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Quelle: Quelle3,2 Mio. Franken für mehr Sicherheit im Skigebiet
Entflechtung der Erschliessungsanlagen im Gebiet Salastrains-Chantarella
Die St. Moritzer Stimmbürgerinnen und Stimmbürger müssen sich auf ein abstimmungsintensives Wochenende einstellen. Neben den beiden eidgenössischen Vorlagen und der Kreisinitiative zur Einschränkung des Zweitwohnungsbaus, müssen sie über nicht weniger als sechs kommunale Vorlagen befinden. Allerdings dürfte das Kreditgeschäft, die Gesetzesanpassung, das neue Gesetz, die Einräumung eines Baurechtes und zwei Ortsplanerische Anpassungen kaum umstritten sein.
Piste und Strasse trennen
Insgesamt 3,2 Mio. Franken möchte der Gemeindevorstand vom Souverän, damit die heute unbefriedigende Lösung mit der Skiabfahrt zwischen Salastrains und Chantarella verbessert werden kann. Geplant ist, die heutige Erschliessungsstrasse im oberen Abschnitt auf einer Länge von 240 Meter talseitig zu verlegen. Die Skiabfahrt würde neu in diesem Bereich auf das frei gewordene Trassee der Strasse verlegt. Im unteren Bereich würde die Skipiste in den bewaldeten Hang verlegt und über der Villa Chantarella in den grossen, seit langem bestehenden Hanganschnitt oberhalb des Parkplatzes Chantarella und schliesslich bis zur Station der Corviglia-Bahn geführt. Dieser Teil der Arbeiten wird in der Abstimmungsbotschaft mit 1,5 Mio. Franken veranschlagt. 1,13 Mio. kostet die Verlegung der Strasse, 0,4 Mio. die Beschneiung und 0,15 Mio. eine Rampe bei der Corviglia-Bahn.
Gemäss der Abstimmungsbotschaft soll dank dem geplanten Projekt in diesem Bereich des Skigebietes die Sicherheit erhöht werden. Die Skipiste Salastrains-Chantarella habe als Heimkehrpiste sowie für die verbesserte Nutzung der Muntanella-Chantarella-Abfahrt eine grosse Bedeutung. Eine getrennte und möglichst kreuzungsfreie Führung von Erschliessungsstrasse und Skiweg mache aus Gründen der Sicherheit Sinn, steht in der Botschaft. Zusätzlich sei das Projekt auch als Komfortverbesserung für die verschiedenen Nutzergruppen zu sehen. Bei einer Annahme des Kredites wären im kommenden Sommer das kantonale Genehmigungsverfahren der Ortsplanung durchzuführen, im Frühling 2006 könnte mit dem Bau begonnen werden und auf die Wintersaison 2006/07 würde die verlegte Piste erstmals befahren.
Das vorgesehene Projekt bedingt eine Anpassung der Ortsplanung in diesem Bereich. Über diese wird am kommenden Wochenende separat abgestimmt. Sie ist planungsrechtliche Grundlage für das Projekt und zwingend nötig, wenn das Vorhaben realisiert werden soll.
QuelleLa Punt will das Zuozer Skigebiet nicht mitfinanzieren
Nach dreistündiger Diskussion mit 62 gegen 62 die knapp möglichste «Entscheidung»
Mit den alten Anlagen in die Zukunft? Nach dem Nein von La Punt Chamues-ch ist das Ausbauprojekt in Zuoz stark gefährdet.
«Ich bin enttäuscht», sagte La Punts Gemeindepräsident Jakob Stieger, nachdem er kurz zuvor hatte zur Kenntnis nehmen müssen, dass das Kreditbegehren von 1,08 Mio. Franken für die Erneuerung und den Ausbau der Skisportanlagen vom Souverän abgelehnt worden war. Die 127 anwesenden Stimmberechtigten hatten mit 62 Ja- und ebenso vielen Nein-Stimmen (bei zwei nicht abgegebenen und einem leeren Stimmzettel) für eine Pattsituation gesorgt. Gemäss Gemeindeverfassung gilt aber eine Vorlage bei Stimmengleichheit als abgelehnt.
Finanzängste
Die Gründe für das Nein ortetete Stieger in der Angst der Stimmbürger, dass die Investitionen in das Skigebiet von Zuoz ein Fass ohne Boden seien und die Gemeinde allfällige Betriebsdefizite mitzufinanzieren hätte. Auch hätten die Stimmberechtigten dem von Experten errechneten Businessplan keinen Glauben geschenkt und diesen als zu optimistisch eingestuft. Mit einem knappen Resultat habe er rechnen müssen, aufgrund des grossen Einsatzes für das Projekt habe er aber auf ein Ja gehofft. La Punt Chamues-ch sei am Rand der Plaiv und viele Leute würden sich wohl eher nach oben orientieren, sah Stieger einen weiteren Grund für das Nein.
Bereits 1998 hatte sich die Gemeinde La Punt Chamues-ch nur halbherzig hinter das gemeinsame Wirtschaftsaktionsprogramm der vier Plaiv-Gemeinden stellen können. Ein Kredit von 1,33 Mio. Franken, unter anderem für den Ausbau des Skigebietes, fand in der Gemeindeversammlung eine hauchdünne Mehrheit.
Das Nein vom Donnerstag dürfte zu einer eigentlichen Zerreissprobe innerhalb der Plaiv führen. Stieger spricht von einem Resultat, das nicht förderlich sei für das Lösen weiterer Aufgaben. «Wir werden Mühe haben, von den anderen Gemeinden voll akzeptiert zu werden.» La Punt Chamues-ch müsse damit rechnen, von künftigen Projekten ausgeschlossen zu werden, wenn für die anderen Gemeinden kein offensichtlicher Vorteil zu sehen sei. Einen Austritt aus der Tourismusorganisation Plaiv (TOP Engadin) schliesst Stieger aber aus. «Wir müssen das Beste aus der Situation machen und versuchen, die Zusammenarbeit in anderen Bereichen pflegen.» Gian-Duri Ratti, Gemeindepräsident von Madulain und Präsident der TOP, findet es «enorm schade, dass es so rausgekommen ist». Dass dieser Entscheid Konsequenzen haben wird sei unbestritten, wie diese aussehen, könne er aber heute noch nicht sagen, meinte Ratti gegenüber der «Engadiner Post». Sicher wird die Zusammenarbeit schwieriger und «La Punt muss sich bewusst sein, dass wir in Zukunft weniger Rücksicht nehmen können.»
Der Zuozer Gemeindepräsident Heinz Masüger wollte gestern Freitag noch nicht von einem definitiven Übungsabbruch sprechen. Die geplante Realisierung des Projektes auf den kommenden Winter sei aber in sehr weite Ferne gerückt. Jetzt gelte es zuerst das Resultat zu verdauen und dann das weitere Vorgehen zu besprechen. Für Masüger ist klar, dass innerhalb der nächsten zwei Wochen Entscheide über das weitere Vorgehen fallen müssen. Als eventuelle Option könne man den Ausbau in zwei Etappen prüfen, das sei aber seine ganz persönliche Meinung.
Kaum Pro-Voten
Dem unentschiedenen Abstimmungsresultat vorausgegangen war eine langfädige, Diskussion, die sich mehrheitlich um Detailfragen drehte. Dies obwohl vorgängig bereits eine Orientierungsversammlung zum gleichen Thema stattgefunden hatte. Jakob Stieger rief dazu auf, das Projekt vernetzt zu betrachten. «Der Ausbau der Skianlagen befruchtet auch andere Betriebe in der Region.» Trotz anderer anstehender Aufgaben könne sich die Gemeinde die Investition leisten, sagte Stieger weiter und versprach, in den nächsten fünf Jahren die Steuern nicht zu erhöhen. Der Gemeindepräsident stand mit seinen Pro-Voten ziemlich alleine da. Seitens des Tourismus betonte eine Vertreterin die Wichtigkeit des touristischen Grundangebotes sowie den hohen Skifahreranteil von 40 Prozent der Plaiv-Gäste. Dieses Projekt müsse aber das Ende der Kreditbegehren aus Zuoz sein.
Seitens der Gegner wurde mit Zahlen argumentiert. Zwar seien die heutigen Berechnungen im Businessplan seriöser als beim «Luftschlossprojekt» von 1998, die erwartete 50 prozentige Steigerung der Frequenzen sei aber Wunschdenken. «Annahmen und Visionen haben wir schon einmal erlebt und wir sind zünftig reingelegt worden», sagte ein Votant. Ein anderer verglich die Skiliftanlagen mit der Swissair und befürchtete, dass bei Betriebsdefiziten immer wieder Geld nachgeschossen werden muss. «Es ist falsch, diese 12,4 Mio. Franken zu investieren. Das Skigebiet von Zuoz ist auf längere Zeit gesehen nicht überlebensfähig.»
Die erste Etappe der Erneuerung und Erweiterung des Skigebietes von Zuoz würde 12,4 Mio. Franken kosten. Dies für eine neue Zubringerbahn inklusive Parkplatz bei der Talstation, die Beschneiung der neuen Talabfahrt und den Ersatz des Skiliftes Pizzet durch eine Occasion-Sesselbahn. Die vier Plaiv-Gemeinden müssten sechs Mio. Franken beitragen, aufgeteilt nach einem Verteilschlüssel. Die Gemeindeversammlungen von Zuoz, Madulain und S-chanf hatten dem Projekt jeweils mit deutlichen Ja-Mehrheiten bereits zugestimmt.
Quelle!Neubau der zweiten Corvatschbahn-Sektion erst 2008?
Corvatschbahn-Aktionäre stellten an der Generalversammlung keine Fragen
Alois Jurt, Verwaltungsratspräsident der Luftseilbahn Corvatsch AG, hatte am letzten Freitagmittag vor 281 Aktionären Erklärungsbedarf. Die Feststellung der Wirtschaftsprüfer im Jahresbericht, dass bei nicht Erreichen der budgetierten Umsätze die Gesellschaft ihren Verbindlichkeiten nicht nachkommen könne, liess er nicht unbeantwortet. Man müsse relativieren, die Corvatschbahn habe zwar ein wenig erfreuliches Geschäftsjahr 2003/04 verzeichnet, aber die jährlichen Amortisationen erfüllen können und das Fremdkapital leicht abgebaut. Dieses beträgt zurzeit noch 79,9 Prozent.
Neubau der zweiten Sektion
Aber auch der Verwaltungsrat der Corvatschbahn macht sich Sorgen. Investitionen sind dringend, vor allem muss die zweite Sektion der Luftseilbahn ersetzt werden. Rund zwölf Mio. Franken dürfte sie kosten, die definitive Finanzierung ist noch offen. Erfreut zeigte sich Alois Jurt daher vor der Versammlung, dass die Gemeindeversammlung von Silvaplana im letzten November ein verzinsliches Darlehen von maximal fünf Millionen Franken gesprochen hat. Für den Neubau selbst seien die Abklärungen zurzeit im Gange. Unklar sei, ob die Erneuerung bis 2008 hinausgeschoben werden könne, man sei in Verhandlungen mit dem für die Konzession zuständigen Bundesamt für Verkehr. Im Hinblick auf die Investition in die zweite Sektion kritisierte Alois Jurt die Finanzinstitute: «Die Banken nehmen die volkswirtschaftliche Verantwortung nicht mehr wahr», meinte er von Applaus der Aktionäre unterstützt.
Wie gewohnt in kurzer Zeit wurden bei der Corvatsch-GV die traktandierten Geschäfte ohne eine einzige Wortmeldung der Aktionäre abgesegnet. Bei einem Totalertrag von 11,103 Mio. Franken erwirtschaftete die Bahnunternehmung im letzten Jahr einen Cash-Flow von 1,631 Mio. Franken (14,7% gegenüber 22% im Vorjahr). Nach Abschreibungen wurde der verbleibende Jahresgewinn von 360 Franken auf neue Rechnung vorgetragen.
Im Weiteren wählte die Versammlung die bisherigen Ver-
waltungsräte Alois Jurt (Präsident, Monte Carlo), Mathias Schlegel
(Vizepräsident, Zuoz), Beat Birch-
ler (Gemeindepräsident Silvaplana), Daniel Eichholzer (St. Moritz), Giachem Gordon (Silvaplana), Chris-
toph Klemm (Monte Carlo), Carl Chasper Lüthi (Samedan) und Mario Pfiffner (Silvaplana) für ein weiteres Jahr.
Ohne Schneeanlagen eine Katastrophe
Dass die Sorgen der Corvatschbahn auch im neuen Geschäftsjahr 2004/05 nicht kleiner werden, verdeutlichte Betriebsleiter Andreas Venzin in seinem Bericht zu der am 1. Mai zu Ende gehenden Wintersaison. Ohne Schneeanlagen wäre die Saison zur Katastrophe geworden. Dabei war auch die künstliche Schneeerzeugung in diesem Winter alles andere als einfach. Erst am 7. November statt am 16. Oktober habe man mit der Beschneiung beginnen können, damit man am 20. November betriebsbereit war. Erst am 9. Januar 2005 konnte dank grossem Aufwand die Piste Berg eröffnet werden. Erstmals überhaupt musste die Hahnenseeabfahrt nach St. Moritz-Bad den ganzen Winter geschlossen bleiben. Gesamthaft liegen die Umsätze der Corvatschbahn in diesem Winter knapp unter dem Durchschnitt der letzten fünf Jahre. Weiter gab Alois Jurt bekannt, dass Achim Kuhn, der vor einem Jahr die Nachfolge von Gerd Müller als Restaurantleiter angetreten hat, nach
einem Jahr wieder geht. Man habe mehrere Bewerber und sei in Verhandlungen, um die Position neu zu besetzen, sagte Jurt weiter.
Sehr geehrter Herr Haemmerli
Gerne Antworte ich Ihnen auf Ihre Frage bei der Gemeinde Madulain.
Folgende Information ist vor wenigen Tagen betr. Sesselliftprojekt Zuoz ausgegangen:
Nach der negativen Abstimmung der Gemeinde La Punt-Chamues-ch zum Ausbau des Skigebietes in Zuoz hat sich die Finanzierungssituation völlig geändert. Die Finanzierung unseres gemeinsamen Projektes von CHF 12 Mio. war ursprünglich wie folgt vorgesehen:
CHF 3 Mio. Fremdkapital
CHF 3 Mio. Eigenkapital unseres Fördervereins
CHF 6 Mio. Beteiligung Plaiv-Gemeinden
Die Gemeindeversammlung von Zuoz hat ihren Anteil von 54.49% mit grossem Mehr gesprochen. Zusätzlich zu diesem Betrag hat die Gemeindeversammlung Zuoz einer Bankgarantie z.G. der SSZ AG über CHF 3 Mio. zugestimmt, damit die SSZ AG bei der Bank vorteilhaftere Bedingungen erhält. Weitere CHF 2 Mio. Bankgarantie hat die Gemeinde von Zuoz zur Abdeckung allgemeiner Finanzierungslücken gesprochen. Die Gemeinde Madulain mit einem Anteil von 5.45% und die Gemeinde S-chanf mit 15.45% haben ihren Beitrag ebenfalls mit grossem Mehr gesprochen. Für uns unverständlicherweise hat die Gemeinde La Punt-Chamues-ch ihren Beitrag von
CHF 1'080'000.-- abgelehnt.
Auch die vom Förderverein angestrebte Finanzierung von CHF 3 Mio. konnte nicht erreicht werden. Der aktuelle Zeichnungsstand liegt bei CHF 1.3 Mio. Die zur Verfügung stehenden Mittel sehen somit wie folgt aus:
Bankgarantien Gemeinde Zuoz CHF 5'000'000.--
Eigenkapital durch Förderverein CHF 1'300'000.--
Beteiligung Gemeinden CHF 4'920'000.--
CHF 11'220'000.--
Somit fehlen trotz Bürgschaften der Gemeinde Zuoz CHF 720'000.-.
Die bis anhin eingegangenen Aktienzeichnungen behalten bis auf weiteres ihre Gültigkeit.
Aus diesen genannten Gründen kann das Sesselliftprojekt auf den Winter 2005/06 nicht realisiert werden. Der Förderverein Sessellifte Zuoz und der Verwaltungsrat der Sessel- und Skilifte Zuoz AG haben sich aus all diesen Gründen entschieden, das Projekt komplett um ein Jahr zurückzustellen, um die noch benötigte Million Eigenkapital aufzutreiben. Wir sind der festen Überzeugung, dass es möglich ist, das Projekt im Jahre 2006 zu realisieren. Es ist jedoch zwingend, das Projekt auf gesunden Beinen aufzubauen. Somit muss eine Fremdfinanzierung der fehlenden Mittel ausgeschlossen werden.
Die Sessel- und Skilifte Zuoz AG wird die Planung vollständig abschliessen, damit bei gesicherter Finanzierung unverzüglich der Bauentscheid gefällt werden kann.
Ich hoffen Ihnen mit diesen Angaben gediehnt zu haben, für weitere Fragen stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.
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