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Neues im Thüringer Wald

Am falschen Ende gespart. Falscher Liftlieferant!
 
So sieht es aus und was ist daran Schuld, dieser blöde Ausschreibungswahnsinn, bei dem der öffentliche Auftraggeber meist den billigsten nimmt, obwohl das nirgends in der Vergaberichtlinien steht. Da steht nur, dass das wirtschaftlichste Angebot den Zuschlag bekommen sollte. Und der billigste ist meistens nicht der wirtschaftlichste... :roll:
 
Vergaberecht hin oder her, aber bei einer millionenschweren Investition darf man wohl schon erwarten, dass man sich diesem Punkt angemessen widmet. Wenn ich eine bestimmte Firma im Blick habe, dann muss ich die Ausschreibung eben so gestalten, dass das gewünschte Ergebnis erreicht wird. Wer ein bißchen mit der Thematik vertraut ist, kann das steuern.

Traurig, dass hier anscheinend das Know how nicht nur in diesem Bereich fehlt.
 
Andre_1982 schrieb:
Vergaberecht hin oder her, aber bei einer millionenschweren Investition darf man wohl schon erwarten, dass man sich diesem Punkt angemessen widmet. Wenn ich eine bestimmte Firma im Blick habe, dann muss ich die Ausschreibung eben so gestalten, dass das gewünschte Ergebnis erreicht wird. Wer ein bißchen mit der Thematik vertraut ist, kann das steuern.

Traurig, dass hier anscheinend das Know how nicht nur in diesem Bereich fehlt.

Ganz genau, man sieht ja an anderen öffentlich geförderten Projekten auch (u.a. in Thüringen), dass es funktioniert, wenn man die richtigen Planer engagiert und diesen auch vertraut.
So war zum Beispiel seinerzeit in der Skiarea Heubach im September Baustart für den Doppel-Schlepplift von DM und dfür die Beschneiungsanlage von TechnoAlpin (inkl. Teich). Das alles unter Leitung eines Seilbahn-Ingenierbüros. Und siehe da...die Anlage ist zum Weihnachtsgeschäft gelaufen.

In Oberhof wurden während der Ausschreibungs- und Vergabephase zu viele Fehler gemacht, die hier nicht genannt werden sollten...
Das Ergebnis zeigt sich leider in der aktuellen Situation.
 
snowstyle schrieb:
Da sieht man mal wie lange es in Deutschland dauert um einen von der Länge und Anspruch lächerlichen Lift zu bauen. Da hätten die Österreicher einen kompletten Berg mit 1000 Höhenmetern Unterschied erschlossen :biggrin: Ich weiß auch nicht, warum das bei uns immer so schleppend gehen muss.
Meinst du damit Deutschland als Aufstellungsort oder als ausführende Firma?
(Wobei LST der frz. MND-Gruppe gehört.)
So oder so ist diese Kritik aber zu pauschal: Es gibt seriöse Seilbahnhersteller, die qualitativ hochwertige Bahnen innerhalb vorher festgelegter Fristen bauen und es gibt LST. :wink:
 
GIFWilli59 schrieb:
snowstyle schrieb:
Da sieht man mal wie lange es in Deutschland dauert um einen von der Länge und Anspruch lächerlichen Lift zu bauen. Da hätten die Österreicher einen kompletten Berg mit 1000 Höhenmetern Unterschied erschlossen :biggrin: Ich weiß auch nicht, warum das bei uns immer so schleppend gehen muss.
Meinst du damit Deutschland als Aufstellungsort oder als ausführende Firma?
(Wobei LST der frz. MND-Gruppe gehört.)
So oder so ist diese Kritik aber zu pauschal: Es gibt seriöse Seilbahnhersteller, die qualitativ hochwertige Bahnen innerhalb vorher festgelegter Fristen bauen und es gibt LST. :wink:

Ich meinte natürlich Deutschland aus Aufstellort, aber das ergibt sich eigentlich aus dem Text :wink: Mit Doppelmayr, oder Leitner hätte es diese Verzögerung ganz sicher nicht gegeben. Das Facebookvideo ist sehr aufschlussreich :mrgreen: :roll: :mrgreen:
 
Seilbahnjunkie schrieb:
Da widersprichst du dir jetzt aber.

Wieso widerspreche ich mir da? Das Vergabeverfahren lief in Deutschland, genau das hatte ich kritisiert. Da widerspricht sich gar nichts. Und die Zuschlagserteilung an die ausführende Firma scheint wohl ein Fehler gewesen zu sein. Das Video von Antenne Thüringen sagt außerdem aus, dass die Sessel, die jetzt plötzlich nicht lieferbar sind, bereits im August 2017 bestellt worden sind.
 
Wie häufig kommt es eigentlich vor, dass die öffentliche Hand selbst Seilbahnen bauen lässt? Eine privates Unternehmen, selbst wenn es zu 100% in öffentlichem Besitz ist, ist bei Auftragsvergaben nunmal sehr viel freier.
 
So ein Blödsinn. Und so etwas glauben die Leute? Wahnsinn.
 
snowstyle schrieb:
Seilbahnjunkie schrieb:
Da widersprichst du dir jetzt aber.

Wieso widerspreche ich mir da? Das Vergabeverfahren lief in Deutschland, genau das hatte ich kritisiert. Da widerspricht sich gar nichts. Und die Zuschlagserteilung an die ausführende Firma scheint wohl ein Fehler gewesen zu sein. Das Video von Antenne Thüringen sagt außerdem aus, dass die Sessel, die jetzt plötzlich nicht lieferbar sind, bereits im August 2017 bestellt worden sind.
Du hast geschrieben, dass in Deutschland laufende Vergabeverfahren zwangsläufig zu sehr langen Bauzeiten und unpünktlichen Fertigstellungen führen müssen. Das trifft aber zum Glück nur auf einen Bruchteil der Anlagen zu.
 
Die Lieferverzögerungen der Sessellifte und die Vergabeklage durch Doppelmayr hängen imo hier unmittelbar zusammen.
Grund dafür waren im letzten Jahr bei LST fehlende Patente bzw. Lösungen für einige speziell ausgeschriebene Sesselbauteile. Dies hat Doppelmayr erkannt und ist dagegen vorgegangen.
Da solche Neuentwicklungen allerdings etwas zeitaufwändiger sind als die Herstellung von bestehenden Entwicklungen (wer hätte es gedacht), liegt es nun nahe, dass diese Bauteile der Ursprung der Lieferverzögerungen sind.
 
Heute Nachmittag wurde offenbar einer der ersten Sessel geliefert, wie auf der Webcam ab 15:45 Uhr zu sehen ist. Klemme oder ein Hebel am Gehängearm für die Entriegelung der Überkopfbügel kann ich aber (noch) nicht erkennen.
 
Wenn ich eine Vergabeverfahren habe, dann sollte in diesen Verträgen auch drin stehen bis wann der Lift fertig sein muss.
Sowie wenn nicht, wie hoch die Konventionalstrafe ist.
 
Bei den Verträgen mit LST scheinen die Konventionalstrafen im Allgemeinen zu niedrig zu sein.
 
Als Laie stellt sich mir nun die Frage, was in den restlichen 3 Wochen noch gemacht wird...
Fahren kann die Bahn ja offensichtlich schon und die TÜV-Abnahme dauert ja wahrscheinlich keine 3 Wochen?!
Was man auf den Bildern bei FB nicht so richtig erkennen kann, ist der Mechanismus zum Verriegeln/Entriegeln der Überkopfbügel. Wäre aber auch möglich, dass das anders als bei Doppelmayr gelöst wird.
Ebenfalls interessant, dass die Bahn Sturmsessel bekommen hat - da kommt wohl die französische Herkunft durch :wink:
 
Derzeit fehlt noch die Betriebsbewilligung durch das Thüringer Landesverwaltungsamt. Diese kann erst beantragt werden, wenn alle notwendigen Dokumente (u.a. TÜV-Abnahme) vorliegen. Sobald die Bewilligung vorliegt, sollte einer offiziellen Betriebsaufnahme nichts mehr im Weg stehen. Warum dies allerdings noch 3 Wochen dauert, weiß ich auch nicht. Ich vermute mal, dass die Eröffnung auch feierlich durchgeführt wird und dafür noch Vorbereitungen notwendig sind.
 
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