800.000 in 20 Tagen ist zwar nicht schlecht, aber leider fürchte ich, dass das keine lineare Entwicklung ist, und viele potenzielle Interessenten bereits jetzt zugegriffen haben. Bis zu den 3 Millionen ist es noch ein weiter Weg.
Auch in diesem PDF gibt es noch einige Infos, die ich recht interessant fand:
http://www.prolagalb.ch/app/download/7649499620/Initiative+ProLagalb+DE.pdf?t=1461519433
Die Geschäftsidee der neuen Lagalb AG basiert einerseits auf Massnahmen auf der Kostenseite wie auch auf neuen Ideen auf der Ertragsseite.
Kostenseitig ist folgendes geplant:
1. Die Lagalb wird eine „Schön-Wetter-Bahn“. Das heisst, sie soll bei schlechtem Wetter den Betrieb nicht aufnehmen. Dergleichen soll jeweils am Vorabend kommuniziert werden. Damit kann einiges an Betriebskosten gespart werden.
Ich frage mich, wie man das personal-technisch lösen will. Entweder man stellt sie normal ein, aber dann spart man die Personalkosten ja gar nicht an einem geschlossenen Tag ein.
Oder man macht eine Art Leiharbeiter-Vertrag von Tag zu Tag, aber wer will schon einen "Job" haben, wo er jeden Tag erfährt, ob er am nächsten Tag überhaupt Geld verdient oder nicht?
Oder man sagt: du bist fest eingestellt, musst deine Wochenenden und Urlaubstage aber immer ganz spontan und flexibel dann einlösen, wenn gerade schlechtes Wetter ist? Da kann man dann als Angestellter aber nie wirklich irgendwas in seiner Freizeit langfristig vorausplanen.
4. Die sehr teure Beschneiung soll in Zukunft eher defensiv erfolgen.
Was das wohl bedeutet? Nur noch ganz schlimme Stellen ein wenig nachbessern, und ansonsten bei wenig Schnee einfach geschlossen lassen?
3. Die Lagalb soll sich als „Friendly Mountain“ (freundlicher Berg) positionieren, der die Gäste nicht nur mit gutem Wetter sondern auch durch freundliches Personal begrüsst.
Das sollte doch eigentlich selbstverständlich sein, und ich empfand das Personal auch bisher schon immer als freundlich
Für den Betrieb der Bahn sollen ökonomisch sinnvolle Teilleistungen an die ESTMM oder Dritte vergeben werden.
Ist also gut möglich, dass die Mountains AG die Lagalb am Ende doch wieder betreiben wird, nur halt als Dienstleister für jemand anders. Die unter Punkt 1 erwähnte Personalfrage beim "Schönwetterberg" wird sich aber trotzdem in dem Fall auch für die Mountains AG stellen.
Die Übernahmen von Bahn, Baurecht, Betriebsbewilligungen und Konzessionen können aufgrund der länger dauernden Verfahren bis Frühling/Sommer 2017 dauern.
In einer Anfangsphase (Probephase?) wird die Bahn also wieterhin auch der Mountains AG noch gehören. Die "Übergabe" beim Saisonschluss war also tatsächlich nur symbolisch.
Die Bahn soll im Pool der Oberengadiner Bergbahnen eingebunden sein.
Hoffentlich zu guten Bedingungen (cf Ersteintritt-Problematik). Aber klar, am Pool führt kein Weg vorbei, die wenigsten Gäste wären wohl bereit trotz Engadin-Skipass noch ein Zusatz-Ticket für die Lagalb zu erwerben.
Die Idee ist, dass eine der Pisten evtl. nur 1 Mal wöchentlich präpariert wird, um Buckelpistenliebhabern eine Alternative anzubieten.
Ich kenne nicht viel von Pistenpräparierung, frage mich aber, ob eine gute Buckelpiste wirklich einfach nur dadurch entsteht, dass man sie nur einmal pro Woche präpariert?
Falls die Bewilligung für Bike-Trails erteilt wird, werden folgende Trails in Erwägung gezogen (Beispiel):
- längster Flowtrail Europas: Piz Lagalb-Poschiavo-Tirano mit ca. 40km Länge und 2‘500m Höhendifferenz
- 3-5 Trails verschiedenster Schwierigkeitsgrade Richtung Talstation
Bin kein Mountainbiker, aber ein Trail bis Tirano klingt bestimmt interessant. Ist die Rhb eigentlich bis Tirano im Engadin Skipass inbegriffen?
Anmerkung: Meine Gedanken sollen jetzt keineswegs eine Kritik an Prolagalb sein. Ich würde mich immer noch sehr freuen, wenn das Projekt gelingt!
Sind halt nur spontane Gedanken/Sorgen zu einigen der angesprochenen Punkte.