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Neues am Pitztaler Gletscher

Also eine Quellenangabe und eine vertrauenswürdige Quelle wäre hier schon sehr sinnvoll. Zu oft wurde bei dieser Angelegenheit alles verschoben.
Einige Einwände:
- die Talabfahrt sollte doch zuerst entstehen? Oder machen die alles auf einmal? Vielleicht nicht unsinnvoll, wenn die Baumaschinen mal vor Ort sind...
- in einem Sommer wollen die das bauen? Da brauchens für die Dez-Eröffnung aber sehr viel Wetterglück...
 
des wär ja echt mal geil.
der sommer 2004 scheint ein extrem-bahnbau sommer für mich zu werden, wenn ich da alle anlagen abklappern will ... oh je
 
Mit VIEL Glück kriegens vielleicht die Genehmigung rechtzeitig, aber .. ich glaub das nicht :)
 
Na klar bekommen die noch heuer die Genehmigung. Es wurde ja sogar ein lex Pitztal erlassen.
 

Das ist diese Ausnahmegenehmigung für Gletschererschließungen wie z.B. im Pitztal aus "Sicherheitsgründen", richtig?

Na klar bekommen die noch heuer die Genehmigung

Weißt du etwas Genaueres?

Heute auf tirol.com

Benachteiligte Gletscherskigebiete "geringfügig" erweitern

Neues Naturschutzgesetz wird voraussichtlich im März-Landtag beschlossen werden


Innsbruck (APA) - Das Pitz- und das Kaunertal in Tirol sollen als "benachteiligte" bzw. entwicklungsschwache Gletscherskigebiete "geringfügig" erweitert werden, bekräftigten Landeshauptmann Herwig van Staa (V) und sein Koalitionspartner, LHStv. Hannes Gschwentner (S) am Dienstag nach der Regierungssitzung.

Ermöglicht wird die Erweiterung durch das neue Naturschutzgesetz. Es wird voraussichtlich im März-Landtag beschlossen werden.

Durch die Ausweitung der Skigebiete sollen Arbeitsplätze gesichert und die Infrastruktur in den betroffenen Tälern verbessert werden, sagte Gschwentner bei einer Pressekonferenz. Eine Abwanderung der Bevölkerung soll gleichzeitig verhindert werden. "Gebiete ohne Tourismus hätten keine Lebenschance und wären längst entsiedelt", meinte auch Van Staa und verwies auf die "touristische Bedeutung" als Voraussetzung für eine Erweiterung. Ansonsten sprach er sich für eine "restriktive" Vorgangsweise aus. In Moränengebieten werde es laut Van Staa überhaupt zu einer Verschärfung der Naturschutzbestimmungen kommen. An Neuerschließungen und eine "großflächige" Ausweitung sei nicht gedacht.

Die Aufregung in Zusammenhang mit dem Gletscherschutz seitens der Grünen verstand der Landeshauptmann nicht. Dem Landtag werde nichts anderes vorgelegt, als seine Partei und die Sozialdemokraten ihren künftigen Wählern vor der Landtagswahl gesagt hätten. Es dürfe allerdings nicht der Eindruck erweckt werden, dass "die größte Gefährdung - das Abschmelzen der Gletscher" - durch die Politik verhindert werden könne, betonte Van Staa. Durch das Skifahren in den Gletschergebieten sah er keine Gefahr gegeben.
 
Das sieht doch endlich mal nach einem Kompromiss der Vernunft aus. Na dann bin ich mal gespannt, wann dann tatsächlich die Eröffnung der Bahn sein wird.
 
Nachdem das Gesetz nicht vor März kommt, glaub ich kaum, daß am Pitztaler oder Kaunertaler Gletscher da heuer noch was eröffnet werden kann...
 
Vielleicht gibs im Sommer oder Herbst noch den Baubeginn, aber eine Eröffnung frühestens zur Wintersaison 2005/2006 (meine Meinung), außer die eröffnen irgendwann im Jahr, was sich gerade bei Gletschergebieten ja eigentlich immer anbietet.
 
Marius schrieb:
Vielleicht gibs im Sommer oder Herbst noch den Baubeginn, aber eine Eröffnung frühestens zur Wintersaison 2005/2006 (meine Meinung), außer die eröffnen irgendwann im Jahr, was sich gerade bei Gletschergebieten ja eigentlich immer anbietet.

Den Zeitrahmen könnte ich mir auch sehr gut vorstellen. Ich denke mal die neue Fernerkogelbahn geht Mitte/Ende 2006 in Betrieb -so Gott will- und wenn es noch früher wird, dann würde es mich echt freuen.

Wenn das Gesetz durchgeht, wird man wohl auch gleich weitermachen mit planen... -> Verbindung mit Sölden...*hoff* :roll: Oder was denkt Ihr?
 
Von seilbahn.net

Tirol: Diskussionen um den Gletscherschutz - Chancen für Projekte im Pitztal und im Kaunertal steigen

Für Aufregung sorgt die geplante Änderung des Tiroler Naturschutzgesetzes. Die Grünen sprechen von einer alpinen Katastrophe beim Gletscherschutz, auch der Landesumweltanwalt schlägt Alarm.

Die Gesetzeserneuerung wurde notwendig, weil das Tiroler Naturschutzgesetz EU-Richtlinien angepasst werden muss. Dabei hat sich das Land auch gleich dem Gletscherschutz gewidmet und dabei einen Text hinzugefügt, der für heftigen Gegenwind sorgt.

Die umstrittene Passage lautet: "Die Landesregierung kann für bestehende Gletschergebiete Raumordungsprogramme erlassen, in denen die Errichtung von infrastrukturellen Anlagen, die für den Tourismus von besonderer Bedeutung sind, für zulässig erklärt wird."

Umweltanwalt Sigbert Riccabona schlägt Alarm: "Was heißt 'besondere Bedeutung für den Tourismus?'" Der Paragraf sei ein "Null-Sager". Wenn dieser Paragraf durchgehe, dann werde das Vorbildwirkung für andere Länder haben, ihre Gletscher zu erschließen, befürchtet Riccabona. Substanziell würde der Gletscherschutz in Tirol nicht aufgeweicht, beruhigt hingegen Naturschutzlandesrätin Anna Hosp (ÖVP): "Aus meiner Sicht ist die Formulierung juristisch sehr klar gewählt." Nur auf bestehende Gletscherschutzgebiete könne diese Formulierung zutreffen. Für gut gehende Gletscherskigebiete werde es jedoch schwer zu erklären sein, warum man neue Anlagen brauche. Nutznießer dieser Novelle dürften klar die Pitztaler sein. Dem umstrittenen Projekt Talabfahrt, sowie Bau der linken Fernerkogelbahn, wäre man damit ein Stück näher, was Hosp auch bestätigt. Man müsse eine geordnete Abwägung zwischen den Interessen des Naturschutzes und des Tourismus vornehmen, damit eine geringfügige Erweiterung Platz greifen könne. In der Novelle zum Naturschutzgesetz sind also neue Möglichkeiten für bestehende Gletscherschigebiete vorgesehen. Die Tiroler Grünen sehen darin eine alpine Katastrophe in Sachen Gletscherschutz. Auch sie sprechen von einer Aufweichung. Als besondere Härte empfindet der Umweltanwalt zudem noch, dass seine Einflussmöglichkeiten, auch im novellierten Naturschutz-Gesetz, nicht besser sind. In anderen Bundesländern habe der Umweltanwalt ein Beschwerderecht bis zum Verwaltungsgerichtshof. Auch von Seiten der EU gebe es Signale, dass Umweltanwälte volle Parteienstellung und Zugang zum Höchstgericht bekommen. In Tirol versperre man sich dem. Die Novelle wird wohl noch für viel politischen Diskussionsstoff sorgen. Zeit dafür bleibt allerdings nicht mehr viel. Landesrätin Hosp will das Gesetz im Mai-Landtag durchbringen.

Landeshauptmann-Stellvertreter Hannes Gschwentner, SPÖ: "Es geht um zwei benachteiligte Gebiete, wo Gefahr besteht, dass diese Gebiete in der Zukunft nicht mehr bestehen werden können, dass viele Arbeitsplätze verloren gehen und dass in die Infrastruktur dieser Täler nichts mehr investiert wird. Es geht namentlich um das Pitztal und um das Kaunertal - für diesen beiden Gebiete soll es geringfügige Erweiterungen geben, um dort Arbeitsplätze zu sichern."

Politisch scheint die Sache schon gelaufen, denn neben den Regierungspartnern ÖVP und SPÖ sind auch die Freiheitlichen für das neue Gesetz. Einzig die Grünen wollen mit allen möglichen Mitteln dagegen ankämpfen.

Also hier wird etwas von Mai geschrieben. Wenn das Gesetz im Mai beschlossen werden sollte, kann meines Erachtens nicht sofort die Genehmigung für eine damit im Zusammenhang stehende Sache erteilt werden, oder? Tyrolens kennt sich da sicher besser aus. Wenn es so wäre, klingt das nicht nach einem Baubeginn in diesem Jahr.


Naja, also soooo wichtig ist für mich die Sache nun wieder nicht. Außerdem bin ich immer noch unentschieden, ob ich nun dafür oder dagegen sein soll, aber das habe ich weiter oben schon ausführlich dargelegt.
Sicherlich anzuzweifeln ist die Behauptung im obigen Text,
wo Gefahr besteht, dass diese Gebiete in der Zukunft nicht mehr bestehen werden können, dass viele Arbeitsplätze verloren gehen
. Ist die finanzielle Lage der Pitztaler Gletscherbahnen so schlecht? Kann ich mir gar nicht vorstellen. Aus betriebswirtschaftlicher Sicht lassen sich doch auch nicht alle unternehmerischen Probleme durch schieres Wachstum lösen, vor allem wenn die Problemlösung noch teure Investitionen beinhaltet. Naja, jetzt habens mit Benni Raich ja einen ausgezeichneten Werbeträger, bald wirds im Pitztal aussehen wie in Flachau mit zwanzig "Space-Jet-Expressen" an einem Hang... *ironiewiederaus* :D
Beim Kaunertal kann ich mir das eher vorstellen.
 
Das Genehmigungs- oder das Gesetzgebungsverfahren?

Angenommen: Gesetz im Mai beschlossen, tritt sofort in Kraft (geht das überhaupt?) plus zehn Wochen, sagen wir 12 = 3 Monate, haben wir Ende August. Naja, bis Ende November könnens vielleicht an der Talabfahrt herumbasteln, für den Fernerkogel-Gipfel dürfte sich da nicht mehr viel ausgehen.
 
10 Wochen für?s Bewilligungsverfahren.

Sobald das Gesetz im Landesgesetzblatt verlautbart wird, tritt es in Kraft (außer es wird dort ein anderes Datum für dessen Geltendwerdung festgelegt).
Wobei ich auch schon gehört habe, dass das Gesetz schon im März in Kraft treten könnte.
 
Dann ist ja alles wie gehabt: nichts genaues weiß man nicht!
 
Ja, das sowieso. Aber ich glaube, die Pitztaler reichen einfach den Antrag ein, den sie schon mal zurückgezogen haben. Das würde alles sehr beschleunigen.
Im Übrigen bin ich der Meinung, dass die Tiroler LReg ruhig etwas ehrlicher sein könnte. Denn ich bezweifle, dass es beim Ausbau des Pitztaler- und Kaunertaler-Gletschers bleibt...
 
ich bezweifle, dass es beim Ausbau des Pitztaler- und Kaunertaler-Gletschers bleibt...

Worauf spielst du an?
Stubai: Daunscharte? Die Tuxer haben doch selbst jegleichen Erweiterungsbedarf bestritten und können meiner Ansicht nach gletschermäßig gar nicht mehr erweitern (außer sie erschließen den Hohen Riffler mit dem wunderbaren Federbettkees).
Die Sölden-Pitztal-Verbindung wäre ein Punkt.
Die Verbindung Vent-Pitztal halte ich für total utopisch.
 
Die Daunscharte ist ja schon vom Klier geplant. Und den Zusammenschluß Pitztal-Ötztal halte ich auch nicht für so abwägig.
 
Und den Zusammenschluß Pitztal-Ötztal halte ich auch nicht für so abwägig.

Wenn "Fernerkogel" genehmigt wird, dann ist das egtl nur die logische Konsequenz.
 
Daunscharte ist doch seit einigen Jahren gar nicht mal mehr eingezeichnet als Projekt. Und das neue Projekt ans Daunjoch betrifft ja (eigentlich) keinen Gletscher (mehr)...
 
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