Politik ebnet den Weg für die Pitztaler Gletscherabfahrt
Die Pitztaler Gletscherbahnen freuen sich über grünes Licht für ihren Notweg vom Gletscher.
Wo ein Wille, da auch ein Weg. Das trifft im Pitztal wohl doppelt zu: Bei den Gletscherbahnen und im Gemeindeamt St. Leonhard dürften gestern schon die Sektkorken geknallt haben.
Drei Stunden lang wurde am Vormittag in der BH Imst verhandelt. Anschließend erspähten die Pitztaler Licht am Ende des Tunnels. Keine Einwände der Lawinenkommission und der Wildbach- und Lawinenverbauung. Im Pitztal rechnet man fix mit einem positiven Bescheid für den Notweg.
Kompromiss Notweg
Der Optimismus ist begründet. Die Bezeichnung Notweg trägt die Talabafahrt seit Ende September. Damals handelten die Pitztaler Gletscherbahnen mit Naturschutzlandesrätin Anna Hosp (VP) diesen Kompromiss aus.
Der politische Wille für die Variante ist da: Hosp umschiffte damit ein UVP-Verfahren, sie drückte im naturschutz- und wasserrechtlichen Verfahren auf die Tube. Für die Pitztaler galt es, eine Lösung zu finden. Denn der negative UVP-Bescheid für die ursprünglich geplante Talabfahrt brachte LH Herwig van Staa heftige Kritik ein.
Als Rettungsanker entpuppte sich die Seilbahnbehörde. Diese will zwei neue Lifte am Gletscher erst in Betrieb gehen lassen, wenn der Notweg gebaut ist. Der Druck für einen positiven Bescheid ist enorm.
Einzig der Landesumweltanwalt könnte die Pläne des Landes und der Bergbahnen zu Fall bringen. Innerhalb von zwei Wochen kann der Landesumweltanwalt berufen. Daran könnte der Weg, trotz politischem Willen, noch scheitern.