Pitztaler Lifte könnten bald stillstehen
Wenn die Seilbahnbehörde die Genehmigung für die neuen Lifte verweigert, kann der Betrieb Ende Oktober nicht aufgenommen werden
"Aus Sicht der Seilbahnbehörde haben wir ein Hochhaus mit Lift, allerdings ohne Stiegenhaus. Wenn der Lift außer Betrieb ist, gibt es keine Fluchtmöglichkeit."
So stellt Hans Rubatscher die aktuelle Situation der Pitztaler Gletscherbahnen anschaulich dar. "Wir investieren derzeit 17 Millionen Euro in eine Erneuerung der Anlage. Wenn die Seilbahnbehörde uns die Genehmigung für die neuen Lifte verweigert, können wir den Betrieb Ende Oktober nicht aufnehmen. Die Bahnen stehen dann still", zeigt sich Investor und Miteigentümer Rubatscher entsetzt.
Knackpunkt ist einmal mehr die viel diskutierte Talabfahrt vom Gletscher, welche aus Sicht der Pitztaler ein "Sicherheitsweg" ist. "Bei der Bauverhandlung machte der sanitätspolizeiliche Sachverständige klar, dass die Betriebsbewilligung für die Ersatzanlagen verweigert werden könnte, weil es neben der Stollenbahn keinen weiteren Fluchtweg aus dem Skigebiet gibt", schildert Rubatscher der TT.
Jetzt wartet alles gespannt auf die Entscheidung der obersten Seilbahnbehörde im Verkehrsministerium. Völlig unabhängig von diesem Verfahren prüft der Umweltsenat den Einspruch der Pitztaler gegen den Bescheid der Tiroler Landesregierung, welche für den Bau der Talabfahrt eine Umweltverträglichkeitsprüfung, UVP, ausfertigte.