherheitsweg sicherlich nicht geeignet und es käme nach den ersten Zwischenfällen sowiso der Ruf nach einer vollausgebauten Talabfahrt.

Ausserdem: Was nützt ende Oktober ein Sicherheitsweg wenn es darauf keinen Schnee hat?
 
Schon irgendwie komisch, das man sich seit einiger Zeit immer gleich an die Gurgel gehen muß? :x

Nun aber wieder zurück zum Thema:

Kern des ganzen ist doch das die Tiroler Landesregierung mit der Gemeinde St. Leonhard über ein Kraftwerk verhandeln wollte. Da die Gemeinde die Verhandlungen aber von einem Ja für die Talabfahrt abhängig macht, wurde die Weisung gegeben den negativen Bescheid zurück zu halten.
Es ist doch klar das die Pitztaler nicht verstehen können das einen Weg zum Gletscher (was anderes ist die Talabfahrt nicht) nicht gebaut werden darf, ein Kraftwerk aber wahrscheinlich schon.

Die Frage ist nun ob die Gletscherbahnen nicht von vorne herein nur einen Fahrweg beantragen hätten sollen und um diesen dann im Zuge des Baues der Fernerkogelbahn realiesieren zu können.

Ob Landeshauptmann van Starr oder Landesrat Eberle den Sicherheitsweg als fix bezeichnet haben ist nun egal da diese UVP nicht beeinflußen können!
 
Das Topic zur nicht genehmigten Talabfahrt wurde hier eingegliedert, der "politische" Teil nach OT verschoben.
 
Hier auch noch ein Bericht aus dem Standard, der nicht viel, aber doch ein bisschen etwas Neues beinhaltet:

Tirol: Bagger ohne Erlaubnis auf dem Gletscher
Pitztal: Trotz negativen UVP-Bescheids "verordnet" die Gemeinde Baumaßnahmen

Innsbruck/St. Leonhard i. P. - Trotz eines negativen UVP-Bescheides der Tiroler Landesregierung für eine geplante Talabfahrt am Pitztaler Gletscher haben die Pitztaler Gletscherbahnen mit Bauarbeiten am Gletscher begonnen. Am Mittwoch war unmittelbar vor der Gletscherzunge des Mittelbergferners auf etwa 2600 Metern ein Bagger im Einsatz. Der Prokurist der Gletscherbahnen, Willi Krüger, bestätigt zudem Berichte von Ohrenzeugen, wonach auch Sprengungen durchgeführt wurden. "Aber in kleinerem Ausmaß", so Krüger zum Standard.

Die Gletscherbahnen stützen sich auf eine Verordnung der Gemeinde St. Leonhard im Pitztal, die am vergangenen Freitag trotz des negativen UVP-Bescheids die Bahnen verpflichtet hat, "unverzüglich"mit "Sicherheitsvorkehrungen", konkret mit dem Bau des "Sicherheitsweges"auf den Gletscher zu beginnen. Als "Sicherheitsweg"war die Talabfahrt erstmals vor sechs Jahren beantragt worden, zur Evakuierung der Skigäste im Falle eines Ausfalls der Stollenbahn "Pitzexpress".

Weitere Erschließung

Die UVP-Behörde sah aber eine sichere Notentleerung nicht garantiert, auch angesichts nicht beherrschbarer Naturrisiken im sehr steilen Gelände (große Lawinenstriche). Dass der "Sicherheitsweg"nicht für die Evakuierung gedacht wäre, sondern als fixe Abfahrt während der Saison, wird von Krüger bestätigt. "Gesperrt wäre nur, wenn es die Lawinenkommission anordnet". Vermutet wird, dass der "Weg"zudem als Bauweg dienen sollte, da am Pitztaler Gletscher großräumige Erschließung rund um den linken Fernerkogel sowie der Zusammenschluss mit dem Ötztaler Gletscherskigebiet geplant sind.

Naturschutzlandesrätin Anna Hosp (VP), die erst Mittwoch früh über Umwege im Urlaub - und angeblich nicht aus ihrem zuvor informierten Büro - von der Verordnung und dem Baubeginn erfahren haben soll, hat umgehend die Einstellung der Arbeiten gefordert. Nach einer Krisensitzung zwischen Vertretern des Landes, der Gemeinde und der Bahnen wurden die Arbeiten jetzt gestoppt, "bis die Landesregierung über die Rechtmäßigkeit der Verordnung entschieden hat", so Krüger.

Rupert Hosp, Bürgermeister von St. Leonhard, rechtfertigt den "einstimmigen"Gemeinderatsbeschluss damit, dass "bei uns niemand mit einem negativen UVP-Bescheid gerechnet hat". Das Land sei "den Pitztalern in den Rücken gefallen", trotz politischer Versprechungen vor der Wahl "durch den Landeshauptmann". Dieser weilt derzeit in New York. Nicht zu sprechen war auch der Geschäftsführer der Gletscherbahnen, der namhafte Innsbrucker Anwalt Hans Rubatscher, auch Aufsichtsratschef der Hypo-Bank Anteilsverwaltung.

Das war mir jedenfalls neu. Ich dachte, der Weg wäre offiziell nur geöffnet, wenn es am PitzExpress ein Problem gäbe.
 
Zum Baufortschritt an der Gletscherseebahn:
 

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Apropos Pitztal:
Seit 01.August 2006 fahren wir wieder für unsere Wander- und Ausflugsgäste.
Täglich von 08.30 - 16.30 Uhr.
Samstags wegen Bautransporte kein Publikumsverkehr.
Skibetrieb wieder ab ca. 15.Sept.06 möglich.
Keiner Bock dort oben mal reinzuschauen?
 
Heute hat van Staa eine Pressekonferenz zur Talabfahrt gegeben. Hier der ORF.at - Artikel:

Van Staa: "Es gab nie ein Versprechen"
Nach der Rückkehr aus den USA nimmt am Dienstag Landeshauptmann Herwig van Staa erstmals zu den jüngsten Vorwürfen der Tiroler Adlerrunde Stellung. Diese betonte ja, die Abfahrt im Pitztal war bereits versprochen.

"Aldlerrunde kein Verhandlungspartner"
Van Staa: "In Wirtschaftsdingen gebe es Verhandlungspartner wie die Wirtschaftskammer und die Industriellenvereinigung, in Arbeiterbelangen die Arbeiterkammer und den ÖGB." Die Adlerrunde sei für ihn kein Verhandlungsparnter in Sachen Pitztaler Talabfahrt, so der Landeshauptmann.

Wer ist die Tiroler Adlerrunde?
Die Adlerrunde ist eine Vereinigung von 25 Tiroler Top-Unternehmern, deren Präsident der Oberländer Speckkaiser Karl Handl ist. Karl Handl hat - wie berichtet - Landeshauptmann Herwig van Staa vorgeworfen, er habe vor der letzten Landtagswahl die Talabfahrt bereits versprochen. All das stehe in einem Sitzungsprotokoll aus dem Jahr 2003.

Van Staa bestätigt Treffen mit Adlerrunde
Bei dem Treffen sei er dabei gewesen, so van Staa am Dienstag. Ein Versprechen für die Talabfahrt habe es aber nicht gegeben. "Es war ein Treffen mehrerer Leute, die mich gefragt haben wie ich die Situation im Pitztal sehe. Ich habe geantwortet, dass meinerseits und auch seitens der Regierung, die Voraussetzung für eine Talbafahrt gegeben ist."

Trotzdem negativer Bescheid
Trotz Befürwortung seitens der Regierung liegt die Talbafahrt derzeit auf Eis. Grund dafür ist ein negativer Bescheid nach der Umweltverträglichkeitsprüfung.

Talabfahrt ist "geerbetes Problem"
Das Problem Pitztaler Gletscher-Abfahrt habe er als Landeshauptmann von seinem Vorgänger als ungelöstes Erbe mitbekommen, sagt der Landeshauptmann am Dienstag.

Er selbst habe, wie bereits mehrfach betont, nur eine Verwendungszusage gegeben; und zwar sich dafür einzusetzen, dass die Voraussetzungen geschaffen werden. Die Talabfahrt selbst könne er gar nicht genehmigen. Das sei Kompetenz der Behörde und diese hat die Talabfahrt eben abgelehnt.


Was glaubt ihr? Werden die Pitztaler jetzt nochmals versuchen ein geändertes Projekt einzureichen (evtl. nicht als "Sicherheitsweg", sondern als "Baustraße" oder gleich als "Talabfahrt")???
 
Schöne Bilder aber nicht übersehbar und geniessbar!
Du solltest aber die Bilder kleiner posten nicht alle haben eine Mörder-Leitung und einen Hammer-Monitor! ;)
 
fredifredoski schrieb:
Schöne Bilder!
Du solltest aber die Bilder kleiner posten nicht alle haben eine Mörderleitung! ;)


danke für die bilder! jetzt sind wir mal froh das die bilder überhaupt gepostet wurden! mich stört die grösse nicht....

gibt es eigentlich einen wanderweg von der bergstation GUB panoramabahn hinunter zur bergstationsbaustelle der neue 8EUB???
 
^^ Muss mich anschließen, bitte Bilder kleiner posten ...

Hier noch was zur Talabfahrt:

Gemeinde St. Leonhard verordnete Bau der Sicherheitsabfahrt vom Pitztaler Gletscher – Diskussionen um Rechtswidrigkeit entbrannt

Seit Jahren kämpfen die Verantwortlichen der Pitztaler Gletscherbahnen für eine Sicherheitsabfahrt vom Gletscherschigebiet ins Tal. Ein negativer UVP-Bescheid machte das Projekt vorerst zunichte. Der Gemeinderat von St. Leonhard reagierte darauf und hat kürzlich per Verordnung den Bau der Sicherheitstrasse gefordert. Als ein Bagger aufgefahren ist und mit dem Bau der Sicherheits-straße begonnen hat, stoppte Landesrätin Anna Hosp die Baggerschaufel. Frostige Stimmung im Hinterpitztal. Ohne Genehmigung wurde am Pitztaler Gletscher mit dem Bau der Talabfahrt begonnen. Landesrätin Anna Hosp stoppte den Bagger.

Ohne Genehmigung wurde am Pitztaler Gletscher mit dem Bau der Talabfahrt begonnen. Landesrätin Anna Hosp stoppte den Bagger.

Eine Umweltverträglichkeitsprüfung machte die Talabfahrtsträume der Pitztaler zunichte. Der Eingriff in die Natur ist zu groß, die Talabfahrt vom Gletscherschigebiet ins Tal kann nicht gebaut werden, hieß es im negativen Bescheid der Umweltabteilung des Landes Tirol. Die Pitztaler fanden nun ein Hintertürchen, per Verordnung hat der Gemeinderat von St. Leonhard den Bau der Sicherheitsabfahrt gefordert. Letzte Woche ist ein Bagger aufgefahren, Landesrätin Anna Hosp ließ die Bauarbeiten unverzüglich stoppen. "Die Verordnung der Gemeinde St. Leonhard ist rechtswidrig und hat daher keine Gültigkeit”, erklärt DR. Helmut Praxmarer, der Leiter der Gemeindeabteilung im Landhaus der RUNDSCHAU gegenüber. "Wir haben die Verordnung dem Land Tirol zur Prüfung übermittelt. Sollte der Erlass rechtswidrig sein, muss er von der Landesregierung aufgehoben werden. Die Baustelle bleibt jedenfalls bis zu einem Prüfungsergebnis eingestellt”, kommentiert Bürgermeister Rupert Hosp das Gezerre über Recht und Unrecht. Gletscherbahnen-Geschäftsführer Willi Krüger erklärt, dass die Pitztaler Gletscherbahnen gegen den negativen UVP-Bescheid wegen grober inhaltlicher Mängel berufen werden. Der Umweltsenat in Wien wird sich demnächst damit auseinandersetzen müssen.

"Kein Versprechen gebrochen!” Gegen Landeshauptmann Dr. Herwig van Staa hagelt es inzwischen schwere Vorwürfe. Vor der Landtagswahl habe van Staa im Kreise der "Adler Runde” – diese besteht aus heimischen Top-Unternehmern - versprochen, dass der Bau der Talabfahrt fix sei. "Adler Runde”-Präsident Speckkaiser Karl Hand stellte kürzlich in den Medien die politische und wirtschaftliche Einstellung des Landeshauptmannes in Frage. "Nach dem Aus für die Talabfahrt müsse man sich die Frage stellen, ob dieser Landeshauptmann das Oberland und die Wirtschaft überhaupt noch vertritt”, heißt es in einem Zitat. "Es ist mir ein Anliegen, dass sich das Pitztal touristisch weiterentwickelt. Es gab von mir eine Verwendungszusage, dass ich mich bemühe, die rechtlichen Voraussetzungen für die Durchführung eines Verfahrens und zur Einreichung eines Projekts für die Talabfahrt zu schaffen. Diese Verwendungszusage wird nun als Versprechen ausgelegt, wohlwissend, dass in den Verfahren nicht der Landeshauptmann, sondern die zuständigen Behörden zu entscheiden haben”, kontert Landeshauptmann Dr. Herwig van Staa. VP-Hauptgeschäftsführer NR Georg Keuschnigg fordert in einer Presseaussendung Karl Handl auf, selbst in den politischen Ring zu steigen. "Karl Handl ist im Land Tirol als wichtiger Unternehmer bekannt. Er hat aber bis dato weder im Wirtschaftsbund noch in der Wirtschaftskammer Funktionen übernommen. Ich fordere Handl auf, selbst in den Ring zu steigen und in den institutionellen Gremien die Politik des Landes mitzugestalten und nicht ständig von außen zu kommentieren”, so Keuschnigg in der Aussendung.

Lob vom DAV. Der Deutsche Alpenverein (DAV) lobt in einer Presseaussendung das rasche und engagierte Auftreten von Landesrätin Anna Hosp, nachdem mit dem "Schwarzbau” der Talabfahrt begonnen wurde. "Ohne das beherzte Handeln von Hosp wären nicht mehr gut zu machende Schäden in der Pitztaler Gletscherwelt entstanden. Offensichtlich wollen sich die Betreiber dem negativen UVP-Bescheid nicht beugen und greifen zu rechtswidrigen Mitteln”, heißt es in der DAV-Aussendung unter anderem. Die "Kooperation Zukunft Pitztal” – eine Gruppe junger Pitztaler Unternehmer – fordert die Tiroler Landespolitiker auf, "ihre Versprechen und Zusagen einzuhalten und durch rasche und effiziente Entscheidungen zugunsten der Errichtung der Talabfahrt vom Pitztaler Gletscher die Voraussetzungen dafür zu schaffen, dass das Pitztal auch in Zukunft einen attraktiven Lebens- und Erholungsraum darstellt”. Sonntag meldete sich auch SP-Nationalrat Gerhard Reheis zu Wort. Er fordert in Sachen Pitztaler Gletscher von allen Seiten Offenheit und Seriosität. "Zunächst einmal gilt, dass die Ergebnisse der UVP zu respektieren sind. Dass das UVP-Ergebnis von Verantwortlichen der Gemeinde St. Leonhard und den Gletscherbahnen anders gesehen wird, zeugt von einem erschütternden Umweltverständnis. Sinn macht im Pitztal ein Zusammenschluss mit dem Gletscherschigebiet im Ötztal. Alles andere sind halbe Sachen”, so Reheis. Verteidigungsminister und Tiroler AAB-Chef Günther Platter begrüßt den Vorschlag, dass sich die Pitztaler Talabfahrtsbetreiber mit Landeshauptmann van Staa an einen Tisch setzen und eine gemeinsame Lösung erarbeiten sollen. "Ich bin bereit, dieses Gespräch zu moderieren und an einer akzeptablen Lösung mitzuarbeiten”, so Platter in einer AAB-Aussendung.

Quelle: Oberland-Online
 
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