Geht es der Wirtschaft im Pitztal derart schlecht, daß die das nötig haben?
Winter 2009/10 und Sommer 2010: 498.000 Übernachtungen in der Gmd. St. Leonhard/Pitztal, das entspricht Rang 21 in Tirol. Der Winteranteil liegt bei 67,5% (November bis April). Jerzens und Arzl (also die Hauptübernachtungsorte für den Hochzeiger sind eigenständige Gemeinden).
Das Kaunertal hat, zum Vergleich, 266.000 Übernachtungen, Rang 45, Winteranteil 54,1%.
Mich stört an der Diskussion das "Kriegsvokabular". Kann man denn nicht von Erschließungen oder Konkurrenz und Wettbewerb schreiben? Das ent-emotionalisiert vielleicht ein wenig.
Weiters fände ich es wichtig zu klären, über was gerade diskutiert wird: die landschaftlichen Eingriffe des "Notwegs", den Neubau der Pitz-Panoramabahn als 8-EUB oder die Verbindungspläne mit Sölden und die damit in Zusammenhang stehenden Erschließungspläne am Fernerkogel? Nur dann kann man eure jeweiligen Meinungsäußerungen auch richtig einordnen.
auf die sich anbahnende und mitunter überaus massiven Erweiterungen oder Verbindungen der grossen Tiroler Gletscherskigebiete
Ich schätze Kris als gewöhnlich sehr gut informierten User und würde ihn in diesem Fall bitten diese Aussage ein wenig zu konkretisieren. Soweit mir bekannt ist, sind zumindest bei den derzeitigen Verhandlungen der Seilbahngrundsätze keine Gletscherskigebiete betroffen, oder ist mir da etwas entgangen? Klar ist, dass die Politik wohl die Verbindung Pitztal-Sölden am Ende des Tages befürwortet. Das Ruhegebiet Ötztaler Alpen ist genau um den entsprechenden Bereich "herumgeplant" bzw der Bereich wurde aus dem Ruhegebiet herausgeschnitten.
Ich gebe Kris recht, dass es nicht mehr viele, wenn überhaupt, sinnvolle Erweiterungsmöglichkeiten der Tiroler Gletscherskigebiete gibt. Die Betreiber haben aus meiner Sicht bereits jetzt schon und zukünftig erst recht genügend zu tun, die bisher erschlossenen Gebiete im Betrieb zu behalten. Der Aufwand nimmt unter Garantie nicht ab.