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Neues am Pitztaler Gletscher

Die scheinen aber zuversichtlich zu sein, dass sie ihre Bahnen eröffnen dürfen.
 
Ich bin mir sehr sicher, dass die Bahnen, sofern sie denn fertig sind, eröffnet werden dürfen, alles andere wäre unglaublich. Man wird, was die Besucherbeschränkung angeht, rechtzeitig einen Kompromis(t) finden, dass z.B. die maximale Ersteintrittezahl pro Tag knapp unter den selten vorkommenden absoluten Maxima liegt, damit kann die Behörde leben und für die PGB entstehen geringe Einbussen, da solche Spitzentage sowieso nicht so häufig sind. So könnte ich es mir zumindest vorstellen, ohne Genaueres zu wissen.
 
Nun mal wieder was zu den neuen Bahnen:

Behördliche Abnahme KSB Gletschersee: 16. November
EUB Mitterbergjoch: 20. November
 
Zur Abwechslung mal ein paar Bilder von letztem und vorletztem Sonntag...:

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Aus der TT:

Landesgeologe widerspricht Umweltanwalt im Pitztal

Der Umweltanwalt pocht auf den Rechtsstaat und erteilt dem Notweg vom Pitztaler Gletscher eine Abfuhr.

TT_c-pitzbagger3.1-gross.jpg

^^ Am Pitztal-Gletscher wurde vergangene Woche ebenso gebaggert wie im Tal.
Bild: Perktold


Am Freitag will die Umweltabteilung ihre Entscheidung zum Einspruch des Umweltanwalts bekannt geben. Im Vorfeld gehen die Debatten jedoch munter weiter. Während der Landesumweltanwalt von einem rechtswidrigen Bescheid spricht, verteidigt Landesgeologe Gunther Heißel den Notweg.

Walter Tschon (Landesumweltanwaltschaft) ist mit der Vorgangsweise im Pitztal alles andere als einverstanden und stützt sich dabei auf das Tiroler Naturschutzgesetz, wonach "eine nachhaltige Beeinträchtigung von Gletschern und Moränen keine Ausnahmegenehmigung vorsieht". Somit bleibe der so genannte Notweg vom Mittelbergferner in seinen Augen eine von der BH Imst gesetzeswidrig beschiedene Baustelle, die illegale Baumaßnahmen nach sich zog. Tschon meinte gegenüber der Tiroler Tageszeitung: "Die Betreiber haben sieben Jahre lang Zeit gehabt ein Sicherheitskonzept auf den Tisch zu legen. Außer einem Zweizeiler habe ich bis dato nichts gesehen. Mehrere Moränen wurden bereits durch die Bautätigkeit in Mitleidenschaft gezogen. Wir werden einen Rückbau einfordern und haben den Staatsanwalt eingeschaltet."

Schlechtes Zeugnis
Expertisen von Heinz Slupetzky, einem gerichtlich beeideten Sachverständigen der Uni Salzburg, sowie Michael Larcher, ebenfalls gerichtlich beeideter Sachverständiger für Alpinunfälle, würden dem Notweg nicht nur technisch, sondern auch ökologisch ein denkbar schlechtes Zeugnis ausstellen.

"Auf der derzeitigen Trasse gibt es keine Moränen", widerspricht Landesgeologe Heißel. "Die gibt es da nicht."

"Keine Moränen"
Sollte die Umweltabteilung grünes Licht für den Bau des Notweges erteilen, kann der Umweltanwalt nur noch gegen die Ablehnung des Umweltverträglichkeitsprüfungsverfahrens berufen. Aufschiebende Wirkung für die Errichtung des Notwegs gibt es dadurch aber keine. Über den neuerlichen Einspruch müsste der Umweltsenat in Wien entscheiden.
 
Pitztal: Positiver Bescheid der Umweltabteilung eingelangt

Das hat Gletscherbahnen-Chef Hans Rubatscher vor kurzem gegenüber der TT bestätigt.
Wie bereits berichtet haben zuvor die Landesumweltanwälte Sigbert Riccabona und Walter Tschon gegen den Bescheid der BH Imst berufen.

Diese hatte für den geplanten Notweg vom Pitztaler Gletscher grünes Licht gegeben. Der Bau am Gletscher musste eingestellt werden. Der Ball ging zurück an die Umweltabteilung.

Bescheid eingelangt

Und diese hat nun die Berufung aufgehoben, wie die TT am Donnerstagvormittag exklusiv hat. Gletscherbahnen-Chef Hans Rubatscher hat das Einlangen des positiven Bescheids bereits bestätigt.

Die Bauarbeiten wurden in der Früh wieder aufgenommen.

TT
 
Ich kann mir ein leises Grinsen nicht verkneifen. Sollte das nun der endgültig letzte Akt in diesem Sommertheater gewesen sein? :D
 
Ich kann mir ein leises Grinsen nicht verkneifen
Bei mir ist es mehr als leises Grinsen :lol: - bin heute soo gut gelaunt - schade das es heute keine Examen gibt, heute würden es bei mir alle schaffen :gut: !
 
k2k schrieb:
Ich kann mir ein leises Grinsen nicht verkneifen. Sollte das nun der endgültig letzte Akt in diesem Sommertheater gewesen sein? :D

Der Sommer neigt sich ja nun endgültig dem Ende zu. So siegt wohl endgültig wieder die Vernunft. :lol:
 
Sollte das nun der endgültig letzte Akt in diesem Sommertheater gewesen sein?

Das frage ich mich auch... :D

Hmm, wenn sie nun bauen dürften sie wegen mir dann aber auch ruhig eine gescheite Talabfahrt bauen (d.h. mit Beschneiung), die auch zum Fahren Spass macht.
Das können sie aber auch nachholen, sobald die Fernerkogelbahn steht, denn halbe Sachen bringen oft wenig, oder?
Bin gespannt, wie es in Sachen Fernerkogelbahn und Sölden-Zusammenschluss weitergeht.
 
"Man soll zwar den Tag nicht vor dem Abend loben" - aber ich denke die Sektkorken können knallen... :jump: :musik: :jump:
 
für was gibts in tirol einen natur bzw gletscherschutz, wenn sowieso keine rücksicht daraufgenommen wird?

ein unnötiges kasperltheater und das alles nur für den wintertourismus. furchtbar! in tirol sind die grenzen gefallen, bauts auf jeden berg einen lift!!!
 
hagelschlag schrieb:
für was gibts in tirol einen natur bzw gletscherschutz, wenn sowieso keine rücksicht daraufgenommen wird?

ein unnötiges kasperltheater und das alles nur für den wintertourismus. furchtbar! in tirol sind die grenzen gefallen, bauts auf jeden berg einen lift!!!

So, und jetzt erklärst mir mal, was da oben schützenswert sein soll? Der Landesgeologe hat Recht, da oben ist nichts schützenswertes, warum soll man also was nicht schützenswertes schützen?

Und im Übrigen: die Tiroler bauen NICHT auf jeden Berg einen Lift. Es gibt in Tirol sehrwohl schützenswerte Zohnen und Gebiete, und dort wird sicher nichts gebaut.

MFG Dachstein
 
Glauben tu ich das alles erst wenn ich Ende November in der 8EUB Mittelbergjoch hock... :wink:
 
ORF dazu:

Pitztal: Land gibt Grünes Licht für Notweg

Die Umweltabteilung des Landes hat die Berufung gegen den Notweg am Donnerstag aufgehoben. Der Bescheid liegt den Gletscherbahnen bereits vor. Die Bauarbeiten wurden ebenfalls wieder aufgenommen.

Fertigstellung Mitte November
Donnerstagfrüh ist der Bescheid an die Beteiligten ergangen. Bei den Betreibern der Gletscherbahnen herrscht große Zufriedenheit. "Wir haben das bereits erwartet", sagt Hans Rubatscher, Chef der Pitztaler Gletscherbahnen. Die Bagger arbeiten bereits wieder am Notweg, bis Mitte November soll er fertig gebaut sein.

Berufung unbegründet
Landesumweltanwalt Sigbert Riccabona hat mit dem Notweg seine liebe Not, darum hat er auch berufen. Der Notweg hätte als Ganzes verhandelt werden müssen und nicht nur jener untere Teil bis zur Gletscherzunge, so Riccabona. Doch diese Berufung hat die Umweltabteilung jetzt als unbegründet abgewiesen.


Sicherheit ist nicht Frage des Naturschutzverfahrens
Die zuständige Landesrätin Anna Hosp, die den Bescheid gestern noch abgesegnet hat, kann die Meinung des Landesumweltanwalts nicht teilen.
Hosp: "Im Naturschutzverfahren sind die Interessen der Natur zu berücksichtigen. Die Frage der Sicherheit ist keine Frage des Naturschutzverfahrens. Das wird im seilbahnbehördlichen Verfahren des Ministeriums zu klären sein.

Auf Wunsch der obersten Seilbahnbehörde war im Naturschutzverfahren auch ein Vertreter der Seilbahnbehörde mit dabei. Dort wurde klar deklariert, dass man mit dem Notweg aus Sicht de Bundesministeriums einverstanden ist. Man werde das Sicherheitskonzept im gesamten dann nochmals gesondert betrachten."

Somit gilt der naturschutzrechtliche Bescheid der Bezirkshauptmannschaft Imst.
 
Ich wünsch den Pitztalern echt, dass das jetzt alles schnell über die Bühne geht und das Sommertheater ein Ende hat.

Ich war im Januar noch oben auf dem Gletscher und muß sagen, dass das Gebiet gerade durch die neue EUB deutlich aufgewertet wird....
 
ENDLICH WIRD GEBAUT!!!
aber der notweg geht ja nur bis zum gletscher, soweit ich das verstanden habe. wird dann von der talstation der neuen bahnen bis dahin ne piste gewalzt, oder wie wird dieses stück überbrückt???
 
Wichtige Entscheidung zum Notweg vom Pitztaler Gletscher

Mit Entscheidung der Tiroler Landesregierung Abtlg. Umweltschutz vom Mi. 18.Okt.06 wurde der naturschutzrechtliche und wasserrechtliche Erstbescheid der Bezirkshauptmannschaft Imst aus der Verhandlung vom 9.Oktober 06 bestätigt. Der Berufungsversuch der Landesumweltanwaltschaft Tirol ist damit endgültig gescheitert, da gegen diese Berufungserkenntnis kein ordentliches Rechtmittel mehr zulässig ist.

Somit werden seitens der Pitztaler Gletscherbahn ab sofort alle erdenklichen Anstrengungen unternommen, um den 3,3 km langen Notweg von der Gletscherzunge des Mittelbergferners bis ins Tal (Gletscherstub`n) – also im Höhenbereich zwischen 1.912 m und 2.486 m bis zur Inbetriebnahmeverhandlung der beiden neuen Bahnen fertig zu stellen. Gearbeitet wird natürlich sowohl von „oben“ als auch von „unten“ mit leistungsfähigen Maschinen. Die insgesamt hierfür zu beanspruchende Fläche beträgt lediglich 1,9 ha.

Mehr als 6 Jahre intensivster Anstrengungen seitens des Unternehmens; Projektierungsarbeiten von Fachfirmen und zahlreiche Behördenverfahren sind damit im Finale und damit in Richtung einer Lösung, die vom Gast schon lange erwartet wird.

Die Pitztaler Gletscherbahn möchte es nicht versäumen, sich bei allen Institutionen zu bedanken, die letztlich die Realisierung ermöglich haben. Wäre diese Kooperationsbereitschaft auch bei denjenigen Institutionen vorhanden gewesen, die sich in der Vergangenheit zwar verbal darüber ausgelassen haben, in der Realität jedoch nur Verzögerungs- und Verhinderungsstrategie betrieben haben, so wären dieses Projekt schon längst Realität, im Interesse des Pitztales und seiner Gäste..

19.10.06/W.K.
 
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