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Neues am Pitztaler Gletscher

Arlbergfan schrieb:
Mir fällt grad ein: Der Pitztaler Gletscher hatte doch erst vor zwei Jahren den behördlichen Stopp der Brunnenkogelbahn und jetzt ist die Mittelbergbahn in der oberen Sektion zwangsweise geschlossen. Denen bleibt aber auch nichts erspart. Irgendwas ist schon dran, an dieser Karma-Theorie...
Die 2 Jahre sind 6. ;)
Die Behördensperre war 2018. Aber ja, die haben mit der Mittelbergbahn einiges an Pech. Ich für meinen Teil bin froh, die Mittelbergbahn 1 Woche vor dem Felssturz noch gefahren zu sein. :) Hoffentlich hat das jetzt ein gutes (und schnelles) Ende...
j-d-s schrieb:
Aber war das nicht auch wegen quasi ähnlicher Dinge, weil der Gletscher/die Felsen ins rutschen geraten? Würde dann eher halt bedeuten, dass es sich um ein Gebiet handelt, wo besonders hohe Aktivität solcher Rutschungen ist.
Soweit ich das in Erinnerung habe, war der Skiweg 2018 wegen des Gletscherrückgangs, da es zuvor ein Gletscherweg war, welcher dann zu schmal wurde. ;)
 
Ich tippe da geht diese Saison nichts mehr.. Sollte dort ein Schutzwall errichtet werden müssen und das gesamte Absturzmaterial entfernt werden müssen, benötigt man im Sommer schon Monate.. und der Winter steht vor der Tür.
 
Rossignol Race schrieb:
Ich tippe da geht diese Saison nichts mehr.. Sollte dort ein Schutzwall errichtet werden müssen und das gesamte Absturzmaterial entfernt werden müssen, benötigt man im Sommer schon Monate.. und der Winter steht vor der Tür.

Es scheint alles wieder geöffnet zu sein. Kann das jemand bestätigen? Wäre ja dann rasch beseitigt worden, der Geröllhaufen. Ist das dann auch sicher/stabil?
 
So wie ich es verstanden habe ist der alte Pistenverlauf im Bereich des Felssturzes erstmal für diese Saison aufgegeben worden und man hat den Verlauf der Piste irgendwie in die immer größer werdende Mulde links des Piste gebaut. Das war wohl die schnellste Lösung um die EUB und der Mittelbergferner wieder komplett anbieten zu können.
 
Rossignol Race schrieb:
ultraviolet1980 schrieb:
Es scheint alles wieder geöffnet zu sein. Kann das jemand bestätigen? Wäre ja dann rasch beseitigt worden, der Geröllhaufen. Ist das dann auch sicher/stabil?
Die Bahn ist mit neuer Pistenvariante geöffnet

Stimmt - Instagram hat das Foto dazu
IMG_6818.png
 
Schneefuchs schrieb:
Hinter Paywall:

"Umweltprüfung beantragt
Skipisten am Gletscher apern aus, 7,5 Hektar Pisten müssen im Pitztal gesichert werden"

https://www.tt.com/artikel/30896749...ar-pisten-muessen-im-pitztal-gesichert-werden

7,5 Hektar. Bei 50m Breite sind das 1,5km Pistenlänge. Das gibt hübsche Bilder...
Im Artikel:

- Maßnahmenkatalog bis 2026 bei der Umweltbehörde des Landes eingereicht
- Geländekorrekturen und Pistensanierungen umfassen 7,5ha am Mittelberg- und Brunnenkogelferner
- Ende August haben die BB ein Feststellungsverfahren beantragt, ob eine UVP für die Maßnahmen notwendig ist, dieses Verfahren befindet sich in der Prüfung und müssen alle Gletscherskigebiete durchlaufen
- Man habe genau dargelegt wo was aufgrund der klimatischen Veränderungen notwendig ist, um die Sicherheit weiterhin gewährleisten zu können
- Es werden keine neuen Pisten errichtet
- Es geht um Füllung von Gletscherspalten und Mulden, Schaffung eines homogenen Grundgeländes sowie Einebnung eisfrei gewordener unebener Bereiche
- Betroffen auch die Trasse des SL Brunnkogelferner
- Pistensanierung Mittelbergferner
- Man gehe jedoch davon aus, dass keine UVP notwendig ist, weil sich die Arbeiten im unmittelbaren Wirkungsbereich des Skigebietes befinden
- Die Landesumweltanwaltschaft wird bei Einhaltung der klar definierten Kriterien keinen Einspruch einlegen
- Jedoch verlangt die Landesumweltanwaltschaft eine Einbeziehung und lehnt - oh Wunder - neue Projekte (Pisten, Seilbahnen, Beschneiung) ab
 
Frage für einen Freund: Weiß jemand, welcher Anteil der Pisten im Rifflseegebiet (nicht am Gletscher!) beschneit sind? Vmtl. nicht 100%, oder? Was ist mit den beiden Abfahrten am Grubenkopf? Danke vorab!
 
Die Tiroler Tageszeitung berichtet heute darüber, dass die angefochtene UVP Pflicht vom Bundesverwaltungsgericht bestätigt wurde. Bebründung ist die erstmalige Erschließung des Karlesferner.

Die Entscheidung für das Kaunertaler ist übrigens noch ausständig, dürfte aber ebenso ausfallen.
 
Emilius3557 schrieb:
Frage für einen Freund: Weiß jemand, welcher Anteil der Pisten im Rifflseegebiet (nicht am Gletscher!) beschneit sind? Vmtl. nicht 100%, oder? Was ist mit den beiden Abfahrten am Grubenkopf? Danke vorab!

Auf den Abfahrten am Grubenkopf und auf der Talabfahrt lief im Dezember auf jeden Fall die Beschneiung, auch wenn dort noch nicht offen war. An den kurzen Sesselbahnen oben wird auch beschneit, vielleicht nicht auf jeder Variante.
 
Emilius3557 schrieb:
Frage für einen Freund: Weiß jemand, welcher Anteil der Pisten im Rifflseegebiet (nicht am Gletscher!) beschneit sind? Vmtl. nicht 100%, oder? Was ist mit den beiden Abfahrten am Grubenkopf? Danke vorab!
Auf der Homepage gibt es noch ein paar Infos, aber leider keine detaillierte Erläuterung.
 
Glaube den Link zum Paywall-Artikel hatten wir schon. Unten der lesbare Artikel.

Vermute mal, dass es das dann gewesen ist. Zu viele negative Vorzeichen, mit denen sich die Bergbahnen den Weg der UVP sparen werden ...
Am Pitztaler und Kaunertaler Gletscher wollen die Betreiber 45 Millionen Euro in zwei Seilbahnen und 28 Hektar neue Pisten investieren. Die Pflicht zu einer Umweltverträglichkeitsprüfung wurde bekämpft, das Bundesverwaltungsgericht hat diese jetzt bestätigt.
Quelle: Höchstgericht bestätigt UVP-Pflicht für geplanten Ausbau am Pitztaler Gletscher
 
Die Pitztaler wollen wohl das Projekt nicht aufgeben:

https://www.tt.com/go/30915723

Für alle die es über den Link nicht lesen können:

Die Gletscherbahnen wollen auf einen Ausbau am Pitztaler Gletscher nicht verzichten. Sie bekämpfen deshalb erneut die dafür notwendige Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) beim Verwaltungsgerichtshof. Das Land Tirol hat die UVP-Pflicht für die geplante Seilbahn auf das Joch unter dem Linken Fernerkogel sowie 15 Hektar neue Pisten vorgeschrieben.

Innsbruck – Nach der gescheiterten Gletscherehe Pitztal-Ötztal wollen die Pitztaler Gletscherbahnen in ihre beiden Skigebiete am Kaunertaler und Pitztaler Gletscher insgesamt 45 Millionen Euro in neue Seilbahnen und 28 Hektar neue Pisten investieren. Die Umweltbehörde im Land hat dafür jedoch eine Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) vorgeschrieben, weil es dadurch zu einer Neuerschließung am Gepatschferner bzw. am Karlesferner kommt.

Für Behörde Neuerschließung

Die UVP-Pflicht wurde beim Bundesverwaltungsgericht (BVwG) bekämpft. Für das Vorhaben am Kaunertaler Gletscher steht eine Entscheidung noch aus, im Pitztal hat das Bundesverwaltungsgericht die UVP-Pflicht bereits vollinhaltlich bestätigt. Diese würde das Vorhaben jedoch massiv erschweren. Für das BVwG ist das Land Tirol zurecht von einer Neuerschließung sowie von einer UVP ausgegangen. Dennoch wurde für die Pitztaler Gletscherbahnen die Tür mit einer Beschwerdemöglichkeit beim Verwaltungsgerichtshof einen Spalt breit offengelassen.

Die Revision sei zulässig, weil die Entscheidung von der Lösung einer Rechtsfrage abhänge, wie der Begriff Gletscherskigebiet auszulegen sei, argumentiert das BVwG. „Die Auslegung durch den Verwaltungsgerichtshof hat aus Sicht des Bundesverwaltungsgerichts auch über den konkreten Einzelfall hinausgehende Bedeutung.“

UVP-Pflicht wird bekämpft

Das ließen sich die Pitztaler Gletscherbahnen nicht zweimal sagen und legten Berufung ein. Das Verfahren wird mit Spannung erwartet, geht es doch um den viel diskutierten Gletscherschutz in Tirol. Umweltorganisationen fordern einen absoluten Schutz, die schwarz-rote Landesregierung verweist hingegen auf die bestehenden Regelungen.

Die Geschäftsführerin der Pitztaler Gletscherbahnen, Beate Rubatscher-Larcher, hofft hingegen darauf, dass die UVP-Pflicht aufgehoben wird. „Die Behörden vertreten die Ansicht, dass die Errichtung einer sechsten Liftanlage am Pitztaler Gletscher – bisher betreiben wir fünf – UVP-pflichtig ist. Auf Basis der vorliegenden Gutachten sehen wir dies jedoch anders.“ Deshalb habe man eine Klarstellung vor Gericht beantragt und sei in Berufung gegangen.

Rubatscher-Larcher verteidigt den Ausbau. „Unser Wirkungsraum sind die Berge des hinteren Pitztals. Innerhalb der ausgewiesenen Skigebietszonen in Tirol möchten wir unser Angebot behutsam weiterentwickeln.“ Ziel sei es, den Lebensraum im hinteren Pitztal langfristig abzusichern und damit einhergehend „eine positive touristische Entwicklung für unsere Region und die Menschen, die hier leben und arbeiten, zu ermöglichen“.
 
Die versuchen sich auf den Kunstbegriff Pitztaler Gletscher rauszureden. Es gibt aber halt keinen Pitztaler Gletscher, genauso wenig wie einen Stubaier, Hintertuxer oder Kaunertaler Gletscher.

Und behutsamer Ausbau ist bei denen wohl auch eher ein Witz. Wenn man sie lassen würde, würden die auf gar nichts Rücksicht nehmen.
 
https://www.foto-webcam.eu/webcam/braunschweigerhuette/

Über die Gletscherzunge wurde ein Weg markiert, auch ein Bagger(?) ist zu sehen, 2025-08-28 10 Uhr. Wozu auch immer.

Aus meiner Sicht ist das mit Totreis durchsetzte steinschlag- und lawinengefährdete Gelände dort denkbar ungeeignet zum Skifahren. Wenn die Gletscherzunge erst mal weg ist, das dauert nicht mehr lange, dann erst recht.
Da müsste so viel gesprengt und gebaggert werden - das sehe ich einfach nicht.
 
Ich glaube, die Markierungen haben keine Bedeutung. Das scheint ein Schreitbagger zu sein, der macht diese Spuren, wenn er sich abstützt.
Vielleicht wird dort irgendwo an einem Weg was gebaggert oder eine Brücke/Furt gebaut.
 
Man merkt hier prima, dass es den "Umweltschützern" gar nicht um die Gletscher geht, sondern um Fundamentalopposition gegen jegliche Maßnahme (während die "Umweltschützer" vom Alpenverein seit jeher einfach nur Lobbyismus für ihre eigenen Hütten, Wanderwege und Materialseilbahnen und gegen andere Bergaktivitäten und Seilbahnen betreiben, die wollen quasi den Berg für sich allein und sind die größten Egoisten).

Denn wenn man die Gletscher schützen wollte, müsste man eigentlich möglichst umfangreiches Anlegen von Pisten und Skigebieten auf diesen fordern, da Beschneiung die Gletscher erhält, in Hintertux ist genau deshalb auch der Bereich mit dem meisten Schnee, wo er auch in der Regel das ganze Jahr bleibt, die TFH-Piste die am nächsten an DSB/EUB ist (eben weil die beschneit ist).
 
Mit einem Gletscherhalt braucht man allerdings nicht zu rechnen, maximal mit einer Abbauverzögerung. Dies hat das am Moteratschgletscher durchgeführte Pilotprojekt zweifelsfrei ergeben:

https://www.watson.ch/schweiz/klima/603525645-morteratschgletscher-schmilzt-weg-trotz-beschneiung-mit-kunstschnee

Ich stimme Dir allerdings insoferne uneingeschränkt zu das eine durch Beschneiung erhaltene oder auch neu erschlossene Gletscherpiste der weitaus schönere Anblick als die gräßlich anzusehenden Geröllhalden dort oben sind, die man eigentlich sowohl aus optischen wie auch wirtschaftlichen Gründen endlich zum Schotterabbau nutzen sollte anstelle im Tal neue Steinbrüche zu erschließen.
 
j-d-s schrieb:
Man merkt hier prima, dass es den "Umweltschützern" gar nicht um die Gletscher geht, sondern um Fundamentalopposition gegen jegliche Maßnahme (während die "Umweltschützer" vom Alpenverein seit jeher einfach nur Lobbyismus für ihre eigenen Hütten, Wanderwege und Materialseilbahnen und gegen andere Bergaktivitäten und Seilbahnen betreiben, die wollen quasi den Berg für sich allein und sind die größten Egoisten).

Ich stimme dir zu, dass wenn Organisationen aus reiner Verzögerungstaktik Fundamentalopposition betreiben, das Anliegen des Umweltschutzes ad absurdum geführt wird.

Aber was hat das mit dem aktuellen Gerichtsverfahren zu tun? Nix, denn hier klagt keine Organisation gegen das Vorhaben, sondern die Pitztaler Bahnen gegen den bestehenden Behördenbescheid.
 
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