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Neues im Oberengadin

  • Ersteller Ersteller Anonymous
  • Erstellt am Erstellt am
Ich weiß nicht jeder ist Selben Meinung wie ich. Aber ich bin mir Sicher dass man das Signalbahnprojekt im Zusammenhang mit der Hahnenseebahn betrachten muss. Wenn diese kommt wird diese Bahn eine zentrale Verbindungsachse im neu entstehenden Großskigebiet bei der eine neue Bahn absolut Sinn macht. Vielleicht hofft man in drei Jahren mit dem Hahnenseeprojekt weiter zu sein und spekuliert auf eine Gemeinsame Realisierung der beiden Bahnen.
 
Die Talabfahrt am Corvatsch wird aktuell weiter ausgebaut.
In der Schlusskurve im Wald wurden großzügig Bäume gefällt und Gelände planiert.
Die Waldeinfahrt unterhalb der Alp Surlej wurde ja bereits zur letzten Saison durch Ausholzung und Planierungen verbreitert.

Im Bereich der Abfahrt von der ehemaligen Curtinella SL Talstation bis zur Alp Surlej wurden auch viele Bäume gefällt. Diese Piste wird wohl ihren interessanten, kupierten und verwinkelten Charakter mindestens teilweise einbüßen. Eine unweigerliche Folge der KSB, die eine enorme Erhöhung der Frequenz gebracht hat.
 
3303 schrieb:
Im Bereich der Abfahrt von der ehemaligen Curtinella SL Talstation bis zur Alp Surlej wurden auch viele Bäume gefällt. Diese Piste wird wohl ihren interessanten, kupierten und verwinkelten Charakter mindestens teilweise einbüßen. Eine unweigerliche Folge der KSB, die eine enorme Erhöhung der Frequenz gebracht hat.
Das ist aber auch unbedingt nötig, selbst bei wenig Betrieb wurde es in dem engen, verwinkelten, kupierten und öfters eisigen Abschnitt schnell gefährlich.
 
Danke für die Infos.

Ich könnte mir auch vorstellen, dass die Piste in Zukunft weniger vereist, wenn nicht mehr alle Leute über exakt die gleichen Stellen fahren müssen. Als einzige Piste entlang einer KSB6 reichte die Pistenbreite am Ende bei weitem nicht mehr. Insofern hier die richtige Entscheidung, auch wenn ich Wald-Idylle immer mag (aber die finde ich ja auf der Furtschellas-Talfahrt weiterhin).

Bei der Surlej-Talfahrt habe ich hingegen selbst noch nie Engpässe erlebt. Wobei ich dort noch selten um 16 Uhr runter fuhr, wenn da alles gleichzeitig runter kommt. Und vielleicht macht‘s auch fürs Nachtschifahren Sinn.
 
ski-chrigel schrieb:
...
Das ist aber auch unbedingt nötig, selbst bei wenig Betrieb wurde es in dem engen, verwinkelten, kupierten und öfters eisigen Abschnitt schnell gefährlich.
Lässt man die Piste schmal und kopiert, vereist sie extrem - planiert und verbreitert man, wird vermehrt unangepasst schnell gefahren, was ebenso gefährlich ist.
Die erhöhten bzw. multiplizierten Frequenzen durch die KSB sind also für die Gefährlichkeit verantwortlich. Es wird gefährlich bleiben. Und vereisen wird es immer noch, wenn auch vielleicht nicht ganz so stark.
Verloren geht wieder ein Stück Vielfalt.
 
Da bin ich nicht Deiner Meinung. Der Abschnitt war auch schon zu Zeiten des SLs öfters mal unangenehm stark frequentiert. Die KSB hat einfach die Frequenzen noch erhöht, sodas das nun gehandelt werden muss. Eine übersichtliche Streckenführung ist m.E. weit weniger gefährlich, trotz möglicherweise höherer Tempi.
 
Die Berghütte Lej da la Pesch wird an den Meistbietenden verkauft. Stand heute in der Engadinerpost in einem Inserat. Falls Intresse siech bei Wieser und Wieser melden.
 
Die Gemeinde St. Moritz hat eine öffentliche Auflage publiziert zur Teilrevision der Ortsplanung für die Beschneiung der Hahnenseeabfahrt:

http://www.gemeinde-stmoritz.ch/fileadmin/user_upload/HS_PMB_StMoritz.pdf

Die Beschneiung würde aus Gründen des Umweltschutzes auf Höhe des Sees unterbrochen, und die Schneedecke müsste von Hand zwischen den beschneiten Bereichen verbunden werden.

Wenn ich das richtig verstanden habe, würde auf eine bestehende Pumpstation im Signal-Bereich zurückgegriffen.
 
Es wäre enorm wichtig, wenn dort mal endlich die Verbindung käme. Dazu gehört freilich auch die Beschneiung (neben einer Seilbahn), das würde das Oberengadin zu einem absoluten Top-Gebiet machen, besonders im April und Mai (müssten sie halt nur offen lassen).
 
Jetzt gibt‘s eine Volksabstimmung zur Hahnensee-Beschneiung.

http://tinyurl.com/y7a6rd75

Wie funktioniert das jetzt in der Schweiz? Auch wenn jetzt eine Mehrheit dafür wäre, können die USOs aber wohl noch weiter dagegen kämpfen, oder?

Wobei die Abstimmung sowieso noch spannend werden könnte.
 
Ja, das können sie (leider). Das ist das leidige Verbandsbeschwerderecht, das auch vor demokratischen Entscheiden nicht Halt macht.
 
LGH schrieb:
Jetzt gibt‘s eine Volksabstimmung zur Hahnensee-Beschneiung.

Wie funktioniert das jetzt in der Schweiz? Auch wenn jetzt eine Mehrheit dafür wäre, können die USOs aber wohl noch weiter dagegen kämpfen, oder?

Hier können sie es, weil die beschneite Pistenfläche 58'000 m2 beträgt. Bei Beschneiungsprojekten mit eine Fläche von weniger als 5 ha greift das Beschwerderecht der Umweltschutzorganisationen hingegen nicht, da es für solche Projekte keine Umweltverträglicheitsprüfung braucht.

Zur grundsätzlichen Wirkungsweise des Schweizer Verbandsbeschwerderechts samt Pro und Kontra siehe hier.
 
ski-chrigel schrieb:
Ja, das können sie (leider). Das ist das leidige Verbandsbeschwerderecht, das auch vor demokratischen Entscheiden nicht Halt macht.

Ihr könntet das ja wenigstens per Volksinitative wieder abschaffen. Bei uns in D haben die Grünen zur Schröderzeit das Verbandsklagerecht eingeführt und leider wurde es danach selbst von Schwarzgelb nicht abgeschafft.

Generell finde ich es unerträglich, dass private Verbände für sich in Anspruch nehmen können, öffentliches Interesse zu vertreten, obwohl sie in keinster Weise demokratisch legitimiert sind. Denn öffentliches Interesse kann per Definition eigentlich nur vertreten, wer auch demokratisch legitimiert ist. Genau genommen ist die Abwägung öffentlicher Interessen gegeneinander sogar originäre Aufgabe der Politik, deswegen wählt man auch und macht ggf. Volksabstimmungen.

Hier wird also Gruppierungen, die Partikularinteressen vertreten und denen das öffentliche Interesse völlig egal ist (weil sie ja demokratisch legitimierte Entscheidungen bekämpfen), die Möglichkeit gegeben, schweren wirtschaftlichen Schaden anzurichten und vor allem Verfahren über viele Jahre zu verzögern.
 
j-d-s schrieb:
ski-chrigel schrieb:
Ja, das können sie (leider). Das ist das leidige Verbandsbeschwerderecht, das auch vor demokratischen Entscheiden nicht Halt macht.

Ihr könntet das ja wenigstens per Volksinitative wieder abschaffen. Bei uns in D haben die Grünen zur Schröderzeit das Verbandsklagerecht eingeführt und leider wurde es danach selbst von Schwarzgelb nicht abgeschafft.
Nicht "könntet", "konntet". Es gab bereits eine Initiative zur Abschaffung des Verbandsbeschwerderechts, diese wurde vom Schweizer Volk abgelehnt.
Generell finde ich es unerträglich, dass private Verbände für sich in Anspruch nehmen können, öffentliches Interesse zu vertreten, obwohl sie in keinster Weise demokratisch legitimiert sind. Denn öffentliches Interesse kann per Definition eigentlich nur vertreten, wer auch demokratisch legitimiert ist. Genau genommen ist die Abwägung öffentlicher Interessen gegeneinander sogar originäre Aufgabe der Politik, deswegen wählt man auch und macht ggf. Volksabstimmungen.
Hier geht es aber nicht um Abwägung von Interessen gegeneinander, sondern darum ob untergeordnete Entscheide (z.B. Gemeindeebene), die übergeordnete Bestimmungen (z.B. Bundesebene) einhalten.

So kann halt eine Landschaft welche von nationaler Wichtigkeit ist, auch nur durch nationale Interessen bebaut werden.
 
@ski-chrigel

Unsinn, das ist sehr wohl demokratisch. Nur weil eine Mehrheit will, dass etwas gebaut wird, heisst das noch lange nicht, dass das korrekt geplant ist. Beispielsweise kann es sein, dass die Bevölkerung Geld für etwas spricht, das gar nicht bewilligungsfähig ist. Entsprechend braucht es diese Steuerungsmöglichkeit. Wäre ja sonst noch schöner... Genau gleich kann ja auch sein, dass jemand privater das so nicht will (Stichwort Eigentumsgarantie). Deshalb hat eine Abstimmung wenig mit einer Baubewilligung oder einer Plangenehmigung zu tun.
Undemokratisch wird es erst, wenn man zweimal über das gleiche abstimmt (siehe Limmattalbahn)

Gruss Chrigi
 
Auf gewisse Weise magst Du ja Recht haben, aber insgesamt finde ich, dass Umweltverbände die Demokratie oft mit Füssen treten. Da wird viel zu oft fundamentalistisch opponiert. Selbst wenn was offensichtlich korrekt geplant wurde. Einfach weil es ihnen nicht in den Kram passt. Und spätestens wenn sie fragwürdige Deals eingehen, zeigen sie ihr Gesicht. (V-Bahn Grindelwald ist genau so ein Thema). Ich bin selten mit j-d-s einer Meinung. Bei diesem Thema aber schon.
 
Naturbahnrodler schrieb:
j-d-s schrieb:
ski-chrigel schrieb:
Ja, das können sie (leider). Das ist das leidige Verbandsbeschwerderecht, das auch vor demokratischen Entscheiden nicht Halt macht.

Ihr könntet das ja wenigstens per Volksinitative wieder abschaffen. Bei uns in D haben die Grünen zur Schröderzeit das Verbandsklagerecht eingeführt und leider wurde es danach selbst von Schwarzgelb nicht abgeschafft.
Nicht "könntet", "konntet". Es gab bereits eine Initiative zur Abschaffung des Verbandsbeschwerderechts, diese wurde vom Schweizer Volk abgelehnt.
Generell finde ich es unerträglich, dass private Verbände für sich in Anspruch nehmen können, öffentliches Interesse zu vertreten, obwohl sie in keinster Weise demokratisch legitimiert sind. Denn öffentliches Interesse kann per Definition eigentlich nur vertreten, wer auch demokratisch legitimiert ist. Genau genommen ist die Abwägung öffentlicher Interessen gegeneinander sogar originäre Aufgabe der Politik, deswegen wählt man auch und macht ggf. Volksabstimmungen.
Hier geht es aber nicht um Abwägung von Interessen gegeneinander, sondern darum ob untergeordnete Entscheide (z.B. Gemeindeebene), die übergeordnete Bestimmungen (z.B. Bundesebene) einhalten.

So kann halt eine Landschaft welche von nationaler Wichtigkeit ist, auch nur durch nationale Interessen bebaut werden.

Das müsste dann aber auch die Bundesebene (eine Behörde bzw. die Regierung, die gewählt ist) überprüfen bzw. bemängeln, nicht selbsternannte demokratisch nicht legitimierte Umweltschutzverbände.
 
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