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Neues am Pitztaler Gletscher

Schön und gut - nur ist diese Diskussion deshalb irrelevant, weil die PGB gar keinen Sommerskibetrieb anbieten will - an der Panoramabahn könnten sie ohne Probleme von 3440 bis 3020 m das ganze Jahr durchfahren - Revisionspausen mal abgesehen. Und als es am Mittelbergjoch im August noch ging (1985!), wir hatten dazu mal geniale Bilder, ist man auch ohne EUB dorthin gekommen. Das waren noch Zeiten...
 
Pitztaler Lifte könnten bald stillstehen
Wenn die Seilbahnbehörde die Genehmigung für die neuen Lifte verweigert, kann der Betrieb Ende Oktober nicht aufgenommen werden
"Aus Sicht der Seilbahnbehörde haben wir ein Hochhaus mit Lift, allerdings ­ohne Stiegenhaus. Wenn der Lift außer Betrieb ist, gibt es keine Fluchtmöglichkeit."

So stellt Hans Rubatscher die aktuelle Situation der Pitztaler Gletscherbahnen anschaulich dar. "Wir investieren derzeit 17 Millionen Euro in eine Erneuerung der Anlage. Wenn die Seilbahnbehörde uns die Genehmigung für die neuen Lifte verweigert, können wir den Betrieb Ende Oktober nicht aufnehmen. Die Bahnen stehen dann still", zeigt sich Investor und Miteigentümer Rubatscher entsetzt.

Knackpunkt ist einmal mehr die viel diskutierte Talabfahrt vom Gletscher, welche aus Sicht der Pitztaler ein "Sicherheitsweg" ist. "Bei der Bauverhandlung machte der sanitätspolizeiliche Sachverständige klar, dass die Betriebsbewilligung für die Ersatzanlagen verweigert werden könnte, weil es neben der Stollenbahn keinen weiteren Fluchtweg aus dem Skigebiet gibt", schildert Rubatscher der TT.

Jetzt wartet alles gespannt auf die Entscheidung der obersten Seilbahnbehörde im Verkehrsministerium. Völlig unabhängig von diesem Verfahren prüft der Umweltsenat den Einspruch der Pitztaler gegen den Bescheid der Tiroler Landesregierung, welche für den Bau der Talabfahrt eine Umweltverträglichkeitsprüfung, UVP, ausfertigte.

Tirol.com
 
Das ist ja nicht zu fassen!
Unglaublich was denen alles einfällt!
 
das wird ja immer besser. bravo behörden.
:wall:
 
Ich glaube (hoffe :wink: ) zwar, das das ganze ein Spielchen ist, um Druck auf die Umweltbehörde in der Sache Talabfahrt zu machen. So blöd wird man doch nicht sein, das die eine Behörde keine Betriebsbewilligung für neugebaute Lifte erteilt, und zwar wegen einer fehlenden Talabfahrt, die durch eine andere Behöde verhindert worden ist? Nee, obwohl ich zwar von Staatsbeamten keine gute Meinung habe, das man so weit geht glaube ich ehlich gesagt nicht.

Mögliches Szenario: die Betriebsbewilligung wird 'bedingt', z. B. für 1 Jahr erteilt, und explizit der Bau der Talabfahrt, sei es auch unter dem Namen Sicherheitsweg, in diesem Zeitraum gefordert. Also wenn das kein gutes Druckmittel auf die Umweltbehörde wäre :twisted: ?
 
das ist mit sicherheit ein druckmittel, denn auch in österreich dürfte es einen bestandsschutz geben, d.h. ein seit jahren in betrieb sich befindendes skigebiet kann nicht durch nachträgliche gesetzesänderungen die schliessung verordnet werden. allerdings kann der schuss auch nach hinten losgehen wenn die behörden sagen, dass die pitztaler ja die fernerkogelbahn ohne abfahrt bauen können.
 
dass man zwei fluchtwege aus gebäuden braucht bzw. haben sollte ist ja bekannt, aber was hat diese verordnung mit dem skigebiet zu tun? bzw. mit der neuen anlage?
wollen die wegen fehlender talabfahrt das ganze skigebiet dicht machen? weil für die panoramabahn gibts ja auch keinen zweiten fluchtweg? irgendwie kapier ich das net ganz, bitte mal um erklärung von jemanden dem das n bissl besser einleuchtet....

(was ist zum beispiel mit anderen skigebieten ohne talabfahrt, ok, da gibts meistens n fahrweg ins gebiet, der existiert hier nicht, also doch wieder berechtigt....)

die jungs ausm pitztal ham halt immer wieder was in der tasche :)
 
Mhm, ich versuch mal meine Variante kund zu tun...

2 neue Ersatzanlagen -> mehr Leute am Pitztaler Gletscher. Mehr Leute am Pitztaler Gletscher und Ausfall der Stollenbahn -> es können nicht alle Leute im Restaurant untergebracht bzw. runtergeflogen werden -> Gefahr für Gäste -> keine Genehmigung der Ersatzanlagen, die ja mehr Leute raufbringen... komische Sichtweise, aber es KÖNNTE so sein... :?

Ich seh´s allerdings ähnlich wie miki, und glaube nicht, dass die Pitztaler den Betrieb einstellen müssen bzw. deren Neuanlagen kommende Wintersaison stillstehen werden. Da müssten viele andere Skigebiete auch schließen.
 
Ich glaub kaum, daß man früher die maximale Personenanzahl im Skigebiet anhand der vorhandenen Liftkapazitäten im oberen Skigebiet berechnet hat - sondern wohl eher aufgrund der Kapazität der Zubringerbahn(en). Und die hat sich ja nicht geändert.

Und im Zweifelsfall kann man sich ein paar Zelte anschaffen für den Ernstfall, die man auf der Terasse aufstellen kann. Dann sollte wieder genügend Platz da sein.
 
Spinnen wir die Idee mal weiter:

Pitztal MUSS eine komplette Talabfahrt bauen, nicht nur einen Notweg.
Altrnative: Verbindung mit Pitztal

Mölltal MUSS eine Verbindung zu Sportgastein bauen, weil keine Talabfahrt möglich.

Sölden MUSS eine Bahn zum Rettenbach bauen, die Strasse könnte ja mal unpassierbar sein.
Alternative: Verbindung mit Sölden.

Kaunertal MUSS Hotels am Gletscher bauen, die Strasse könnt mal unpassierbar sein und eine so lange Bahn nicht möglich ist.

Skigebiete welche nur mit einer Bahn erreicht werden können, müssen vom ersten bis zum letzen Saisontag eine voll beschneite Talabfahrt haben. z.B. Matrei, See, Kappl

Wären doch alles super Investitionen und das erst noch ohne langen, da verbotenen, Verhinderungskrieg.

Spass beiseite: Über kurz oder lang muss am Pitztaler eine der drei Varianten realisiert werden. Man hat zwar eine wetterunabhängige Bahn, aber eben doch nur diese eine.

Mich würde mal interessieren ob man nicht schon bei der erschliessung 1983 an ein Szenario ( totalausfall der Bahn ) gedacht hat, oder ob man dachte ein unterirdische SSB fährt immer.

Keine Bewilligung für die neuen Anlagen zu erteilen halte ich nicht für realistisch. Das müsste ja schon in der Baubewilligung erwähnt sein.
 
Mir ist allerdings völlig schleierhaft, warum der Chef der Pitztaler Gletscherbahnen mit so einer Nachricht an die Öffentlichkeit geht. Entweder er will einen Aufschrei der Bevölkerung, um die Talabfahrt förmlich zu erzwingen, oder es ist wirklich ernst...

Ich versuch mich aber jetzt mal in die Lage eines Touristen zu versetzen... also für mich ist das doch ein ganz gehöriger Imageschaden, bzw. wenn ich so eine Nachricht lese überleg ich mir eventuell, ob ich meinen Skiurlaub nicht vielleicht doch wo anders verbringen sollte... das ist in jedem Fall ein sehr heißes Eisen das der Chef da anlangt... :roll: So wie´s im Bericht rauskommt ist der ja selbst zur TT gelaufen mit dieser Nachricht... :?
 
Mal ein bisschen Off Topic aber in richtung Fluchtweg tendierend, was machen die auf der Zugspitze eigentlich wenns im/am Sonnalpin brennen würde, ist zwar in Deutschland aber weg würd man dann auch nich kommen, außer durchs Reintal, aber das is im WInter bestimmt Hochgradig Lawinengefährdet
 
Wenn Gletscherbahn und Gletscherbahnhof "brennen", dann werden die Leute zum Schneefernerhaus gebracht und dann mit der Zahnradbahn runter...
 
ja nun, aber eben alle FLuchtmöglichkeiten sind alle dort lokalisiert!
 
Falsch, es gibt einen Zweiten Gletscherbahnhof am Schnefernerhaus. Die dort hinführende PB sollte einen ausreichenden Abstand zum Sonnalpin haben.
 
Also ich sehe diese Meldung auch eher als politisches Druckmittel an, nach dem Motto: "wir investieren so und so viel - können das aber gar nicht voll nutzen, weil..."

Mich würde ja interessieren ob egtl nur als Alternative eine oberirdische Parallelbahn zum Pitzexpress über den Mittagskogel geplant oder projektiert wird - nach den Ur-Planungen aus dem Jahr 1979, wo das schon einmal angedacht war. Wäre sicher auch spektakulär mit einer gigantischen Aussicht auf das Hintere Pitztal. Falls z.B. sich mit Fernerkogel und Talabfahrt doch wider Erwarten nichts ausgehen sollte.
 
Marius schrieb:
Mich würde ja interessieren ob egtl nur als Alternative eine oberirdische Parallelbahn zum Pitzexpress über den Mittagskogel geplant oder projektiert wird - nach den Ur-Planungen aus dem Jahr 1979, wo das schon einmal angedacht war. Wäre sicher auch spektakulär mit einer gigantischen Aussicht auf das Hintere Pitztal. Falls z.B. sich mit Fernerkogel und Talabfahrt doch wider Erwarten nichts ausgehen sollte.

kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen, eher bauen die die Bahn aus dem Tal zum Fernerkogel rüber (inkl Mittelstation) ohne die Talabfahrt. Und spekulieren dann doch irgendwann auf diese.
 
also in meinen augen ist das ein pure druckmittel und politikum. durch die neuen bahnen können nicht mehr leute ins gebiet als vorher, so gesehen ist die argumentation schwachsinnig und ist nur mal wieder ein versuch den " sicherheitsweg" durchzubekommen. man könnte auch einfach mal akzeptieren, dass es mit dem nichts wird. und da man ihn als bauweg braucht wird es dann wohl auch mit der bahn auf den linken fernerkogel und der sölden verbindung nichts. darüber bin ich ehrlich gesagt auch nicht so unglücklich.
 
Wobei mir eigentlich nicht klar ist, warum man die jetzige Bahn ohne Bauweg und die Bahn zum linken Fernerkogel nur mit Bauweg bauen können soll, ohne Hubschrauber gehts sowieso nicht.
 
gerrit schrieb:
Wobei mir eigentlich nicht klar ist, warum man die jetzige Bahn ohne Bauweg und die Bahn zum linken Fernerkogel nur mit Bauweg bauen können soll, ohne Hubschrauber gehts sowieso nicht.

Jetzt konnte ja auch noch sehr viel Material mit der Tunnelbahn hochgebracht werden. Bei den Bahnen zum Linken Fernerkogel wär dies so nicht möglich. Es gibt zwar die Möglichkeit einer Baubahn aber z.b. für die Bahnseile würde die nichts bringen. Also insgesamt würde ein Bauweg die Kosten deutlich senken.

Aber das Ziel aller Vorstöße der Pitztaler ist eine Talabfahrt in ein Gelände wo keine reinpasst zu erzwingen...
 
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