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Neues im Oberengadin

  • Ersteller Ersteller Anonymous
  • Erstellt am Erstellt am
NeusserGletscher schrieb:
Fab schrieb:
Fab schrieb:
Überwiegende Anteilseigner der ZBAG sind Mitglieder der dortigen Burgergemeinde.
Diesen Satz hast du wohl missverstanden.
Nö, Du hast es falsch ausgedrückt :wink:. Die Burgergemeinde vereinigt die alteingesessenen Familien von Zermatt und zählt rund 1.500 Burger. Die übrigen Einwohner von Zermatt sind halt Einwohner und keine Burger :wink: :wink:. Nenn nie Chiquita nur Banane. :biggrin: SRY für OT :rolleyes:
Nochmals, auch ohne hundert Smileys: Die Genossenschaft Burgergemeinde ist das Eine - die hält zusammen mit der Municipalgemeinde den von dir genannten Anteil. Aber die Burgerfamilien haben auch privat Anteile in Form von Inhaber- u. Namensaktien.
Deswegen haben die auch Interesse dass der Laden am Berg u. im Tal läuft.
Alles klar soweit.
 
Hier auch noch die aktuelle Pressemitteilung der Mountains AG:
http://b2b.mountains.ch/files/page/...gadin St. Moritz Mountains_komplett_final.pdf

In dieser wird auch der neue Rettungsversuch der Lagalb erwähnt, der dann zustande kommen wird, wenn die Initiatoren 5 Millionen für die Gründung einer Lagalb AG zusammen kriegen.

Dürfte ja kein Problem sein, wenn alle Unterzeichnenden der Petition 1500 Chf Kapital beisteuern ;)

Aber im Ernst: vielleicht sollte sich Pontresina ja mal überlegen, ob sie da nicht Mitaktionär werden sollten.

Zur 10er EUB Signal ist der Stand wie folgt:

Das Projekt zum Ersatz der Luftseilbahn Signal in St. Moritz durch eine moderne Umlaufbahn mit Zehnerkabinen wurde dem Bundesamt für Verkehr zur Bewilligung eingereicht; ein Entscheid wird bis Mai 2016 erwartet. Danach haben betroffene Kreise die Möglichkeit, den Rechtsweg zu beschreiten. Bis zu einem letztinstanzlichen Entscheid könnten rund zwei Jahre vergehen, sagte Luis A. Wieser. Ein Baubeginn könnte dann 2018 erfolgen, eine Inbetriebnahme Ende 2019. Die Engadin St. Moritz Mountains AG hoffe aber nach wie vor auf einen früheren Baubeginn und suche dazu weiter das Gespräch mit den Gegnern der neuen Umlaufbahn.
 
"Wir wollen die Lagalb zum Downhill-Eldorado für Mountainbiker machen".

Na da bin ich mal gespannt; ich fahre ja gerne abwärtsorientiert enduro, aber die lagalb kommt mir für mtb schon extrem steil vor. da darf der bagger anrücken :)


"In St. Moritz drohe zudem der Verkauf des Hotels «Roi Soleil», welches vom Club Méditerranée betrieben wird".

habe ich schon länger vermutet und im juni 2015 im scuol-topic anlässlich der schließung des dortigen robinson-clubs prophezeit.
 
Falls jemand von euch tatsächlich in die Tasche greifen möchte, um die Lagalb finanziell zu unterstützen, so gibt's hier das entsprechende Zeichnungsformular:
pontresina.ch/lagalb

Müssen aber mindestens 1.000 Chf sein, da dies der Preis pro Aktie wäre.

Interessant, dass die neue AG aber von Anfang an nicht wirklich mit Gewinn rechnet:

Um auch den jährlichen Betrieb zu sichern, der auch in Zukunft aller Voraussicht nach nicht verslustfrei gestaltet werden kann, benötigt die Lagalb AG auch jährlich wiederkommende Zahlungen. Dies soll durch einen "Supporter-Club" mit verschiedenen Stufen erfolgen. Dazu folgen Informationen zu einem späteren Zeitpunkt.

Ob man so zum jetzigen Zeitpunkt potentielle Investoren anlockt? Naja, zumindest nicht die, die in ein richtig lukratives Geschäft investieren wollen.

Vielleicht soll das ganze ja tatsächlich eher eine AG werden, die das ganze als reines Liebhaber Projekt stemmen will. Respektiv von regionalen Trägern, die eine wichtige Bedeutung in der Lagalb sehen (z.B. Hoteliers, Gemeinden…)

Mal schauen, ob das Konzept so aufgehen wird. Einige haben gerade ja der Mountains AG und der Corvatsch AG vorgeworfen, zu sehr von Großinvestoren außerhalb der Region abhängig zu sein. Das hier könnte ja dann ein Gegenmodell werden.

P.S. Trotz aller Lagalb Liebe: Meine persönliche, finanzielle Unterstützung muss sich wohl darauf beschränken, dass ich verspreche, jede Weihnachtssaison wo die Lagalb offen haben wird, dort auch einmal* hinzufahren, inklusive Restaurant-Besuch.

*Ist mir bewusst, dass das eigentlich gar nichts ist. Aber als Weihnachts-Stammgast in Sils, wäre es auch unrealistisch jetzt zu behaupten, dass ich jeden zweiten Skitag eine ganze Stunde Bus fahren würde. So ist es halt bei der Lagalb: sie bereichert das Gesamterlebnis Engadin, wird aber nie zum großen Frequenz-Hit, vor allem bei Gästen der anderen Talseite.
 
Ich sehe nach wie vor nicht, wie ein Betriebskonzept ohne Einbindung der Diavolezza funktionieren soll. Bei einem isolierten Betrieb müsste die Lagalb nach einem Schlüssel an den Einnahmen beteiligt werden, der sich beispielsweise an den Frequenzen, dem Pistenangebot oder der Beförderungskapazität orientiert. Falls nach den Ersteintritten abgerechnet wird, zieht Lagalb auf jeden Fall den kürzeren. Will die BEST eigentlich noch Geld für das Gebiet oder gibt sie die 1,5 Mio Franken an Rückstellungen für den Abbruch als Mitgift gleich mit an den neuen Eigentümer? Unklar ist auch, wie weit die Lagalb überhaupt noch gebaut werden darf. Und dann ist da immer noch die unbefriedigende Verbindung beider Skigebiete, an der die BEST nach dem Verkauf noch weniger Interesse haben wird als vorher.

Viele ungeklärte Fragen bis zum 1. Juli.
 
Da wäre ich mir nicht so sicher. Das ging verdächtig schnell. Für den bisherigen Betreiber war das doch eine elegante Lösung das Problem los zu werden. Jetzt muss man sich mit niemandem mehr rumärgern und ist die Bahn trotzdem los. Endgültig an die Wand fahren kann sie jetzt jemand anders und weil der dann den Rückbau nicht bezahlen kann muss der Staat einspringen. Die Frage ist für mich eigentlich nur noch wie stark man das betreiben wird, also ob man sich bemüht eine vernünftige Zusammenarbeit zu pflegen oder ob die Lagalb jetzt wirklich alleine dasteht.
 
Heute war erstmal der letzte Betriebstag.
Weiter geht es jetzt so:
- Die beiden, die übernehmen würden, versuchen bis Ende Juni 5.000.000 CHF Aktienkapital zusammenzubekommen.
- Gelingt das, müssen sie ein Betriebskonzept erarbeiten. Das schwierigste dürfte wohl dann die Verhandlung mit den Mountains über Zusammenarbeit und Einnahmenverteilung sein. Die können die neuen Betreiber dann verhungern lassen, wenn sie wollen...
- Gelingt es nicht, dürfte das das definitive Ende sein.

Hier nochmal das aufgegebene Zukunftsprojekt:
http://www.seilbahn.net/sn/index.php?i=23&j=1&news=945&zurueck=2
 
Für mich gehört dies schon fast ins Utopie-Topic... Die Lagalb ist m.E. nicht zu retten und es gibt es Schlimmeres. Aber falls sich genügend zahlungsbereite Enthusiaten finden lassen, umso besser.
 
800.000 in 20 Tagen ist zwar nicht schlecht, aber leider fürchte ich, dass das keine lineare Entwicklung ist, und viele potenzielle Interessenten bereits jetzt zugegriffen haben. Bis zu den 3 Millionen ist es noch ein weiter Weg.

Auch in diesem PDF gibt es noch einige Infos, die ich recht interessant fand:
http://www.prolagalb.ch/app/download/7649499620/Initiative+ProLagalb+DE.pdf?t=1461519433

Die Geschäftsidee der neuen Lagalb AG basiert einerseits auf Massnahmen auf der Kostenseite wie auch auf neuen Ideen auf der Ertragsseite.
Kostenseitig ist folgendes geplant:
1. Die Lagalb wird eine „Schön-Wetter-Bahn“. Das heisst, sie soll bei schlechtem Wetter den Betrieb nicht aufnehmen. Dergleichen soll jeweils am Vorabend kommuniziert werden. Damit kann einiges an Betriebskosten gespart werden.
Ich frage mich, wie man das personal-technisch lösen will. Entweder man stellt sie normal ein, aber dann spart man die Personalkosten ja gar nicht an einem geschlossenen Tag ein.
Oder man macht eine Art Leiharbeiter-Vertrag von Tag zu Tag, aber wer will schon einen "Job" haben, wo er jeden Tag erfährt, ob er am nächsten Tag überhaupt Geld verdient oder nicht?
Oder man sagt: du bist fest eingestellt, musst deine Wochenenden und Urlaubstage aber immer ganz spontan und flexibel dann einlösen, wenn gerade schlechtes Wetter ist? Da kann man dann als Angestellter aber nie wirklich irgendwas in seiner Freizeit langfristig vorausplanen.

4. Die sehr teure Beschneiung soll in Zukunft eher defensiv erfolgen.
Was das wohl bedeutet? Nur noch ganz schlimme Stellen ein wenig nachbessern, und ansonsten bei wenig Schnee einfach geschlossen lassen?

3. Die Lagalb soll sich als „Friendly Mountain“ (freundlicher Berg) positionieren, der die Gäste nicht nur mit gutem Wetter sondern auch durch freundliches Personal begrüsst.
Das sollte doch eigentlich selbstverständlich sein, und ich empfand das Personal auch bisher schon immer als freundlich :)

Für den Betrieb der Bahn sollen ökonomisch sinnvolle Teilleistungen an die ESTMM oder Dritte vergeben werden.
Ist also gut möglich, dass die Mountains AG die Lagalb am Ende doch wieder betreiben wird, nur halt als Dienstleister für jemand anders. Die unter Punkt 1 erwähnte Personalfrage beim "Schönwetterberg" wird sich aber trotzdem in dem Fall auch für die Mountains AG stellen.

Die Übernahmen von Bahn, Baurecht, Betriebsbewilligungen und Konzessionen können aufgrund der länger dauernden Verfahren bis Frühling/Sommer 2017 dauern.
In einer Anfangsphase (Probephase?) wird die Bahn also wieterhin auch der Mountains AG noch gehören. Die "Übergabe" beim Saisonschluss war also tatsächlich nur symbolisch.

Die Bahn soll im Pool der Oberengadiner Bergbahnen eingebunden sein.
Hoffentlich zu guten Bedingungen (cf Ersteintritt-Problematik). Aber klar, am Pool führt kein Weg vorbei, die wenigsten Gäste wären wohl bereit trotz Engadin-Skipass noch ein Zusatz-Ticket für die Lagalb zu erwerben.

Die Idee ist, dass eine der Pisten evtl. nur 1 Mal wöchentlich präpariert wird, um Buckelpistenliebhabern eine Alternative anzubieten.
Ich kenne nicht viel von Pistenpräparierung, frage mich aber, ob eine gute Buckelpiste wirklich einfach nur dadurch entsteht, dass man sie nur einmal pro Woche präpariert?

Falls die Bewilligung für Bike-Trails erteilt wird, werden folgende Trails in Erwägung gezogen (Beispiel):
- längster Flowtrail Europas: Piz Lagalb-Poschiavo-Tirano mit ca. 40km Länge und 2‘500m Höhendifferenz
- 3-5 Trails verschiedenster Schwierigkeitsgrade Richtung Talstation
Bin kein Mountainbiker, aber ein Trail bis Tirano klingt bestimmt interessant. Ist die Rhb eigentlich bis Tirano im Engadin Skipass inbegriffen?

Anmerkung: Meine Gedanken sollen jetzt keineswegs eine Kritik an Prolagalb sein. Ich würde mich immer noch sehr freuen, wenn das Projekt gelingt!

Sind halt nur spontane Gedanken/Sorgen zu einigen der angesprochenen Punkte.
 
@LGH deine Überlegungen habe ich mir z.t. auch schon gemacht. Der Skipass gilt nur bis Alp Grüm und nur im Winter. Ob Swisscom für die Bahn auch was bezahlt? Schliesslich müssen die Monteure für die Antenne auch noch hochkommen.
 
ein flowtrail mit 40 km wäre natürlich das absolute brett, wobei dann die frage der definition bleibt. ein "gescheiter" flowtrail muss geshaped und gepflegt werden, im grunde genommen auch mit richtig erdarbeiten angelegt und zumindest stellenweise mit brechsand verfüllt werden usw. evtl. meinen sie eher einen gewöhnlichen singletrail, den man flowig, also gefahrlos aber zügig und (fast) ohne treten durchfahren kann. wäre mit 2500 hm aber auch sensationell.
 
Klingt interessant, und dank RhB kann man den bestimmt auch mehrmals an einem Tag fahren. Ob das aber die Massen anlockt die man braucht um profitabel zu sein?
 
Super, dass das Projekt nicht doch noch "last minute" aus finanziellen oder bewilligungstechnischen Ursachen gekippt ist. Den Austausch der Furtschellas Kabinen können sie sich von mir aus auch gerne schenken…
 
In Whistler gibt es sowas auch, da wird man dann aufgefordert im
Zweifel die Brille abzunehmen.
 
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