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Neues im Sauerland

Wenn ein Bus mit 70 Leuten im Stau steht, braucht das viel weniger Platz als 50 Autos, die ohne den Bus fahren würden. Und diese nicht fahrenden 50 Autos müssen auch nicht parken. Der Busverkehr macht also auf jeden Fall Sinn.
 
Der Stau ist ja meist auf der Bundesstraße. Und auf dieser fährt der Bus erst ab dem Waltenberg.
Ich war schon lange nicht mehr in den Ferien/WE im Jan./Febr. in Winterberg, aber dann war der Ort meist frei von Stau.
 
WildeWiese hat allem Anschein nach einen PistenBully 300W-Polar bekommen. (Quelle: Instagram)
 
Wildewiese hat eine zweite Pistenmaschine bekommen.
Jetzt sogar eine mit Winde.... vielleicht stehen da ja demnächst massive Geländearbeiten an :lol:
Quelle: Webseite Wildewiese
 
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Diese Beitragsfolge habe ich vom Topic " aktuelle Schneesituation Sauerland" zu den Infrastrukturen rübergeschoben, da sie eindeutig hierher gehört.

GIFWilli59 schrieb:
manitou schrieb:
Willingen braucht dringend den Ausbau der Beschneiung - ohne die nützt auch der schönste K1 nichts. Ich habe mir die ganzen Wochen über aus Oberstdorf die Willingen-Webcams angeschaut und man sieht, wie zunehmend kritischer der Bereich unterhalb von 700m wird. Wenn die oben noch beschneien können, geht unten temperaturbedingt nichts - und das wird in Zukunft nicht besser. Die Schneifenster werden kürzer und man muss in dieser zeit vie Schnee machen können. So gesehen hat Winterberg alles richtig gemacht und die Kassen klingeln nun richtig, wenn andere Skigeiete im Sauerland ausfallen.
Da hast du auf jeden Fall Recht! Trotz neuer Schneileitungen wird sich die Schneesicherheit am Köhlerhagen verschlechtern. Flaschenhälse bleiben die Pumpleistung sowie die Wassermenge.
Lt. Liftler war das letzte Schneifenster im Tal 12 h lang - bei -1,5 °C.
Allerdings halte ich es für übertrieben, dass du hier vorschlägst, den Bereich bis 700 m quasi aufzugeben. Es hat schon immer schlechte Winter gegeben und außerdem gibt es ja auch in machen Jahren Inversionswetterlagen, wo es dann eben genau umgekehrt ist. Ferner muss man auch beachten, dass es in der Winterberger Hochebene immer etwas kälter ist, als in Willingen, wo die meisten Hänge viel windanfälliger sind.

Mir kommt folglich die Idee, den alten Köhlerhagen2-SL stehen zu lassen, da die Schneeverhältnisse im oberen Bereich noch länger besser bleiben. Den alten K1-SL möchte ich gedanklich gern zum alten Ettelsberg SL-verlegen und dort wieder aufbauen.
Kö2-Talstation müsste dann aber zumindest an den Fuß des Steilhangs verlegt werden.
Wie wahrscheinlich es ist, einen 50 Jahre alten Lift, bei dem man noch nicht einmal die Geschwindigkeit regeln kann, an einem neuen Ort aufzustellen, kannst du dir sicher vorstellen :wink:
Ich habe bei meinem letzten Besuch am Köhlerhagen am 24.1. auch vorgeschlagen, auf halber Höhe eine einseitige Mittelstation einzurichten, um zumindest in diesem Winter die Anzahl der Betriebstage zu verdoppeln oder gar zu verdreifachen. Der Liftler meinte aber, dies sei zu teuer und würde den Baubeginn um 1-2 Jahre hinauszögern. Daran, dass er nicht an einem weiteren Betrieb des Kö1 interessiert ist, ließ er keinen Zweifel.

Realisitischer als deine Vorschläge (die ja scheinbar ohne einen Parkplatz/direkten Zubringer auskommen müssten) wäre der Bau eines Liftes auf dem Ettelsbergplateau (Kuppe bis Bergstation MGD) als Beschäftigungsanlage für Anfänger (Zubringer: Ettelsberg Seilbahn). Aber ob man heutzutage mit einem SL wirklich noch was erreichen kann?

Übrigens hat auch der "Winterstudien-Papst" Roth von der Hochschule Köln an die Seilbahnbranche den Appell gerichtet, dass die Zeit der Neuinvestitionen in reine Skilifte vorbei sind, weil es u.a. auch einen gewaltigen Bewusstseinswandel hinsichtlich des Skitourismus gibt (siehe Spiegel-online: http://meurer.es/spiegel/junge-leute-verlieren-die-lust-am-wintersport-a-1189202.html).
Ich habe den Artikel zwar mangels Abo nicht gelesen, aber zumindest im Falle der K1 handelt es sich ja um keine reine Investition in den Wintersport.

judyclt schrieb:
Die werden zwar kaum einen alten SL zerlegen und wieder aufbauen, aber mit den dann drei fiktiven oberen SL Wilddieb, Ettelsberg und K2 plus gescheiter Beschneiung und vielleicht Matten freu die Spur hätte man locker 50% mehr Betriebstage.
Hängt stark von der jeweiligen Wetterlage ab (Inversion, Tauwetter). Und wer will heutzutage in ein reines SL-Gebiet fahren?
Anstatt Geld in veraltete Technologien zu stecken, könnte man anstelle eines neuen SL auch genauso in 20 neue TF10 investieren.

Die Massen hängen trotzdem am flachen und langweiligen Sessel in der Warteschlange rum.
Jedem das Seine...

judyclt schrieb:
"Am Skisprung-Weltcup-Wochende (Freitag, 02.02 - Sonntag, 04.02) sind alle Lifte von 08.30 - 16.30 geöffnet. "

Woher wissen die in Willingen heute schon, dass nächstes Wochenende alle Lifte laufen?
Gute Frage :lach:
Wurde aber inzwischen auf der HP angepasst, sie hoffen, möglichst viele Anlagen in Betrieb nehmen zu können und diese werden dann unabhängig vom Skispringen laufen.
Ende vorherige relevante Posts im Topic "Schneesituation"

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Hier nun die Antwort von Manitou!

GIFWilli59 schrieb:
Allerdings halte ich es für übertrieben, dass du hier vorschlägst, den Bereich bis 700 m quasi aufzugeben.

@GIFWilli:
Ich kann mich nicht immer präzise ausdrücken, da ich hier andernfalls lange "ski-philosophische" Abhandlungen verfassen müsste, die vielen zu langatmig erscheinen würden. Meine Posts sind bereits oftmals eh deutlich länger als die meisten anderen hier. Ich setze also voraus, dass Ihr die Intention meiner Post versteht - und den Eindruck hatte ich bei Judyclt.

Ich will keineswegs den Bereich unter 700m aufgeben, sondern mehr Flexibilität hinsichtlich der Schneeverhältnisse erzielen, gerade weil Willingen klimatisch und geologisch gegenüber Winterberg benachteiligt ist. Willingen hat zwar die besseren/längeren Pisten, aber sie gehen auch weiter runter und der Bereich <700m wird zunehmend problematischer (man sieht ja auch in Winterberg, dass die bis auf 600m runtergehende Kappe nicht selten noch/schon geschlossen ist, wenn die anderen Lifte bereits/noch laufen). Also wäre es für den Skibetrieb in Willingen vorteilhaft, wenn man den oberen Bereich auch losgelöst vom unteren Bereich betreiben kann, wie es auch in den Alpen überall praktiziert wird, andernfalls würde der Skibetrieb ohne Talabfahrt zusammenbrechen - aber genau das wird in Willingen der Fall. Folglich wäre es für Willingen besser, bei schlechter Schneelage lieber nur wie Winterberg 500-600m lange Pisten in Betrieb zu haben, anstelle gar keine! Ich bin mir sicher, dass der Gast es honoriert, für diesen Fall auch mal SL fahren zu müssen.

Als vor 50 jahren die SLs gebaut wurden hat man in Bezug auf die Naturschneelage genau das berücksichtigt, weshalb es K1/2 gibt und auch am Ettelsberg einen SL, der nicht parallel zur DSB bis runter ins Tal ging, sondern auf der Höhe des Wilddiebes endete - und der obere Wilddieb wurde bewusst nicht weiter runtergezogen. Damit konnte man den Skibetrieb länger aufrechthalten, wenn die Schneelage dünner wurde. Was damals für den Naturschnee galt, passiert nun offensichtlich für die Beschneiungssituation.

Wenn ich folglich sage, man sollte den SL K1 zum Ettelsberg verlegen, dann ist das symbolisch gemeint - deshalb habe ich auch "gedanklich" geschrieben - ob das technisch/finanziell sinnvoll ist, ist eine andere Frage. Ich hätte auch sagen können, es war seinerzeit möglicherweise ein Fehler, den alten SL mit Errichtung der EUB abzubauen.

Was ich nicht weiss ist, ob man in D eine Bahn bautechnisch über eine andere Bahn (SL) hinwegfahren lassen darf? In D gibt es so etwas nicht - in A und CH ist das allerdings öfters der Fall.

GIFWilli59 schrieb:
Kö2-Talstation müsste dann aber zumindest an den Fuß des Steilhangs verlegt werden.
Warum?!

GIFWilli59 schrieb:
Ich habe bei meinem letzten Besuch am Köhlerhagen am 24.1. auch vorgeschlagen, auf halber Höhe eine einseitige Mittelstation einzurichten, um zumindest in diesem Winter die Anzahl der Betriebstage zu verdoppeln oder gar zu verdreifachen. Der Liftler meinte aber, dies sei zu teuer
Recht hat er - warum gibt es quasi keine -Einstiegs-Mittelstationen* bei einer KSB?! - weil eine Doppelschleife gebaut werden müsste und die ist viel zu teuer. Deshalb werden quasi alle Anlagen mit Mittelstation (auch einseitig bergauf) als EUB gebaut. Einen Mittelausstieg kann man einfacher realisieren wie z.b. am Kandahar-Express - aber ein Einstieg ist kompliziert. Zudem kann man einen Zwischenausstieg vielleicht bei einer 4KSB machen, aber bei einem 8er gäbe das eine Steilvorlage für "Pleiten, Pech und Pannen" :D
*irgendjenand hat hier im AF mal vor vielen Jahren gepostet, dass es irgendwo eine solche Anlage mit KSB-Mitteleinstieg geben soll, mir ist jedoch nicht bekannt wo?!

GIFWilli59 schrieb:
Realisitischer als deine Vorschläge (die ja scheinbar ohne einen Parkplatz/direkten Zubringer auskommen müssten) wäre der Bau eines Liftes auf dem Ettelsbergplateau (Kuppe bis Bergstation MGD) als Beschäftigungsanlage für Anfänger (Zubringer: Ettelsberg Seilbahn).
1. Warum müssen meine Szenarien ohne Parkplatz auskommen?! Die EUB und ggf. KSB K1 wären doch Zu/Abbringer!
2. Ein Anfänger SL an der EUB-Bergstation zur Kuppe wäre unrealistisch, da das Gefälle zu gering ist, sonst hätte man ihn vor 40 Jahren mutmaßlich bereits gebaut. Wer langsam fährt und dabei auch noch Kurven ziehen lernen will, bleibt quasi stehen.

Mit meinen SL-Szenarien wollte ich eigentlich nur verdeutlichen, dass es durchaus Sinn ergeben könnte, einen alten SL einfach stehen zu lassen, statt ihn dem Metallschrott zu übergeben.

Fazit:
Willingen braucht offensichtlich zunehmend eine ganz andere Herangehensweise an die Beschneiungstechnik. Man muss dazu übergehen, oben so viel Schnee wie möglich produzieren und ihn dann runterschieben. Unten braucht es ggf. ergänzend einen kleinen Snowmaker (wie an der Ruhrquelle) - insbesondere, wenn man unten teure Bahnen unterhält, die zum Laufen verdonnert sind.

Ob sich das alles wirtschaftlich rechnet - keine Ahnung?! Dafür brauchte ich die aktuellen Willinger-Zahlen um das Potentail mit Wahrscheinlichkeitszenarien zu bestimmen. Selbst wenn ich diese Zahlen bekommen täte, dürfte ich das Ergebnis hier sicherlich nicht posten.

Was Roth im Spiegel-Artikel mit dem nahen "Ende der Skigebietsinvestitionen" wohl meint ist, dass weitere Investitionen sich nur noch unter ganz bestimmten Voraussetzungen mit stark abnehmenden Grenznutzen rechnen, denn in der Bevölkerung ist ein Umdenken im Gange, welches sich auf einerseits auf ein gefühltes Bewusstssein für den Klimawandel bezieht und damit auf eine statistisch bereits nachweisbare Abnahme des Skitourismus - andererseits auf einen Generationenwechsel. Der Nachwuchs lernt zunehmend seltener Skifahren - d.h. wird sind eine aussterbende Spezie. :wink:
Wo die Investitionsgrenze liegt, dürfte in jedem Skigebiet anders gelagert sein in Abhängigkeit von seiner Frequentierung und dem "Restpotential" in Bezug auf den Klimawandel.

So nun ist meine Post doch eine längere Abhandlung geworden. Für manchen mag sie erhellend sein - andere haben bereits zuvor verstanden, worauf ich hinauswollte. :wink:
 
manitou schrieb:
*irgendjenand hat hier im AF mal vor vielen Jahren gepostet, dass es irgendwo eine solche Anlage mit KSB-Mitteleinstieg geben soll, mir ist jedoch nicht bekannt wo?!
Ochsenalmbahn am Kaunertaler Gletscher, dort auch sehr sinnvoll, weil die Piste oberhalb der Mittelstation oftmals schon einige Wochen vor jener unterhalb der Mittelstation öffnen kann.
 
In Obergurgl gibt es auch eine 4-KSB mit Mittelstation.
 
Am Stuhleck am Semmering gibt es auch eine 4KSB mit Mitteleinstieg.

 
In der Zillertalarena gibts auch eine 4-KSB mit zwei Mittelstationen, davon eine ein Mitteleinstieg, die andere ein beidseitiger Mittelausstieg (Bergstation).
 
Ich glaube, man sollte das Topic umbenennen.
Gibt bestimmt noch etliche weitere Sesselbahnen mit Mittelstation. :wink:
 
"Der Nachwuchs lernt zunehmend seltener Skifahren - d.h. wird sind eine aussterbende Spezie."

Gefühlt wird es trotzdem voller, weil sich alles an weniger Tagen in weniger Skigebieten tummelt und da ist Willingen ohne obere Pisten nicht mehr dabei.
 
Die „Grenze“ die ihr meint heißt in Willingen „Heuweg“ - und das ist tatsächlich die Linie, die bei Temperaturen um Null Grad die Grenze zum liegen bleibenden Schnee ausmacht...

Hauptproblem ist mMn der Wassermangel. Man zähle und Vergleiche doch mal Schneiteiche in Willingen und Winterberg ;-)
Lösung dazu: am Waldrand neben dem Köhlerhagen, gleich oberhalb der Fischteiche, einen Damm bauen und die ganzen Wiesen im Hoppecketal (die an der Straße) aufstauen. Das gäbe genug Vorrat, und dann würde es auch Sinn machen, die Pumpleistung zu erhöhen :-)
 
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