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Neues am Pitztaler Gletscher

Auch Moränen von Notweg betroffen
Naturschützer, Landesumweltanwalt und Gletscherbahn-Betreiber haben am Dienstag über eine Änderung des Notweges am Pitztaler Gletscher beraten. Laut Umweltanwalt seien auch Gletschermoränen betroffen.

Rückbau wäre noch größerer Eingriff
Die bereits gebaute Trasse soll bleiben. Ein Rückbau sowie eine neue Trasse sei ein noch größerer Eingriff in die Natur, so Walter Tschon von der Umweltanwaltschaft. Für den oberen Bereich soll aber über eine Trassenänderung nachgedacht warden.

Quelle: ORF
 
die sollen sich lieber mal gedanken machen, wie sie das fehlende stück überbrücken :evil:
sonst können sie nämlich den ganzen notweg vergessen, wenn ein stück fehlt!!!
 
xcarver schrieb:
die sollen sich lieber mal gedanken machen, wie sie das fehlende stück überbrücken
ganz ehrlich? Ich könnte mir vorstellen das man das macht! :lol:

Das wird wohl der einzige "Gletscher" sein der mit dem späten Wintereinbruch leben kann!
 
Ich denke die wissen schon wie sie den Weg ganz runter ins Tal bekommen. Der Willi Krueger, Prokorist der Pitztaler Gletscherbahnen, hat das ja mehrmals betont, dass die Abfahrt bis auf 1900m möglich wird. Zusätzlich geben die das auch in einem Bericht auf ihrer Homepage so an.
 
So, nun wie versprochen zwei Bilderserien über den "Notweg"-Bereich, die eine vom Abend des 28. September 2005 und die andere vom Morgen des 29. September 2005 mit deutlich veränderten Wettervorzeichen:

Zunächst die Bilder vom Aufstieg von Mittelberg zur Braunschweiger Hütte, gute 1000 Hm, sind das in knapp 2 Stunden mit vollem Übernachtungsgepäck im Wettlauf mit der Dämmerung "gerannt", zum Schluss im Dunkeln aber ohne Stirnlampen.
 

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Zweite Tranche:
Wanderung von der Braunschweiger Hütte über die Hauptzunge des wirklich sehr großen Mittelbergferners (MBF) zur Bergstation Pitzexpress. Die Querung der Zunge ist durch Holztriangularien markiert und spaltentechnisch unbedenklich. Es hat einige große Spalten, aber weiter nördlich, als tiefer im Sinne der Gletscherflussrichtung und auch mehr an der Braunschweiger Hütten-Seite (Osten) als auf der Westseite, an der logischerweise Notweg/Talabfahrt in Richtung Steilstufenkante verlaufen werden/würden.
 

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Äußerst aufschlussreiches Material mal wieder, vielen Dank.
 
Vielen Dank für die Bilder. Die Eindrück ermöglichen, die Kritikpunkte besser verstehen zu können!
 
@marius: Bei Deinen Bildern (herzlichen Dank) stellen sich mir 2 Fragen:
Erstens: Wo würde eigentlich die Talstation der Fernerkogelbahn hinkommen. Es war ja eigentlich eine "richtige" Talabfahrt immer angedacht und das Gelände unten sieht auf den Bildern fast zu flach aus.
Zweitens: Könnte man sich ev. eine Tunnel- oder Treppenvariante (ähnlich wie an der Pt. Helbronner) zur "Überbrückung" des kritischen Übergangs vorstellen? Diese hätte den Vorteil / Nachteil (je nach dem von welchem Standpunkt man es sieht), daß damit der Notweg relativ leicht geschlossen gehalten werden könnte. Nachdem es sich ja um keine "richtige" Abfahrt handelt, wäre es ja im Notfall auch durchaus zumutbar an dieser Passage die Schi abzuschnallen und zu tragen.
 
Wo würde eigentlich die Talstation der Fernerkogelbahn hinkommen. Es war ja eigentlich eine "richtige" Talabfahrt immer angedacht und das Gelände unten sieht auf den Bildern fast zu flach aus

Ich hätte sie (muss man wg der Talflucht wohl so machen), ziemlich in die Nähe des Restaurants am Parkplatz Braunschweiger Hütte hingestellt.
Die Abfahrt wäre/wird unten schon flach, mit guter Planung und ein paar Geländekorrekturen sollte das aber zu machen sein, muss man halt die Carver daheim lassen und die 195er wieder auspacken.

Tunnelvariante:
das wär ein kurviger und steiler Tunnel, der dann auch recht lang sein müsste um den beträchtlichen Höhenunterschied zu bewältigen. Dazu die variable, tendenziell einsinkende Basis an der Gletscherzunge.

Treppen:
IMHO mit Notweg-Idee nicht kompatibel: rutschig, bei Sturm/Wettersturz, mit Skiern abgeschnallt, nichts für Kinder etc.

Wenn es einem nur um eine Abfahrtsmöglichkeit für Könne ginge: dann wohl eine Idee, aber das stand IMHO wohl hier nie zur Debatte.
 
...zum Standort der geplanten Fernerkogelbahn.
Achtung die Info ist schon älter!!! :?
Die Stufe 3 unseres Sicherheitskonzeptes sieht die Errichtung eines oberirdischen Zubringersystems in Form der FERNERKOGELBAHN vor.

Ausgangspunkt ist die Talstation in ca. 1.650 m Höhe in der Nähe der bisherigen Station bis zum 3.278 m hohen Linken Fernerkogel. Von dort erreicht der Skifahrer auf Skiern das bestehende Skigebiet im Bereich Mittelbergjoch SL, passiert dabei einen Teil der bestehenden Loipe am Mittelbergferner.

 Der Planungsauftrag für die Fernerkogelbahn wurde bereits vergeben. Wir rechnen damit, dass die Planungen bis zum Spätwinter 01/02 abgeschlossen sind. Anschließend wird das Projekt als Umlaufbahnsystem beim Bundesministerium für Verkehr zur Genehmigung eingereicht. Nach deren Erteilung ist ein sofortiger Baubeginn vorgesehen.

 Ein Fertigstellungstermin kann derzeit noch nicht genannt werden , da zu berücksichtigen ist, dass in dieser Höhenlage unter günstigen Witterungsbedingungen nur 4 - 5 Monate Bautätigkeit ausgeübt werden kann.

 Für die Stufen 2 und 3 werden seitens der Pitztaler Gletscherbah ca 250 Mio ATS bzw 18,1 Mio Euro investiert.

 Zwar wird von verschiedenen Gruppierungen (Alpenverein,WWF, Die Grünen etc) versucht, mit einer Medienkampagne die Realisierung der Stufen 2 und 3 zu verhindern oder zumindest zu verzögern. Die Bevölkerung des Pitztales und des Bezirkes Imst hat sich jedoch mittels Unterschriftenaktion bzw im Rahmen einer Befragung mit 60 % für die Realisierung des Konzeptes ausgesprochen.
Pitztaler Gletscherbahn

http://www.pitztaler-gletscher.at/static/cms/general/pt_pano.jpg
 
auch von mir dickes lob für die bilder :D
wirklich interessant zum fahren ist der notweg ja nicht, oben und unten flach, aber immer noch besser als mit der tunnelbahn runter zu fahren ;)
bin mal gespannt wie die die steilstufe überbrücken. aber hier hilft wohl nur dynamit...
 
Situationsbericht Neue Komfortanlagen Stand 04. Nov. 06
Bei der neuen 6 er Sesselbahn Gletschersee konnte der 50 stündige Probebetrieb unter Aufsicht der Lieferfirma Doppelmayr und der Betriebsleitung erfolgreich durchgeführt werden. Damit verbunden waren auch zahlreiche Bremsproben mit verschiedenen Belastungs- und Fahrgeschwindigkeitsvarianten. Diese neue kuppelbare Sesselbahn kann mit einer Geschwindigkeit bis zu 5 m/sec gefahren werden. Sie wird auch nutzbar sein für Langläufer, die zum Einstieg der Gletscherloipe am Mittelbergferner gelangen wollen. Für den 16. Nov ist der Beginn der behördlichen Abnahme bei dieser Bahn vorgesehen .

Bei der 8 er Gondelbahn Mittelberg hängen auch bereits die ersten Gondeln am 52 mm starken Seil und haben schon mal „zur Bergstation in 3.285 m hinaufgeschaut“. Die Handwerker haben dort die Außenfassade der Station fertig gestellt und komplettieren derzeit die Diensträume. Ein Bagger hat noch den Einstieg in die schwarze Piste Nr.33 „Schweizer Weg“, also für die östlich verlaufende Piste optimiert. In südwestlicher Richtung beginnen die Pisten Nr.31 und 32 / blau zum Einstieg für den Schlepplift Mittelbergjoch II sowie die roten Pisten 35 und 36 zurück zur Talstation der Gondelbahn auf 2.680 Meter.

Auch in der Talstation beider Bahnen herrscht noch eine rege Betriebsamkeit bei den Handwerkern – Schwerpunkt Außenfassade, Diensträume und WC Anlage. Die Geländeeinbindungen der Pisten 36 (rot) und der Nr.20 (blau), vom Pitzexpress kommend, konnten auch abgeschlossen werden.
Wir bitten nach wie vor um Verständnis, dass der definitive Termin für die Aufnahme des Publikumsverkehrs auf beiden neuen Komfortanlagen von der Aufsichtbehörde festgelegt wird und das Unternehmen ihn noch nicht nennen kann.
Am behördlich genehmigten Notweg vom Gletscher ins Tal wird auch im November noch mit großem Arbeitseinsatz und Maschineneinsatz gearbeitet; mehr als die Hälfte der insgesamt 3,3 km langen Strecke wurden bereits fertig gestellt, im unteren Teil auch mit einer Feinplanie versehen. Die Baustelle wird zudem regelmäßig von einer ökologischen Bauaufsicht begutachtet und diese äußert sich sehr zufrieden mit der fachgerechten Arbeitsweise der beauftragten Baufirma HTB aus Imst. Derzeit arbeiten noch 5 Bagger täglich an diesem Weg Bis Ende November soll auch diese Infrastruktureinrichtung nutzbar sein.

Stand 4.11.06/W.K.
 
das mit dem notweg ist zwar nicht mehr aktuell,
aber die (geplante) verbindung mit sölden hört sich interessant an...
aus dem DAV Panorama 5/2006:
 

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Also das mit der Braunschweiger Hütte verstehe ich nicht, wenn man die Seilbahn nicht nutzen will kann man ja alles machen wie bisher.
 
Was hat denn der Deutsche Alpenverein damit zu tun? Eins steht ganz fest: Die Ticken nicht mehr ganz sauber
 
Timo schrieb:
Was hat denn der Deutsche Alpenverein damit zu tun?
Sie sind Eigentümer der Braunschweiger Hütte und haben ein Interesse daran, daß dort alles so bleibt wie es ist. Unter anderem dient die Hütte z.B. als Stützpunkt für diverse Ausbildungskurse, weil das Gebiet dafür prädestiniert ist.
Wenn neben deiner Wohnung eine Autobahn gebaut werden sollte, würdest du wohl auch dagegen sein.
 
Timo schrieb:
Was hat denn der Deutsche Alpenverein damit zu tun? Eins steht ganz fest: Die Ticken nicht mehr ganz sauber
^^ Der Deutsche Alpenverein unterhält in diesem Bereich infrastrukturelle Einrichtungen (Hütte, Wege), die der Öffentlichkeit und damit dem Gemeinwohl dienen. Damit ist der DAV sogenannter Träger Öffentlicher Belange (TÖB) und ist bei allen Änderungen der lokalen und regionalen Gebietsplanung und -definition einzubeziehen. Dies sind insbesondere Regionalpläne, Raumordnungsverfahrfen und Bebauungspläne. Diese Vorgehensweise ist gesetzlich verankert und das beantwortet hoffentlich deine Frage.

Inhaltliche Wertungen in dieser Frage kann ich nicht vornehmen und nicht kommentieren, da ich mich mit der dortigen Situation nicht auseinandergesetzt habe.


Edit: War ein Doppelpost mit k2k, aber beide Antworten sind m.E. unabhängig und beide zutreffend.
 
Timo schrieb:
Was hat denn der Deutsche Alpenverein damit zu tun? Eins steht ganz fest: Die Ticken nicht mehr ganz sauber

Timo, ein derartiger Kommentar disqualifiziert eher Dich, als den DAV.

Ohne den DAV und die Alpenvereine der Nachbarländer wären die Alpen längst zu einem vollkommen verkommerzialisierten Spielplatz der Flachländer verkommen, mit den entsprechenden Auswirkungen auf die Natur und damit auch direkt auf Dich, denn was die Alpen für eine klimatologische und meteorologische Funktion für das gesamte Europa erfüllen, muss Dir wohl keiner erklärten.

Ich bin auch leidenschaftlicher Skifahrer, aber der hemmungslose Ausbau um jeden Preis geht mir gegen den Strich.
Wie in Tirol am Gletscher-Moratorium rumgehebelt wird, ist derart unverantwortlich, dass einem schon schlecht werden kann.

Genauso schlecht wird mir, wenn ich die pauschale Verunglimpfung der Poster hier lese, die das Vorhaben kritisch hinterfragen.

Wenn das nicht passt, müsst Ihr das Board in "Seilbahnforum.com" oder "Skigebietsforum.com" umbenennen, aber schmückt Euch nicht mit dem Titel "Alpin", wenn das einzige, was Ihr wollt, die uneingeschränkte rücksichtslose Nutzung des Alpinen ist.
 
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