Diese Probleme/Fragen sind ja nicht neu, die haben sich vor gut zehn Jahren (mein Gott...), als wir dieses Topic hier aufgemacht haben, bereits genauso gestellt. Ich skizziere mal zwei Varianten:
- Minimum: reine Verbindung
Vom Gletschersee mit großen Spannfeldern/Stützen über die Zunge des Mittelbergferners, Stütze unterhalb der Braunschweigerhütte und zum Rettenbachjoch. Landschaftlich schöne Fahrt, weil man die Bahn dann nicht sieht (drinnen sitzend). Länge ca. 3000 m (bei TIRIS ausgemessen), bei einer modernen Bahn mit 6 m/s eine Fahrtzeit von 8,3 min. Aus dem Pitztaler Gebiet kommend hat man von dort dann eine Abfahrt bis nach Sölden vor sich. Umgekehrt fährt man von Sölden aus ganz schön viel reine Verbindungsbahnen (Gletscher-Express, die Gaislachkogl-Tiefenbachverbindung, die Rettenbachjoch-Gletscherseebahn etc.). Die "Notweg-Talabfahrt" hat mit der ganzen Verbindung nichts zu tun
- Maximum: Verbindung, zweiter Zubringer und Linker Fernerkogel
Vom Talschluss Pitztal 1. Sektion Fernerkogelbahn ca. 3800 m (10,6 min Fahrtzeit) bis unterhalb der Braunschweiger Hütte auf eine Verflachung. Von dort
a) Verbindungsbahn zum Rettenbachjoch (ca 1500 m Länge, auch als Pendelbahn gut machbar mit hoher Kapazität)
b) Fernerkogelbahn Sektion II auf den Gipfel (ca 1100 m Länge, extrem steiles Trassé) => 1-2 neue nordseitige Gletscherpisten auf dem Hangenden und Karlesferner, 1 neue Gletscherpiste ins große Becken des Mittelbergferners, die mit langem Flachstück auf der großen Hauptzunge die Bahnen am Gletschersee erreicht
evtl. c) Verbindungsbahn Gletschersee-Mittelstation Fernerkogelbahn für die direkte Rückfahrt (ca. 1600 m Länge, sehr langes Spannfeld über Hauptlobus Mittelbergferner)
Ansonsten Rückfahrt vom Pitztaler Gebiet via Notwegabfahrt und kurze Verbindungsbahn vom jeweiligen Gletscherrand zur Mittelstation Fernerkogelbahn (oder Talabfahrt ins Pitztal und erneute Bergfahrt). Hier liegt die Herausforderung in einer sehr flexibelen Talstation, die je nach weiterem Einsinken des Gletschers nach unten hin angepasst werden kann. Diese Bahn ist auch als Rückbringer zur 2. Sektion der Fernerkogelbahn wichtig, wenn man die "Hintenrum"-Abfahrt angehen möchte.
Ich gebe Euch bei allen Argumenten gegen neue Abfahrten in diesem Bereich recht, empfinde aber die Haupteingriffe den Bahnbau als solchen, während zusätzliche Abfahrten die Skigebiete aufwerten würden.