Suedostschweiz 11.03.08
Projekt für Verbindungsbahn Arosa-Lenzerheide liegt vor
Zur Verbindung der Ski- gebiete von Lenzerheide und Arosa soll eine 2350 Meter lange Seilbahn mit 14 Gondeln für je
35 Personen übers Urdental erstellt werden. Im Juni wird das Projekt den Stimmberechtigten vorgelegt.
Von Peter Simmen
Arosa/Lenzerheide. - Von Motta (2285 Meter über Meer) im Skigebiet von Lenzerheide aufs Urdenfürggli (2558 m ü. M.)
und von dort in einem Zug und ohne eine einzige Stütze übers Urdental aufs Aroser Hörnli (2494 m ü. M.): Auf diese
Linienführung zur Verbindung der Skigebiete von Arosa und Lenzerheide haben sich die Bergbahnen der beiden Orte sowie
die Umweltorganisationen vergangenes Jahr verständigt. Der Einigung vorangegangen war ein jahrelanges Tauziehen, denn
ursprünglich hatten die Bergbahnen eine skifahrerische Verbindung mit zwei Sesselbahnen und Skipisten im Urdental
geplant. Das wollten die Umweltorganisationen aber nicht akzeptieren.
1200 Personen pro Stunde
Nun ist auch klar, wie die neue Bahn technisch aussehen soll: Geplant ist eine 3-Seil-Verbindungsbahn mit 14 Gondeln
für je 35 Personen. Damit könnten 1200 Personen pro Stunde und Fahrtrichtung befördert werden, wobei die Förderleistung
der Anlage bis auf 1800 Personen ausbaubar wäre. Die Kosten werden auf 22 Millionen Franken veranschlagt.
Schon in den nächsten Monaten sollen auf politischer Ebene die Weichen zur Realisierung des Projekts gestellt werden:
Am 1. Juni sollen die Stimmbürger der Gemeinden Vaz/Obervaz und Arosa an der Urne zeitgleich zum Projekt Stellung
nehmen können, wie einem Informationsblatt des Aroser Gemeinderats zu entnehmen ist. In Vaz/Obervaz geht es dabei um
eine Umzonung des fraglichen Gebiets in die Wintersportzone und um eine Anpassung an den kantonalen Richtplan. Anders
in Arosa: Die Bergstation auf dem Hörnli ist auf Boden geplant, der bereits in der Wintersportzone liegt. Gemäss
Gemeindeverfassung benötigen neue Beförderungsanlagen aber die Zustimmung der Urnengemeinde. Vom Projekt betroffen ist
auch die Gemeinde Tschiertschen, deshalb findet auch dort am 1. Juni eine Abstimmung statt.
Noch gibt es Fragezeichen
Ob dieser Plan eingehalten werden kann, scheint allerdings fraglich. Noch vor den Abstimmungen muss nämlich die
öffentliche Auflage des kantonalen Richtplans und der Nutzungsplanungen erfolgen. Geplant ist diese Auflage im April.
In der Vernehmlassung zum Zwischenentwurf für den neuen Richtplan seien mehrere Stellungnahmen eingegangen, die jetzt
ausgewertet und noch bearbeitet würden, sagte Cla Semadeni, Vorsteher des kantonalen Amts für Raumentwicklung, auf
Anfrage. Dabei seien auch neue Fragen aufgetaucht, die noch geklärt werden müssten, so Semadeni. Konkretere Angaben
wollte er aber nicht machen. Semadeni zeigte sich dennoch zuversichtlich, dass der Auflagetermin vom April eingehalten
werden kann.
Projekt für Verbindungsbahn Arosa-Lenzerheide liegt vor
Zur Verbindung der Ski- gebiete von Lenzerheide und Arosa soll eine 2350 Meter lange Seilbahn mit 14 Gondeln für je
35 Personen übers Urdental erstellt werden. Im Juni wird das Projekt den Stimmberechtigten vorgelegt.
Von Peter Simmen
Arosa/Lenzerheide. - Von Motta (2285 Meter über Meer) im Skigebiet von Lenzerheide aufs Urdenfürggli (2558 m ü. M.)
und von dort in einem Zug und ohne eine einzige Stütze übers Urdental aufs Aroser Hörnli (2494 m ü. M.): Auf diese
Linienführung zur Verbindung der Skigebiete von Arosa und Lenzerheide haben sich die Bergbahnen der beiden Orte sowie
die Umweltorganisationen vergangenes Jahr verständigt. Der Einigung vorangegangen war ein jahrelanges Tauziehen, denn
ursprünglich hatten die Bergbahnen eine skifahrerische Verbindung mit zwei Sesselbahnen und Skipisten im Urdental
geplant. Das wollten die Umweltorganisationen aber nicht akzeptieren.
1200 Personen pro Stunde
Nun ist auch klar, wie die neue Bahn technisch aussehen soll: Geplant ist eine 3-Seil-Verbindungsbahn mit 14 Gondeln
für je 35 Personen. Damit könnten 1200 Personen pro Stunde und Fahrtrichtung befördert werden, wobei die Förderleistung
der Anlage bis auf 1800 Personen ausbaubar wäre. Die Kosten werden auf 22 Millionen Franken veranschlagt.
Schon in den nächsten Monaten sollen auf politischer Ebene die Weichen zur Realisierung des Projekts gestellt werden:
Am 1. Juni sollen die Stimmbürger der Gemeinden Vaz/Obervaz und Arosa an der Urne zeitgleich zum Projekt Stellung
nehmen können, wie einem Informationsblatt des Aroser Gemeinderats zu entnehmen ist. In Vaz/Obervaz geht es dabei um
eine Umzonung des fraglichen Gebiets in die Wintersportzone und um eine Anpassung an den kantonalen Richtplan. Anders
in Arosa: Die Bergstation auf dem Hörnli ist auf Boden geplant, der bereits in der Wintersportzone liegt. Gemäss
Gemeindeverfassung benötigen neue Beförderungsanlagen aber die Zustimmung der Urnengemeinde. Vom Projekt betroffen ist
auch die Gemeinde Tschiertschen, deshalb findet auch dort am 1. Juni eine Abstimmung statt.
Noch gibt es Fragezeichen
Ob dieser Plan eingehalten werden kann, scheint allerdings fraglich. Noch vor den Abstimmungen muss nämlich die
öffentliche Auflage des kantonalen Richtplans und der Nutzungsplanungen erfolgen. Geplant ist diese Auflage im April.
In der Vernehmlassung zum Zwischenentwurf für den neuen Richtplan seien mehrere Stellungnahmen eingegangen, die jetzt
ausgewertet und noch bearbeitet würden, sagte Cla Semadeni, Vorsteher des kantonalen Amts für Raumentwicklung, auf
Anfrage. Dabei seien auch neue Fragen aufgetaucht, die noch geklärt werden müssten, so Semadeni. Konkretere Angaben
wollte er aber nicht machen. Semadeni zeigte sich dennoch zuversichtlich, dass der Auflagetermin vom April eingehalten
werden kann.