Ski alpin: Erster Spatenstich zur «Beltrametti»-Piste
Parpan. Si/BaZ. Am Freitag erfolgte in Parpan der erste Spatenstich zur neuen «Beltrametti»-Piste in der Region Lenzerheide-Parpan. Bis im Winter soll sie fertig gestellt sein. Im März erlebt sie mit dem Finale vom 9. bis 13. März bereits ihre Weltcup-Premiere.
Der Namengeber und Mitinitiant Silvano Beltrametti stach zusammen mit ein paar «Spinnern und Phantasten», wie Marcus Gschwend, Gemeindepräsident von Vaz/Obervaz, diese Pioniere bezeichnete, die erste Schaufel in den Boden. In der Tat handelt es sich bei diesem Projekt um eine Pionierleistung.
In Rekordzeit wird eine glänzende Idee mit viel Engagement in die Tat umgesetzt zum Wohle des Schweizer Skisports, des Nachwuchses und auch als grosse Chance für die Sportregion Lenzerheide-Valbella. Eine Skigebietsverbindung mit Arosa ennet dem Rothorn «rückt einen Schritt näher», wie Seilbahn-Direktor Norbert Patt seiner Vision freien Lauf liess.
Soviel Pioniergeist und solches Tempo in der Umsetzung belohnte auch die NASAK (Nationales Sportanlagen-Konzept), die einen Betrag von 1,5 Millionen, der ursprünglich für das nicht so schnell vorangetriebene Davoser Eissportzentrum-Projekt vorgesehen war, kurzerhand auf die Lenzerheide umleitete.
Fast 6 Millionen Franken teuer
Damit war die Finanzierung des 5,88 Millionen Franken kostenden Pistenbauwerkes endgültig gesichert. Davon profitieren auch die Touristen und insbesondere der Nachwuchs, der dort gratis oder kostengünstig trainieren kann.
Beltrametti, der sich am Sonntag zu einem einmonatigen Sprachaufenthalt nach Vancouver (Ka) begeben wird, erläuterte die künftigen Pisten (Männer 3 km, 978 m HD; Frauen 2,224 km, 727 m HD) mit bis zu 65 Neigungsprozenten und sprach von «sehr, sehr schwierigen Strecken mit vielen Kurven, die konditionell hohe Ansprüche stellen».
Der erste Test wird gleich ein Ernstkampf sein, wenn der Internationale Skiverband (FIS) beim Kongress in Miami in der nächsten Woche der Lenzerheide den Weltcup-Final definitiv zuspricht.