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Neues im Nordschwarzwald

  • Ersteller Ersteller Anonymous
  • Erstellt am Erstellt am
Peter69 schrieb:
Grüss euch für den Doppelmayr Schlepplift am Nordhang neben dem WSO Stemag wird es sicher doch noch Ersatzteile geben oder wird der auch abgebaut.
Es gab vor ca. 8 Jahren mal Pläne, dass der kurze, flache DM-Schlepper am Nordhang von Familie Karcher, den Südhang-Betreibern, reaktiviert werden sollte, weil er sich in besserem technischem Zustand befand als der WSO-Lift. Das wird schon lange nicht mehr diskutiert. Ich gehe davon aus, dass er ebenfalls abgerissen wird, auch wenn es noch Teile dafür geben sollte. Auch den WSO-Schlepper kann man mit Sicherheit mit Gebrauchtteilen wieder instand setzen, wenn man es nur will und an die Rentabilität glaubt. Diese wäre an der Hundseck m.E. durchaus realisierbar, da ein lokales Skigebiet mit zwei attraktiven Hängen nun mal wesentlich attraktiver ist als eines mit nur einem Hang, und zusammen mit dem Mehliskopf wären es sogar drei gute Hänge im Verbund - der konkurrenzlose Alpinski-Marktführer im Nordschwarzwald! In spätestens 10 Jahren :wink: dürfte auch die Kurhaus-Hundseck-Ruine weg sein, dann ist der Weg frei für z.B. ein Bungalow-Ferienresort, das im Winter die Liftauslastung garantiert. Aber so weit denkt da oben keiner ... keiner verlässt sein Gärtchen.

Edit 11.12.2017: Hier noch der Link zum Presseartikel im Archiv Eichwälder über den geplanten Abbruch des Skilifts Hundseck Nord.
 
Naja, ich kann die Gedankengänge der Hundseck Betreiber schon teilweise nachvollziehen. Sie haben in den letzten Jahren viel in den "Hauptlift" investiert, haben hier mit Haupthang, den zwei Waldabfahrten. dem Rodelhang und der Anbindung an den Meliskopf wirklich ein schönes kleines Skigebiet, das darüber hinaus mit der schönsten Skihütte im Nordschwarzwald glänzt. Und mit den zwei Schleppern auch genug Kapazitäten für volle Wochenenden. Dazu eine sehr gute Anbindung an die B500 und fußnahe/genügend grosse Parkplätze.

Das alles gibt es am Nordhang nicht, und müsste dort erst mühsam & teuer wieder aufgebaut werden. So einen Investition zu tätigen, gerade in Zeiten wo man nicht weiss, ob der Winter wenigstes einigermaßen rentabel ist, halte ich für sehr gewagt. Da finde ich die vorsichtigen Verbesserungen, die Meliskopf, Hundseck, Untersmatt & Seibelseckle die letzten Jahre vollziehen viel sinniger ... es geht eh nicht darum, gegen die großen Skigebiete anzustinken, sondern genug Menschen die Möglichkeit zu geben, schnell, preiswert und lokal skizufahren. Und das machen sie sehr gut, finde ich.

Jedes Mal, wenn ich abends noch mal schnell für 2 Stunden hochfahre, um eine kleine Flutlichtrunde zu drehen und ein Feierabendbier zu trinken, denke ich mir, wie glücklich wir uns schätzen können, so etwas direkt vor der Nase zu haben ... wenn der Großteil der Skifahrener sich erst mal 5-6 Stunden ins Auto setzen muss, um die ersten Schneeflocken zu sehen.
 
Wooly schrieb:
Jedes Mal, wenn ich abends noch mal schnell für 2 Stunden hochfahre, um eine kleine Flutlichtrunde zu drehen und ein Feierabendbier zu trinken, denke ich mir, wie glücklich wir uns schätzen können, so etwas direkt vor der Nase zu haben ...
Ich hoffe doch sehr, dass Du dann mit dem Bus fährst :D
Skifahren in Heimatnähe ist etwas tolles und ich gebe mich mit allem zufrieden, was hier geboten wird und ich denke Harzwinter hat mit seinem Beitrag auch nichts anderes von sich behauptet.
Wooly schrieb:
es geht eh nicht darum, gegen die großen Skigebiete anzustinken, sondern genug Menschen die Möglichkeit zu geben, schnell, preiswert und lokal skizufahren. Und das machen sie sehr gut, finde ich.
Es ist aber auch nie falsch Verbesserungen im Angebot zu diskutieren. :) Gerade an Mehliskopf und Hundseck stehen drei sehr schöne (und lange) Skihänge so dicht beieinander, dass Verbindungen mit sehr moderatem Aufwand möglich sind. Dem Nordschwarzwald mangelt es nicht an schönen Hängen, ein Problem - gerade auch im Vergleich zu Skigebieten in den Vogesen in gleicher Höhenlage - ist, dass die Lifte alle sehr "zerstückelt" an der B500 liegen und so nimmt man das nicht so wie dort als Ganzes war.

Und ich sag das nicht, weil mich das stört (ich bin da flexibel), sondern damit die Wirtschaftlichkeit des Skibetriebs gegeben ist. Das Skifahren ist hier eh schon viel zu billig, man kann aber keine höheren Preise verlangen, weil man mit gewisser Entfernung auch im Wettbewerb mit anderen Wintersportdestinationen v.a. in den Vogesen steht, aber aufgrund der Größe weniger bietet. Zusammen mit milderen Wintern trägt das dann eher zu Frustration bei statt zur Investition und dann geben es die Betreiber auf, weil sie auch nicht drauf zahlen wollen.

Das gilt für den Bereich Hochkopf - Unterstmatt - Ochsenstall, der insgesamt auch viel bietet, genauso.
Ich hab dazu schon unter einem anderen Topic etwas geschrieben. Sollte die EUB vom Seibelseckle auf die Hornisgrinde plus Skihang (besser auf der Ostseite) wirklich kommen, dann wäre eine Skiverbindung zum Ochsenstall und damit auch nach Unterstmatt nur noch das i-Tüpfelchen und das Angebot selbst über den Schwarzwald hinaus herausragend. Für das Angebot sind dann auch noch 30 Euro ein akzeptabler Preis für eine Tageskarte. Vielleicht bleibt das Ganze aber auch nur ein Traum.
 
Grüss euch gut es ist ja auch schon wieder 8 Jahre her seit dort am Nordhang kein Skibetrieb mehr stattfindet. Je länger solche Liftanlagen nicht mehr in Betrieb sind desto mehr Investionen fallen an.

Freundlichen Gruss :D
 
schwarzwaelderski schrieb:
Das gilt für den Bereich Hochkopf - Unterstmatt - Ochsenstall, der insgesamt auch viel bietet, genauso.
Ich hab dazu schon unter einem anderen Topic etwas geschrieben. Sollte die EUB vom Seibelseckle auf die Hornisgrinde plus Skihang (besser auf der Ostseite) wirklich kommen, dann wäre eine Skiverbindung zum Ochsenstall und damit auch nach Unterstmatt nur noch das i-Tüpfelchen und das Angebot selbst über den Schwarzwald hinaus herausragend. Für das Angebot sind dann auch noch 30 Euro ein akzeptabler Preis für eine Tageskarte. Vielleicht bleibt das Ganze aber auch nur ein Traum.

EUB am Seibleseckle :surprised: :surprised: .... das wäre jetzt so eine Idee von Dir oder diskutiert das wirklich jemand ernsthaft? Das wird doch nie genehmigt und 10 Jahre von den Umweltschützern mit Argumenten und aus Prinzip bekämpft. Skipisten, erst recht neue, sind per se böse, böse, böse ...
 
simmonelli schrieb:
Das wird doch nie genehmigt und 10 Jahre von den Umweltschützern mit Argumenten und aus Prinzip bekämpft. Skipisten, erst recht neue, sind per se böse, böse, böse ...

Im Gegensatz zu vielen Betonköpfen auf beiden Seiten in vielen anderen Gebieten haben es in die letzten Jahren die Nordschwarzwälder geschafft, die simple Erkenntnis zu erlangen, das Naturschutz & touristische Entwicklung durchaus zusammenpassen, wenn man gemeinsam plant und miteinander redet. Ich denke nicht das hier die Gräben so tief verlaufen wie noch vor 20 Jahren.
 
Ich bin da auch relativ optimistisch und sehe das wie Wooly. Man hat es am Hornisgrindegipfel mit der Bebauung sowieso ziemlich übertrieben. Das, was man da plant, macht den Bock auch nicht mehr fett. Wenn im Gegenzug der Verkehr auf der Straße zum Mummelsee beruhigt oder sogar komplett stillgelegt werden kann, dann finden das bestimmt auch Grüne toll (Stichwort: Elektromobilität).
 
Wooly schrieb:
simmonelli schrieb:
Das wird doch nie genehmigt und 10 Jahre von den Umweltschützern mit Argumenten und aus Prinzip bekämpft. Skipisten, erst recht neue, sind per se böse, böse, böse ...

Im Gegensatz zu vielen Betonköpfen auf beiden Seiten in vielen anderen Gebieten haben es in die letzten Jahren die Nordschwarzwälder geschafft, die simple Erkenntnis zu erlangen, das Naturschutz & touristische Entwicklung durchaus zusammenpassen, wenn man gemeinsam plant und miteinander redet. Ich denke nicht das hier die Gräben so tief verlaufen wie noch vor 20 Jahren.

Die vor Ort ja, aber wenn ich an die Diskussion um den Naturpark denke, bin ich nicht sehr optimistisch. Befürchte auch, dass sich da wieder viele in Stuttgart berufen fühlen, über die Lebenssituation "auf dem Land" eine sehr vorgefertigte Meinung zu haben.
 
schwarzwaelderski schrieb:
Ähm... ja. Das wird ernsthaft diskutiert! Das hat sogar ein eigenes Thema unter den infrastrukturellen Neuheiten:
http://www.alpinforum.com/forum/viewtopic.php?f=12&t=45356.

Und ich berufe mich da auf Aussagen aus folgendem (noch nicht sehr alten) Artikel aus der Badischen Online:
https://www.bo.de/lokales/achern-oberkirch/seilbahn-hoch-zur-hornisgrinde-ist-noch-zukunftsmusik.

Spannend. Den Satz hier sollten sich alle mal öfter zu Gemüte führen: "Die 1967 sehr umstrittene Anlage des Seibelseckle-Skihanges hat gezeigt, dass sich ein solcher Eingriff zum absolut höchst wertvollen Biotop entwickeln kann. Dieser Zustand hat sich am Seibelseckle mit dem Borstgrasrasen tatsächlich eingestellt. Deshalb dürfte dieser Hang auch nach einer Einstellung des Skibetriebs nie mehr mit Bäumen bepflanzt werden."

Die Welt ist halt selten schwarz-weiss und absolute Standpunkte selten vernünftig ...
 
schwarzwaelderski schrieb:
Es ist aber auch nie falsch Verbesserungen im Angebot zu diskutieren. :) Gerade an Mehliskopf und Hundseck stehen drei sehr schöne (und lange) Skihänge so dicht beieinander, dass Verbindungen mit sehr moderatem Aufwand möglich sind. Dem Nordschwarzwald mangelt es nicht an schönen Hängen, ein Problem - gerade auch im Vergleich zu Skigebieten in den Vogesen in gleicher Höhenlage - ist, dass die Lifte alle sehr "zerstückelt" an der B500 liegen und so nimmt man das nicht so wie dort als Ganzes war.

Und ich sag das nicht, weil mich das stört (ich bin da flexibel), sondern damit die Wirtschaftlichkeit des Skibetriebs gegeben ist. Das Skifahren ist hier eh schon viel zu billig, man kann aber keine höheren Preise verlangen, weil man mit gewisser Entfernung auch im Wettbewerb mit anderen Wintersportdestinationen v.a. in den Vogesen steht, aber aufgrund der Größe weniger bietet. Zusammen mit milderen Wintern trägt das dann eher zu Frustration bei statt zur Investition und dann geben es die Betreiber auf, weil sie auch nicht drauf zahlen wollen.

Es ist die Kombination aus Wehmut, einen tollen Hang dort oben zu verlieren und der Tatsache dass der Aufwand diesen in das bestehende - ebenfalls sehr tolle - Skigebiet Mehliskopf/Hundseck zu integrieren wie du schon beschrieben hast wahrscheinlich moderat hätte gehalten werden können. Ich denke so ein Gebiet wäre auch eine Ansage in Richtung Südschwarzwald gewesen, wo es deutlich mehr zusammenhängende Skilifte gibt.

Vor diesem Hintergrund ist es für mich auch schwer nachvollziehbar warum im Unterstmatt-Ticket der Skilift Hochkopf nicht mehr inbegriffen ist. Sowas ist halt an der Kundschaft vorbei geplant.
 
Ahornbühl schrieb:
Vor diesem Hintergrund ist es für mich auch schwer nachvollziehbar warum im Unterstmatt-Ticket der Skilift Hochkopf nicht mehr inbegriffen ist. Sowas ist halt an der Kundschaft vorbei geplant.
Der war von den Liftbetrieben Unterstmatt nur zwischendurch mal für zwei Winter dazugepachtet. Besitzer blieb m.W. die Hochkopfstub. Zwangsläufig hat der Liftbetrieb sicherlich nur die Kosten angehoben, aber keine Mehreinnahmen gebracht. Die meisten Skigäste sind ja zu faul, vom Höhenhotel über den Parkplatz zum Hochkopflift zu laufen, und sehen in ihm keinen Zusatznutzen.
 
simmonelli schrieb:
Die vor Ort ja, aber wenn ich an die Diskussion um den Naturpark denke, bin ich nicht sehr optimistisch. Befürchte auch, dass sich da wieder viele in Stuttgart berufen fühlen, über die Lebenssituation "auf dem Land" eine sehr vorgefertigte Meinung zu haben.

Warum? Die Diskussion, die um den Naturpark geführt wurde, war eine, auf der nur eine Seite eine extrem vorgefertigte Meinung hatte, und das war die Sägerei/Waldbesitzerlobby. Die meisten Schwarzwälder standen doch relativ schnell eher auf der Seite der "bösen" Stuttgarter, und deswegen hat es ja auch so gut geklappt. Und deswegen bin ich auch für die Zukunft zuversichtlich, ich hatte (wie viele hier) nämlich nicht das Gefühl, das hier mit vorgefertigten Meinungen operiert wird oder etwas übergebügelt werden soll.
 
Harzwinter schrieb:
Die meisten Skigäste sind ja zu faul, vom Höhenhotel über den Parkplatz zum Hochkopflift zu laufen, und sehen in ihm keinen Zusatznutzen.
Und wenn man nicht so weit laufen müsste, sind die flachen 400m langen Hänge trotzdem keine grosse Abwechslung. Da kann ich dann auch 20 mal den Selben Lift fahren :roll:
 
Ich glaube auch eher die meisten Skigäste sehen es nicht ein für zwei Lifte die mehr oder weniger an selben Parkplatz beginnen zwei verschiedene Tickets kaufen zu müssen. Diesen Schwachsinn kenne ich eigentlich nur aus dem Schwarzwald.
 
Wooly schrieb:
simmonelli schrieb:
Die vor Ort ja, aber wenn ich an die Diskussion um den Naturpark denke, bin ich nicht sehr optimistisch. Befürchte auch, dass sich da wieder viele in Stuttgart berufen fühlen, über die Lebenssituation "auf dem Land" eine sehr vorgefertigte Meinung zu haben.

Warum? Die Diskussion, die um den Naturpark geführt wurde, war eine, auf der nur eine Seite eine extrem vorgefertigte Meinung hatte, und das war die Sägerei/Waldbesitzerlobby. Die meisten Schwarzwälder standen doch relativ schnell eher auf der Seite der "bösen" Stuttgarter, und deswegen hat es ja auch so gut geklappt. Und deswegen bin ich auch für die Zukunft zuversichtlich, ich hatte (wie viele hier) nämlich nicht das Gefühl, das hier mit vorgefertigten Meinungen operiert wird oder etwas übergebügelt werden soll.

Interessant! Ich kenne nach wie vor einen sehr sehr großen Anteil an Bürgern die gegen den Nationalpark sind.
Warum beispielsweise am Ruhestein ein Zentrum für rund 20 Millionen Euro gebaut wird ist mir rätselhaft. Das braucht niemand in der Region Größenwahnsinn unter dem Deckmantel Naturschutz! ...aber das ist schon ziemlich Off-Topic.
 
Schwoab schrieb:
Wooly schrieb:
Warum? Die Diskussion, die um den Naturpark geführt wurde, war eine, auf der nur eine Seite eine extrem vorgefertigte Meinung hatte, und das war die Sägerei/Waldbesitzerlobby. Die meisten Schwarzwälder standen doch relativ schnell eher auf der Seite der "bösen" Stuttgarter, und deswegen hat es ja auch so gut geklappt. Und deswegen bin ich auch für die Zukunft zuversichtlich, ich hatte (wie viele hier) nämlich nicht das Gefühl, das hier mit vorgefertigten Meinungen operiert wird oder etwas übergebügelt werden soll.

Interessant! Ich kenne nach wie vor einen sehr sehr großen Anteil an Bürgern die gegen den Nationalpark sind.
Warum beispielsweise am Ruhestein ein Zentrum für rund 20 Millionen Euro gebaut wird ist mir rätselhaft. Das braucht niemand in der Region Größenwahnsinn unter dem Deckmantel Naturschutz! ...aber das ist schon ziemlich Off-Topic.

Ich nicht mehr.... viele meiner Freunde und Bekannte aus dem Raum Baiersbronn und Freudenstadt sehen den Nationalpark inzwischen positiv. Die (Übernachtungs- und Besucher-)Zahlen zeigen das auch. Und 20 Mio sind sehr viel Geld, aber in 10 Jahren werden alle dankbar für so einen Magneten sein. Aber ein paar "Bruddler" wird es immer geben, wie man bei uns so sagt... :wink:
Off-Topic Ende....
 
Schwoab schrieb:
Interessant! Ich kenne nach wie vor einen sehr sehr großen Anteil an Bürgern die gegen den Nationalpark sind.
Warum beispielsweise am Ruhestein ein Zentrum für rund 20 Millionen Euro gebaut wird ist mir rätselhaft. Das braucht niemand in der Region Größenwahnsinn unter dem Deckmantel Naturschutz! ...aber das ist schon ziemlich Off-Topic.

Infrastrukturelle Projekte, die vom politischen Gegner kommen, sind prinzipiell abzulehnen und des Teufels ... genau so kennen ich das aus den letzten 30-40 Jahren BW Politik. Nur .... haben wir da inzwischen eine etwas andere und politisch komplexere Konstellation, die tatsächlich auch mal dazu beiträgt, ein wenig über den eigenen Tellerrand zu schauen. Das das vielleicht in Baiersbronn & Co. noch nicht funktioniert mag sein, aber die haben ja auch ihren Willen bekommen und schlafen weiter ihren Dornröschenschlaf ... der Rest des Nordschwarzwaldes hat aber anscheinend schon begriffen, das hier auch eine Menge Geld in die Region investiert wird. Das das obere Murgtal solche Hilfen nicht nötig hat, sieht man ja wenn man da durchfährt ... blühende Landschaften so weit das Augen blicken kann ...

Wenn es dagegen um neue Seilbahnen & Speicherseen geht, habe ich tatsächlich noch nie jemanden von Größenwahn reden gehört ...
 
Ich nehme immer die Diskussion um den Speichersee/Beschneiung am Feldberg als Beispiel. Da wird in der Diskussion auch nicht differenziert (man ist 100% dafür oder 100% dagegen) und daher erwarte ich bei ernsthaften Überlegungen zu Seilbahn und Piste massiven Gegenwind ... und viel davon aus Prinzip.

off-topic: ich kenne viele die den Nationalpark per se gut, die Zerstückelung auf Grund der Glaubensdiskussion schwachsinnig und das Zentrum überdimensioniert finden. Aber wir wohnen ja auch zwischen Stuttgart und Freudenstadt :mrgreen:
 
Zum Thema "Seilbahn Hornisgrinde/Seibelseckle" etc.: Man kann keineswegs sagen, dass das ernsthaft diskutiert wird - und konkrete Pläne gibt es schon mal gar nicht. Es gab lediglich ein mit öffentlichen Mitteln finanziertes Gutachten, dass sehr viele Wünsche und Ideen zusammengefasst hat, die meiner Meinung nach allerdings größtenteils unrealistisch und utopisch sind. Mehr sage ich dazu jetzt nicht mehr, denn das habe ich an dieser Stelle bereits zum damaligen Zeitpunkt getan.

Diejenigen, die sich über das Nationalparkzentrum am Ruhestein mokieren, möchte ich gerne einmal darauf hinweisen, dass man sich als Schwarzwälder über diese Investition mehr als glücklich schätzen sollte. Seit vielen Jahrzehnten wird im Nordschwarzwald mal wieder ein richtig großer Batzen investiert - im Gegensatz zum ganzen Zerfall und dem Siechtum, das sich seit langer Zeit entlang der Schwarzwaldhochstraße breitmacht. Wie sich bereits jetzt schon gezeigt hat, zieht der Nationalpark sein Publikum, und davon kann der ganze Nordschwarzwald profitieren.
 
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