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Neues in Adelboden/​Lenk

Sonntagszeitung 15.08.2021
Den Schweizer Bergbahnen geht das Geld aus

... Überall stehen die Bahnen auf die Investitionsbremse. Gemäss der «Hotelrevue» haben die Bergbahnen Adelboden das 23 Millionen Franken schwere Grossprojekt «Direttissima» aufgeschoben
 
Die alte Bahn läuft ja schon 30 Jahre, da wird sie auch noch ein paar Jahre länger laufen.
 
Vorallem muss der Abschnitt „Bergläger-Sillerenbühl“ ja eh stehen bleiben. Bei so sinnlosen Projekten ist es gar nicht so schlimm, wenn man etwas mehr Zeit zum überlegen hat.
 
Für mich ist ein Neubau dringend nötig, über die genaue Form und Linienführung kann man ja noch diskutieren! An frequenzstarken Tagen (Weihnachten-Neujahr, Februar, generell Wochenenden) ist die Sillerenbahn hoffnungslos überlastet, da gibt es schon mal Wartezeiten von deutlich über 30 Minuten, habe auch schon von 90 gehört.
Sie ist von Adelboden her der einzig sinnvolle Zubringer, via Chuenisbärgli bringt nicht so viel, da dann in Bergläger in die volle Sillerenbahn eingestiegen werden muss oder alternativ den Bus nach Geils nehmen muss.
Als Hauptzubringer in ein Skigebiet mit einem grossen Tagesgäste-Einzugsgebiet (sowohl mit ÖV als auch mit Auto das schnellste grössere Skigebiet aus dem Raum Bern) reicht einfach die Kapazität nicht aus, dazu ist auch der Komfort (und die Fahrzeit) nicht mehr so ganz zeitgemäss. Von der Lenk her hat man die deutlich besseren Einstiege, dabei kommt der grössere Teil der Gäste aus Adelboden.
 
Am 08.03. erschien in der Berner Zeitung ein Update zum Thema Direttissima in Adelboden (Link finde ich keinen). Die Hauptpunkte:
  • Bau ist nun auf 2025/26 terminiert - heißt man könnte erst in der Wintersaison 2026/27 damit fahren.
  • Aktuell liegt die Überbauungsordnung (raumplanerisches Verfahren) als Voraussetzung für die Detailplanung aus.
  • In der Talstation soll ein Hotel mit 60 Zimmern und 120-200 Betten entstehen. Der Grundriss bleibt weitestgehend gleich, aber das Gebäude wird somit 5-6 Stockwerke bzw. ca. 20 Meter hoch.
  • Investition ca. 25 Mio CHF, die die BAAG selbst stemmen will.
  • Die GUB ins Dorfzentrum bleibt inkl. Talstation unverändert.
 
Ein Rekord-Geschäftsergebnis erwirtschafteten die Bergbahnen Adelboden im letzten Jahr. Investiert wurde und wird in den Sommer (Biken) sowie die Sanierung der Beschneiungsinfrastruktur. Bezüglich des Projekts Direttissima formuliert die AG eine sehr klare Kritik am Kanton Bern.

Direttissima
Ein Projekt in der Grössenordnung des Bahner- satzes Direttissima verläuft nicht immer gerad- linig und schon gar nicht wie geplant. Wie angetönt, sind die Unterlagen der benötigten Überbauungs- ordnung zur erneuten Überprüfung beim Amt für Gemeinde- und Raumplanung des Kantons Bern (AGR). Es ist zurzeit frustrierend, wie der Kanton Bern Projekte terminlich verzögert und blockiert. Wann die Gemeinde Adelboden eine Stellungnahme des AGR erhält und die Über- bauungsordnung öffentlich zur Mitwirkung auf- liegen kann, ist zurzeit nicht bekannt. Sobald eine Rückmeldung vom AGR vorliegt, wird die Bergbahnen Adelboden AG auch die Gespräche mit den Grundeigentümern sowie die Öffentlich- keitsarbeit wiederaufnehmen.
Nichtsdestotrotz und mit fortschreitender Zeit ist das Team der BAAG mehr denn je vom Diret- tissima-Projekt und dessen Ausgestaltung über- zeugt. Die Entwicklung der Ersteintritte in der Jungfrau Region sowie in Gstaad zeigen, dass eine zeitgemässe Infrastruktur für eine Region von zentraler Bedeutung und Wichtigkeit ist. Gestärkt durch das Ergebnis des vergangenen Geschäftsjahres 2021/22 sehen die Verantwort- lichen die Bergbahnen Adelboden AG der Reali- sierung dieses 31-Millionen-Projektes optimis- tisch entgegen. Als Ziel bleibt die Eröffnung zum Start der Wintersaison 2025/26.

https://vogellisiberg.ch/wp-content/uploads/2022/09/rz_Geschäftsbericht_Vollversion.pdf
 
Neoto schrieb:
Der Guetfläck-Skilift ist im Pistenplan 2023-2024 nicht mehr enthalten: https://resc.deskline.net/documents/1/GRI/907d4348-c1a8-4433-a434-8354a0165cb2/Pistenplan_202324.pdf

In den letzten beiden Saisons war es oft wegen Personalmangels und Schneeverhältnissen geschlossen.

Schade, der Lift hatte einen sehr schönen Hang der nun größtenteils entfallen dürfte. Bei meinen Besuchen war das sicher eine der meistbefahrenen Pisten. Auch die Piste 45 von der SL-Bergstation in Richtung Geils entfällt damit. Zwar nur der obere Teil, aber trotzdem schade. Beides ist für mich ein Attraktivitaetsverlust…
 
Sehr schade für diese authentische Ecke. In der Hauptsaison war dieser Lift oft gut ausgelastet...
Die Preise über das unsägliche dynamische Preissystem rauf.. Leistung runter.. ein mustergültiges Beispiel für Optimierung...
 
Wenn man regelmässig Personalmangel hat, hat man zu wenig Personal! Von der Höhenlage wäre eine Beschneiung möglich gewesen. Alles nur vorgeschobene Gründe um, wie Benito imho richtig feststellt, zu optimieren. Allerdings nicht für die Gäste, sondern für die Aktionäre! Hauptsache die sind zufrieden...
 
Krass. Sehe ich auch als herben Verlust an.
 
Och ne, es wurde zwar schon länger bzgl. Schneesicherheit und Personalaufwand diskutiert, aber dass so schnell Ende ist... total blöd. An kalten, sonnigen Tagen mit die schönste Ecke im Skigebiet.
Fahre morgen früh eh hoch. Vielleicht schaue ich mit dem MTB mal vorbei, ob man was am SL sieht.
 
Sowohl die Photovoltaikanlage als auch die Projekte der Bergbahnen werden von der Gemeindeversammlung durchgewunken:

An der Gemeindeversammlung vom Freitag wurden in Adelboden gleich mehrere Grossprojekte angenommen. So wurde die Überbauung «Talstation und Hotel Oey» mit grossem Mehr gutgeheissen, wie die Einwohnergemeinde mitteilt. Auch das Projekt «Tourismusgebiet Chuenisbärgli-Silleren-Hahnenmoos», zu welchem «Direttissima», die Erneuerung der Sillerenbahn gehört, wurde mit grossem Mehr durchgewunken. Die Bahn zwischen Sillerenbühl und Adelboden soll damit künftig direkt und nicht mehr via Bergläger fahren (...) Abgestimmt wurde auch über die Alpine Photovoltaik-Grossanlage Schwandfäl. Es sei «intensiv» über die Vor- und Nachteile diskutiert worden, wie die Gemeinde in der Mitteilung zur Versammlung schreibt. Schlussendlich wurde die Solaranlage mit 339 zu 111 Stimmen angenommen. Die zehn Hektaren grosse Anlage soll künftig 40 Prozent des benötigten Winterstroms selber produzieren können, wie die Licht- und Wasserwerk Adelboden AG (LWA) mitteilt.

Quelle:https://www.baerntoday.ch/bern/kanton-bern/adelboden-stimmt-fuer-bergbahn-grossprojekte-und-alpine-solaranlage-155206124
 
Die Guetfläck-Schließung ist ebenfalls durch.
Der SL ist bereits im neuen Pistenplan entfernt.
 
Das geht ja gar nicht das der Guetfläck ganz geschlossen wird,in der Hochsaison war der gut frequentiert und so viele Lifte auf der Lenker Seite gibt es auch nicht,die Hauptpisten oft total vereist..Da sollte man die Verantwortlichen für diesen Entscheid fristlos entlassen
 
Für mich auch mit die schönste Ecke, da zwar in der Hochsaison gut frequentiert, aber dank SL immer noch nicht so schnell abgerutscht wie die Pisten an den Haupt-KSB.
Naja, die üblichen Gründe: Personal, Kosten, Schneesicherheit.
 
An der Talstation Lenk StandXpress ist ein großes Parkhaus und ein Ferienresort geplant.

Für die zwei grossen Bauvorhaben an der Lenk braucht es weiterhin Ausdauer - zumindest für die Parkhauspläne der Lenk Bergbahnen im Rothenbach bei der Talstation des Stand-Xpress. «Seit einem Jahr warten wir auf die Stellungnahme des Kantons», sagt Nicolas Vauclair, CEO der Bergbahnen Adelboden-Lenk AG.

[...]

Bekanntlich planen die Lenk Bergbahnen bei der Talstation der Gondelbahn Stand-Xpress ein Parkhaus mit 500 Plätzen. Mit den verbleibenden Parkplätzen auf festem Boden könnten dort rund 800 Fahrzeuge im Winter parkieren. Dazu kommen im Winter gegen 400 Parkplätze auf der benachbarten Wiese, die für die Spitzentage erforderlich sind.

[...]

Einen Schritt weiter sind dagegen die Pläne für das Ferienresort Gosto. Dabei handelt es sich um vier viergeschossige Wohnbauten mit rund 80 Ferienwohnungen, ein Restaurant mit Terrasse, ein Hallenbad mit Aussenpool und Wellnessangebot sowie verschiedenen Kleingeschäften und einer Piazza. Das Resort soll neben der Talstation der Gondelbahn Stand-Xpress auf bahneigenem Terrain ebenfalls im Gebiet Rothenbach zu stehen kommen.

Quelle: Thuner Tagblatt / Berner Oberländer
 
Um die Konzession zu erneuern, muss das Bahnunternehmen die Kabinen der Pendelbahn Elsigbach–Elsigenalp ersetzen und zwei Stützen verstärken. Kosten: zwei Millionen Franken.

Auch im Artikel:
«Aber wir haben einen gut funktionierenden Betrieb, und auch die Bank hat mitgeholfen.» Eine Loslösung von der Skiregion Adelboden-Lenk ist indes für die Elsigenalpbahnen gemäss Zenger trotz der seit dieser Saison eingeführten dynamischen Ticketpreise derzeit «absolut kein Thema».

«Wir sind eng verbunden mit Adelboden-Lenk, generieren ein Drittel unseres Umsatzes daraus, und das wird sich sicher auch lange nicht ändern», betont der Geschäftsführer.
Quelle: Neue Gondeln für die Elsigenalpbahnen
 
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