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Neues am Pitztaler Gletscher

Wie die Zeiten sich doch ändern...

2006:
Ohne den Notweg können laut Seilbahnbehörde zwei Lifte heuer nicht in Betrieb gehen. "Dann müssten wir Arbeitsplätze abbauen", erklärt der Chef der Pitztaler Gletscherbahnen, Hans Rubatscher.

2007:
Der Betrieb des Skigebietes sei aber nicht gefährdet, so [Geschäftsführer] Krüger. [...] Der Notweg darf offiziell nicht benützt werden.
 
Also ein Rückbau wäre der größte Schwachsinn, dann wird nämlich die Landschaft erst recht in Mitleidenschaft gezogen, wenn dann muss jetzt endlich diese UVP her, und bis dahin bleibt der Weg halt gesperrt!
 
Ich finde, das ist eine gute Lösung für die Pitztaler. Der Weg ist offiziell gesperrt, aber es gibt keine Begrenzung der Leute oben am Berg. Und wenn nun im unwahrscheinlichen Fall doch was an der SSB passiert, bringens die Leute über den Notweg runter (da wird dann sicherlich keiner sagen, dass das nicht gemacht werden darf).
Und wenn man mal die UVP hat kann man dann gleich den Weg noch ein wenig ausbauen :-)
 
Meines Wissens gab es ja schon eine UVP für den gesamten Weg. Die war negativ(hab ich schon mal gepostet). Nach der Unterteilung des Weges war diese für den unteren Teil des Weges dann nicht mehr notwendig-laut Tiroler Landedsregierung. Das hat jetzt die Bundesbehörde nach Einspruch Riccabonas' aber als nicht gesetzeskonform erachtet. Wieso das nicht vor den Bauarbeiten abgewartet wurde ist mir schleierhaft. Der obere Teil des Weges ist ein im Nachhinein "genehmigter" Schwarzbau(sorry klingt hart, ist aber so).
Ich denk des Ganze wird wie so vieles im Rechtswesen auf einen Vergleich hinauslaufen, damit alle beteiligten Parteien ihr Gesicht wahren können.
 
obwohl man meinen könnte, dass man mittlerweile alles gewohnt ist, schaffens sie es doch immer wieder uns zu überraschen :twisted:
 
Frage nach Rechtssicherheit nach Baustopp

Die turbulenten Entwicklungen und die Einstellung der Bauarbeiten für den Notweg vom Pitztaler Gletscher legen die Frage nach der Rechtssicherheit nahe. Der Wiener Umweltsenat hatte ja wie berichtet einen Baustopp verfügt.

Umweltsenat hob Bescheide auf
Der Notweg ist großteils schon gebaut, ebenso wie neue Liftanlagen, für die der Notweg eine Bedingung war. Der Wiener Umweltsenat hat nun aber dem Einspruch des Tiroler Landesumweltanwaltes stattgegeben und sämtliche Genehmigungen für den Notweg für ungültig erklärt.

Dies sorgt nicht nur im Pitztal, sondern auch bei Juristen für Diskussionen.

Baubeginn sei vor Verfahrensabschluss erfolgt
Die Rechtswissenschaft unterscheide zwischen Verwaltungsrecht und Zivil- und Strafrecht, sagt Prof. Karl Weber vom Institut für Rechtswissenschaften der Uni Innsbruck.

Wer größtmögliche Rechtssicherheit verlange, müsse vor allem bei einem Verwaltungsverfahren abwarten, bis alle rechtlichen Verfahren abgeschlossen sind. Dies sei aber bei den Pitztaler Gletscherbahnen nicht der Fall gewesen.

UVP-Pflicht von vorn herein umstritten
"Es war von vorn herein umstritten, ob dieses Vorhaben UVP-Pflichtig war oder nicht. Das bedeutet, dass es den Pitztaler Gletscherbahnen bekannt sein musste, dass der Landesumweltanwalt ein Rechtsmittel ergriffen hat und dass dieses Verfahren möglicherweise zu Lasten der Pitztaler Gletscherbahnen ausgehen hat können. Dies ist dann ja auch passiert ist. Und daher ist die Aufhebung der ursprünglichen Naturschutzrechtlichen Bewilligung nur eine Folge all dieser Verfahrensschritte."

"Notweg anfänglich sogar Schwarzbau"
Der Bau des Notweges habe sogar begonnen, bevor überhaupt Bewilligungen erteilt worden seien. "Er war also zunächst ein Schwarzbau", erinnert Weber:

"Wenn zuerst mit dem Bau begonnen wird und erst dann um Bewilligung angesucht wird, dann hat so ein Vorhaben immer ein rechtliches Risiko in sich."

Normale Inbetriebnahme geplant
Auf Nachfrage von Radio Tirol sagten sowohl die Vertreter der Pitztaler Gletscherbahnen, also auch der Seilbahnbehörde in Wien, dass nicht daran gedacht sei, den Skibetrieb am Pitztaler Gletscher zu sperren oder einzuschränken, weil der Notweg nicht benützt werden kann. Ganz so sicher erscheint das dem Rechtswissenschaftler zuminderst theoretisch nicht.

"Seilbahnbehörde kann Betrieb untersagen"
"Auflagen sind grundsätzlich durchsetzbar. Die Seilbahnbehörde könnte den Betrieb einschränken oder untersagen, wenn der Notweg nicht benützt werden kann, die Gletscherbahnen also die Voraussetzungen für den Betrieb nicht erfüllen", sagt Karl Weber.

Die Pitztaler Gletscherbahnen haben angekündigt vor den Verwaltungsgerichthof zu gehen. Ein solches Verfahren dauert in der Regel ein bis zwei Jahre.
www.orf.at
 
So schauts aus ... während alles in der Schwebe ist, bleibt der Notweg so wie er ist und bei genug Schnee wird er inoffiziell befahrbar sein ...

Im Pitztal bleibt der Notweg das Ziel der Ziele

Der Pitztaler Notweg ist um eine Facette reicher. An Spekulationen über einen Rückbau will sich der Geschäftsführer der Gletscherbahnen nicht beteiligen.

Als "neue Besonderheit" in dem Verfahren bezeichnete der Geschäftsführer der Pitztaler Gletscherbahnen, Willi Krüger, den jüngsten Bescheid des Landes. Wie berichtet, hatte damit die Abteilung Umweltschutz alle erteilten Genehmigungen für nichtig erklärt.

Wie er dagegen vorgehen wolle, wisse er noch nicht: "Die Juristen prüfen, welche Möglichkeiten bestehen. Das ist aber juristisches Neuland. An Spekulationen über einen Rückbau beteilige ich mich aber nicht."

Gegen den Beschluss des Umweltsenats, der die Landesentscheidung auslöste und eine Umweltverträglichkeitsprüfung für notwendig erklärte, hat er Beschwerde beim Verfassungsgerichtshof eingebracht.

Aufgrund der neuen Entscheidung musste Krüger alle laufenden Arbeiten stoppen. "Auf den Skibetrieb hat das natürlich keine Auswirkungen. Der Notweg ist zwar vorhanden, weil sowieso kein Schnee liegt, kann man ihn aber nicht befahren", fügt er hinzu. Später könne er auch niemanden hindern, runterzufahren: "Ich darf den Weg nur nicht anpreisen und das tue ich auch nicht."

Mit allen Beteiligten werde es in den nächsten Tagen ausführliche Gespräche geben: "Dort werde ich auch sicherlich ansprechen, wie man in der Zwischenzeit bei Notfällen vorgeht."
Quelle: TT
 
Wohlige Wärme aus Permafrost im Pitztal

Erdwärme ist auch in luftiger Höhe zu gewinnen. Das Sunnmal-Restaurant im Rifflsee-Skigebiet macht es vor

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Sieben Tiefenbohrungen waren für die Erdwärmepumpen nötig.
Bild: Pitztaler Gletscherbahnen


Mitten im Rifflsee-Skigebiet entsteht das neue Sunnalm-Restaurant, das 130 Sitzplätze bieten wird. Das soll aber nicht nur Skifahrern, sondern auch Klimaschützern das Herz erwärmen. Der Grund ist die Energieversorgung, sie wird durch Erdwärme und Solaranlagen sichergestellt.

Für die Installation der Erdwärmepumpen waren sieben Bohrungen mit etwa 120 Metern Tiefe notwendig. Ein technischer Höhepunkt im wahrsten Sinne des Wortes: denn mit 2300 Metern Seehöhe handelt es sich um die höchstgelegene Tiefenbohrung, die bis jetzt in Österreich durchgeführt wurde.

Damit beauftragt ist die Zammer Firma Luzian Bouvier, die bereits bei Projekten wie der Masnerhütte in Serfaus beweisen konnte, dass solche Projekte in extremen Höhenlagen energietechnisch sinnvoll sind und zu massiven Einsparungen führen.

Beitrag zum Klimaschutz
Im Rifflsee-Gebiet entsteht damit ein Beitrag zum Klimaschutz, freuen sich Hans Rubatscher und Willi Krüger von den Pitztaler Gletscherbahnen. Bis zu 100 Liter Heizöl pro Betriebstag sollen eingespart werden.

"In Summe erwarten wir uns eine jährliche Einsparung von bis zu 30.000 Litern Heizöl, erklärt Krüger. "Mit diesem Projekt sind wir einen Schritt in die Zukunft gegangen. Gerade als Gletscherskigebiet ist Umwelt- und Klimaschutz ein wichtiges Thema für uns. Es ist an der Zeit, alternative Wege zu gehen und in eine sichere Zukunft zu investieren.
Quelle: TT
 
Nach einem Artikel in den heutigen Salzburger Nachrichten soll am Pitztaler Gletscsher nächsten Sommer eine Kunstschneeanlage des israelischen Systems IDE-Snowmaker errichtet werden. Dieses System erlaubt die Schneeproduktion auch bei Plusgraden (bis zu 1000m3 Schnee in 24 Stunden), der Schnee wird aber quasi in einem Depot erzeugt und muß dann verteilt werden. Angeblich ist das Pitztal das erste Schigebiet, in dem diese Methode angewendet wird, bisher wurde diese Art von Kunstschnee nur in Südafrika zur Kühlung von Goldminen eingesetzt.
Leider hab ich den Artikel nur in der "richtigen" Zeitung gefunden, sonst hätte ich ihn auch ins Medientopic verlinkt.
 
stimmt im 20min stand vor einigen wochen sowas, das es in der schweiz eingesetzt wird.
 
Kunstschnee künftig auch bei Plusgraden
Dank einer revolutionären Technologie wird ab kommendem Jahr auf dem Pitztaler Gletscher erstmals auch bei Plusgraden Kunstschnee erzeugt werden können. 1,5 Millionen Euro werden die Gletscherbahnen investieren.


Saisonstart soll gesichert werden
Von der neuen Technologie begeistert zeigt sich der Geschäftsführer der Bergbahnen am Pitztaler Gletscher, Willi Krüger: "Damit ist gesichert, dass wir unseren Saisonstart Mitte September garantieren können." Diese Tatsache ist den Gletscherbahnen auch die Investitionssumme von 1,5 Millionen Euro wert.

Auch wenn es mit dem neuen System theoretisch möglich wäre auch bei deutlichen Plusgraden zu beschneien, denkt man am Pitztaler Gletscher nicht an eine Wiederbelebung des Sommerskilaufs, so Krüger.

Technologie stammt aus Isreal
Schon bisher ist es zwar möglich Kunstschnee bei Plusgraden zu erzeugen, aber entweder in zu geringen Mengen bzw. nur durch den Zusatz von Chemie. Das System des israelischen Unternehmens IDE Technologies hat diese Nachteile nicht.

Laut eigenen Angaben produzieren die IDE Snowmaker bis zu 2000 Kubikmeter Schnee am Tag, unabhängig von Temperatur und Luftfeuchtigkeit. Einzige voraussetzung ist, dass das Wasser für die Schneeerzeugung vorgekühlt werden muss.

Hauptgeschäftsfeld der IDE Technologies ist eigentlich die Erzeugung von Meerwasser-Entsalzungsanlagen, aber auch von Kühlanlagen in Diamantmienen. Der Snowmaker ist eine Art Nebenprodukt, dem allerdings immer mehr Bedeutung zukommt.

Und so funktioniert der Snowmaker:
In der “Vacuum Ice Machine” wird Wasser einem hohen Vacuum ausgesetzt. Dieses Vacuum zwingt einen kleinen Teil des Wassers zur Verdampfung, während das restliche Wasser zu gefrieren beginnt und ein Wasser-Eis Gemisch bildet. Dieses Gemisch wird aus dem “Freezer” in einen “Schnee-Seperator” gepumpt.


Snowmaker ab 2008 im Einsatz
Das Projekt ist, wie Krüger gegenüber tirol.ORF.at bestätigt, bereits eingereicht. Umweltverträglichkeitsprüfung sei keine nötig: "Es handelt sich hier um eine Optimierung des bestehenden Beschneiungssystems. Das Wasser dafür wird aus den bereits vorhandenen Speicherteichen kommen."

Zudem erzeugt das neue System den Kunstschnee ohne jegliche Zusatzchemikalien. Der Energiebedarf entspricht jenem einer kleinen Sesselliftanlage und hält sich ebenfalls in Grenzen, sieht Krüger einem positiven Bescheid zuversichtlich entgegen.

Quelle: oesterreich.orf.at

Damit der Artikel nicht verloren geht, habe ich ihn aus Matzis Post hier ins egtl. Topic kopiert.
 
Pitztaler Gletscherbahnen wollen künftig früher öffnen

Sie wollen mit einer hochtechnologischen Schnee-Erzeugungsmaschine aus Israel die Skisaison 2008 schon im September eröffnen.

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^^ Die Schneemaschine.
Bild: IDE


Nach den lauen Wintermonaten im vergangenen Jahr wollen die Pitztaler Gletscherbahnen künftig auf Nummer sicher gehen. Eine neuartige Schnee-Erzeugungsmaschine des israelischen Herstellers IDE soll eine künstliche Beschneiung schon bei Plusgraden im Frühherbst möglich machen.

Saisonstart im September

Ab September 2008 soll die Wundermaschine täglich bis zu 1000 m³ Schnee auf die Pisten rund um die Bergstation spucken. "Wir können dann bereits im September absolute Schneesicherheit garantieren", sagt Gletscherbahn-Geschäftsführer Hans Rubatscher, der hofft, mit dem "All Weather Snowmaker" der Konkurrenz davonwedeln zu können.

Durch die Investition von 1,5 Millionen Euro rechnet er mit einem Umsatz-Plus von 20 Prozent. Auch die Hotels im ganzen Tal werden davon profitieren, ist Prokurist Willi Krüger überzeugt.

"Die Pitztaler Gletscherbahnen sind unsere ersten Kunden in den Alpen", freut sich IDE-Manager Moshe Tessel. Seit 1965 baut die Firma weltweit diverse Maschinen zur Kühlung und Meerwasserentsalzung.

Dass sich die Technologie, die auf einem simplen physikalischen Vakuum-Prozess beruht, auch zur Schneeproduktion eignet, habe man erst kürzlich entdeckt.

"In Zeiten des Klimawandels gewinnt diese Form der Beschneiung an Bedeutung", führt Tessel aus. Liftgesellschaften aus aller Welt hätten bereits ihren "Snowmaker" geordert. "Das Verfahren ist umweltschonend und benötigt keinerlei chemische Zusätze", ergänzt Felix Viehauser von IDE Europe.
Quelle: TT
 
Die lernen es wohl nie. Mal gespannt wann der erste Umweltfrulli auf der Matte steht und das "meckern" anfängt! Oder gar das Projekt stoppt.
 
Du meinst, einfach bauen und Schnee produzieren und es gar nicht an die große Glocke hängen wäre besser? Unter den von Dir genannten Aspekten womöglich schon. Was wetten wir, dass der IDE-Snowmaker bei der Fernerkogelbahn immer als Gegenargument angebracht wird? Nach dem Motto: "die brauchen ja schon so etwas, und jetzt wollen die eine Neuerschließung machen?"
 
im bericht steht die maschine braucht soviel schnee wie ein haushalt. quelle zermatt. bei der quelle pitztal hingegen wird angeton das der verbrauch vergleichbar ist mit einer kleinen sesselbahn. kann ich jetzt davon ausgehen das eine sesselbahn nur so wenig strom braucht wie ein haushalt da es sich ja bei beiden gebieten um die gleiche maschine handelt?

zum aussehen der schneemaschine. errinnert an einen betonmischer oder industriepark, wärend man sich an traditionelle schneekanonen schon fast gewöhnt hat, hoffe ich das man das urgetüm doch noch etwas angepasst in den alpen einstetzen wird
 
Na vielleicht wird das in der Pumpstation irgendwo untergebracht, in Frankreich heißt so etwas ja auch "usine à neige"... und von dort aus dann mit Bullys verbracht? Wie haltet ihr die Verteilung dieses Jahr für am praktikabelsten? Welche Bereiche wird die PGB damit beschneien? Den Bereich des Restaurant-Vorplatzes und am SL Brunnkogel um möglichst früh bis zum Restaurant wieder die Abfahrt anbieten zu können? Am großen, ausgeaperten Felseck der äußeren Brunnenkogel-Abfahrt? In Richtung Gletschersee?
 
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