Besucher-Beschränkungen bei Nebel am Pitztaler Gletscher
Die Pitztaler Gletscherbahnen haben das Projekt "Notweg" eingereicht. Sicherheit soll aber dennoch groß geschrieben werden.
Die Drohung stand im Raum: Sollten die Pitztaler keinen "Notausgang" für den Gletscher zuwege bringen, dann gibt es keine Bewilligung für die zwei neuen Bahnen. Und: Die Anzahl an Skifahrern wird limitiert. Auf 2000 - während sich an Spitzentagen bis zu 6000 Sportler am Gletscher tummeln. Beide Horrorszenarien "sind mit diesem Kompromiss erledigt", sagt der Prokurist der Pitztaler Gletscherbahnen, Willi Krüger.
Landesrätin Anna Hosp schränkt ein wenig ein: "In 98 Prozent der Fälle wird es ganz normalen Betrieb geben können. Nur wenn es nebelig ist, sodass der Notweg nicht befahrbar ist, dann wird es wohl eine Limitierung geben müssen."
Das Projekt eines Notweges unterscheidet sich vom Sicherheitsweg vor allem darin, dass die geschützten Teile wie etwa Moränen nicht beeinträchtigt werden sollen. Die neue Variante wurde noch am Freitag eingebracht, bestätigt LR Hosp.
Ein Kritikpunkt der Gegner der Talabfahrt war immer schon die Lawinensituation. "Das ist kein Problem", so Krüger. Bürgermeister Rupert Hosp präzisiert: "Das Tal ist gut einsehbar. Man kann gezielt Lawinensprengungen durchführen." Ob per Helikopter oder mit fixen Absprenganlagen, das steht laut Krüger noch nicht fest. Außerdem, ergänzt Hosp, "ist ein Skigebiet im Falle von Lawinengefahr das Letzte, was gesperrt wird". Zuvor wäre das Innerpitztal gar nicht mehr erreichbar.
Apropos Entleerung: Heute Samstag findet am Pitztaler Gletscher eine gemeinsame Übung von Rotem Kreuz, Bergrettung, Feuerwehr, Notärzten und Hubschraubern statt. Übungsannahme: Die Stollenbahn steht, 45 Personen müssen geborgen werden.