Zum Thema Fusionen: Ich bin mir nicht sicher, ob das jetzt eher ein Segen oder ein Fluch sein soll.
Persönlich mag ich z.B. Furtschellas sehr. Ich finde, dass das Gebiet einfach sehr viel Charme hat mit dieser wunderbaren Aussicht auf die Silser Seen.
Wenn jetzt Furtschellas mit Corvatsch fusioniert, oder gar mit dem Großteil der Engadiner Gesellschaften sehe ich da durchaus Potential, aber auch große Risiken.
Potential, weil es Furtschellas einfach an eigenem Geld fehlt, um noch großartig inverstieren zu können. Vielleicht könnte ja von den "Reichtümern" eines St. Moritz profitiert werden, um das Gebiet auf Vordermann zu bringen.
Potential ebenfalls, weil z.B. eine übergreifende Beschneiungsanlage (Wasserreservate, Pumpen...) gemeinsam mit Corvatsch finanziert werden kann.
Die Gefahr besteht aber auch darin, dass die einzelnen Gebiete viel an Identität einbüßen können. Während die jetztige Furtschellas AG z.B. sehr viel Herzblut in *ihr* Gebiet stecken und krampfhaft versuchen, sich neue Initiativen auszudenken (Silser Ortsbus, Kuhstall, Schneeschuhwandern, Wasserweg, Via Gastronomica...) und während sie bei schlechten Schneebedingungen Stunden und Stunden am Rande der Piste Schnee zusammen schaufeln(!), riskiert das Gebiet von einem übergeordneten Management einfach als "ein paar Lifte am Rande" wahrgenommen zu werden, die bei schlechten Bedingungen einfach geschlossen bleiben.
Oder es könnte einem Furtschellas gar so gehen wie einem Muattos Muraggl, wo die Inhaber einfach sagen: "Ach nee, machen wir die Schipisten dicht, die bringen nichts mehr ein, und nutzen Furtschellas NUR noch zum spazieren und Schneeschuhwandern."
Naja, wahrscheinlich wird den kleinen Gebieten langfristig nichts anderes als eine Fusion übrigbleiben, wenn sie überhaupt finanziell überleben wollen, aber ungefährlich finde ich das ganze nicht. Hoffentlich wird zumindest eine teilweise unabhängige Direktion beibehalten, um auch in den Randgebieten Kundenwünsche überhaupt noch wahrnehmen zu können.