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Neues in Damüls Mellau

  • Ersteller Ersteller Anonymous
  • Erstellt am Erstellt am
Warum denn überhaupt eine Übergangslösung wenn man die EUB bauen kann? Da finde ich es die wesentlich bessere Übergangslösung die Gipfelbahn zu bauen und später z.B. unten eine Sektion drannzuhängen. Oder man ersetzt die 4er durch eine eigene, verlängerte Bahn. Busshuttle sind so ziemlich das unatraktivste was es an Gebietsverbindungen gibt, von einem längeren Fußmarsch mal abgesehen.
 
Ich frage mich noch einmal: Wieso kommt nicht einfach nur die Bahn?
In der oben verlinkten "Bregenzerwald-Studie 5.2 - Zusammenschluss der Schigebiete Mellau und Damüls" heißt es auf Seite 34:
4.1.2 Bettlerkopf
Der Bereich des Bettlerkopfes stellt bei der Errichtung der Schiabfahrt vom Wannenkopf zur Roßstelle die größte Herausforderung dar. Er gilt als technische Schlüsselstelle bei der Ver-bindung der beiden Schigebiete. Hier ist schwieriges Gelände zu überwinden; eine optimale Lösung ist anzustreben. Aufgrund der Steilheit des Geländes sind je nach Variante Hangab-tragungen in unterschiedlichem Ausmaß erforderlich. Zur Überwindung der Schlüsselstelle bieten sich mehrere Lösungen an, wobei es Aufgabe der zuständigen Experten sein wird, die konkreten Auswirkungen abzuschätzen und zu entscheiden, welche Variante schlussendlich zur Ausführung kommt. Zur Bewältigung der Schlüsselstelle kommen in Betracht:
Hangbrücke
Untertunnelung
Hangquerung in einem Geländeeinschnitt
Für den Fall, dass eine Abfahrt technisch nicht realisierbar wäre, käme auch eine Bahn mit reiner Verbindungsfunktion in Frage.

Jetzt ist nun mal nicht die Technik das Problem, sondern die Umwelt. Das dürfte jedoch keinen so großen Unterschied machen. Oder doch :?:
 
In dem Gutachten steht aber auch drin, dass die Gipfelbahn ohne Piste nicht attraktiv für Wiederholungsfahrten (warum nur??? :wink: ) ist und deshalb empfohlen wird auch die Piste zu bauen, um die Attraktivität beider Gebiete zu erhöhen sowie schneesichere Nordlagen skitechnisch zu erschliessen!
 
Sag ich doch! Eine Gipfelbahn ohne Abfahrt ist bescheiden!
Und die variante als Tunnel finde ich zwar ok wenns nicht anderst geht, aber alles andere wäre mir da schon lieber!
 
Da steht nur, dass das empfohlen wird weil die Bahn sonst logischerweiße nicht für Wiederholungsfahrten atraktiv ist (auser vielleicht für ein paar von uns). Da steht nirgends, dass man sie nicht bauen soll ohne Piste. Besser als ein Busshuttle ist die Bahn allemal.
 
Hallo zusammen, ich hab etwas den Überblick verloren.
Deswegen frag ich mal nach, ob das noch der aktuelle Stand ist:

1. Gipfelbahn genehmigt, keine Einsprüche, Baugenehmigung noch für dieses Jahr.

2. Piste zur Gipfelbahn nicht genehmigt, weil
.a) Einspruch gegen geplante Deponie für Erdarbeiten und
.b) Problematik bei der Pistenführung unterhalb des Bettlerkopfs, wg extrem steiler Neigung und mehreren 10.000m3 labiler und abrutschgefährdeter Lehmschichten. (deswegen evtl Tunnellösung)

3. Ragaz genehmigt unter der Vorraussetzung, dass die Verbindung realisiert wird.

Ist das noch aktuell oder hat sich davon schon was erledigt?
 
Jepp kann man glaub so stehen lassen, die Abfahrt ist eigentlich auch genehmigt, nicht aber das Ablagern des Materials in nem Feuchtgebiet
 
Kleine Ergänzung zu Frage 3:

Mit dem Bau der Sesselbahn Raggaz darf m.W. erst begonnen werden, wenn die Gipfelbahn in Betrieb ist!
 
jepp, das habe ich unter einer realisierten Bedingung verstanden.
 
Ich verstehe das langsam nichtmehr... das ist ein reines Chaos mit dieser Verbindung. Erst wird gebaut, dann wird aufgehört weil man den Abraum nicht dort lagern kann und ihn via LKW abtransportieren müsste, weil das ja *ironie* besser für die Umwelt sein *ironieende*... Dachte da sollten hunderte LKW´s pro Woche fahren? Oder wird das jetzt doch anders gelöst?
 
warte ab der doppelmayr wird bestimmt ein ROPECON bauen... :D
 
Nach Informationen des Damüles Bürgermeisters Wilfried Madlener kann ich die Infos von Richie bestätigen:

Der Bau der Gipfelbahn wird jetzt nicht durch die Bergbahnen Mellau, sondern durch die Damülser Seilbahnen realisiert. Noch im Mai ist vor Ort die Bauverhandlung vorgesehen. Man geht davon aus, dass der Bau der Gipfelbahn genauso schnell realisiert werden kann wie es vor zwei Jahren mit den beiden 6-KSBs geklappt hat. D.h. Bau der Gipfelbahn noch diesen Sommer, Inbetriebnahme zur WS 09/10.

Die Damülser sind über den Zick-Zack-Kurs der Mellauser alles andere als begeistert. Im Rahmen einer gemeinsamen Sitzung wurden klare Forderungen gegenüber Mellau formuliert. Daher auch die Übernahme des Baus der Gipfelbahn durch die Damülser Seilbahnen.
 
Das hört sich ja so an als ob die Mellauer die zensiert! seine!!!!! :D

Und sonst geht's noch? Derartige polemische Niedermache von Skigebietsbetreiber werden wir hier sicher nicht akzeptiert!

MFG Mod. Dachstein
 
snowking schrieb:
Der Bau der Gipfelbahn wird jetzt nicht durch die Bergbahnen Mellau, sondern durch die Damülser Seilbahnen realisiert.

Übernehmen die Damülser nur den Bau, oder gehört den Damülsern dann die Gipfelbahn (Wartung, Personal)?

Ich bin der Meinung, die Gipelbahn ist auch ohne Piste sinvoll, besonders im Hinblick auf die 6KSB Raggaz.
Dann ist die Bahn eben eine Verbindungsbahn, in Obergurgl/Hochgurgl stört es ja auch niemanden mit dem TOP Express zu fahren. Nur psychologisch ist es halt was anderes mit einer Bahn talwärts zu fahren als waagrecht in einen anderen Skigebietsteil!

Ich bin jedoch der Überzeugung, dass es auch mit der Piste was wird, denn jetzt können sich die Mellauer ganz auf den Pistenbau (incl. Bürokratie) konzentrieren, während die Damülser die 8 EUB aufstellen.

Bezüglich 4EUB: Wenn die Verbindung mit der 8 EUB erst mal steht wird man sicher etwas machen, aber momentan hat die 8EUB wegen der ablaufenden Genehmigung einfach Vorrang!
 
meine rede, gipfebahn bauen, mit der piste kann man sich dann auch zeit lassen bis man die optimale lösung für alle seiten gefunden hat.
 
Also von Versager auf Mellauer Seite habe ich nicht gesprochen. Die Probleme liegen vermutlich auch tiefer. Die Bergbahnen Mellau sind wohl eben kein so großes und finanzkräftiges Unternehmen wie die Damülser Seilbahnen. Und die immer neuen Umplanungen verändern natürlich auch die Kosten für den Bau der Verbindung in nicht unerheblicher Höhe. Das durch die Finanzkrise Kreditfinanzierung nicht einfacher geworden ist, brauche ich wohl nicht extra zu erwähnen. Insofern ist das für Mellau sicher auch keine einfache Situation (gewesen).

Zudem haben im Gegensatz zu den Mellauern die Damülser ja das Problem, dass die 6-KSB Ragaz nur gebaut werden kann, wenn dieses Jahr noch die Gipfelbahn kommt. Denn die Gehemigung für die Errichtung der drei Verbindungsbahnen gilt ja bekanntlich nur für drei Jahre und die Ragaz-Bahn darf erst errichtet werden, wenn die Gipfelbahn und damit die Verbindung steht. Ohne fertige Verbindung dieses Jahr wäre es aus mit der Ragaz-Bahn und wohl auch mit der Verbindung nach Mellau. Wer glaubt denn schon, dass - selbst wenn die den Aufwand treiben würden, um dann eine neue Genehmigung zu beantragen - diese auch erteilt würde. Und die Damülser wollen übrigens schon seit Ende der 80er Jahre eine Bahn Richtung Ragazer Blanken bauen und das Gebiet erschließen. Da war sogar mal der sogennante "Raganz-Express" geplant, eine 4er EUB mit Talstation im Bereich Hasenbühel Talstation. Insofern setzt man jetzt natürlich alles von Damülser Seite dran, die Gipfelbahn dieses Jahr zu bauen, damit das mit der Ragaz-KSB klappt. Klar dass man da kurz vor dem Ziel jetzt die Segel nicht einfach streichen will.

Konkret ist es so, dass die Damülser Seilbahnen die Bauverantwortung von den Bergbahnen Mellau übernommen haben. Hintergrund ist natürlich, dass die Bergbahnen Mellau es bis Februar 2009 nicht geschafft hatten, den Bau der Gipfelbahn für 2009 sicherzustellen. Deshalb wurde in einer Beiratssitzung der Damülser Seilbahnen im Frühjahr beschlossen, dass der Geschäftsführer der Damülser Seilbahnen ein Schreiben an die Bergbahnen Mellau, also Herrn Herbert Frick, schickt, in dem der Unmut über das Hin und Her zum Ausdruck gebracht wird. Dies hatte dann am Ende zur Folge, dass Bewegung in die Sache kam und die Damülser Seilbahnen die Bauverantwortung für die Gipfelbahn übernommen haben. Wenn ich das richtig verstanden habe, bedeutet das, dass die Damülser Seilbahnen sich komplett um den Bau kümmern, also nicht nur die Genehmigungsfragen klären, sondern den Bau auch durchführen lassen. Demnach würde die 8 MGD dann vom Generalunternehmer Doppelmayer im Auftrag der Damülser Seilbahnen gebaut, wobei ich mich frage, wie das rechtlich alles geht, da die langwierigen Grundstücksverhandlungen im Bereich der Gipfelbahn bekanntlich von Mellauer Seite zum Abschluss gebracht worden sind. Vielleicht gibt es da irgendwelche Vereinbarungen zwischen den beiden Seilbahnunternehmen.
 
Na das sollte kein Problem sein, du kannst ja anderen Leuten erlauben auf deinem Grundstück zu bauen.
 
Man darf ja auch nicht vergessen, was es den Damülsern "kostet", wenn diese Verbindung heuer noch nicht kommt, bzw. dann möglicherweise gar nicht mehr kommt. Die haben zwei neue 6er-Sesselbahnen gebaut - auf der Basis, dass die Verbindungs-EUB diese Kapazitäten in diesem Bereich erfordert und rechtfertigt. Die Damülser sind ja nun auch nicht so groß, als dass sie das Geld dafür einfach aus den Ärmeln schütteln. Denen dürfte das Risiko einfach zu groß sein, das den Mellauern zu überlassen, die da offensichtlich nicht zu 100% professionell agieren.
 
So einfach mit der Grundstücksache ist das sicher nicht. Denn überlicherweise geht es dabei ja inbesondere um Überfahrungsrechte. Ich glaube nicht, dass die Bergbahnen Mellau alle Grundstücke gekauft haben, über die die Gipfelbahn drüber geht. Und wenn ich als Grundstückseigentümer einen Vertrag schließe mit einer Bergbahn und dieser Überfahrungsrechte einräume, weiß ich nicht, wie es sich verhält, wenn die Bahn auf einmal von einem anderen Unternehmen gebaut und womöglich auch noch betrieben wird.
 
Na ja, ich denke, dass die Mellauer Bergbahnen sich auch bemüht haben die Verbindung zu realisieren, aber sie hatten nicht mit den Einsprüchen gerechnet. Ausserdem sind sie m.W. eine relativ kleiner Bergbahn. Die Damülser sind etwas grösser. Ausserdem haben die Damülser Seilbahnen ein grosses Problem, wenn die Gipfelbahn dieses Jahr nicht realisiert wird. Dann haben sie 2 Sessellifte gebaut, für sie dann ab dem Kommenden Winter keine Genehmigung mehr haben, da die Genehmigung m.W. nur aufgrund des geplanten Zusammenschlusses erfolgt ist und die Verbindung Voraussetzung für den Betrieb der beiden Bahnen ist.

Insofern bleibt zu hoffen, dass es diesen Sommer mit dem Bau der Verbindung klappt. Es scheint jetzt ja Bewegung in die Sache zu kommen!
 
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