Theo schrieb:
Von Arosa habe ich 2000 Personen bis auf die Westseite, von Churwalden habe ich weitere 2000 Personen wo neu von dort nach Arosa fahren anstatt mit dem Auto dorthin. Lenzerheide intern heben sich die Wechsel wieder gegenseitig auf, es fahren zwar mehr von West nach Ost um nach Arosa zu gelangen, dafür fehlen dann die Von Ost Wo nach Arosa anstatt nach West fahren. Trotzdem habe ich jetzt 4000 Personen mehr wo auf der Lenzerheide die Seite wechseln und da sie auch wieder zurück wollen das Ganze mal 2 ergibt dann 8000 Ortsquerungen mehr. Ich glaube da ist eine Verbindungsbahn schon angebracht.
Die 8000 angenommenen Querungen, obwohl ich die Zahl stark bezweifele, sonst wären die Wartezeiten z. B. am Heimberg enorm, gibt es auch heute schon. Durch das neue Portal in Churwalden wird es sicherlich nicht 2.000 zusätzliche Gäste geben. Sie verteilen sich jetzt schon auf die anderen Parkplätze im Skigebiet.
Theo schrieb:
Die Bahnen machen halt das Gleiche wie die hier bei uns. Man baut für die Gäste und befolgt nicht die persönlichen Wünsche jedes Einheimischen die nur zufrieden sind wenn der Lift vor der Haustüre startet und die Piste bis zurück in den Keller führt.
Ich selber komme seit über 30 Jahren auf die Lenzerheide (ca. 20 Tage im Winter und 8 Tage im Sommer). Mein Ausgangspunkt zum Skifahren ist der Danis Parkplatz am Fadail. Fast skitäglich fahre ich auf beiden Seiten. Hin über den Heimberg und zurück mit dem Sportbus. Das funktioniert einwandfrei. Ich erinnere mich noch daran, als es den Tunnel am Obertor nicht gab und man die Straße von West nach Ost überqueren mußte. Der Tunnel ist eine echte Erleichterung gewesen. Und ich erinnere mich auch an Zeiten, als es noch keinen Sportbus gab. Dann ist man zu Fuß von der Talstation Rothorn zum Danisparkplatz 15 Minuten gelaufen. Das ging auch gut.
Theo schrieb:
Richtig erkannt, exakt so sieht es dann aus. Wo da allerdings das Problem sein soll weis ich nicht, und mit der von dir geforderten Piste Heimberg - Churwalden wäre es ja dann auch nicht gelöst oder hat es dort dann auf gleicher Höhe mehr Schnee?
Meines Wissens ist die Piste nach Churwalden auf der Westseite nicht beschneit. Wenn man auf der Ostseite eine beschneite Piste z. B. über Mittelberg einrichten würde, dann wäre eine Talabfahrt sicherlich bis Ende März möglich.
oberländer schrieb:
Fahrgast erwartet heute für die hohen Skipasspreise Komfort und Dienstleistung. Lange Ziehwege inklusive Strassenquerungen oder gar Busfahren zählen da nicht dazu. Die neue Sesselbahn führt mitten durchs schon jetzt ordentlich verbaute Gebiet, der Schaden für die Umwelt hält sich in Grenzen. Der Fahrgast erhält mit der neuen Bahn eine wesentlich komfortablere Verbindung ohne Ski-abschnallen, auf-Bus-warten, minutenlange Fussmärsche, womit die Bahn einem echten Bedürfniss entspricht und dem ganzen Gebiet dient, nicht nur "den Gästen aus Arosa".
Dann sollten schnell alle Ziehwege entfernt werden (z. B. in Arosa vom Hörnli zum Weishorn). Busfahrten sind auch in anderen Skigebieten üblich: Parsenn / Jakobshorn, Corviglia / Corvatsch, Diavolezza/Lagalb, etc.
Um den Komfort zu erhöhen, sollte man schnell noch Sitzheizungen auf allen Sesseln anbringen. Das bringt sicherlich nochmals viele neue Gäste! Spaß beiseite: Das Skigebiet der Lenzerheide ist auch ohne den Verbindungslift super. Nur steht die Lenzerheide nicht alleine da. Die Tageskarten kosten 50 % mehr als in Skigebieten in Österreich, die genauso einfach aus Deutschland zu erreichen sind.
Meine Einstellung zu dieser ganzen Verbindung mit Arosa ist nicht gut. ski-chrigel hat das ausgeführt. Eine Integration mit Tschiertschen und 2 KSBs wäre optimal gewesen und hätte das Skigebiet echt aufgewertet. Verbindungsbahnen wie geplant in Parpan oder zwischen Arosa und Lenzerheide bringen skifahrerisch nichts, weil sie horizontal verlaufen.
Das ganze Konzept der Verbindung ist Stückwerk. Früher konnte ich zum gleichen Preis und schneller in Laax und Davos Skifahren (das Thema hatten wir schon letztes Jahr). Warum läuft die Urdenbahn im Sommer nur 4 Wochen? Bei einer echten Verbindung macht das keinen Sinn. Oder warum kann man öffentliche Verkehrsmittel nur im Winter nutzen und nicht im Sommer? Und warum fahre ich kostenlos mit der RHB nach Arosa zum Skilaufen und zahle auf dem Danisparkplatz nochmals 5 CHF? Wieso gibt es eine kostspielige gemeinsame Vermarktungsstrategie von Arosa und Lenzerheide, obwohl man unter normalen Umständen nicht an den Angeboten des Partnerortes nach Betriebsschluss der Bergbahnen partizipieren kann?
Hier wird zu kurzsichtig gehandelt. Und wenn man die Kosten betrachtet, dann macht das ganze noch weniger Sinn. Apropos Kosten: heute gibt es in SRF 3 eine Sendung zu den Kosten des Skibetriebes auf der Lenzerheide. Es sind 290.000 CHF pro Tag:
http://www.srf.ch/medien/news/input-ein-tag-skigebiet-arosa-lenzerheide-kostet-290000-franken/