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Neues am Pitztaler Gletscher

also mal ganz ehrlich leute, das argument den notweg besonders breit bauen zu müssen damit keiner in ne spalte fällt, weil ja eh immer alle abseits der pisten fahren, ist doch ein witz. wenn der notweg wirklich als solcher benutzt werden würde, gäbe es dieses problem doch gar nicht. ums kurz zu erklären, ich stelle mir folgendes vor: notsituation im skigebiet, das skigebiet muss entleert werden, der notweg wird von der bergwacht geöffnet (und zwar nur im fall der notsituation, sonst ist er strikt gesperrt) und die skifahrer werden kontrolliert in gruppen ins tal geleitet. bei dieser variante, die der einer notentleerung am ehesten gleich kommt, sind die gäste sicher erpicht genug darauf heil ins tal zu komen, als dass sie noch irgendwelche ausflüge neben den präparierten weg unternehmen. zumahl wenn eine begleitung oder überwachung des weges durch bergwachtpersonal erfolgt und repressionen drohen.

soviel zur idealvorstellung eines notwegs. und nun zu der pitztaler variante. wann braucht man wohl eine so breit zugeschüttete abfahrtsspur auf dem gletscher? na klar wenn man eine möglichst attraktive talabfahrt anbieten will. und im fall eines immer offenen weges, denn dann finden sich genug idioten die sich ausserhalb des kontrollbereiches der pistenaufsicht wähnen und schön über spaltenreiches gelände tingeln. hauptsache ein bisschen unberührter schnee.

also daher mein punkt, dass man einfach mal aufhören sollte von einem notweg zu reden. ein notweg wäre genau eine oder zwei raupenspuren breit mit rechts und links neonrotem absperrband (von mir aus auch doppelt). er würde nur geöffnet wenn eine wirkliche notsituation vorliegt und es würde beim befahren auch sicher keiner in eine spalte fallen.

DESHALB bauen die pitztaler eine talabfahrt. und da sie das eigentlich nicht dürfen, sollten sie meiner meinung nach mal ordentlich was auf die mütze kriegen. so eine woche keinen betrieb und somit keinen umsatz, vielleicht würde das ja mal wieder den respekt vor den exekutivorganen etwas stärken. ich sehe bei den pitztaler gletscherbahnen da nämlich ein ziemlich kritisches demokratieverständnis. erst machen, dann fragen. wenn das jeder täte, kämen wir in europa nicht weit.
 
Also ich sehe das anders. Richtig ist, dass sie die Talabfahrt nicht bauen dürfen und das ist totaler Quatsch. Ich finde es richtig, wenn man sich gegen schwachsinnige Gesetze zu wehr setzt...! Demokratie bedeutet, dass die Menschen gemeinsam über etwas entscheiden bzw. die von der Entscheidung betroffenen Menschen... !Wenn eine solche Umfrage im Pitztal gestartet wird, ist das Resultat glaube ich eindeutig!

Ich finde es aber auch mal schön, dass es nicht nur in Deutschland solche fehlgeleiteten Umweltschützer gibt!
 
starli2 schrieb:
So, es gibt wieder ein paar neue Fotos aus dem Pitztal (vom 11.11.2006):

P1110719.sized.jpg


Für einen Notweg doch etwas breit, oder? :-)

[/img]

also ich hab ja starli in verdacht, dass er seine beweisbilder weitergeleitet hat :)
 
Dachstein schrieb:
Ohne Genehmigung haben die Pitztaler Gletscherbahnen eine Verbindung zwischen dem künftigen Notweg und dem Skigebiet präpariert

Imo wurde ein Notweg vom Skigebiet ins Tal genehmigt, und dass man da über den Gletscher muss, sollte eigentlich jedem klar sein. Auch der BH.

MFG Dachstein

Öhhmm, das hab ich genau vor n paar Wochen beschrieben, dass es keine Genehmigung für die Verbindung Gletscher - Notweg gibt.....

Tja...die Pitztaler begeben sich auf gefährliches Terain....Einmal BH und Land verarschen geht grad noch, aber ein zweites mal???
 
Af schrieb:
Einmal BH und Land verarschen geht grad noch, aber ein zweites mal???

Irgendwie frage ich mich, wer da wen pflanzt. Denn der Notweg wird ja von allen als Ganzes hingestellt. Oder wie bitte stellt sich das die Behörde vor, dass man zwar einen Notweg bauen darf, der dann vom Gletscher nicht erreichbar ist? Das ist ja dann wie ein Notausgang, der zugesperrt ist.

Ich meine: das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen: Die Behörde schreibt, um den Betrieb am Gletscher mit den neuen Bahnen einen Notweg vor. Gleichzeitig verbietet sie aber, die Hälfte des Notweges zu bauen. Kann es sein, dass da ein Kommunikationsproblem bei den Behörden vorliegt? Oder reitet einfach nur Amtsschimmel?

Ich kratze mich nur mehr am Kopf :gruebel:

So, und ab jetzt bauen wir nur mehr Autobahnen ohne Abfahrten. Rauf komme ich zwar, runter nimmer, aber ds scheint ja eh wurscht zu sein. sfg

MFG Dachstein
 
So, und ab jetzt bauen wir nur mehr Autobahnen ohne Abfahrten
ja ganau. Die Abfahren darf man noch bauen. Nur nicht an die anderen Straßen anbinden.

Einige kennen ja sicher die Schildbürger!
"Ähnlichkeiten mit lebenen Personen sind rein zufällig." :lol:
 
Also sorry Pitztal, aber:

Unterer Notweg wird genehmigt, oberer in der eingereichten Form nicht...was macht man? Genau man baut ihn trotzdem....

Keine Umplanung, keine Alternative..... Da verscherzts man sich für alle weiteren Ausbauten mit allen Beteiligten.

Naja, wir werden sehen, wies ausgeht.
 
also ich weiss gar nicht warum hier immer soviele pro's & contra's produziert werden!

die gesamte geschichte zeigt doch mal wieder das demokratie einfach nicht funktioniert! leider gibt es halt nicht wirklich eine alternative......

insofern gratuliere ich den pitztalern zu ihrer neuen "talabfahrt"! der zug das projekt zu canceln ist doch sowieso schon längst abgefahren.....

ist nur schade das manche menschen so "gesetzesgeil" sind und sich auf diese weise profilieren müssen....... *langsam geht die welt zugrunde* :wink:
 
Ok, Xtream, dann hast auch nix dagegen, wenn an deinem Gartenzaun n Hotelgebaut wird, und du ne 8m Betonwand vor der Nase hast....

Braucht ja keiner aufs Amt hören...

Es ist sicher auch vieles Überreglementiert, aber 2x gegen eindeutige Vorschriften verstossen, ist einfach nur dumm... wenns Pech haben, setzts ne saftige Strafe, und der gesamte Notweg wird vom Amt gecancelt, da beides Schwarz gebaut wurde.
(Die nachträgliche Genehmigung ändert daran nix).
Das Problem ist, dass alle nachfolgenden Projekte jetzt doppelt geprüft werden, und für illegale Bauarbeiten jetzt richtig geblecht werden wird....

Ich hab auch was gegen Überreglementierung, aber an ,aber mit etwas verhandeln und umplanen wäre das schon gegangen.

Und nicht Vergessen: Eine zweite Zubringerbahn(PB, 3S, Funitel usw) würde auch eine Skigebietsentleerung gewährleisten.

Auf jedenfall freu ich mich aber trotzdem darauf, dieses Jahr ne neue Gletschertalabfahrt zu machen, wenn die geöffnet wird. :D
 
mittelbergbahn_720.jpg


Zwischendurch mal wieder was erfreuliches vom Pitztal. ;)
Die Bahnen laufen und für Interessierte hat die PGB auf ihrer Homepage eine neue Bildergalerie der neuen Bahnen eingerichtet:

http://www.pitztaler-gletscher.at/pictures/bilder_neuebahnen.htm

Bis auf den MittelbergjochII-SL sind am Gletscher alle Lifte offen, das Rifflsee-Gebiet startet nächste Woche. :)
 
Zitat von der Beschreibung zu Bild Nr.11:
Die mächtige Stütze 15 unmittelbar vor der Bergstation ist als 3 fach Stütze ausgeführt, rechts der Gipfel des Fernerkogel (3.277 m) erkennbar, dem Ziel unserer nächsten Komfortverbesserung
Aha aha, das Ziel unserer nächsten Komfortverbesserung^^, wenn genug Geld da ist, können die ja gleich im nächsten Sommer bauen. Die Pitztaler wissen ja nun wie man schnell und unbürokratisch Lösungen angeht
 
Mist, das wollt ich grad auch schreiben :)

Aber das die das so offen auf die HP schreiben? Respekt :wink:
 
Naja, das Fernerkogel-Projekt steht ja schon länger an und immer haben sie geschrieben, dass es sehr bald durchgeführt wird.^^
Bin mal gespannt, wanns realisiert wird.

Irgendwann habens ja mal geschrieben, dass die Fernerkogelbahn nur mit Talabfahrt kommen wird, ich glaub wenn sie das so bald durchführen wollen ham wir wieder ne Menge Diskusssionsstoff. :lol:
 
Xtream schrieb:
...die gesamte Geschichte zeigt doch mal wieder, daß Demokratie einfach nicht funktioniert...

Da würde ich erstmal abwarten. Bin mir sicher, daß das jetzt der Tropfen ist, der das Faß zum Überlaufen bringen wird. Diese Reihe von bauernschlauen Aktionen, die die Gletscherbahnen seit längerem durchführen, wird ihnen im Endeffekt gar nichts bringen, denn
erstens ist auch Österreich der Rechtsstaatlichkeit verpflichtet, und am Schluß wird auch hier dem Recht Geltung verschafft werden, und
zweitens kann es sich niemand leisten, hier einen Präzedenzfall zu schaffen. Wenn man auf so eine Art durchkäme, würde sich zukünftig keiner mehr an Genehmigungsverfahren und Auflagen halten.

Xtream schrieb:
ist nur schade, daß manche Menschen so "gesetzesgeil" sind und sich auf diese Weise profilieren müssen

Das einzige was schade ist, ist so eine Einstellung.

Nur, daß wir uns nicht falsch verstehen: Ich bin selber regelmäßig im Pitztal, auch mir sind die Attraktivitätsprobleme des Schigebietes bewußt, und ich bin auch kein Gegner von Neuerschließungen. Es muß allerdings alles mit rechten Mitteln zugehen. Wenn einem die Gesetze nicht passen, dann muß man halt eine Partei gründen (bzw. in eine eintreten) und für seine Meinung eine Mehrheit suchen. So - und nur so - funktioniert Demokratie. Das hat mit Gesetzesgeilheit überhaupt nichts zu tun, alles andere wäre Bananenrepublik.

Wie gesagt, ich wünsche dem Pitztal von Herzen alles Gute, aber so geht es halt wirklich nicht.
 
Tobias Schulz schrieb:
Da würde ich erstmal abwarten. Bin mir sicher, daß das jetzt der Tropfen ist, der das Faß zum Überlaufen bringen wird. Diese Reihe von bauernschlauen Aktionen, die die Gletscherbahnen seit längerem durchführen, wird ihnen im Endeffekt gar nichts bringen, denn
erstens ist auch Österreich der Rechtsstaatlichkeit verpflichtet, und am Schluß wird auch hier dem Recht Geltung verschafft werden, und
zweitens kann es sich niemand leisten, hier einen Präzedenzfall zu schaffen. Wenn man auf so eine Art durchkäme, würde sich zukünftig keiner mehr an Genehmigungsverfahren und Auflagen halten.

manchmal ist es einfach besser weiterzubauen und evtl. strafen zu zahlen, als sich ständig mit irgendwelchen sesselpupsern auseinanderzusetzten! wielange arbeiten die jetzt schon an diesem projekt :?: auf jedenfall viel zu lange..... und irgendwas war dann da auch noch mit der TIWAG! *wenn wir dürfen, dürft ihr auch oder so*

ist ja auch egal, ich steh jedenfalls voll auf der seite der pitztaler!

Das einzige was schade ist, ist so eine Einstellung.

ich bin halt einfach kein freund von dem system! schau dir doch mal die ganzen politiker an..... vetternwirtschaft & geld regiert unseren planeten! ganz ehrlich, wäre ich in dieser situation würd ich wahrscheinlich (leider) genauso ticken..... insofern funktioniert demokratie nicht wirklich!

alle weiteren polit/system diskussionen bitte dann als PN an mich! :wink:

deshalb machen die pitztaler es genau richtig! wer ist denn wirklich von den baumassnahmen direkt betroffen..... die paar hansel aus dem DAV, die natur?? (wobei dann schau dir mal österreichs bergwelt genauer an) oder gehts hier nicht doch eher um persönliche interessen einer handvoll "platzhirsche".... :wink:
 
Hui, das ist aber ein schöner Euphemismus: "Komfortverbesserung" für "Neuerschliessung". Da geht einem ja metaphorisch das Herz auf, bei diesem Diskurs...
Da wird offensichtlich gleich die nächste Runde eingeläutet - und immerhin wird ehrlich auf die Ambitionen verwiesen und nicht gleich alles dementiert, verschwiegen oder ignoriert.
 
bauernschlauen Aktionen, die die Gletscherbahnen seit längerem durchführen, wird ihnen im Endeffekt gar nichts bringen, denn
erstens ist auch Österreich der Rechtsstaatlichkeit verpflichtet, und am Schluß wird auch hier dem Recht Geltung verschafft werden, und
zweitens kann es sich niemand leisten, hier einen Präzedenzfall zu schaffen. Wenn man auf so eine Art durchkäme, würde sich zukünftig keiner mehr an Genehmigungsverfahren und Auflagen halten.

Sorry, aber ehrlich gesagt, wenn man mal Kommunalpolitik und Baurecht was zu tun hatte, fällt es einem nicht ganz leicht, das zu glauben. Und das kommt von jemanden aus dem Norden, ich geh mal davon aus, dass in Tirol tendenziell politisch alles noch etwas eleganter läuft, weil grundsätzlich weniger Kröten über die Straße getragen werden müssen. :)

Hinsichtlich der Thematik Umweltschutz und Gesetzgebung: die Umwelt im engeren Sinne ist vom Pistenbau quasi nicht betroffen, im Prinzip geht es einzig um Landschaftsschutz (der Unterschied liegt darin, dass hier nicht das Ökosystem als solches, sondern das menschliche landschaftliche Ästhetikempfinden oder allenfalls das natürliche Landschaftsbild als solches beeinträchtigt wird). Gerade hinsichtlich des Landschaftsschutzes erscheint mir die üblichen Auflagen sehr wenig überzeugend. Entweder wird etwas gleich gar nicht genehmigt oder aber, wenn es genehmigt wird, darf dann gleich gebaggert und gesprengt werden wie sonst was. Anstatt, dass man versucht schlaue Mittelwege zu finden, die einerseits Projekte nicht ständig aus marginalen Gründen kippen und anderseits sicherstellen. dass vielleicht an landschaftlich sensiblen Stellen darauf verzichtet wird, 50m breite Autobahnen in die Felsen zu sprengen.

In älteren Projektbeschreibungen fanden solche Erwägungen ja andernorts durchaus noch Eingang. Stattdessen aber gibts es womöglich noch Auflagen über Mindestbreite und Sicherheitsentschärfung hier, Sicherheitsentschärfung da....

Also ehrlich gesagt, trotz der mir beruflich quasi angeboren Gesetzesgeilheit halte ich so ziemlich alles was auf dem Sektor läuft für totalen Quatsch!

Ich würde mir jedenfalls wünschen, wenn es am Pitztaler gelänge, mit einem effizienten und pragmatischen Vorgehen, zügig zu Ergebnissen zu kommen.

Pro Fernerkogel, Pro Talabfahrt, contra Söldenverbindung und contra diese bescheuerte EUB zum Schweizer Weg hinauf, die mich sicherlich noch Jahre davon abhalten wird, den Gletscher wieder zu besuchen, die ich aber angesichts der mangelnden Relevanz hier auch nicht weiter thematisieren will!
 
trincerone schrieb:
Sorry, aber ehrlich gesagt, wenn man mal Kommunalpolitik und Baurecht was zu tun hatte, fällt es einem nicht ganz leicht, das zu glauben.

"Präzedenzfall" war eigentlich auch nicht juristisch gemeint, vielleicht habe ich mich da etwas unklar ausgedrückt; ich meinte eigentlich, daß die Gefahr bestände, daß so ein Beispiel Schule macht.
Es ist ja eine alte Masche: Man baut erst mal was ohne Genehmigung und spekuliert dann darauf, daß ein Rückbau im Rahmen der Verhältnismäßigkeitsprüfung sowieso nicht angeordnet wird. So ein Verhalten ist ja an sich schon sehr ärgerlich; bei einem Projekt dieser Größe und Bedeutung sollte so etwas einfach nicht hingenommen werden, insbesondere, da die Eingriffe in die Natur hier größtenteils irreversibel sind.
Und wenn andere sehen, daß man mit dieser Masche letztendlich zu seinem Ziel kommt, und dieses Verhalten nachahmen, dann gibt es auf Dauer kein Halten mehr und jeder baut bzw. baggert und sprengt einfach mal drauf los.
Ob es hier nun um Fragen des Landschafts- oder Umweltschutzes geht, ist meiner Meinung nach zweitrangig; es ist einfach so, daß diese Gesetze und Verordnungen von den demokratisch legitimierten Institutionen, die ja dem Allgemeinwohl verpflichtet sind, erlassen werden und ganz bestimmt nicht von der Pitztaler Gletscherbahn, die natürlich nur ihre eigenen, rein wirtschaftlichen Interessen verfolgt.

Außerdem kann man ja wohl nicht ernsthaft behaupten, daß man sich seitens der Tiroler Landesregierung den Wünschen und Interessen der Gletscherschigebiete verschließen würde: erst letztes (?) Jahr wurden ja die den Gletscherschutz betreffenden Gesetze vom Landtag so geändert, daß prinzipiell z.B. ein Zusammenschluß Pitztal/Ötztal oder eine Erweiterung des Kaunertaler Gletscherschigebites möglich wären. Es wird also für die Gletscherschigebiete schon etwas getan.
 
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